USA: Bond Roll-Overs. So kann man auch Attraktivität erzeugen
Hallo zusammen.
Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass ich schon im Frühjahr diesen Jahres die heutige "Krise" vorhergesehen und auch genügend darüber geschrieben habe. Die für die Roll-Overs benötigten neuen Mittel dürften ja jetzt in einer ungeheuren Menge zufliessen, da ja alle Welt in dieser Krise in "sichere Staatspapiere" flüchtet. Die Zinsen bleiben auch noch dadurch automatisch günstig, was will man mehr ? Was wir hier erleben, ist genau die gleiche Praxis, -ja "die Gleiche"- die Ende der 1980er Jahre von der jugoslawischen Nationalbank ausgeübt wurde. Der Staat wird über die Notenpresse finanziert. Ich kann nur davor warnen, jetzt in eine Art Panik zu verfallen, die einem vorgaukelt alle Aktien seien Schrott. Hier werden meines Erachtens Banken über die Klinge springen gelassen, die mehr oder weniger als Vorwand dafür dienen, die in einem "normalen Umfeld" nur schwerlich verkaufbaren neuen Anleihen an den Mann zu bringen. Bei den Roll-Overs reden wir über jährlich 1000 Milliarden und nicht über die "Kleinigkeiten", die Banken in den Zusammenbruch führen. Wie wird es weitergehen ? Kollabiert die Weltwirtschaft ? Nein. Allerdings wird in den nächsten Jahren eine Geldentwertung stattfinden, die Euch bislang unbekannt gewesen ist. All das wird in einem Umfeld der Beschwichtigung stattfinden. Nur die Ruhe bewahren, alles wird bald besser. Nur Geduld. Sachwerte werden parallel dazu zu steigen beginnen. Was wir jetzt erleben ist meines Erachtens eine Phase vor einer grundlegenden Neuordnung des globalen Finanzsystems. Vergesst nicht, irgendwann "muss" die Rechnung bezahlt werden. Papiergeld kann auch in einer Vorphase der "Hyperinflation" durchaus unter widrigen Bedingungen einige Zeit stabil sein (siehe Deutsches Reich 1921 / 1922). Im übrigen bedeuten die so häufig genannten 700 Milliarden von "den Steuerzahlern" pro Kopf 2.333,- $. Ich glaube nicht, dass dies direkt von den Steuerzahlern kommen wird. Allerdings kann man mit "Inflation" diese Mittel ganz bequem aus dem Geldbeutel ziehen. Ich bleibe dabei, die "privatwirtschaftliche" Krise muss als Vorwand dafür dienen, dass die Roll-Overs möglichst störungsfrei über die Bühne gehen. Und es warten noch bis ins Jahr 2010 noch genügend in der Pipeline.
Viele Grüsse
Franjo
@ Paljusevic, Franjo [#1]
Schöne Worte. Gibt es dazu auch konkrete Empfehlungen, was Sie in diesem Jahr machen würden, wenn Sie z.B. 100.000 Euro auf Ihrem Girokonto rumliegen haben ?
Aktien und welche ? Bonds und welche ? Währungen ? Laufzeiten ? Inflationsindexierte Anleihen ? Oder was sonst ? Wie viel von was mit welchem Ziel für ein spezifiertes Jahr ?
Ein 'Nur Geduld' nützt leider nicht sehr viel, wenn die Sachwerte Aktien inzwischen Konkurs angemeldet oder von Dritten für einen sprichwörtlichen Euro aufgekauft wurden. Nach dem Motto 'Bis jetzt ist ja noch gar nichts passiert'. Was war mit den Sachwerten Lehman Brothers oder IKB, was wird aus Commerzbank oder Fortis ?
Für mich sind Aktien von Standardwerten der wesentliche Eckpfeiler in meiner Vermögensanlage, Tendenz steigend, er kann jedoch auch auf Null heruntergefahren und durch Tagesgeld ersetzt werden.
Guten Abend Herr Ebert.
Meiner Meinung wird der Aufwärtstrend an den Aktienmärkten schon morgen beginnen. Durch das "Verbot von Leerverkäufen" wurde ein meines Erachtens massgeblicher Manipulator, der einer Hausse die ganze Zeit im Wege stand entfernt. Die Einigung auf eine "Schwemmgeld"-Flutung in den USA wird ihr übriges tun. Wie ich 100.000,- € freies Kapital investieren würde ? Ein drittel davon würde in verschiedene deutsche Nebenwerte fliessen, die nur einen minimalen bzw. kleinen Streubesitzfaktor haben -börsennotiert wie -unnotiert- (Beispielsweise: Südwestdeutsche Salzwerke, AUDI, Steigenberger Hotels, SCA Hygiene etc.). Anleihen jeglicher Art sind für mich im jetzigen Umfeld indiskutabel. Der Gegenwert von 1,5 Kilogramm Gold in kleinen Münzen (20 Reichsmark Stücke, 20 Francs Stücke, 20 Franken Vreneli) träte bei dem Beispielinvestment an die Währungsstelle. Die restlichen gut 35.000 € flössen in Daimler und BASF. Das wäre es dann gewesen. Anhand der Roll-Over Daten, die in der Zwischenzeit jeder an der Thematik Interessierte kennen dürfte, ist es offensichtlich, dass sich die Lage bis tief in 2010 nicht entspannen dürfte und die US-Praxis, solchen "auftretenden Krisen" entgegenzuwirken ja jetzt bekannt ist = Finanzierung über die Notenpresse. Was die Rendite angeht, tja, genaue Zahlen hängen davon ab, wie sich der Markt verhält, wenn die -alljährliche- depressive Herbststimmung der kommenden vorweihnachtlichen Winterstimmung weicht und diese dann wiederum von der Früjahrsaufbruchsstimmung abgelöst wird etc. Aber um eine Zahl in den Raum zu stellen, das Beispieldepot sähe ich persönlich bis in einem Jahr bei mindestens 140.000,- €. Menschen neigen dazu, sich von Jahreszeiten Stimmungsmässig beeinflussen zu lassen. Der Herbst ist nun einmal eine "Umbruchszeit", dies zeigt auch die Tatsache, dass die meisten Revolutionen im Herbst stattfanden. Vorausschauend denken heisst auch sich vorstellen zu können, wie die Situation im schönen Mai 2009 aussehen wird.
Viele Grüsse
Franjo
@ Paljusevic, Franjo [#3]
Danke, das waren doch recht klare Worte. Das würde bedeuten, sollte ich der Goldpreis in Euro bis Mai 2009 nicht ändern, würden die Daimler, BASF und die vier Nebenwerte um 60 % in den nächsten 8 Monaten steigen, um Ihr Gewinnziel zu erreichen.
Würde der Dax den gleichen Anstieg schaffen, müsste er von 7.100 (gestern) auf 11.360 steigen. Ich kann mir vieles vorstellen, das aber nicht.
@ Paljusevic, Franjo [#3]
"Wie ich 100.000,- € freies Kapital investieren würde ?"
Wir tuns einfach mal! Heute sind 100k frei geworden.
Ist doch nicht schmerzhaft ein paper-depot anzulegen.
Wer an Daimler und BASF glaubt, sollte morgen zur Eröffnung gute Preise haben.
sollen wir die 50/50 nehmen?
Das 1/3 Nebenwerte. Wähl mal was aus für Summe 100k/3
das 1/3 Gold kaufen wir jetzt spot bei 620euro 31oz?
Und nach 12 Monaten schauen wir wieder!
Grüsse Euch.
Ok.
Was heute Abend passiert, hat man nicht oft. Sie prügeln wie die Wahnsinnigen auf die Kurse ein.
Viele Grüsse
Franjo
@ Paljusevic, Franjo [#6]
Sollte heute nicht die Rally beginnen?
@ Richard Ebert [#4]
Sie meinten von 6100, nicht 7100.
@ Paljusevic, Franjo [#6]
später mehr.
aber dass sollte den Ansatz oben überhaupt nicht berühren.
Ich bin ja bei dem Ansatz Gegner, aber den heutigen Tag würde ich nicht als Beweis der Gültigkeitkeit/Richtigleit meine Gegnerschaft sehen.
@ Paljusevic, Franjo [#6]
Assetdeflation vom feinsten...Dauert noch paar Jahre bis die Inflation kommt.
ein acorpion mi k+s meldet sich inhaltsleer zu Wort, ein limitup meldet sich zu Wort, was immer der auch tradet.
Halt Franjo, davon, dass der chart denen ein paar Minuten später recht gibt, davon lassen wir uns (du auf der einen, ich auf der anderen) gegenseitig nicht Recht geben! Ich nicht, du nicht!
Den Quatsch den du redest, will ich längerfristig aufgelöst haben, NICHT durch eine Tagesbewegung!
Du sollst maldurch eine praktische Entscheidung zeigen, wo du long gehst, gerne papermäßig, und nicht dann noch die papermäßig getroffene Entscheidung relativieren, dass da was völlig unvorhergeshenes eingetroffen ist.
Weißt du eigentlich, wie blöd du dastehst mit der konjunktivistisch getroffenen Entscheidung "ich könnte, wenn ich könnte"
Ich frag das jetzt mal umgekehrt ab:
Wie stark nervt ein Konjunktiv-Trader andere, die mal verlieren, mal gewinnen, um dann vom Konjunktiv-Trader die Weißheit zu erfahren!
Mich nervt Franjo massiv, mit seinem "ich würde, wenn ich könnte,würde"
Auf Dauer ist es besser, wenn scorpion sagt "ich bin k+s noch long"