Nur was nützt es, wenn die verantwortlichen Leute sich lieber Berater von Privatbanken holen und diese somit den Bock zum Gärtner machen.
Frau Merkel will sich lieber im Glanz eines Ackermanns sonnen (solche Photos machen sich immer gut, der Mächtige der Realwirtschaft und die politische Elite an einem Tisch)
und kriecht diesen Leuten in den Arsch.
Hankel hat es in seinem Vortrag sehr gut erklärt und somit könnten auch normalgebildete verstehen warum ein Ackermann als gefährlichster Mann der Welt bezeichnet wird.
Jetzt durch den Kauf der Postbank und die vielen Privatkunden ist die Bank nämlich in gewisser Weise Systemrelevant und bei der nächsten Krise, welche absehbar ist, wird der Staat haften.
Geschrieben von benedikt54 am Fr. 13 Mai 2011 - 08:25
Warum so emotional? Hankel meinte nicht, Ackermann ist der gefährlichste Mann der Welt, weil er das böse Mastermind, der Bin Laden der Finanzwelt ist, sondern weil er einem Trieb nachgehen kann ohne Rücksicht auf die Umwelt. Ackermann handelt absolut menschlich und rational. Das deutete Hankel im Vortrag an: Finanzinnovationen machen Blasen, homo oeconomicus ist sehr offen für neue Märkte ;-) Noch nie über den 100% Gewinn eines Optionsscheins diebisch gefreut??
Geschrieben von DEerredux am Fr. 13 Mai 2011 - 12:46
Natürlich habe ich mich sehr oft über schöne Gewinne gefreut, aber ich habe mich auch über Totalverluste geärgert.
Nur im Gegensatz zu Ackermännchen muss ich für mein handeln geradestehen und kann nicht sagen, so jetzt lieber Staat zahlt mal meine Spekulationsverluste.
Geschrieben von benedikt54 am Fr. 13 Mai 2011 - 12:58
> Nur im Gegensatz zu Ackermännchen muss ich für mein handeln
> geradestehen und kann nicht sagen, so jetzt lieber Staat zahlt mal
> meine Spekulationsverluste.
Das zeigt nur wer die eigentliche Macht im Staate ist, mehr nicht.
Sie zeigt die Ohnmacht oder Korruption der Regierungen. Das Grundgesetz
weis wie das zu Regeln ist. Alle macht dem Volke und die Leute welche das Grundgesetz entworfen haben, haben sich auch was dabei gedacht.
Geschrieben von benedikt54 am Fr. 13 Mai 2011 - 13:16
da gebe ich Dir völlig Recht, war ja auch ein Smiley dahinter :-)
Aber wie Herr Hankel schon das Beispiel der franz. Revolution vorbrachte, wird das auch bei uns ohne Revolution nicht gehen.
Vorher wirds und aber sehr schlecht gehen, bevor sich die Menschen mal bewegen ..
@ xtrade [#9]
"Aber wie Herr Hankel schon das Beispiel der franz. Revolution vorbrachte, wird das auch bei uns ohne Revolution nicht gehen."
Das denke ich auch.
@ benedikt54 [#8]
"Alle macht dem Volke".
Mein lieber Herr Freud. Da hast Du das wichtige Wörtchen sogar in der richtigen Größe geschrieben. Genauso klein ist die nämlich auch.
Viele Grüße
Geschrieben von gautama2 am Fr. 13 Mai 2011 - 16:32
@ benedikt54 [#6]
"Nur im Gegensatz zu Ackermännchen muss ich für mein handeln geradestehen und kann nicht sagen, so jetzt lieber Staat zahlt mal meine Spekulationsverluste."
Das sagt er ja nur, weil die Staatsfunktionäre das auch machen. Auch das ist rational und zeugt bei Ackermann zunächst nicht von einem fiesen A...lochcharakter.
Geschrieben von DEerredux am Fr. 13 Mai 2011 - 21:42
Ein Charakter definiert sich auch dadurch das man Dinge nicht tut, obwohl man Sie tun kann.
Ich vergleiche diese Leute wie Kinder die eine antiautoritäre Erziehung geniessen. Man lässt Sie schalten und walten ohne das Sie mit Konsequenzen rechnen müssen und wenn ich scheisse baue dann bügelt das Papa schon wieder aus.
Papa (der Staat) sollte einmal mit der Faust auf den Tisch hauen und den kleinen Rotzlöffeln zeigen wo Bartel den Most holt.
Geschrieben von benedikt54 am Fr. 13 Mai 2011 - 22:04
Hm, das ist aber eine sehr vereinfachte Sicht der Dinge, oder nicht? Ackermann und seine Kollegen tun genau das, was jeder Mensch im Rahmen seiner Möglichkeiten tut, nämlich seinen Spielraum ausnutzen um für sich den größten Nutzen daraus zu ziehen.
Ein Staat allein hat doch schon lange nicht mehr die Möglichkeit die Freiheit der Banken einzuschränken. Hankel erklärt das in dem Vortrag ja sehr gut, nicht mal die G8 würden dafür ausreichen. Im Grunde könnte nur noch eine konzertierte Aktion der G20 Abhilfe schaffen.
Ich war eigentlich immer skeptisch was das Thema Bankenregulierung anging. Mir kamen diese Diskussionen unmittelbar während/nach der Krise immer zu aktionistisch vor. Nicht, dass es für mich eine Rolle spielt, ich bin ja kein Banker - aber in dem Vortrag habe ich zum ersten Mal eine in meinen Augen schlüssige Argumentation vorgefunden, für eine Regulierung.
Geschrieben von tradingscape am Fr. 13 Mai 2011 - 22:44
Die Sichtweise der Dinge ist manchmal einfach, genau wie manchmal eine Zigarre nur eine Zigarre ist und man nichts weiteres hineininterpretieren braucht.
Klar tut Ackermann das was das Beste für sich und seine Bank ist. Das ist natürlich und will ich gar nicht in Abrede stellen.
Der Staat und eben massgeblich die Politiker haben durch ihr Konstrukt Europa die Möglichkeit aus der Hand gegeben vor der eigenen Haustüre zu kehren.
Hankel hat es ja klar erklärt. Durch die Globalisierung konnte man sich elegant den konventionellen Sicherheitsbremsen des KWG entziehen.
Nur wenn ich als Politik sehe das meine Strategie die Falsche war und vernünftiges Handeln nicht zu erwarten ist, dann habe ich die verdammte Pflicht dies wieder zu ändern und nicht einfach weiter laufen zu lassen.
Als Firmeninhaber stampfen sie doch Produktionen ein die nicht laufen, oder lässt man die laufen ohne Ende bis man Pleite ist? Eher nicht.
Wenn ich den Scheiss von den ganzen Verträgen immer höre, man könne Griechenland nicht rausschmeissen wenn sie nicht wollen, aber Griechenland kann laufend und ständig gegen die Konvergenzkriterien verstossen. Was sind das für Verträge wo jeder tun und lassen kann was er will?
Ein Vertrag ist nur so wertvoll wie sein Gerichtsstand.
Letztendlich ist das ganze nur eine Art unverbindlicher Absichtserklärung, mehr nicht.
Die bisherige Erfahrung hat uns gelehrt das nichts passieren wird und das letztendlich immer so weiterverfahren wird wie bisher, indem man die Probleme mit immer mehr Geld zu lösen versucht.
Es wird gelten, der Krug geht zum Brunnen, und zwar solange bis der bricht. Die Frage ist nur wann er das tut. Ich vermute leider schneller als wir alle glauben.
Geschrieben von benedikt54 am Sa. 14 Mai 2011 - 12:03
vielen Dank fürs Finden :-)
Ein absolut großartiger Vortrag.
@ tradingscape [#3]
Nur was nützt es, wenn die verantwortlichen Leute sich lieber Berater von Privatbanken holen und diese somit den Bock zum Gärtner machen.
Frau Merkel will sich lieber im Glanz eines Ackermanns sonnen (solche Photos machen sich immer gut, der Mächtige der Realwirtschaft und die politische Elite an einem Tisch)
und kriecht diesen Leuten in den Arsch.
Hankel hat es in seinem Vortrag sehr gut erklärt und somit könnten auch normalgebildete verstehen warum ein Ackermann als gefährlichster Mann der Welt bezeichnet wird.
Jetzt durch den Kauf der Postbank und die vielen Privatkunden ist die Bank nämlich in gewisser Weise Systemrelevant und bei der nächsten Krise, welche absehbar ist, wird der Staat haften.
@ benedikt54 [#4]
Warum so emotional? Hankel meinte nicht, Ackermann ist der gefährlichste Mann der Welt, weil er das böse Mastermind, der Bin Laden der Finanzwelt ist, sondern weil er einem Trieb nachgehen kann ohne Rücksicht auf die Umwelt. Ackermann handelt absolut menschlich und rational. Das deutete Hankel im Vortrag an: Finanzinnovationen machen Blasen, homo oeconomicus ist sehr offen für neue Märkte ;-) Noch nie über den 100% Gewinn eines Optionsscheins diebisch gefreut??
@ Berlinerredux [#5]
Natürlich habe ich mich sehr oft über schöne Gewinne gefreut, aber ich habe mich auch über Totalverluste geärgert.
Nur im Gegensatz zu Ackermännchen muss ich für mein handeln geradestehen und kann nicht sagen, so jetzt lieber Staat zahlt mal meine Spekulationsverluste.
@ benedikt54 [#6]
> Nur im Gegensatz zu Ackermännchen muss ich für mein handeln
> geradestehen und kann nicht sagen, so jetzt lieber Staat zahlt mal
> meine Spekulationsverluste.
da zeigt sich, wer der Clevere von beiden ist ;-)
@ xtrade [#7]
Das zeigt nur wer die eigentliche Macht im Staate ist, mehr nicht.
Sie zeigt die Ohnmacht oder Korruption der Regierungen. Das Grundgesetz
weis wie das zu Regeln ist. Alle macht dem Volke und die Leute welche das Grundgesetz entworfen haben, haben sich auch was dabei gedacht.
@ benedikt54 [#8]
da gebe ich Dir völlig Recht, war ja auch ein Smiley dahinter :-)
Aber wie Herr Hankel schon das Beispiel der franz. Revolution vorbrachte, wird das auch bei uns ohne Revolution nicht gehen.
Vorher wirds und aber sehr schlecht gehen, bevor sich die Menschen mal bewegen ..
@ xtrade [#9]
"Aber wie Herr Hankel schon das Beispiel der franz. Revolution vorbrachte, wird das auch bei uns ohne Revolution nicht gehen."
Das denke ich auch.
@ benedikt54 [#8]
"Alle macht dem Volke".
Mein lieber Herr Freud. Da hast Du das wichtige Wörtchen sogar in der richtigen Größe geschrieben. Genauso klein ist die nämlich auch.
Viele Grüße
@ benedikt54 [#6]
"Nur im Gegensatz zu Ackermännchen muss ich für mein handeln geradestehen und kann nicht sagen, so jetzt lieber Staat zahlt mal meine Spekulationsverluste."
Das sagt er ja nur, weil die Staatsfunktionäre das auch machen. Auch das ist rational und zeugt bei Ackermann zunächst nicht von einem fiesen A...lochcharakter.
@ Berlinerredux [#11]
Ein Charakter definiert sich auch dadurch das man Dinge nicht tut, obwohl man Sie tun kann.
Ich vergleiche diese Leute wie Kinder die eine antiautoritäre Erziehung geniessen. Man lässt Sie schalten und walten ohne das Sie mit Konsequenzen rechnen müssen und wenn ich scheisse baue dann bügelt das Papa schon wieder aus.
Papa (der Staat) sollte einmal mit der Faust auf den Tisch hauen und den kleinen Rotzlöffeln zeigen wo Bartel den Most holt.
@ benedikt54 [#12]
Hm, das ist aber eine sehr vereinfachte Sicht der Dinge, oder nicht? Ackermann und seine Kollegen tun genau das, was jeder Mensch im Rahmen seiner Möglichkeiten tut, nämlich seinen Spielraum ausnutzen um für sich den größten Nutzen daraus zu ziehen.
Ein Staat allein hat doch schon lange nicht mehr die Möglichkeit die Freiheit der Banken einzuschränken. Hankel erklärt das in dem Vortrag ja sehr gut, nicht mal die G8 würden dafür ausreichen. Im Grunde könnte nur noch eine konzertierte Aktion der G20 Abhilfe schaffen.
Ich war eigentlich immer skeptisch was das Thema Bankenregulierung anging. Mir kamen diese Diskussionen unmittelbar während/nach der Krise immer zu aktionistisch vor. Nicht, dass es für mich eine Rolle spielt, ich bin ja kein Banker - aber in dem Vortrag habe ich zum ersten Mal eine in meinen Augen schlüssige Argumentation vorgefunden, für eine Regulierung.
@ tradingscape [#13]
Die Sichtweise der Dinge ist manchmal einfach, genau wie manchmal eine Zigarre nur eine Zigarre ist und man nichts weiteres hineininterpretieren braucht.
Klar tut Ackermann das was das Beste für sich und seine Bank ist. Das ist natürlich und will ich gar nicht in Abrede stellen.
Der Staat und eben massgeblich die Politiker haben durch ihr Konstrukt Europa die Möglichkeit aus der Hand gegeben vor der eigenen Haustüre zu kehren.
Hankel hat es ja klar erklärt. Durch die Globalisierung konnte man sich elegant den konventionellen Sicherheitsbremsen des KWG entziehen.
Nur wenn ich als Politik sehe das meine Strategie die Falsche war und vernünftiges Handeln nicht zu erwarten ist, dann habe ich die verdammte Pflicht dies wieder zu ändern und nicht einfach weiter laufen zu lassen.
Als Firmeninhaber stampfen sie doch Produktionen ein die nicht laufen, oder lässt man die laufen ohne Ende bis man Pleite ist? Eher nicht.
Wenn ich den Scheiss von den ganzen Verträgen immer höre, man könne Griechenland nicht rausschmeissen wenn sie nicht wollen, aber Griechenland kann laufend und ständig gegen die Konvergenzkriterien verstossen. Was sind das für Verträge wo jeder tun und lassen kann was er will?
Ein Vertrag ist nur so wertvoll wie sein Gerichtsstand.
Letztendlich ist das ganze nur eine Art unverbindlicher Absichtserklärung, mehr nicht.
Die bisherige Erfahrung hat uns gelehrt das nichts passieren wird und das letztendlich immer so weiterverfahren wird wie bisher, indem man die Probleme mit immer mehr Geld zu lösen versucht.
Es wird gelten, der Krug geht zum Brunnen, und zwar solange bis der bricht. Die Frage ist nur wann er das tut. Ich vermute leider schneller als wir alle glauben.