benedikt54
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Warum in Aktien?

scorpion

Im Grunde genommen wird ja alles unternommen um Multinationalen Konzernen ein Spielfeld zu bereiten indem Sie sich massiv austoben können und der Gedanke des Sharholder Value zu voller Blüte gelangen kann. Der Grundstein dafür wurde mitte der 80er Jahre in den USA gelegt.

Sei es die massive Flutung mit Geld, wobei hier das Risiko beim Steuerzahler liegt und die Unternehmen die Profite einstreichen. Handelsbilanzdefizite werden nicht mehr durch Abwertung ausgeglichen, sondern durch immer neue Kredite und neue liquide Mittel. (Targetsystem)

Sei es in der Globalisierung wo Handeslhemmnisse und Zölle abgebaut werden, die ja ebenfalls die Profite einschränken und letztendlich

die juristische Möglichkeit Staaten zu verklagen welche die Profite der Unternehmen verhindern könnten.

Australien wird derzeit von Phillip Morris verklagt, da man auf den Zigarettenschachteln hässliche Bilder aufdruckt.

Alles in allem ein wunderbares Umfeld um sich weiter zu berreichern und die Wertschöpfung unter sich aufzuteilen.Mit unter sich meine ich nicht die Arbeitnehmer, die bleiben bei der Aufteilung der Wertschöpfung schön brav aussen vor.

Letztendlich bestünde dann noch die Gefahr das die Menschen und der arbeitende Bürger sich doch vielleicht eine andere Regierung  wählen und vielleicht gibt es dann doch einmal plötzlich Leute die das Wort Volksvertreter auch verdienen und welche dann dem Profitstreben der Konzerne einen Riegel vorschieben könnten, mit Gesetzen, usw.

Auch da hat man ja bereits vorgesorgt, damit sowas nie passieren kann. Es gibt ja einen ESM mit dessen Funktionsfähigkeit man die parlamentarische Demokratie elegant aushelbeln kann.

Früher als ich einmal ein Buch über  eine neue Weltordnung gelesen habe dachte ich mir , das sei Fiktion, aber selbst die Kanzlerin gibt ja offen zu an einer neuen Weltordnung zu arbeiten, oder was sie glaubt.  

Fakt ist, die Welt wird von Konzernen regiert, wurde sie eigentlich schon immer, nur macht man daraus auch öffentlich gar keinen Hehl mehr daraus.

Also, wer in Aktien und sochen Unternehmen investiert ist somit immer auf der Seite des Kapitals und auf der Seite der Mächtigen. Es lebt sich einfach besser so.

Geschrieben von benedikt54 am
scorpion260
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@benedikt

Ich denke, als privater Investor sehe ich mich da eher als Trittbrettfahrer.
Die von Dir geschilderten Vorteile sehe ich als "gegeben" an, ich kann sie nur nutzen, nicht verändern.
Großinvestoren hingegen, rufen diese Effekte wohl selbst hervor, um sie dann für sich nutzbar zu machen.

Ich mußte mir auch schon öfters anhören, wer mit Rohstoffen (Lebensmitteln) spekuliert, der trägt zur Lebensmittelverteuerung bei, und fördert den Hunger in der Welt.
Wieviel Prozent an dieser Aussage wohl stimmen, muß ich sicher nicht erklären.
Daß es zB verschiedene Marktteilnehmergruppen gibt, und die Commercials ja ebenso die Liquidität der Spekulanten am Markt benötigen, um sich zu hedgen, wird hierbei außen vorgelassen, bzw. wird von jemandem, der so lapidar Kritik übt, ohnehin nicht verstanden.

Will damit sagen, ich bin kein Freund pauschaler (Wert)-Urteile;-).

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