benedikt54
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate
Was hat einmal Was gekostet. Historische Preise von Butter usw.
für all die welche uns nachwievor erzählen wollen das die Preissteigerungen nur gefühlt sind. Schliesslich weis ich noch sehr gut was ich für ein Essen vor und nach dem Euro bezahlt habe.
http://www.was-war-wann.de/historische_werte/goldpreise.html
Geschrieben von benedikt54
am
Schönen Dank für die Interessante Aufstellung.
Was ich so von 1950 bis 1960 mit den aktuellen Zahlen verglichen habe bestätigt mich in der Ansicht, dass real kaum was teurer geworden ist. Brot als Lebensmittelvertreter ist real so gar sehr viel günstiger heute als 1950.
@ rodeonrwdeo [#2]
Richtig. Lebensmittel sind (in Arbeitszeit oder in Stundenlohne gemessen) generell heute viel billiger als damals. Am größten ist der Unterschied bei Sachen, die nach dem Krieg teuer waren, wie Eier, Fleisch, Kaffee.
Siehe z.B. hier: http://www.iwkoeln.de/Publikationen/IWDossiers/tabid/126/articleid/30053/Default.aspx
1950 erhielt man für eine Stunde Arbeit 5 Eier, 1960 bereits 10, 1980 waren es 50, und heute sind es 74 Eier für eine durchscnittliche Stunde Arbeit.
@ Asamat [#3]
Nun ja das mit den Eiern hat wohl auch etwas mit der Tierhaltung zu tun und das Brot mit der Art Weizen zu produzieren.
Früher hatten die Viecher sicherlich ein schöneres Leben.
Hätte es die Massentierhaltung bereits in den 50er Jahren gegeben wäre die Anzahl der zu erhaltenden Eier wohl auch höher.
Das Gegenbeispiel.
In den 60er Jahren haben meine Eltern ein Haus mit 30000 DM gebaut incl. Grundstück.
Heute kostet das Ding 180000 euro.
@ benedikt54 [#4]
Vollkommen richtig. Das ist nur auf die Massentierhaltung zurückzuführen und nichts anderes. Bei Fisch sieht es schon ganz anders aus. Speziell bei Fischarten, die nicht in Aquakultoren gezogen werden können.
Alles was nicht in Massen und damit nicht automatisiert bzw maschinell produziert wird ist teurer geworden. Ein Brot was nur durch Handarbeit produziert wird, von der Aussaat des Getreides, dreschen, mahlen, backen etc wäre für die meisten doch gar nicht mehr bezahlbar.
Viele andere Sachen, die im Vergleich zu früher nicht teurer geworden sind, gehen auf Made in China zurück. Jeans, Turnschuhe oder der ganze IT Kram ist doch nur deshalb günstig, weil es in Asien billig hergestellt wird. Europäische Produzenten sind in diesen Bereichen schon lange abgeschrieben.
Was würde wohl ein Laptop made in Germany kosten? Damit meine ich nicht hier zusammengeschraubt, sondern Chips, Platinen usw hier hergestellt. Natürlich unter Beachtung hiesiger Umweltvorschriften und hiesigen Arbeitsbedingungen.
@ benedikt54 [#4]
@ xforce [#5]
Alles richtig. Trotzdem bleibt die Aussage bestehen, daß heute in Arbeitszeit oder in Stundenlohne gemessen vieles deutlich billiger ist als damals. Wir kaufen nun mal Jeans und Laptops aus China, nicht von hier, und das wird sich auch nicht mehr ändern.
Einiges ist auch teurer geworden, auch richtig. Um eine Gesamtaussage zu bekommen, und nicht nur einzelne Anekdoten zu betrachten, führt nichts an dem Warenkorb des statistischen Bundesamtes vorbei. Die versuchen, genau das systematisch zu tun, nämlich die Güter mit ihrer Häufigkeit zu gewichten, mit der wir sie auch konsumieren.
@ Asamat [#6]
@ benedikt54 [#4]
Um eine Gesamtaussage zu bekommen, und nicht nur einzelne Anekdoten zu betrachten, führt nichts an dem Warenkorb des statistischen Bundesamtes vorbei.
Ich bin der gleichen Meinung wie Asamat, daß man ein objektives Bild damals zu heute nur dann erhält, wenn man den heutzutage angewandten Warenkorb des Statistischen Bundesamtes entsprechend gewichtet zurückberechnen würde.
Das Gegenbeispiel. In den 60er Jahren haben meine Eltern ein Haus mit 30000 DM/15000€ gebaut incl. Grundstück. Heute kostet das Ding 180000 euro.
Ein Blick auf den Inflationschart genügt, um zu sehen, daß da jemand viel zu weit vorne liegt. Und da es im Leben nichts geschenkt gibt und ich in sehr vielen Ansichten mit benedikt54 dakor gehe,
schon mal über sales & rent/lease back nachgedacht?
Und denn Verkaufserlös dann in wolframfreies Gold investieren.
Hier der Chart der Inflationsraten in Deutschland 1950-2010
@ Ingolf Dusza [#7]
Ist ja interessant was z.B. vom statistischen Bundesamt in dem Warenkorb alles verarbeitet wird was wir so brauchen.
Es ist nun einmal so das eine Infaltion nur die Menschen besonders hart und brutal trifft welche kaum Geld haben um ihr Leben zu bestreiten.
Der welche wenig Geld hat wird oder muss seinen Lebensstandart auf Segmente beschränken die sein dasein sichern.
Dazu gehören die Dinge welche wir wirklich brauchen.
Dies sind Wasser, Heizung, Miete, Essen, Verkehr usw.
Es ist klar das eine Inflationsberechnung für einen Gutverdiener anders aussieht als für einen Harzler oder Geringverdiener.
Der welche sich jedes zweite Jahre oder jedes Jahr ein Auto oder Flatscreen kauft oder jedes Jahr in Urlaub fährt für den sind die Daten des statistischen Bundesamtes vielleicht zutreffend, aber für mehr als 20 Prozent der arbeitenden Bevölkerung welche im Niedriglohnsektor schuften müssen oder so manche Rentner ist sie nur ein Hohn.
@ benedikt54 [#8]
Warum so Sozial?
Der Statistik und diejenigen, die Sie benötigen und sich danach orientieren, ist es doch völlig egal, ob einer für den gesamten Konsum aufkommt oder unendlich viele.
Wichtig ist, daß im Sinne des BIP ordentlich konsumiert wird!
Es ist klar das eine Inflationsberechnung für einen Gutverdiener anders aussieht als für einen Harzler oder Geringverdiener.
Ja, der Warenkorb des Hartzler's ist bedeutend kleiner. Mehr nicht.
Sicherlich sieht die Praxis so aus, daß je nach Bevölkerungspyramide&Rentenniveau, Konjunkturlage, Einkommensniveau, Arbeitslosenqoute, Nominalzins und Inflation/Deflation ein Teil der Bevölkerung nur bedingt konsumieren wird.
Leistungsgesellschaft?
@ benedikt54 [#8]
Es ist klar das eine Inflationsberechnung für einen Gutverdiener anders aussieht als für einen Harzler oder Geringverdiener.
Nein, im Gegenteil. Die "Gutverdiener" haben am meisten zu verlieren. Nur Millionäre und Geringverdiener kommen in Inflationsphasen besser weg.
@ Ingolf Dusza [#9]
Der Warenkorb des Harzlers ist kleiner und beschränkt sich auf die lebensnotwendigen Dinge welche einer höheren Inflationsrate unterliegen als die welche die Statistik darlegt.
Klar werden jetzt wieder ein paar sagen, soll sich die Oma mit ihrer kargen Rente doch einen billigen Labtop oder Drucker oder PC aufs Brot schmieren, dann passt das wieder alles mit der statistischen Inflation.
@ Berlinerredux [#10]
Ich wollte damit ausdrücken das die Inflationierung derzeit für einen gutverdiener weniger relevat ist , da sich dieser auch die teils unnützen Dinge eines Warenkorbes leisten kann.
Relevant ist doch auch wie sich die Renten und Sozialhilfe von 1950 bis heute entwickelt haben. Auf dieser Basis kann man dann mal sehen ob die Argumente von den Gutmenschen hier stichhaltig sind.
Ich würde mich nicht wundern, wenn die Anstiege im unteren Vergütungsbereich seit 1950 bis heute nicht besonders stark gestiegen wären.
Für die Preissteigerungen bei Rentnern und Genringverdienern gab es früher in der Statistik einen besonderen Warenkorb, gib es den nicht mehr?
@ benedikt54 [#11]
Ich wollte damit ausdrücken das die Inflationierung derzeit für einen gutverdiener weniger relevat ist , da sich dieser auch die teils unnützen Dinge eines Warenkorbes leisten kann.
Davon abgesehen steigt der materielle Lebensstandard natürlich auch durch den technischen Fortschritt. Ein 81 cm Flatscreen Fernseher ist sicherlich besser als ein schwarz-weiß Röhrengerät von 1950.
Gefühlt wird aber immer nur die Veränderung des Lebensstandards über die letzten Jahre. Und die war für Bezieher niedriger Einkommen definitv negativ. Brot ist ungefähr 5,6% pro Jahr teurer geworden, Benzin so um die 8%. Das ist das, was die Leute fast täglich kaufen und was die Stimmungslage prägt.
@ tomxy [#13]
Das ist das, was die Leute fast täglich kaufen und was die Stimmungslage prägt.
Es wird aber auch jeden Tag massenhaft telefoniert. Kaum jemand vergleicht die heutigen Flat Tarife mit den früheren Kosten. Extremes Beispiel: Vor 20 oder 30 Jahren habe ich für 10 DM kurz in die USA telefoniert, heute kostet die Stunde (!) bei günstigen Anbietern weniger als 1 Euro. Und das bei gewaltig gestiegenen Einkommen.
Kaum jemand denkt darüber nach.
Schöne Grüsse, Richard Ebert
Butter Preise in Euro je Tonne
@ Richard Ebert [#14]
Ist es für ihre existenz wichtig in die usa zu telefonieren?
Es geht um den Bedarf der fürs tägliche Leben wichtig ist und nicht irgendeinen Schnickschnack den man nicht braucht.
@ Asamat [#3]
...aber das ist doch gerade die Augenwischerei:
"Kaufkraft der Nettoverdienste
Die Kaufkraft der Nettostundenverdienste hat sich im Nachkriegsdeutschland mehr als verfünffacht: Ein Warenkorb, der 1950 noch dem Gegenwert einer vollen Stunde Arbeit entsprach, ist heute bereits nach elf Minuten verdient. Besonders deutlich sind die Kaufkraftgewinne dort, wo viele elektrische oder elektronische Bauteile eingesetzt werden – der technische Fortschritt und der durch die Globalisierung verstärkte Wettbewerb drücken hier besonders auf die Preise. Aber auch bei Lebensmitteln hat es auf lange Sicht meist überdurchschnittlich hohe Kaufkraftgewinne gegeben."
Ich möchte mal einen ordentlichen Vergleich, vom legalen Gammelfleisch aus dem Supermarkt, mit einem Stück Fleisch vom Metzger in den 50ger Jahren. Oder die GenMilch von Müller, verglichen mit einem Liter ordentlicher Frischmilch (Artegerechte Tierhaltung etc) von damals. Natürlich behauptet Müller und seine eingekauften Plagiatsprofessoren, bei ihren "naturwissenschaftlichen Untersuchungen", dass seine GenMilch gesundheitlich ebenso "unbedenklich" sei, wie "normale" Milch... etc.
In meinen Augen weltfremde Statistiken, man misst die Kaufkraft an Produkten unterschiedlicher Qualität! Die Welt ist eine Scheibe, es zählt nur, was man mit einfachen Mittel messen und wiegen kann. Alles andere hält man für irrelevant. Das klingt vielleicht etwas frech, aber so ist es doch meist bei solchen Dingen.
GenMilch: http://de.wikipedia.org/wiki/Gen-Milch
@ Richard Ebert + AAA
Klarerweise ist langfristig die Kaufkraft in D oder A gestiegen. Sonst würden wir hier keinen hohen Lebensstandard haben. Bei einzelnen Preisen mag es Abweichungen nach oben oder unten geben. Die Summe macht dann eben den Warenkorb. Ob Lebensmittel ohne strenge Kontrolle (frische warme Kuhmilch beim Bauern) für viele wirklich ein Qualitätsvorsprung sind, wage ich zu bezweifen; und Gammelfleisch ist ja nicht der Normalfall. Grüsse SPOMI
@ SPOMI [#17]
Dann schreibe ich "Gammelfleisch" in Anführungszeichen. Wenn Antibiotikarückständen gefunden werden ist das für mich legales "Gammelfleisch".
"Nach den vielen Medienberichten der letzten Wochen kann einem schon mal der Appetit vergehen. Antibiotika in Geflügel, Massentierhaltung, Klebefleisch, EU-Subventions-Suppenhühnchen, die in Afrika die Hunger-Katastrophe verschärfen. Kann man heute überhaupt noch ruhigen Gewissens Fleisch essen?
...
Was sollten Verbraucher denn beachten?
In vielen Fällen ist Fleisch ein Massenprodukt, das auch in der Massentierhaltung produziert wurde. Wenn es anonym ist, ist immer Vorsicht geboten, vor allem dann, wenn es auch noch relativ billig ist. Denn das kann nur auf Kosten der Qualität gehen. Am sinnvollsten ist es, wenn ich mich informiere, wie die Tiere gehalten wurden."
http://web.ard.de/themenwoche_2010/?p=2344
Wer nur nach dem Preis schaut und nicht nach der Qualität, oder meint, dass Antibiotika-Rückstände in gewissen Massen kein Qualitätskriterium seien, dem kann ich auch nicht helfen. SPOMI ;)
Ich bestreite nicht, dass gewisse Kaufkräfte gestiegen sind, aber vieles ist Schall und Rauch und nicht wirklich miteinander vergleichbar und damit relativ.
@ AAA [#18]
Wir haben doch mittlerweile das Problem das viele Menschen , vor allem die Jungen, gar nicht mehr Wissen was Lebensmittel sind und wie solche schmecken.
Wir kaufen unsere Hühner, Enten nie im Supermarkt, sondern direkt vom Bauern. Das man da mit anderen Preisen rechnen muss ist doch klar.
Wir haben in 10 km Entfernung eine Geflügelfarm und in dieser war ich vor 8 Jahren einmal.
Die Bilder im Fernsehen sind schon schlimm und erzeugen Ekel, aber in der Realität wird das noch bei weitem getoppt.
Allein der Gestank von Ammoniak raubt einem dem Atem.
Nochmal, die Menschen wissen nicht mehr wie Nahrungsmittel schmecken und wir ersticken alle im Einheitsbrei der Supermärkte.
Möchte man Qualität bekommt man diese nur gegen Aufpreis.
Wie Du schon richtig sagst, alles relativ und nicht vergleichbar.
@ Richard Ebert [#14]
Ja früher hatte man seine Orders per Telefon durchgegeben. Damals hatten die Märkte aber auch noch wunderbare Trends und es brauchte sehr wenige Trades.
Heute telefoniere ich nicht mehr mit USA um Trades durchzugeben, von daher ist das für mich kein wirklicher Vorteil und ADSL, iphone etc kostet auch Geld.
Und wo wir gerade dabei sind. Mein Datenabo läuft bald ab, Kosten für die Software (Esignal) sind nun 1440 USD. Ich glaube in 2005 hatte ich noch knapp 800 USD für den anual prepaid bezahlt.
@ AAA [#18]
Hier nochmal ein Beispiel wie wir Menschen mit Tieren umgehen.
Meine Kinder durften das Video nicht sehen und wer einen schwachen Maen hat sollte es sich nicht antun.
http://www.break.com/usercontent/2008/7/Cow-Meat-Shredder-529904
@ benedikt54 [#21]
Die Kuh ist aber tot, aber da ist es dann keine Tierquälerei mehr. Und das ist im Prinzip auch nichts anderes, als der gute alte Fleischwolf, nur etwas gröber.
@ sbendel [#22]
ton anmachen
@ benedikt54 [#23]
Schon den Like-Button gedrückt?
Ich finde das harmlos im Gegensatz zu dem was hier bei uns mit eindeutig erkrankten Viechern läuft, die trotzdem in den Handel geraten.
http://www.zeit.de/2011/35/Tiere-Seuche-Bakterium
@ gautama2 [#24]
Wie krank und abgestumpft muss man eigentlich sein um Tiere bei lebendigen Leib ohne Betäubung in den Reisswolf zu werfen.
Na ja, seit Ausschwitz hat man es ja Schwarz auf Weiss zu was die Sorte Mensch fähig ist, aber Tiere sind noch einmal eine Stufe wehrloser.
Ich weis nicht ob die moderne Medienwelt so ein segen ist, man bekommt alles mit obwohl man ohne diese Wissen sicher gesünder leben würde
@ benedikt54 [#25]
Zu Beginn des Videos steht doch, dass das Vieh tot ist.