Was kaufen wenn man sichere 1,3 % will?
Hallo Leute,
nach langer Zeit bin ich nun ohne Positionen in meinem IAB-Konto. Ich möchte vermeiden, alles Geld vorübergehend auf ein Sparkonto zu überweisen. Dort würde man ca. 1,3 % p.a. bekommen.
Gibt es die Möglichkeit, durch IAB ein Zertifikat oder sonstiges zu kaufen, was sichere 1,3 % abwirft? (Abgesehen natürlich vom Emittentenrisiko.)
Wie gesagt, möchte einen Transfer vermeiden, hauptsächlich deshalb, da ich stets "einsatzbereit" sein möchte :-).
Danke fürs Nachdenken! :-)
@ ladowa [#1]
5:46 Uhr, hmm.
Also, es war wohl schon sehr spät, oder sehr früh, je nachdem, wie man es sieht*g.
Aber trotzdem erschließt sich mir die Logik in Deinem Posting nicht.
Wenn's um die Summe geht, die Du regelmäßig für den EURCHF verwendet hattest, dann sind es um die 400K, korrekt?
Natürlich reden wir hier über IAB, und keine kleine Klitsche, aber trotzdem:
Du bist bereit über ein Zerti das volle 100%ige Emittentenrisiko zu tragen, für angenommene 2-3% Rendite durch Verzinsung?.
Dagegen bist Du nicht bereit, 1,3% bei bestehender Einlagensicherung eines Sparkontos, und somit Risikoausschluß des Emittentenrisikos zu akzeptieren.
Wenn Du einsatzbereit bleiben möchtest, dann laß das Geld als Cash im Konto liegen, da ist der Verlust von 2-3% Rendite durch Verzinsung egal.
Die Relation Einsatzbereitschaft-2-3% Rendite-volles Emittentenrisiko ist keine gute Option.
Entweder, Einsatzbereitschaft-keine Verzinsung-kein Emittentenrisiko, oder verspätete Einsatzberetschaft durch Rücküberweisung-1,3% im Sparkonto-kein Emittentenrisiko.
Oder Teilabzug der liquiden Mittel, 50:50 o.ä..
Meine Meinung:-).
Beste Grüße
@ scorpion260 [#2]
5:46 Uhr - ja, ich habe die Schlafstörungen erfunden ;-).
Danke für Deine Ausführungen.
Stimmt, es handelt sich über 400K.
Zum Emittentenrisiko: ich würde das Geld schon auf mehrere Zertifikate verschiedener Emittenten aufteilen. Ein gewisses Risiko ist im Wertpapiermarkt ohnehin immer dabei, aber natürlich soll man versuchen, es klein zu halten. Allerdings habe ich einfach keine Idee, welche Zertifikate dafür geeignet sein könnten. Geldmarkt-Zertifikate bringen nichts und haben ein Kursrisiko, sowas habe ich mir schonmal angesehen.
Aktuell tendiere ich dazu, 50 % auf Sparkonten zu überweisen.
Bin aber nach wie vor offen für gute Ideen :-).
@ ladowa [#1]
Der Erfolg liegt immer in der Liquidität.
Ganz banal.
Die Möglichkeit durch CASH unmittelbar auf alles reagieren zu können wiegt höher als die lächerlichen Zinsen.
Abgesehen davon Rate ich jedem sich etwas CASH unters Kopfkissen zu legen.
Letztendlich nützen mir die Bit und Byte auf dem PC wenig wenn die Konten eingefroren werden, und das wird eines Tages kommen.
Wie schnell das geht hat man ja jetzt gesehen.
Natürlich ist Zypern eine Ausnahme, was sonst, das ist genauso eine Ausnahme wie der Euro ein Wohlstands und Friedensprojekt darstellt.
Wer hier noch irgendjemand etwas glaubt sollte sich auf seinen Verstand untersuchen lassen.
Wenn Bundesanleihen noch als Sicherheitsmaß aller Dinge gelten, dann liegt die Verzinsung bei einem Schnaps über Null Prozent.
Die Sparbuch- 1,3% gibt es für ein leicht höheres Risiko. Außerdem sind die nicht so liquide.
Ein Rechtsanspruch auf vorzeitige Kündigung steht dem Sparer nicht zu. Entspricht jedoch das Kreditinstitut dem Wunsch des Sparers auf vorzeitige Kündigung, so hat der Sparer in der Regel dafür eine Vorfälligkeitsentschädigung zu zahlen, die mit einer Zinseinbuße oder mit einem Kostennachteil verbunden sein kann. Das kann in Form von Vorschusszinsen, eines Vorfälligkeitsentgelts oder einer Parallelverzinsung erfolgen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Spareinlage
Das heißt für eine spontane Verfügung ohne Kündigung
1. gibt es eine kleine Strafzahlung, und
2. wenns doof läuft, kommst Du eben nicht sofort an Dein Geld.
Letzteres ist für mich schon ein KO-Kriterium. Für einen Teil des nicht benötigten Kapitals wäre es jedoch in Ordnung.
Eine andere Möglichkeit der sicheren Geldanlage: DAX-Aktien kaufen, meinetwegen die 20 größten. Und das Depot über DAX-Futures absichern.
Oder selbiges mit dem EuroStoxx50.
Klar kostet das, und es wird einen Tracking-Error geben. Das finde ich aber vertretbar.
Die Zeiten, in denen es um Zehntel Prozente ging, sind vorbei. Sicherheit und Liquidität steht weit vorne.
@ zorrie [#5]
Anleihen kommen wegen der kaum vorhandenen Verzinsung nicht in Frage.
Ich habe in meinem Eingangsposting vergessen zu erwähnen, dass ich nur täglich fällige Online-Sparkonten in Betracht ziehe. Die bieten 1,25 - 1,30 % bei mir im Ösiland.
Was wäre der Vorteil von DAX-Aktien und dem Future-Hedge? Rendite durch Dividenden? Die sind wahrscheinlich ohnehin auch Bestandteil des Futures, denke ich mal.
Danke jedenfalls.
@ ladowa [#6]
Was wäre der Vorteil von DAX-Aktien und dem Future-Hedge?
Sicherheit!
Von der Rendite her sollte das um Null Prozent liegen. Du musst ja auch Rollen.
http://www.tagesgeld.de/tagesgeld/tagesgeld-vergleich.html
Ich weiß nicht weshalb du mit 400k schnell bei IB reagieren musst, denn Positionen für diese Summe wollen ja auch vorher geplant sein. In der Zwischenzeit ist doch das Geld per Überweisung bei IB angekommen. Ich hab gestern was überwiesen und vorhin die Ankunft des Betrags bei IB gesehen.
Wenn du also 1-2 Tage Spielraum hast, dann kannst du doch evtl. ein Tagesgeldkonto nutzen.
@ gautama2 [#8]
Geplant habe ich schon alles. Nur der Kaufpreis ist noch zu hoch, deshalb ist abwarten angesagt. Vielleicht einige Wochen, Monate, oder wer weiss...
Der Tagesgeldkonto-Vergleich ist interessant. Z.B. zahlt ING 1,5 %, und die österr. Denizbank in Deutschland 1,55 %. Bei mir in Österreich zahlt ING 1 % und Denizbank 1,3 %. Wir in Österreich sind wirklich immer die Deppen. Nicht nur, dass Supermarkteinkäufe fast 20 % teurer sind, gibt es auch deutlich weniger Zinsen. Euch in Germany geht es wirklich gut :-).
@ ladowa [#9]
Ja, dafür dass doch in Europa alles so schön harmonisiert sein soll, sind die Unterschiede teilweise schon recht krass und eigentlich unverständlich. Dafür ist euer Sprit ist meist günstiger. An den Kalkulationen der Konzerne liegt es jedenfalls nicht, es sind wahrscheinlich unterschiedliche offene und versteckte Steuern. Dass wir da in D auch mal besser dran sind ist eigentlich verwunderlich.
@ gautama2 [#10]
Meiner Meinung nach liegt es schon auch an der Kalkulation der Unternehmen. Z.B. kostet ein- und dasselbe Haarpflegeprodukt von Schwartzkopf in D 7,-, während es in AT 13,50 kostet. Ok, das ist ein Extrembeispiel, aber es ist schon sehr vieles teurer als in D, und das kann man mit ein paar Prozent mehr Steuern nicht erklären. Egal, das soll jetzt auch nicht großartig Thema dieses Threads werden ;-).
@ ladowa [#11]
Hast recht. Interessant, dass man eigentlich so wenig über die Verhältnisse in Nachbarländern weiß. Man kennt eher nur die "Prominenz", wenn sie mal auffällt, wie eure Schotter-Mitzi.