Was wurde aus dem Durchschnittsgehalt von 1.600 € in 10 Jahren ?
Nehmen wir doch als Vergleichsdaten den 28. Juni 2000 und den heutigen 28. Juni 2010.
Zehn lange Jahre in denen viel passiert ist.
Auch beim Gehalt ?
Der klassische ledige Durchschnittsverdiener erhält nachwievor 1.600.- € netto im Monat - wie vor zehn Jahren, allerdings waren es damals noch schöne 3.130.- D-Mark.
Lohnzuwächse gab es also defacto überhaupt gar keine. Nein, ganz im Gegenteil.
Der durchschnittlich deutsche Monats-Nettolohn von 3.130.- D-Mark kaufte am 28. Juni 2000 immerhin 5,216 Unzen Feingold (damaliger EUR/USD Kurs: 0,9454 - Unzenpreis Feingold in Euro 306,75).
Der heutige durchschnittliche deutsche Monats-Nettolohn von 1.600.- € kauft heute am 28. Juni 2010 nur noch 1,58 Unzen Feingold (heutiger EUR/USD Kurs: 1,2325 - Unzenpreis Feingold in Euro 1.013.-).
Ein unglaublicher Kaufkraftverlust innerhalb von 10 Jahren, der scheinbar von den Gewerkschaften, wie von den Mitarbeitern selbst stillschweigend hingenommen wird.
@ Paljusevic, Franjo [#1]
Der klassische ledige Durchschnittsverdiener legt auch seinen ganzen Lohn jeden Monat in Gold an :)
Also was der Vergleich soll ist mir nicht so recht klar.
@ Paljusevic, Franjo [#1]
na ja,
der durchschnittliche Rentner oder Geringverdiener hat es ja bis heute nicht verstanden das wir in Deutschland keine Inflation haben.
Und wenn , dann ist es eine gefühlte Inflation.
Es ist ja das was ich immer sage,
Politiker die das Wort gefühlte Inflation in den Mund nehmen haben sich von der Welt in der ihre Wähler leben meilenweit verabschiedet.
Letztendlich ist ja der Rentner selber schuld, warum will er sich auch Butter auf sein Brot schmieren, am besten schmiert er sich einen Drucker, oder einen Flatfernseher aufs Brot, die sind nämlich massiv gefallen.
@ gautama2 [#2]
@ benedikt54 [#3]
Gold ist und bleibt für mich grundsätzlich ein Massstab zum Wertvergleich einer Währung.
Also nicht die Relation zwischen einzelnen Währungen untereinander ist massgeblich, sondern die der einzelnen Währungen zum Gold. Und da sieht es für so ziemlich alle Währungen der Welt gleich aus. Nämlich sehr schlecht.....
Der Vergleich zeigt doch ganz deutlich, dass Kaufkraft in einem sehr hohen Masse "flöten gegangen" ist. Eventuell kann man ja bei Lebensmitteln des täglichen Gebrauches noch Preisbremsen einbauen und damit grosse Bevölkerungsteile in der Illusion einer "stabilen Währung" belassen.
Aber die Realität sieht ganz anders aus.
Was früher noch möglich war, nämlich dass sich beispielsweise ein Arbeiter in einer Automobilfabrik ein hochqualitatives Produkt, das er mit hergestellt hat nach einer gewissen Zeit auch selbst kaufen konnte, gehört immer mehr der Vergangenheit an.
Ja, er montiert diese hochqualitativen Produkte. Aber kaufen und fahren wird sie die "kapitalkräftige" Kundschaft, die über "fiat money" verfügt, an dessen Genuss allerdings der hiesige Arbeiter durch die Lohndrückerei nicht kommt.
Und ich rede nur beispielsweise von einem Basis-Modell des Golf VI der als Basis (so gut wie nichts an Extras mit drin) und 1.4 Liter-Benzin-Motor mit 80 PS stolze 16.500 Euro kostet. Mercedes, Audi oder BMW können sich doch die dortigen Arbeiter so gut wie gar nicht mehr leisten, auch wenn es noch Mitarbeiter-Rabatte geben sollte.
Eine stabile Währung kann man in einer globalisierten Welt nicht dadurch erzwingen, indem man über die Zeit hin den Lebensstandard der heimische Bevölkerung sinken lässt und woanders auf der Welt die Notenpressen schon zu glühen beginnen, um mit diesem Schwemmgeld "günstig" Made in Germany Produkte einzukaufen.
Meiner Meinung nach ist, solange sich global nichts verändert, jede durch zwanghaftes Sparen erzwungene Stabilisierung der nationalen Haushalte ein weiterer Schritt hin zu einer Senkung des Lebensstandards der Bevölkerung. Und das erfolgt Stufenweise.
Ich sage nocheinmal, das Lohnniveau in Deutschland muss um mindestens 25 - 30 % erhöht werden, nur um die gröbsten Kaufkraftverluste auszugleichen. Die dann dadurch automatisch einsetzenden Steuermehreinnahmen entlasten den angespannten Staatshaushalt.
Ja, aber das führt doch geradewegs in die Inflation hinein ?
Haben wir diese denn nicht schon lange ?
Und will man diese globale Inflation mit Hungerlöhnen hierzulande und damit verbundenem Absenken des hiesigen Lebensstandards global bekämpfen ? Nach dem Motto einer gegen alle ?
Nein, das wird meines Erachtens so nicht funktionieren.