Water maktes Money
Ein Beitrag über die Erfahrungen mir der Privatisierung des Wasserhandels.
http://videos.arte.tv/de/videos/water_makes_money--3775756.html
Die Franzosen haben das dumme Gesülze unserer neoliberalen Schwätzer bereits seit Jahren in der Praxis erlebt.
Hier das Ergebnis und der Erfahrungsbericht. Eigentlich nichts was man nicht erwarten konnte.
Geld verdienen steht immer vor dem Wohl der Gemeinschaft.
Nicht umsonst hat der private Anbieter versucht diesen Beitrag gerichtlich zu untersagen.
Leider werden so wichtige Beiträge auf Nieschenkanälen ausgestrahlt.
@ benedikt54 [#1]
Das Ding ist doch schon längst bekannt. In Berlin gabs einen Volksentscheid zur Offenlegung der Geheimverträge mit RWE, Senator Wolf (Die Linke, Aufsichtsratsmitglied) sperrte sich bis zum Schluss. Jetzt muss er die Vera....ung des Bürgers zugeben.
Das hat nicht mit "neoliberalen Schwätzern" zu tun, das hat mit dem genauen Gegenteil zu tun. Wassermonopole sind nicht neoliberal. Neoliberal ist ein Synonym für "Vertragsfreiheit von zwei Partnern ohne Belastung von Dritten", auch wenn es von Neosozialisten anders behauptet wird. Guten Morgen.
@ Berlinerredux [#2]
Ja...vollkommen deiner Meinung
@ benedikt54 [#1]
"...neoliberalen Schwätzer..."
Dieses undifferenzierte Geschreibsel nach dem Volksmund zeigt mir, dass der Verfasser keinen Einblick in den politischen Betrieb hat.
Ich war früher in der Kommunalpolitik tätig- zufällig bei den "neoliberalen Schwätzern". Viele Politiker auf der Ebene müssen und sind sehr engagiert...auch deswegen, weil Bürger keine Verantwortung übernehmen wollen und lieber im weichen Fernsehsesseln die rot-grünen Monitor, Panorama,...Parolen wiederkäuen.
@ Gambler59 [#3]
Soweit meine Interpretation des Neoliberalismus geht, fordern die Vertreter das der Staat sich in keinerlei Wirtschaftsabläufe. oder Prozesse einmischt. Man wünscht sich zwar staatliche Regularien, aber die sollen nur dem Wettbewerb fördern.
Habe ich das richtig verstanden?
Natürlich ist ein Wassermonopol nicht neoliberal genausowenig wie die Energieversorgung das ist.
Es ist aber doch das Bestreben alles und jedes privatisieren zu wollen, oder sehe ich das falsch? Wettbewerb in seiner klassichen Form ist ja nicht zu verurteilen, im Gegenteil.
Nur was hat der Verkauf von Wassermonopolen oder teilen der Infrastruktur an einen privaten Betreiber mit Markt zu tun?
Die Problematik der Privatisierungen ist nämlich dahingehend gelagert das wenn man in den Kommunen oder Ländern oder dem Bund alles privatisiert hat man auch nichts mehr zu bestimmen und dann braucht der Bürger auch nicht mehr zur Wahl gehen, denn was haben denn dann die Volksvertreter noch zu entscheiden?
Was ist an dem Geschreibsl undifferenziert?
Mir zeigen Ihre Zeilen das Sie dem Volksmund keine Bedeutung zuschreiben, sondern Sie machen die Politik welche sie für richtig erachten und das subalterne Pack hat zur Wahl zu gehen und sonst nichts.
Eine Einstellung die sich von ganz oben bis an die Basis durchgesetzt hat, da wundert mich nichts mehr.
@ benedikt54 [#1]
Thema gibt es schon: Wasserkonzern Veolia klagt gegen den Film "Water Makes Money“
http://www.terminmarktwelt.de/cgi-bin/nforum.pl?ST=232579&CP=0&F=47
@ benedikt54 [#4]
2Was ist an dem Geschreibsl undifferenziert?
Mir zeigen Ihre Zeilen das Sie dem Volksmund keine Bedeutung zuschreiben, sondern Sie machen die Politik welche sie für richtig erachten ..."
Damit hat Gambler59 [#3] wohl recht: "Ich war früher in der Kommunalpolitik tätig- zufällig bei den "neoliberalen Schwätzern". Viele Politiker auf der Ebene müssen und sind sehr engagiert...auch deswegen, weil Bürger keine Verantwortung übernehmen wollen und lieber im weichen Fernsehsesseln..."
Nur muss man sicher dazu sagen, dass sich Politiker genauso gerne ihrer Verantwortung entledigen, wie ein Bürger im weichen Fernsehsessel, nur der Politiker halt hinter dem bequemem Neoliberalismus. Warum soll er sich ums Wasser kümmern, wenn das "Veolia" auch kann? ;)
Wenn zwei (Fernsehsessel-Bürger und Politiker) sich streiten freut sich der Dritte "Veolia"! Und schon sind die Schweinereien in vollen Gange...
Neoliberalismus
Wie der Klassische Liberalismus wendet sich auch die Mehrheit der Vertreter des Neoliberalismus gegen ein aktives Eingreifen des Staates in die Wirtschaftsprozesse, fordert jedoch eine staatliche Ordnungspolitik zur Förderung des Wettbewerbs durch Unterbindung einer Vermachtung der Märkte durch Oligopole und Monopole, mit der Betonung einer Interdependenz von wirtschaftlicher Freiheit und politischer Gestaltung.
http://de.wikipedia.org/wiki/Neoliberalismus
@ benedikt54 [#4]
Die Privatisierung in den Kommunen ist eine Folge der kommunalen Insolvenz.
Die kommunale Insolvenz ist eine Folge der Verschuldung.
Die Verschuldung ist eine Folge der verheerenden Eingriffe des Staates und seiner Glieder in das wirtschaftlichen Handeln seiner Bürger.
Es gibt in Deutschland weit und breit keine "neoliberale" Wirtschaft. Was als neoliberal gebrandmarkt wird, sind die Symptome eines sterbenden Staates, der das letzte Tafelsilber verscherbelt an den, der es sich leisten kann.
Kein Bürgermeister in diesem Land darf noch irgend etwas frei entscheiden, was Aus- oder Einnahmen zur Folge hat. Es sind die Stadtkämmerer (die kommunalen Buchhalter), Länderverfassungsgerichte und kommunalen Notstandsgesetze, die regieren. Das ist Realität im Jahr 2011. Einfach mal den örtlichen Gemeindejahresbericht aus dem Internet runterladen (vielleicht nicht gerade den der Gemeinde Starnberger See).
Einen guten Tag noch.
@ benedikt54 [#4]
"Soweit meine Interpretation des Neoliberalismus geht, fordern die Vertreter das der Staat sich in keinerlei Wirtschaftsabläufe. oder Prozesse einmischt. Man wünscht sich zwar staatliche Regularien, aber die sollen nur dem Wettbewerb fördern."
Wir sind in Deutschland mit dem Modell der sozialen Marktwirtschaft nach dem Krieg gut gefahren. In Deutschland hatten wir nie ein neoliberales System.
"Die Problematik der Privatisierungen ist nämlich dahingehend gelagert das wenn man in den Kommunen oder Ländern oder dem Bund alles privatisiert hat man auch nichts mehr zu bestimmen und dann braucht der Bürger auch nicht mehr zur Wahl gehen, denn was haben denn dann die Volksvertreter noch zu entscheiden?"
Läuft in Deutschland eine Privatisierungswelle? Wo? Im Ländle ist gerade der große Energieversorger EnBW wieder teilverstaatlicht worden.
Im übrigen werden Aufgaben privat meistens besser und kostengünstiger erledigt. Natürlich gibt es hoheitliche Aufgaben, die man aus guten Gründen nicht privatisieren kann.
"Mir zeigen Ihre Zeilen das Sie dem Volksmund keine Bedeutung zuschreiben, sondern Sie machen die Politik welche sie für richtig erachten und das subalterne Pack hat zur Wahl zu gehen und sonst nichts.
Eine Einstellung die sich von ganz oben bis an die Basis durchgesetzt hat, da wundert mich nichts mehr."
Auch das Modell der parlamentarischen Demokratie hat sich in Deutschland bewährt. Politiker wollen wiedergewählt werden und hören daher ganz genau auf des Volkes Willen. Aber sie müssen auch mal regieren können ohne dass sich sofort ein "Stuttgart 21" bildet.
Ansonsten hätten wir Volksdemokratie.
"Was ist an dem Geschreibsl undifferenziert?...neoliberalen Schwätzer..."
Heute ist es schick auf Politiker einzudreschen. Das gibt Applaus auf der Gallerie. Aber selber Verantwortung übernehmen...Um Gottes Willen...
Wer ist denn die Gruppe der neoliberalen Schwätzer? Viele Politiker jeglicher Coleur machen vor Ort einen guten Job. Und sie werden durch solche Beiträge undifferenziert über einen Kamm geschoren.
By the way...Politik ist sehr komplex. Da kann man sich schon mal verrennen. Ich habe da meine Erfahrungen gemacht. :-)
@ Gambler 59
Dass Privat effizienter und kostengünstiger sei ist ein altes Argument für mehr Privatisierungen, aber letzendlich werden nach einer Übergangsphase die Dienste/Produkte immer teurer als davor angeboten. Es ist halt dann immer "kostengünstiger" aber nicht für die Kunden - sondern einnahmensteigernd für das Management der privatisierten Firmen. Was Energieversorger, Funknetzbetreiber etc. einfordern mutet wie eine Steuer an, ein großer Teil wird als Fixkosten für die bereits bestehende Infrastruktur in Rechnung gestellt.
Tatsächlich hören Politiker auf's Volk weil sie wiedergewählt werden wollen, aber das große Geld erhalten sie doch von den Lobbyisten. Entweder gleich um die richtigen Gesetze zu fördern oder zu behindern, oder nach ihrer aktiven Zeit als Politiker in Vorständen, Aufsichtsräten oder sie werden selbst Lobbyisten und stellen ihre "guten Kontakte" zur Verfügung.
Es hat sich eine eigene "Schummelbranche" entwickelt, der Politiker lernt doch heute durch Trainer glaubwürdig zu sein, richtig gestylt zu sein selbst wenn er ganz andere Absichten hat. Demokratie ist doch nur mehr ein Begriff mit positiver Konnotation.
Moral hat übrigens schon eine negative Konnotation, zu altmodisch, nicht chic genug.
@ Gambler59 [#7]
Ich weis das man nicht alles über einen Kamm scheren sollte, das ist mir schon bewusst.
Mein Freund ist Bürgermeister einer wohlhabenden Gemeinde und diese Leute leisten in der Tat hervorragende arbeit.
Eben aus dieser Quelle beziehe ich meist Informationen wie dann weiter auf der höheren politischen Ebene gearbeitet wird.
Den Ruf den die Politik hat, hat Sie sich nicht zu unrecht im Laufe der Jahre und Jahrzehnte erworben.
Das private alles besser und biller machen ist ein Märchen. Es geht ums Geld, und wenn zu wenig eingenommen wird, dann wird entweder der Preis erhöhlt oder die Qualität vernachlässigt.
@ Gambler59 [#7]
Ich weis das man nicht alles über einen Kamm scheren sollte, das ist mir schon bewusst.
Mein Freund ist Bürgermeister einer wohlhabenden Gemeinde und diese Leute leisten in der Tat hervorragende arbeit.
Eben aus dieser Quelle beziehe ich meist Informationen wie dann weiter auf der höheren politischen Ebene gearbeitet wird.
Den Ruf den die Politik hat, hat Sie sich nicht zu unrecht im Laufe der Jahre und Jahrzehnte erworben.
Das private alles besser und biller machen ist ein Märchen. Es geht ums Geld, und wenn zu wenig eingenommen wird, dann wird entweder der Preis erhöhlt oder die Qualität vernachlässigt.
@ benedikt54 [#10]
"Das private alles besser und biller machen ist ein Märchen"
Hat niemand behauptet...
"Es geht ums Geld, und wenn zu wenig eingenommen wird, dann wird entweder der Preis erhöhlt oder die Qualität vernachlässigt."
... dann kann nämlich unterstellt werden, daß keine Wettbewerb vorhanden ist.
@ Berlinerredux [#11]
"Das private alles besser und biller machen ist ein Märchen"
Hat niemand behauptet...
#7
Im übrigen werden Aufgaben privat meistens besser und kostengünstiger erledigt
dann kann nämlich unterstellt werden, daß keine Wettbewerb vorhanden ist.
Eben, wie soll denn bei einer Wasserprivatisierung oder ein privatisierung der Infrastruktur auch eine Konkurrenz möglich sein?
Aber eben genau eine solche Argumentation wird doch immer von der Politik vertreten, siehe Westerwelle usw.