Wirbel um Vatas macht NordLB zum Großaktionär wider Willen
Dank des Finanzinvestors Vatas ist die NordLB offenbar gleich bei mehreren Unternehmen zum Großaktionär wider Willen aufgestiegen. Wie die Landesbank am Mittwochabend bestätigte, habe man im Auftrag eines Kunden insgesamt 13 Millionen Aktien verschiedener Unternehmen im Gesamtwert von mehr als 100 Millionen Euro erworben. Nun will der Kunde die bestellten Aktien nicht bezahlen und macht damit die NordLB über Nacht zum Großaktionär u.a. von Balda, Curanum und Euromicron. Am Handyzulieferer Balda hält die NordLB derzeit 15,5 Prozent. 13,1 Prozent der Anteile besitzt die Landesbank am Pflegeheimbetreiber Curanum, und der Netzwerkanbieter Euromicron gehört der NordLB zu 20,2 Prozent. Das Problem: Die Aktienkurse der Unternehmen sind seit dem Einstieg drastisch gefallen. Nicht klar bei der ganzen Transaktion ist, warum die NordLB selbst ins Risiko ging und warum der Kunde die Aktien nicht übernehmen will bzw. kann.
Die Identität ihres Kunden möchte die NordLB nicht preisgeben. Aus Finanzkreisen sowie aus Aktionärskreisen der betroffenen Unternehmen will das Handelsblatt jedoch wissen, dass es sich dabei um die Beteiligungsgesellschaft Vatas dreht, die in den Händen des Großunternehmers Robert Hersov liegt und vom gefallenen Wunderknaben Lars Windhorst gemanaged wird.
Quelle: http://tinyurl.com/2ygg8c
Mal eine Frage an die Banker: Welche Bank macht denn sowas?
Gruss Sebastian
@ Sebastian [#1]
"Mal eine Frage an die Banker: Welche Bank macht denn sowas?"
Eine Landesbank*g.
Aber im Ernst, ich verstehe solchen Quatsch auch nicht. Wenn der Kunde derartige Aktien will, warum kauft er sie dann nicht selbst, über die Bank, genauso wie wir Privatmenschen dies auch tun.
Und warum ist eine Bank so blöd und macht sows mit.
@ scorpion260 [#2]
"warum kauft er sie dann nicht selbst, über die Bank,..."
Wie sieht denn so dein Handelsvolumen aus? Auch 13 Millionen Aktien? ;)
Die Frage ist doch, warum mußte der Kunde - sag ich mal so laienhaft - kein Geld, die 100 Millionen Euro hinterlegen?
Oder ist die Landesbank auch so kulant wie die EZB mit ihrem Mindestreservesatz? :)
Dass die "Bänker" für den Kunden auf Schnäppchenjagd gehen bei so einem Volumen find ich nicht so komisch.
@ AAA [#3]
..."Dass die "Bänker" für den Kunden auf Schnäppchenjagd gehen bei so einem Volumen find ich nicht so komisch"...
Ich kenn den Fall nicht, aber mir fallen durchaus gute Gründe ein, warum eine Bank so einen Auftrag über die eigenen Bücher laufen lässt:
Man "hatte" einen Auftrag für eine Volumenorder, soll heißen es wurde ein Preis vereinbart, bis zu welchen der Kunde die Stücke abnimmt. Da die Bank ja was verdienen will, nutzt sie also die vereinbarte Zeit um die Stücke möglichst günstig "zu besorgen".
Wenn die Bank zu lange braucht, bzw. den festgeschriebenen Preis nicht schafft, könnte bei entsprechenden Verträgen durchaus der Kunde sagen, sorry ihr habt es nicht wie vereinbart geschafft, für mich hat sich die Sache erledigt... => dann sitzt die Bank auf dem Zeug...
Wie gesagt, pure Vermutung, aber solche Verträge sind im großen wie im kleinen möglich, weil der Kunde ja auch bewusst mehr ausgeben will, das aber eben 100% fix auf Termin und/oder Summe. Jeder Blumenhändler hat das gleiche Problem, wenn ich 49Rosen bis Freitag bestelle und er am Freitag nur 48 hat... Dann nehme ich auch gar keine und er kann mit den beschafften 48 machen was er will. War eben sein Risko !!!
@ AAA [#3]
Das meinte ich ja so. Der Kunde kauft über die Bank, sprich die Bank besorgt die Dinger, und zieht zeitgleich das Geld vom Konto des Kunden ein.
Wie bei einem "normalen" Privatdepot halt.
@ TimeTrade [#4]
Die Erklärung ist gut.
@ TimeTrade [#4]
Sind solche Verträge denn üblich?
Da muss ich Scorpion zustimmen, daran hatte ich gar nicht gedacht. Ist dann ein normales Termingeschäft.
Gruss Sebastian
@ Sebastian [#6]
Verträge/Aufträge zu Volumen/Blockorders sind eine der elementaren Hauptaufgaben der Eigenhandelsabteilungen von Banken und großen Brokern, und zählen meines Wissens sogar in den "nichtspekulativen" Bereich.
Ob und was schiefgegangen ist, das wissen wohl nur die Beteiligten.
Selbst so banale Sachen wie das Einstellen eigener großer Orders ins Orderbuch, welche eigentlich nur den Preis etwas "ziehen" sollten, dummerweise aber gefillt wurden können solche Positionen in die Bücher einer Bank bringen. Laut aktuellem Gesetz muss eine Bank ja nun dem Kunden mitteilen, wenn sie selbst an/in seinen Geschäften (un)mittelbar beteiligt ist. Man könnte also die Stücke nicht einfach an den Kunden weitergeben, ohne dies zu offenbaren. Umgedreht hat ein Kunde dann auch das Recht, wenn sowas NICHT vorher vereinbart war, vom gesamten Geschäft zurückzutreten...
In solchen Volumen steckt also viel Potential, in die eine wie auch die andere Richtung... für alle Beteiligten... ;)
@ Sebastian [#6]
Wenn das üblich ist, dann war eigentlich der Händler gar nicht schuld. Der niedersächsische Finanzminister versucht wohl nur seinen Hals als Aufsichtsratsvorsitzender zu retten. Ebenso der Finanzminister von Sachsen-Anhalt, sowie als Vorstandsvorsitzender der IHK Präsident und Aufsichtsrat der Salzgitter AG etc. Der TUI Chef hockt auch mit drin.
Wie war das noch mit der Deutschland AG?
"Als Landesbank fungiert die NORD/LB als "Hausbank" der Länder Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Zudem ist sie Zentralinstitut der Sparkassen der Länder Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern.
Neben diesen Aufgaben ist die NORD/LB auch im traditionellen Bankgeschäft tätig. Hierzu gehören unter anderem Firmenkundengeschäft, Projektfinanzierungen, Schiffs- und Flugzeugfinanzierungen, sowie Investmentbanking und Privatkundengeschäft über die Braunschweigische Landessparkasse." wikipedia
Vielleicht hören wir bald von Problemen der Braunschweigischen Landessparkasse.
Also anscheinend kann auch eine LB eine ganz normale Bank sein, die ab und zu größere Summen fremden Geldes öffentlich und nicht nur heimlich in Form von überbezahlten Chefs (relativ zur Qualität der Funktionsausübung) vernichtet.
Die Nord LB, Balda und das Chaos - Die Nord LB wird zum Gespött am Finanzmarkt
Frankfurter Allgemeine Zeitung, FAZ (13.03.08) - Die Norddeutsche Landesbank hat einen Händler entlassen, der ohne Absprache Fehlkäufe im Volumen von mehr als 100 Millionen Euro getätigt haben soll. Der für diese Aktientransaktionen zuständige Händler ist nach den Angaben eines Sprechers der Bank „wegen interner Regelverstöße und Kompetenzüberschreitungen“ fristlos entlassen worden. Durch die Aktionen wurde die Nord LB wider Willen Großaktionärin von drei mittelständischen Unternehmen.
Am Finanzmarkt hat sich die Nord LB jedenfalls zum Gespött gemacht.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.faz.net/s/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9/Doc~E9F3299F70E2E46B0A5937DBCB7F92BAC~ATpl~Ecommon~Scontent.html)
NordLB-Pakete geben Rätsel auf
von Detlev Landmesser
Boerse.ARD.de (14.03.08) - Die Affäre um die Aktienpakete in Händen der NordLB wirft weiterhin brennende Fragen auf. Warum hat der Auftraggeber die Bestände nicht gemeldet, wie es das Gesetz vorsieht? Und welche Rolle spielte der entlassene Händler?
Am Mittwoch hatte die Norddeutsche Landesbank eingeräumt, im Auftrag eines ungenannten Kunden Aktienpakete des Handyausrüsters Balda, des Pflegeheimbetreibers Curanum und des Netzwerkanbieters Euromicron erworben zu haben.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_282808)
Exklusiv Nord/LB feuert leitenden Angestellten
von Nina Luttmer (Frankfurt)
Die Nord/LB hat weitere personelle Konsequenzen aus fehlgeschlagenen Geschäften mit dem Finanzinvestor Vatas gezogen. Nach FTD-Informationen aus Händlerkreisen hat die Hannoveraner Landesbank vergangene Woche erneut einen Angestellten entlassen.
Bereits zuvor hatte sie einem Mitarbeiter gekündigt, der dem Vernehmen nach den Aktiendesk leitete. Bei dem nun geschassten Mitarbeiter soll es sich um dessen Chef handeln. Ein Nord/LB-Sprecher bestätigte die weitere Kündigung, wollte sich aber nicht zu den Positionen der Betroffenen äußern.
Die Bank hatte für Vatas Aktien von fünf bis sechs Unternehmen gekauft. Der Investor, der einen zweifelhaften Ruf hat, will dem Institut die Pakete nun nicht abnehmen. Die Nord/LB ist dadurch zum Großaktionär wider Willen an Unternehmen geworden, deren Aktienkurse in den vergangenen Wochen eingebrochen sind. Sie hat deswegen im Jahresabschluss 2007 schon Rückstellungen von 82,5 Mio. Euro gebildet.
Nord/LB auch an RemoteMDx beteiligt
Dieser Betrag wird aber vermutlich nicht ausreichen. Denn die Kurse der Unternehmen sind nach Erstellung des Abschlusses im Februar weiter gefallen. Am Handyzulieferer Balda hält die Bank 15,5 Prozent, am Altenheimbetreiber Curanum 13,1 Prozent und am Netzwerkanbieter Euromicron 20,2 Prozent. Allein für diese Aktien bezahlte die Nord/LB über 100 Mio. Euro. Am Wochenende wurde bekannt, dass die Bank auch noch 23,6 Prozent an der US-Firma RemoteMDx hält, die unter anderem die Überwachung von Personen mit elektronischen Fußfesseln anbietet. Der Anschaffungspreis für das Aktienpaket betrug 116,6 Mio. $. Am Freitag waren die Papiere aber nur noch 34,7 Mio. $ wert.
Ein Sprecher der Nord/LB sagte, das Engagement bei RemoteMDx sei in den erfolgten Rückstellungen berücksichtigt worden. Alle Aktienkäufe seien im Auftrag desselben Kunden erfolgt. Die Bank sei weiterhin in Gesprächen mit dem Kunden. Ziel sei, dass er die Aktien doch noch übernimmt. Aus unternehmensnahen Kreisen verlautete, Vatas betone, dass man zahlen wolle - derzeit dazu aber nicht in der Lage sei. Die Nord/LB hat bislang nicht bestätigt, dass es sich bei dem Auftraggeber um Vatas handelt.
Auftrag lief über andere Banken
Nach FTD-Informationen hatte der Finanzinvestor keine direkte Geschäftsbeziehung zur Nord/LB. Dem Vernehmen nach hatte die Bank entsprechende Anfragen des Investors in der Vergangenheit abgelehnt. Geführt wird Vatas in Deutschland von Lars Windhorst. Der einst gefeierte Jungmanager hatte vor seinem Einstieg bei Vatas nahezu alle seine Firmen in die Pleite geführt und 2004 schließlich private Insolvenz angemeldet.
Vielmehr beauftragte Vatas die Nord/LB über mehrere Großbanken zum Kauf der Aktien. Das wirft weitere Fragen auf. Denn dadurch hätte die Nord/LB nicht gegenüber Vatas, sondern gegenüber den Banken Zahlungsansprüche.
Wahrscheinlich ist, dass Mitarbeiter der Nord/LB Fehler gemacht haben, die es den Banken ermöglichen, die Zahlung zu verweigern. Aus unternehmensnahen Kreisen heißt es, die Nord/LB erwäge, Anzeige gegen die Mitarbeiter zu erstatten. Zudem prüfe die Bank, ob sie Konsequenzen im Aktienhandel ziehen muss, etwa eine stärkere Beschränkung von Aktivitäten in engen Märkten.
http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:Nord%20LB%20Angestellten/331848.html
Fehlkäufe in großem Stil - NordLB versenkt 116 Millionen Dollar in Utah
Von Sönke Iwersen / unter Mitarbeit von Frank M. Drost
Handelsblatt, Düsseldorf (17.03.08) - Seltsame Vorkommnisse bei der Norddeutschen Landesbank: Nachdem sie gegen ihren Willen bereits Großaktionär bei einem Handyausrüster und einem Altersheimbetreiber geworden ist, hält die NordLB nun auch 24 Prozent an einem US-Hersteller von elektronischen Fußfesseln. Die Bank will US-Aktien so schnell wie möglich wieder loswerden. Die Firma aus Utah schreibt mehr Verlust als Umsatz.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.handelsblatt.com/News/Unternehmen/Banken-Versicherungen/_pv/_p/200039/_t/ft/_b/1404749/default.aspx/nordlb-versenkt-116-millionen-dollar-in-utah.html)
"Fest steht, dass Vatas beziehungsweise deren Muttergesellschaft Sapinda bereits Aktienpakete an allen vier bei der NordLB fraglichen Beteiligungen hält. So besitzt Sapinda 8,4 Prozent an Balda, Vatas hat an einen Anteil von 17,9 Prozent an Curanum und 11,3 Prozent an Euromicron gemeldet. An der defizitären US-Firma RemoteMDx hält Vatas 10,7 Prozent."
Ist das noch aktuell?
Wäre doch ne interessante Vorgehensweise: Die NordLB kauft und sorgt für Nachfrage, man selber verkauft.
Remote Mdx ist übrigens OTC BB!!! (OTC Brokerboard, da notiert der Bodensatz, der nicht die Listing-Kriterien für Nasdaq, Nyse oder Amex schafft.)
http://finance.yahoo.com/q?s=RMDX.OB
@ IngoM [#13]
BB heißt bulletin board, nicht brokerboard;-).
Es ist übrigens nicht der unterste Bodensatz, der notiert in den pink sheets.
Da gibts dann eigentlich überhaupt keine Regeln mehr.
@ scorpion260 [#14]
"Bulletin Board" stimmt! Hätte ich auch eigentlich wissen sollen.
@ Richard Ebert [#12]
Das dürfte an den Politikern im Aufsichtsrat und Vorstand auch nicht spurlos vorbei gehen. Die kassieren auch bloss Tantiemen und sonnen sich im Lichte des Titels. Selbst wenn die mal gucken wollten ob alles richtig läuft, wüssten die doch gar nicht wo sie hinglotzen müssen. Inkompetent und verantwortungslos. Mehr fällt mir dazu nicht mehr ein. Vielleicht ganz gut, wenn es immer weniger LB's gibt.
@ gautama2 [#16]
Du hast in letzter Zeit so einen Sarkasmus drauf, das gefällt mir richtig*g.
Aber Recht hast Du.
@ scorpion260 [#17]
Wenn man sieht, wie die Milliarden versemmelt werden kann man nicht mehr anders.
Wenn das eine Privatbank mit Kundengeldern macht, okay. Nicht schön, aber eben freie Wirtschaft.
Aber eine LB sollte doch andere Maßstäbe als reine Gier anlegen.
@ scorpion260 [#17]
Wenn man sieht, wie die Milliarden versemmelt werden kann man nicht mehr anders.
Wenn das eine Privatbank mit Kundengeldern macht, okay. Nicht schön, aber eben freie Wirtschaft.
Aber eine LB sollte doch andere Maßstäbe als reine Gier anlegen. Und dann soll es nur ein Händler gewesen sein. Das ist soooo billig. Das war schon bei der ZocktGern billig. Aber das man diesen offensichtlichen Blödsinn nochmal versucht, grenzt genau an die Dummheit, die nötig ist, um sich diese Aktienpakete zuzulegen.
@ gautama2 [#19]
Ich denke das kann man ohne weitere Worte so stehenlassen. Ich denke der "Vorstand" sagt sich, lieber eine dämliche Erklärung als gar keine Erklärung.
Andererseits, was hätten sie denn auch anderes tun sollen. Klar, die Aktienpakete gar nicht erst kaufen. Aber ich meine, nachdem sie so dämlich waren und die Dinger gekauft haben? Man kann doch in der Öffentlichkeit nicht zugeben, dass man so dämlich ist, als Landesbank. Die breite "unwissende" Masse braucht doch das Vertrauen in die staatlichen Institutionen.
Und selbst an eine offensichtliche Lüge kann man sich doch als Rechtfertigung noch klammern. Einem Schwerverletzten nach einem Unfall oder schweren Schock, sagt man ja auch nicht sofort die Wahrheit, daß seine ganze Familie den Unfall nicht überlebt hat, sondern lügt erstmal.
Zugegeben der Vergleich ist geschmacklos und nieder. Aber dem Verhalten der Landesbanken durchaus angepaßt.
Irgendwann wird es keine landesbanken mehr geben, wenn sie so weitermachen. Oder keine Steuerzahler mehr, die bereit sind die fetten Geldspritzen des Bundes zu finanzieren.
So, da ich damit rechne dass es heute Abend krachen könnte, wenn Bernanke die Zinsen würfelt - ich meine festlegt (senkt), verdünnisiere ich mich für den Rest des Tages in die Schwimmhalle, weil ich mir live das Elend nicht antun will. Sonst platzt mir das Magengeschwür. *g
Wenigstens gibt es noch ein paar Banken, die auch (geschäfts)fähig sind, und denen man als Investor Vertrauen schenken kann. JP, LEH, ML, GS, DB....
BaFin plant Sonderprüfung bei NordLB
Handelsblatt, Frankfurt (25.03.08) - Der NordLB steht wegen ihrer fehlgeschlagenen Aktiengeschäfte eine Sonderprüfung der Bankenaufsicht ins Haus. Die BaFin will prüfen, ob bei den Geschäften alles ordnungsgemäß gelaufen ist.
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) habe angekündigt, sich die Vorgänge im Handel der NordLB genauer anzusehen, sagte ein Sprecher des Instituts am Dienstag. Dabei solle geprüft werden, ob es organisatorische Mängel gegeben habe und ob bei den Geschäften alles ordnungsgemäß gelaufen sei.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.handelsblatt.com/News/Unternehmen/Banken-Versicherungen/_pv/_p/200039/_t/ft/_b/1408082/default.aspx/bafin-plant-sonderpruefung-bei-nordlb.html)
Anscheinend ist die NordLB in der Reihe der Geleimten nicht ganz vorne.
Ausgerechnet die CS scheint hier auf den Leim gegangen zu sein.
Vielleicht war die CS auch cleverer, weil sie den Auftrag über einen ihrer Privatkundenbetreuer an die NordLB gegeben hat, was evtl. nicht von der NordLB hätte angenommen werden dürfen.
Wenn das Absicht war, dann hätte man recht elegant das Risiko weiter gereicht.
Wer hat's erfunden? :)
Wenn die Aktien vom windigen Lars gestiegen wären, hätte die CS sie vielleicht der NordLB problemlos abgenommen und alles wär okay. Aber so bleibt der schwarze Peter bei der NordLB. Das wär ne Gaudi, wenn das so wäre. Bei Banken würde mich nix mehr wundern.
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Landesbank blieb auf Aktien sitzen: NordLB streitet mit Credit Suisse über Aktienkauf
Netzeitung (25.03.08) - Die NordLB will offenbar gegen die Credit Suisse vorgehen. Die Schweizer bestellten bei der Landesbank mehrere große Aktienpakete für einen Kunden, der die Wertpapiere nun nicht abnehmen will.
Mit aller Kraft versucht die Norddeutsche Landesbank (NordLB), eine für sie finanziell akzeptable Lösung für die georderten Aktien zu finden, auf denen sie bislang sitzengeblieben ist. Zur Erinnerung: Die Bank hatte für einen Kunden Aktien in großem Stil gekauft – und der will sie nun nicht haben.
Offenbar hat ein Privatkundenbetreuer der Schweizer Großbank Credit Suisse dem inzwischen gefeuerten NordLB-Händler den entsprechenden Auftrag erteilt. Das berichtet zumindest die «Financial Times Deutschland» unter Berufung auf Händlerkreise. Demnach handelte die Credit Suisse im Auftrag der Investmentfirma Vatas, in dessen Geschäftsführung der einstige Vorzeige-Jungunternehmer Lars Windhorst sitzt.
Der Zeitung zufolge prüft die NordLB nun, ob sie Zahlungsansprüche gegen die Credit Suisse geltend machen kann.
http://www.netzeitung.de/wirtschaft/unternehmen/948159.html
@ gautama2 [#22]
Wo läge der Sinn darin, wenn eine Bank für einen eigenen Kunden einer anderen Bank den Auftrag zum Kauf von Aktien erteilte?!
@ scorpion260 [#23]
In diesem Fall wäre die Sache klar: Das Risiko abwälzen.
@ scorpion260 [#23]
Wenn ich dem windigen Lars nicht traue, weil ich ein funktionierendes Gedächtnis habe, dann erledige ich den Auftrag nicht selbst, sondern finde einen Dummen, der das für mich erledigt. Als schweizerische Großbank tue ich mich sicher leichter einen Dummen zu finden, als Mister Wunderknabe selbst.