Richard Ebert
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Zerfällt die europäische Gemeinschaftswährung ?

Blackrock: Zerfall der Europäischen Währungsunion nicht undenkbar

Fondsprofessionell.de / rau (16.03.09) - Die Experten von Blackrock haben aufgrund von Spannungen auf dem europäischen Anleihenmarkt und jüngsten Äußerungen von Ratingagenturen über die Bonität einzelner europäischer Länder die Wahrscheinlichkeit eines Zerfalls der europäischen Währungsunion analysiert.

Bonitätsverluste innerhalb der EWU schlagen Alarm

Schlechte Wirtschaftsdaten, die Ankündigung dramatischer Pläne zur Stützung des Finanzsystems und Skandale bei Ratingagenturen gehören zu den Faktoren, die eine starke Ausweitung der Risikoaufschläge zwischen den Anleihen von Ländern der Eurozone auslösten. Im Zuge dieser Krise fangen Anleger an, über das eigentlich Undenkbare nachzudenken, nämlich über die langfristige Überlebensfähigkeit der Europäischen Währungsunion (EWU).

(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.fondsprofessionell.de/redsys/newsText.php?sid=902544&nlc=DE)

Bild entfernt.

Geschrieben von Richard Ebert am
F
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Gab es doch schon einmal......Geschichte wiederholt sich nicht 1:1 aber sie reimt sich :o)

http://de.wikipedia.org/wiki/Lateinische_M%C3%BCnzunion

benedikt54
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@ Paljusevic, Franjo [#29]

Eichel hat doch gesagt:

DER EURO IST SICHER

Nachdem er das gesagt hat, wird mir Angst um den Euro.

F
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Ich sehe das folgendermassen.

Deutschland ist ein Vertragspartner, der sich an geschlossene Verträge und deren Ausführung hält. Weltweit geniesst Deutschland diesen Ruf als verlässlicher Partner, auch wenn man das hierzulande nicht sonderlich publik macht.

Die Verträge, die anlässlich der Währungsunion unterzeichnet wurden beinhalten klare Regeln.

Sollten nun diese Vertragsregeln über "Hintertüren" aufgeweicht werden oder im Extremfall offen übergangen werden, so kommt es wie ich denke auf die Tolerierung solchen Vorgehens durch Vertragstreue Staaten an.

Wird die Toleranzgrenze auf Dauer überschritten und kommt es dauerhaft zu keiner fiskalpolitischen Diszplinierung der vertragsverletzenden Staaten, so ist es durchaus denkbar, das stabile Staaten diesen Vertrag einseitig kündigen.

http://www.nowpublic.com/world/europe-imploding-germany-rejects-eastern-european-bailout-and-keeps-its-own-euros-sorry

Richard Ebert
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Wie verlässt man geordnet eine Währungsunion?

Handelsblatt Grüner-Blog (17.03.09) - Viele Zeitungen machen sich Sorgen um die fiskalische Situation Griechenlands, darunter auch das Handelsblatt. Wie ist die Lage wirklich und was passiert, falls Griechenland die Währungsunion verlässt?

Zunächst zur Lage: Das Verhältnis aus Staatsschulden und Bruttosozialprodukt liegt in Griechenland noch unter 100% (bei etwa 92 % in 2008). Diese Staatsschulden können wohl noch etwas anwachsen, bis zu es zu einer wirklich bedrohlichen Staatskrise kommt. Daher ist die Lage zwar ernst, aber nicht hoffnungslos.

Griechenland hat sich kurz nach Beginn der Währungsunion durch geschönte Zahlen in die Währungsunion hineingeschummelt. Deshalb ist es verständlich, dass die Bereitschaft anderer Länder dem griechischen Staat zu Hilfe zu eilen, beschränkt ist. Tatsächlich ist es aber wichtig, nicht nur in die Vergangenheit, sondern vor allem in die Zukunft zu schauen. Eine Hilfeleistung ohne vernünftigen Preis verzerrt Anreize für fiskalisches Wohlverhalten aller EU-Länder und ist daher höchst problematisch.

Was ist die Alternative zum Bail-Out, wenn Griechenland wirklich an den Rand der Zahlungsunfähigkeit geriete? Die meisten Kommentatoren scheinen anzunehmen, dass Griechenland in diesem Fall die Eurozone verlassen muss und so seine Probleme alleine lösen kann. Beides ist aber fraglich.

Erstens ist überhaupt nicht klar, ob es tatsächlich eine tragbare Lösung für Griechenland gibt, wenn es die Eurozone verlässt. Stellen wir uns einmal vor, Griechenland befinde sich am Rande der Zahlungsunfähigkeit und kündigt an, nur noch die neue Drachme als alleiniges Zahlungsmittel zuzulassen. Den Bürgern wird dann die Gelegenheit gegeben, Euro in Drachmen umzutauschen. Das hilft aber nicht beim Bezahlen von Zinsen auf Staatsschuldtitel, die in Euro ausgegeben wurden. Zugleich dürfte es schwer fallen, in Drachmen neue Staatsschuldtitel zu begeben. Ein vollständiger Default auf den Staatsschulden ist deshalb auch beim Ausstieg aus der Währungsunion kaum vermeidbar.

Es ist auch fraglich, ob überhaupt ein Grieche bereit wäre, Euro gegen Drachmen zu tauschen. Ein viel wahrscheinlicheres Szenario ist, dass die Griechen lieber informell weiter in Euro bezahlen, weil sie ohnehin kein Vertrauen in eine neue Drachme hätten. Der Ausstieg ist also vermutlich überhaupt keine vernünftige Option.

Pikant ist bei diesem Ausstiegsszenario übrigens ein weiterer Punkt. Beim Einstieg in die Währungsunion hat Griechenland wie alle anderen Ländern auch seine Landeswährung gegen Euro eingetauscht. Der Bargeldbestand der Landeswährung wurde dann vernichtet. Im Falle eines Ausstieges, würden die griechischen Bürger wieder die Gelegenheit haben, Euro gegen eine neue Landeswährung einzutauschen. Die Euro-Bargeldbestände würden dann bei der griechischen Zentralbank landen. Damit hätte vermutlich zunächst einmal der (annahmegemäß) bankrotte griechische Staat auf diese Euro Zugriff. Wenn er damit in Europa einkaufen geht, würde dies zu Inflation führen. Wahrscheinlicher ist, daß er das Geld benutzen würde, um Schulden abzubezahlen. Letztlich würde also von den anderen europäischen Ländern zu Griechenland umverteilt.

Die Ökonomen, mit denen ich die Frage der Rückgabe der Euro-Noten besprochen habe, halten es für eine Selbstverständlichkeit, dass die entsprechenden Euro-Noten an die EZB zurückgegeben werden. Allerdings ist dieser Vorgang offenbar im Vertrag von Maastricht nicht geregelt. Es kann bei einem solchen Ausstiegsszenario also zu einem Konflikt zwischen dem aussteigendem Land und dem Rest der Währungsunion kommen.

Kann es dazu kommen, dass Griechenland innerhalb der Währungsunion teilweise darauf verzichtet, Staatsschulden zurückzubezahlen? Das ist durchaus denkbar. Die betroffenen Gläubiger müssten dann für ihr Vertrauen gegenüber Griechenland bezahlen. Allerdings wird dies in Zeiten der Finanzkrise möglicherweise doch wieder Staatseingriffe erfordern, soweit die Gläubiger systemisch relevant sind. Eine solche Lösung ist übrigens nur dann günstiger als ein vollständiger Bail-Out des gesamten Landes wenn diese Gläubiger schnell identifiziert werden können.

(Quelle: http://blog.handelsblatt.de/gruener/eintrag.php?id=83)

F
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Ersetzen wir Griechenland durch Montenegro.

Es wäre kein schlechter Tausch :o)

Euro seit Januar 2002. Staatsverschuldung moderat. Wirtschaftswachstum robust. Touristisch noch weitgehend unerschlossen.

http://www.handelsblatt.com/politik/international/montenegros-opposition-wirft-berlusconi-wahlkampfhilfe-vor;2204492

gautama2
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Eventuell bankrott gehende Länder könnte man auch dadurch unterstützen, dass man sie zu Sonnenenergielieferanten für Resteuropa macht.

Sie dürfen billige Energie liefern und dafür werden sie von der Gemeinschaft am Leben gehalten.

Fände ich einen guten Tausch.

Asamat
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@ gautama2 [#7]

Das ist der Weg, um aus Afrika etwas vernünftiges zu machen ...

F
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Ein sehenswertes Interview mit Hugh Hendry:

http://www.youtube.com/watch?v=owH4vyyCeSA&feature=related

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zorrie
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@ Paljusevic, Franjo [#9]

Vielen Dank für den Link, wirklich äußerst sehenswert!

Richard Ebert
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Überlebt der Euro ?

Von Dr. Martin Hüfner

Dr. Martin Hüfner, volkswirtschaftlicher Berater der direktanlage.at, hält den Zerfall des Euro für nicht wahrscheinlich. „Die beteiligten Länder wollen es nicht.

(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.fondsprofessionell.de/redsys/newsText.php?sid=548482&nlc=DE)

Marzell
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Der Euro ist nicht so relevant für die Gemeinschaft. Was die Europäische Gemeinschaft in meinen Augen richtig machte und vorteilhaft ist, war die Schaffung gemeinsam gültiger Normen für Produkte sowie der Wegfall der Zollschranken.

Für wirtschaftlich schwache Länder kann der Euro eine Bürde sein. War es früher so, dass die eigene Währung bei schwacher Wirtschaft abschwächte und die eigenen Produkte billiger machte, so kann das heute nur noch über Lohnsenkungen funktionieren. Und sowas ist äusserst unpopulär und es führt eher zur Abwanderung von Firmen in billige Länder als zu Lohnsenkungen. Und dies führt zu Arbeitslosigkeit und zu Migration von Arbeitskräften.

Was ich nicht nachvollziehen kann ist, dass wir zwar ein Europäisches Parlament haben, aber dass die nationalen Parlamente nicht abgespeckt werden.

Grüsse
Marzell

Doringo
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Deutschland überweist jährlich 22 Mrd an die Europäische Union.

gautama2
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12 Jahre 9 Monate

@ Doringo [#13]

Man könnte meinen das sei eine Pleitebank.
Wofür ist das Geld?
Für die vielen Übersetzer und Heimreisen der Abgeordneten?
Da kann es der Bahn und den Fluggesellschaften doch gar nicht so schlecht gehen.

Asamat
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12 Jahre 9 Monate

@ Doringo [#13]
Deutschland überweist jährlich 22 Mrd an die Europäische Union.

Netto 7.4 Mrd in 2007.
Das sind 90 EUR pro Person pro Jahr.
Ferner muß man einrechnen, die deutsche Wirtschaft am meisten davon profitiert.

@ gautama2 [#14]
"Wofür ist das Geld?"

Es ist dafür, daß Europa ein einheitlicher Wirtschaftsraum wurde und wird, daß Europa in der Welt mehr und mehr mit einer Stimme redet und damit überhaupt noch etwas zu sagen hat, und dafür daß wir Deutsche uns nicht mehr mit unseren Nachbarn die Köpfe einhauen, sondern gerne nach Frankreich fahren und dort auch willkommen sind. Die Gründerväter haben es als politisches Friedensprojekt nach den zwei Weltkriegen begonnen, und das hat gut funktioniert. Dafür sind 90 EUR im Jahr billig, ist meine Meinung.

Gruß,
Asamat

gautama2
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Asamat [#15]

Dafür dass die Deutschen keine Köpfe mehr einhauen zahlen sie doch schon jede Menge Wiedergutmachungen und Soli.
Was denn noch alles?

90 Euro Hier, 50 Euro da. ISt ja alles nicht teuer.
Aber am Ende ist es eben doch zuviel.
Wenn das das einzige Argument für einen Wirtschaftsraum ist, naja...
Vielleicht nehmen wir noch Neuseeland wegen der Kiwis dazu und Israel wegen der Datteln oder so.

Also Vorschlag: Mir reicht ein gautama2 Soli für nur ein Jahr einen Euro von allen Europäern.
Dafür schlag ich auch keinem einen Kopf ein. Deal?

Gruß

Asamat
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ gautama2 [#16]

Den Soli zahlen wir, weil unser Land eine weit ärmere Hälfte eingegliedert hat und wir nicht in der Lage sind, diese Ungleichheiten auszuhalten. Falls das etwas mit den anderen Europäern zu tun hat, ist mir das bisher entgangen.

Wenn das das einzige Argument für einen Wirtschaftsraum ist, naja...
Ich verstehe nicht, worauf sich das bezieht. Bessere Argument für einen Wirtschaftsraum als die von mir genannten kann ich mir schwer vorstellen. Tatsache ist, daß es in Europa in den vergangenen Jahrhunderten selten oder nie so lange keinen Krieg gab, wie seit es die EU gibt. Wir können uns zwar einen Krieg nicht mehr vorstellen, aber das heißt gar nichts. Das geht Ruck-zuck, so wie die Bankenkrise, die konnte sich vorher auch niemand vorstellen. Oder die Wiedervereinigung, wer hätte das ein Jahr vorher vorhergesehen? Lies mal z.B. Stefan Zweig "Welt von gestern". Darin beschreibt er u.a. seine Kindheit bis zum ersten Weltkrieg. Sehr interessant und gut zu lesen, übrigens. Niemand konnte sich 1912, 1913 einen großen Krieg, geschweige denn einen Weltkrieg vorstellen. Europa hatte da gerade 40 Jahre Wohlstand und Aufschwung hinter sich. Niemand wollte den Konflikt so wie er kam, niemand wollte die Folgen, jeder hätte unter Kenntnis der Folgen anders gehandelt. Trotzdem ist es passiert, diese Dinge entwickeln eine Dynamik, die nicht aufzuhalten ist.

Darum halte ich es für gut, wenn unsere Länder und Volkswirtschaften eng vernetzt sind, wenn unsere Politiker sich kennen, viel miteinander reden, in gemeinsamen Gremien sitzen, wenn die Menschen die anderen Länder besuchen. Wir können uns einen innereuropäischen konflikt nicht vorstellen, aber genau das ist ja der Hauptzweck der EU.

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Für Deinen Soli könnten wir es machen wie die Fed: die EZB schafft einfach genug Geld, um allen einen 500-Mio-gautama2-Soli zu zahlen. Dafür erforderlich sind bloß 250.000.000.000.000.000 EUR, Peanuts. Und, ist die Bilanz der Fed derzeit größer oder kleiner? Wer weiß es? Große Zahlen sind doch klasse, darin kann man alles verstecken ...

Gruß,
Asamat

gautama2
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12 Jahre 9 Monate

@ Asamat [#17]

Wenn das das einzige Argument für einen Wirtschaftsraum ist, naja...

Damit meinte ich, dass man alles damit durchsetzen kann, wenn das Argument nur darin besteht, dass es den Einzelnen nicht viel kostet.
Klar ist der Wirtschaftraum gut, nur Deine Argumntation fand ich seltsam.

Deshalb meinte ich, dass auch ein g2 Soli drin sein müsste, denn es kostet doch auch nicht viel.

Niemand konnte sich 1912, 1913 einen großen Krieg, geschweige denn einen Weltkrieg vorstellen.
Mal angenommen das war so, war er doch trotzdem nicht in Ordnung.
Außerdem, so friedlich eitel Sonnenschein herrschte vor dem ersten WK nicht. Der letzte Krieg (70/71) war noch nicht lange her, England war sauer auf die Deutschen und ihre Aufrüstung auf See, Kaiser Wilhelm hatte mit den Russen den Rückversicherungsvertrag nicht erneuert und die Russen waren noch stinkig, weil sie aus ihrer Sicht von Bismarck zu wenig Osmanisches Reich nach dem letzten Krieg erhalten hatten. Die Franzosen waren stinkig, weil sie keinen Flammkuchen mehr im Elsass essen konnten... Da war echt was am Kochen, sonst hätte doch so ein blödes Attentat keine Kettenreaktion ausgelöst. Dass es sich zum WK auswächst, war nur eine Folge der dämlichen Bündnisverteilung und weil sich am Ende alle was ausrechneten, wenn ihr Bündnis gewinnt. Auch damals musste man Solidarität mit dem Bündnispartner zeigen und mit in den Krieg eintreten und sich vom starken Onkel am Ende eine schöne Belohnung ausrechnen, genauso wie heutzutage beim Krieg gegen den Terrorismus.

Einen WK konnte man sich schon vorstellen, nur die grausamen Folgen nicht.
Krieg war damals noch was Ehrenhaftes für echte Männer.
„Jeder Tritt ein Britt, jeder Stoß ein Franzos, jeder Schuss ein Russ“ und „Serbien muss sterbien“

Genauso wie die Händler sich nicht die grausamen Folgen der Finanzkrise vorstellen konnten.
Millionenboni stinken nicht. Die Sprüche auf dem Händlerparkett kenne ich nicht, aber weniger derb sind die sicher auch nicht.
Das Parkett war auch was für echte Männer und heute? Da sitzen Bubis, die keinen Schimmer mehr haben was sie mit einem Knopfdruck anrichten. Kerviel etc.
Alles Fachidioten.
http://www.lukesch.ch/Text00_07.htm
http://www.welt.de/print-welt/article642157/Goldfingers_Abgang.html

Dafür erforderlich sind bloß 250.000.000.000.000.000 EUR, Peanuts.
Den versteh ich jetzt nicht. Wieviel ist dann für Deutschlands 22 Mrd im Jahr nötig, die doch angeblich keiner merkt?

Gruß

P.S. alles nicht böse gemeint gelle?

Asamat
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ gautama2 [#18]

alles nicht böse gemeint gelle?
Überhaupt nicht. Ich schimpfe genauso gerne über die Eurokraten und die ganze Verschwendung, die sich nun mal nicht vermeiden läßt, wenn man Milliarden ausgibt. Manchmal muß man halt auch sehen, daß man vor lauter kurzfristigen Geldnöten oder kurzfristigem Geldverdienen nicht den Blick fürs Große verliert. Die meisten Leute denken: Geschichte ist lange her und heute ist alles ganz anders. Ich halte das für a) falsch und b) bedenklich.

Ich habe eine 20 Jahre jüngere Schwester, die hat den kalten Krieg, die UdSSR, DDR und den Mauerfall nicht erlebt. Klar, sie hat in der Schule davon gelernt, und dies und das zu Hause oder sonstwo gehört. Aber logischerweise hat sie eine ganz andere Wahrnehmung als ich, wenn es z.B. um autoritäre Regime geht. Sie kennt sowas einfach nicht. Das ist für einen Einzelnen kein Thema, aber sie und ich sind ja nur stellvertretend für unsere Generationen. Wenn mal Politiker aus ihrer Generation dran kommen, werden sie eine Politik machen, die ich vielleicht nicht nachvollziehen kann.

Dafür erforderlich sind bloß 250.000.000.000.000.000 EUR, Peanuts.
Diese Zahl kommt raus, wenn man den gautama2-Soli von 500 Mio für alle EU-Bürger beantragt und bewilligt.

Ich sage ja nicht, daß 22 Mrd nichts sind, und daß wir nicht versuchen sollten, daß andere mehr bezahlen. Aber ich finde, das ist mit einem Viertel des Verteidungshaushaltes eine Maßnahme, die mindestens genauso viel beiträgt wie dieser, Deutschland sicher zu machen.

Außerdem, so friedlich eitel Sonnenschein herrschte vor dem ersten WK nicht. Der letzte Krieg (70/71) war noch nicht lange her, ...
Genau das, was Du schreibst, wollte ich mit meinem Posting ansprechen. So war es nämlich für die Leute damals eben nicht. Was Du schreibst, ist uns im-Nachhinein-Betrachtern klar. So klar, daß es fast unvermeidlich scheint. Den Leuten 1912, 1913 erschien das nicht so. Darum habe ich gesagt, lies "Welt von gestern". Zweig war nicht nur Augenzeuge, sondern hat auch die Gabe, gut schreiben zu können. Er beschreibt eindringlich die Idylle des schönen Sommers 1914, und wie sie in der Zeitung von Differenzen der Regierungen lasen, aber dem dieselbe Bedeutung beimaßen wie immer, nämlich keine große. Der letzte Krieg (70/71) war noch nicht lange her, Der letzte Krieg war da gut 40 Jahre her, so wie er heute über 60 Jahre her ist; kein großer Unterschied. Die 40 Jahre damals beinhalteten einen bis dahin beispiellosen wirtschaftlichen Aufschwung, genau wie die letzten 30 Jahre heute. Wilhelm hat den Vertrag mit den Russen gerade deshalb nicht erneuert, weiler der Meinung war, das in der heutigen, modernen Zeit nicht mehr zu benötigen.

Natürlich sage ich nicht, daß uns heute sowas bevorsteht. Ich will nur den Punkt machen: die sicherste Art, sowas zu verhindern, ist, Bedingungen zu schaffen und das ganze Umfeld so zu ordnen, daß sowas ganz undenkbar ist, und jeder, der es in Betracht zieht, nur Mitleidig angesehen wird. Das ist im Moment so, und das ist gut so, und die EU trägt wesentlich dazu bei.

Gruß,
Asamat

gautama2
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Asamat [#19]

"um allen einen 500-Mio-gautama2-Soli zu zahlen"

Hab ich falsch gelesen. Nee, nee, der Soli natürlich nur für mich, sonst zahl ich mir ja selber meinen Soli.
Das mach ich ja eh schon :)
Auf die Preise anschließend ein paar Nullen dran zu hängen bringt ja nichts.
Es hängen schon genug Nullen im Parlament.

Ein Wirtschaftsraum ist natürlich eine gute Sache, um die darin Versammelten von gegenseitigen physischen Angriffen abzuhalten.
Solange dann Kriege nur noch auf wirtschaftlicher Basis zwischen den Wirtschaftsräumen und innerhalb der darin Versammelten stattfinden soll es ja recht sein.
Die wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Bevölkerung unterscheiden sich kaum, aber es gibt nicht so viele Tote.
Der Wiederaufbau als Wirtschaftsfaktor fällt allerdings weg.

Gruß

rodeonrwdeo
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Doringo [#13]

"Deutschland überweist jährlich 22 Mrd an die Europäische Union."

stecken da auch die Subventionen an die Bauern unterschiedlicher EU-Länder drin, die wir wegen über dem Weltmarktpreis liegenden Agrapreisen zahlen?

Asamat
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ rodeonrwdeo [#21]
Die Googleomatik gibt Antwort:
http://www.hieronymi.de/PDF%20Dokumente/Was%20Sie%20schon%20immer%20wissen%20wollten.pdf

Sie lautet: ja.

gautama2
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Asamat [#22]

Deutschland bekommt von der EU ja wieder fast 13 Mrd. zurück bezahlt.
Netto also nur 7,4 Mrd.
Damit bezahlen wir sozusagen das gleiche wie Großbritannien und Frankreich zusammen oder der ganze Rest bis auf Finnland und Luxemburg.

wow, da profitieren wir aber richtig von unserer Sicherheit.
Wenn wir uns nicht entschließen Krieg zu führen, dann haben wir doch, wenn man die Vergangenheit betrachtet, gar nix zu befürchten.
Wozu finanzieren wir 33% des Wirtschaftsraums allein?
Damit wir überall in Urlaub können und trotzdem nicht gegrüßt werden?

"Pro Kopf der Bevölkerung aber zahlten 2007 die Luxemburger 229 Euro, die
Niederländer 174 Euro, die Dänen 112 Euro und die Schweden 109 Euro. Mehr als die
Deutschen, die 90 Euro zahlten. "
Hab ich gelesen, nur keine Angst, aber die haben auch festgelegte Mindesteinkommen und höhere Durchschnittsgehälter als wir.
Und die Anteile der armen östlichen Hälfte, die wir integriert haben, zahlen wir ja auch im Grunde mit.
Die ist übrigens wegen des großen Bruderstaats weiter östlich verarmt, von dem wir heute unser Gas bekommen oder auch nicht.
Der Honni allein und seine Bagage hat die Kohle sicher nicht allein abgesaugt.

Man kann auch anders relativieren und sagen, dass es sich nur um etwa 3% des Bundeshaushalts handelt.
So gesehen ist das alles nicht so tragisch.
In scheinbar großen Zahlen kann man viel verstecken :)

Asamat
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ gautama2 [#23]

Wozu finanzieren wir 33% des Wirtschaftsraums allein?

Wir profitieren wirtschaftlich ganz klar am meinsten von der EU, trotz der Beiträge, keine Sorge.

Warum sind die amerikanischen Unternehmen die größten und erfolgreichsten der Welt? Das hat nicht nur mit der Mentalität zu tun, sondern auch auch damit, daß sie jahrzehntelang den weitaus größten einheitlichen Wirtschaftsraum hatte. Das schlägt auf alles durch, Konsumentenzahl, Lieferantenzahlen, Standardisierungen, Übersetzungen, Gesetze und staatliche Regelungen, economies of scale, usw. Inzwischen hat die EU Nordamerika an Einwohnern überholt, und am meisten profitiert davon das Land mit der größten Wirtschaft in der EU. Es ist kein Zufall, daß 64% unserer Exporte in EU-Länder gehen.

Ich zahle bestimmt zehn oder zwanzig mal mehr Soli als die 90 EUR für die EU. Eines von beiden zahle ich gerne, weil ich es für sinnvoll halte.

Doringo
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

von dem Geld fliesst ein großer Teil in Subventionen

auch die großen Firmen bekommen von dem Geld was

dafür das Nestle zb die teurere Milch beim europ. Bauern kauft statt billige vom kanadischen Bauern

selbst Qimonda hat viel Geld bekommen von der EU über 220 Mill

letztendlich sind sie aber trotzdem pleite gegangen , weil sich Subventiomnen langfristig nie ausgezahlt haben

Doringo
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12 Jahre 9 Monate

Guter Film: Das Superkonto - da ist alles beschrieben wo das Geld hinfliesst:

http://video.google.de/videoplay?docid=4356658581857682498

Kobban
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12 Jahre 9 Monate

Angst vor dem Griechen-Euro-Banknoten

Die Finanzkrise treibt seltsame Blüten. Misstrauische Zeitgenossen schauen jetzt darauf, welche Zentralbank den Druck einer Euro-Banknote in Auftrag gegeben hat. Ist Euro nicht gleich Euro?

wiwo.de (12.03.09) - Die Kassiererin des Kölner Rewe-Supermarkts nennt ihn Mister X. "Der Typ will sein Wechselgeld immer in Scheinen mit einem X vor der Seriennummer“, sagt sie. "Er behauptet, das seien deutsche Euros.“ Ob Mister X seine X-Scheine denn auch bekomme, wollen wir wissen. „Och, der ist ja eigentlich ganz süß, also tue ich ihm den Gefallen“, sagt die 23-jährige Blondine. Ihr sei das gleich, Euro sei Euro, ob mit X, Y oder Z, Hauptsache echt. Auf mehr Kunden von der Sorte könne sie aber verzichten. „Die Sucherei in der Kasse würde den ganzen Betrieb aufhalten.“ Recht hat sie – Schlange stehen im Supermarkt ist ärgerlich, egal, ob Finanzkrise oder nicht.

So ist Mister X aus Köln hoffentlich noch ziemlich allein mit seiner Vorliebe für den „deutschen Euro“.

Lebt die D-Mark weiter?

Die Europäische Zentralbank listet das X-Problem unter den ihr häufig gestellten Fragen auf: „Enthält die Seriennummer auf den Euro-Banknoten einen Ländercode?“ heißt es auf ihrer Internet-Seite. Antwort: „Anhand des Buchstabens vor der Seriennummer kann man erkennen, welche Zentralbank den Druck einer Banknote in Auftrag gegeben hat.“ Jedem Mitglied der Währungsunion wurde ein Buchstabe zugeordnet. Das X vor der Seriennummer auf dem Euro-Schein steht tatsächlich für Deutschland.

Lebt die D-Mark also weiter im Gewand des X-Euro? Ist der deutsche Euro am Ende sogar sicherer als andere? Rechtlich ist die Sache eindeutig: Euro ist Euro, egal, woher er kommt. Vor dem Gesetz ist jeder Euro-Schein gleich und muss als Zahlungsmittel angenommen werden. So steht es geschrieben, für Banknoten in den geänderten Vorschriften des Gesetzes über die Deutsche Bundesbank und im DM-Beendigungsgesetz. Nach Paragraf 14 Absatz 1 des Bundesbankgesetzes sind auf Euro lautende Banknoten ab dem 1. Januar 2002 das einzige uneingeschränkte gesetzliche Zahlungsmittel – es herrscht Annahmepflicht.

Doch Verträge könne man kündigen und Gesetze ändern, meint Crashprophet Max Otte. Der Professor für Internationale Betriebswirtschaft und Außenwirtschaft an der Fachhochschule Worms, der 2006 mit dem Buch „Der Crash kommt“ reüssierte, hat gerade einen Beitrag zu dem Thema veröffentlicht: „Wussten Sie, dass es deutsche Euros gibt?“ Die Länderkennzeichnungen auf den Scheinen wiesen darauf hin, dass man ein Auseinanderbrechen des europäischen Währungssystems schon vorhergesehen habe, schreibt Otte. Der Crashprophet empfiehlt seinen Lesern, Banknoten mit den Kennungen S (Italien), T (Irland), Y (Griechenland), V (Spanien), P (Niederlande) und M (Portugal) rasch weiterzureichen.

Einfach ist das nicht.

Probe am Bankschalter. Wir wollen sechs Fünfziger, jeweils zwei mit U, Y und S vor der Seriennummer, in Scheine mit X wechseln. Der Kassierer der Commerzbank-Filiale hört nur „wechseln“ und eilt zum Prüfgerät. Blütengefahr gebannt, er kommt zurück und blättert drei Hunderter hin. Nur mit X ist keiner dabei, dafür M, N und V. Neuer Anlauf: „Nein, die Stückelung ist egal, wir wollen Scheine mit einem X vor der Seriennummer, die Euro-Scheine aus Deutschland.“ Der Kassierer schaut uns an, er hält uns für verwirrt. Er selbst ist es aber auch: „Wir bekommen die Scheine von der Landeszentralbank, die sind aus Deutschland.“ Wir kapitulieren.

Quelle u. weiter zu Teil 2:
http://www.wiwo.de/finanzen/angst-vor-dem-griechen-euro-390181/

.

Gast

DJ DAVOS/Lagarde: Griechenlands Pläne noch nicht überzeugend

DAVOS (Dow Jones)--Die Pläne der griechischen Regierung zur Verringerung des Haushaltsdefizits auf ein nachhaltiges Niveau haben nach Aussage der französischen Finanzministerin Christine Lagarde die anderen Staaten im Euroraum noch nicht überzeugt. "Griechenland muss noch seinen Teil leisten", sagte Lagarde am Freitag zu Dow Jones Newswires in Davos. Im Weiteren wies die Finanzministerin erneut Berichte zurück, nach denen die Euroraum-Staaten ersthaft einen koordinierten Rettungsplan für Griechenland ausarbeiteten.
Auf CNBC hatte Lagarde bereits erklärt, die EU-Kommission überprüfe alle Vorschläge von Griechenland zur Verringerung des Haushaltsdefizits genau. "Wir werden das im Laufe der kommenden Woche machen", fügte sie hinzu. Griechenland müsse dann zu seinen Verpflichtungen stehen, weil es kein Bailout-System gebe.
DJG/DJN/kth/apo Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de

(END) Dow Jones Newswires
January 29, 2010 06:27 ET (11:27 GMT)
Copyright (c) 2010 Dow Jones & Company, Inc.

scorpion260
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Dow Jones News [#28]

"Im Weiteren wies die Finanzministerin erneut Berichte zurück, nach denen die Euroraum-Staaten ersthaft einen koordinierten Rettungsplan für Griechenland ausarbeiteten.
"

Für den Fall daß Greece es nicht schafft (genügend) zu sparen, um sein Defizit in den Griff zu bekommen, was bleibt der EU anderes übrig?

Was bliebe der EU im Falle Spanien übrig, sollte sich die Haushaltslage dort ähnlich dramatisch entwickeln?

Letztendlich werdén sie keine andere Wahl haben.
Island hat man auch nicht untergehen lassen, und die Ukraine (nicht EU aber was solls) auch nicht.

gautama2
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ scorpion260 [#29]

Durch die Ukraine laufen die Gas- und Ölpipelines und Island ist wegen der Geothermie interessant für die Energieversorgung.
Griechenland ist einfach nur schön und verlogen.

zentrader
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Aktuelles Interview hierzu auf mm online:

http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,684544,00.html

Schönen Sonntag!

ciao,
zentrader

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