Zinn: Regen und Razzien sorgen für Allzeithoch
Razzien in Indonesien jagen Zinn auf Rekordhoch
Von Barbara Schäder
Financial Times Deutschland, FTD, Frankfurt (11.04.11) - Wegen verstärkter Kontrollen illegaler Produktionsstätten ist das silberweiße Metall so teuer wie noch nie. Aber auch die Kosten für andere Industriemetalle steigen. Blei erklimmt ein Dreijahreshoch.
Razzien gegen illegale Minenbetreiber und heftige Regenfälle in Indonesien haben den Zinnpreis auf ein Rekordhoch getrieben. Mit 33.600 Dollar pro Tonne war der meistgehandelte Terminkontrakt am Montag so teuer wie nie zuvor. Indonesien ist der weltgrößte Exporteur des silberweißen Metalls, das sich zunehmender Beliebtheit erfreut. Laut einer Analyse des geologischen Dienstes der US-Regierung (USGS) liegt das vor allem daran, dass bleihaltige Legierungen weltweit zunehmend durch weniger gesundheitsschädliche Legierungen mit einem höheren Zinnanteil ersetzt werden. Auch Dosenfabrikanten setzen auf den Rohstoff.
Die indonesische Regierung geht seit dem vergangenen Jahr verschärft gegen die Betreiber illegaler Zinngruben vor, weil sie die Umwelt gefährden und keinerlei Gebühren zahlen. Die Produktion auf der Insel Bangka, von der ein Großteil des indonesischen Zinns stammt, sei deshalb erheblich zurückgegangen, meldete die Nachrichtenagentur Bloomberg. Die Lieferungen an die privaten Zinn-Schmelzen der Insel hätten sich auf rund 1000 Tonnen pro Monat halbiert. Zudem seien nach heftigen Regenfällen zahlreiche Gruben überschwemmt, und der Abbau vor der Küste sei wegen hohen Wellengangs an vielen Tagen nicht möglich.
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