Zocken ist gerecht
Mal etwas anderes, als das übliche in den Medien.
Artikel in Spiegel Online:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,683176,00.html
Geschrieben von Gast (nicht überprüft)
am
Mal etwas anderes, als das übliche in den Medien.
Artikel in Spiegel Online:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,683176,00.html
Wieso fiel der jugoslawische Dinar von 10 DM pro 100 Dinar in 1979 während 10 Jahren auf 0,0014285 DM pro 100 Dinar in 1989 ?
Weil der Markt seinen Wert den fundamentalen Gegebenheiten der jugoslawischen Volkswirtschaft -basierend auf Angebot und Nachfrage- anpasste.
Und da dieser Staat seine Finanzen nicht im Griff hatte bzw. gezwungenermassen nicht haben konnte, verfiel der Wert der Währung -national wie international- in dem Masse wie neues ungedecktes Geld aus der Belgrader Notenpresse sprudelte.
Ein Effekt, den man bei den meisten Währungen der Ostblock-Staaten beispielsweise nicht beobachten konnte -die Ausnahme bildete Polen-.
Die Mark der DDR hätte realistisch betrachtet offiziell in den 1980er Jahren ebenfalls gegenüber der DEM im Wert fallen müssen. Durch die staatlich festgelegten Wechselkurse blieb sie allerdings weiterhin bei einem Verhältnis von 1 : 1 und bis heute weiss man eigentlich nicht genau, wie hoch der reale Wert der Mark der DDR war.
Banken und Wechselstuben im Westen tauschten Mark der DDR mit Kursen zwischen 1 : 4 bis 1 : 12 (DEM : Mark der DDR).
Man kann den Markt nicht nach seinen jeweiligen Wünschen oder Vorstellungen bändigen oder zügeln. Ich sage immer wieder, dass Preiskontrollen jedweder Art Preise oder Kurse nur eine gewisse Zeit im Zaum halten können. Den Durchbruch in die ursprünglich -fundamental betrachtet zurecht- eingeschlagene Richtung werden sie über die Zeit hin eh schaffen. Da nützen auch die besten Preiskontrollen nichts.
Es sei den fundamental ändert sich an dem zu bewertenden Gut etwas, dass dann wiederum dieses Gut für den Markt attraktiver oder unattraktiver werden lässt - mit den entsprechenden Preisbewegungen.
So ist das nuneinmal in einem kapitalistischen Wirtschaftssystem.
Man kann nicht mehr ausgeben als man hat - und gratis gibt es nichts.
http://boersenradar.t-online.de/Aktuell/Devisen/Britisches-Pfund-weiter-unter-Druck-22018152.html
Betreffs T-online Bericht
Was soll eine vergleichsweise mikrige Zahl von 67.000 Kontrakten für eine Aussagekraft gegenüber dem gesamten Forex haben?
Desweiteren ist der Euro gegenüber dem Dollar um den nahezu gleichen zweistelligen Prozentsatz (11% gegenüber 12%) seit letzten November gefallen (Hoch bis Tief). Auch gegenüber Yen hat der Euro seit Jahreanfang um gleiche Prozentsätze abgewertet. Gegenüber SFR hat der Dollar >10% seit letzten November zugelegt. Also auch ähnlich.
Der Artikel ist auch an anderer Stelle etwas lustig
"1992 waren es laut der Nachrichtenagentur Bloomberg im Schnitt nur 7200 gewesen."
Ja werte Damen und Herren von t-offline, der Future- und Spotmarkt sind ja auch Jahr für Jahr volumenmäßig sukzessive angestiegen. 1992 z.B. 70% weniger Umsatz am Spotmarkt als heute.
@ Carmela [#4]
Die Klatschpresse lebt doch von Dramaturgie*g.
Und schon steigt es "wie verrückt".
Der Beitrag stand im Spiegel. Zitat:
Laut Daten der US-Terminbörsenaufsicht Commodity Futures Trading Commission (CFTC) beläuft sich die Netto-Verkaufsposition beim Pfund gegenüber dem Dollar auf 67.549 Kontrakte. Das ist der höchste je verzeichnete Wert seit Beginn der Datenaufzeichung im Jahr 1986 und bedeutet, dass derzeit bei weitem mehr Spekulanten auf eine Abwertung denn auf eine Aufwertung des Pfund wetten
Das könnte man auch anders schreiben, dass mehr Spekulanten auf eine Aufwertung des Dollar gegenüber dem Pfund wetten. Wobei ich von dem Wort wetten nichts halte (Wetten = Glückspiel) und bezweifle dass die Zuordnung in den verschiedenen Gruppen durch die CFTC wirklich so aussagekräftig ist, zumal ausserbörsliche Geschäfte (Forex) überhaupt nicht erfasst werden.