Zucker: Weiteres Aufwärtspotential ?
Rohstoffe: Hat Zucker aktuell noch weiteres Aufwärtspotenzial ?
Von Marc Nitzsche
Rohstoff-Trader.de (29.05.09) - Einen näheren Blick ist derzeit ganz sicher der Zuckermarkt wert. Nach dem herben Absturz der Notierungen zwischen August und November 2009 von 16 auf elf US-Cents haben sich die Kurse in den zurückliegenden Monaten ungeachtet des eher mäßigen Gesamtumfelds erkennbar erholt und liegen zur Stunde im Bereich der Höchststände des vergangenen Jahrs.
Damit stellt sich zum einen die Frage, wie es zu der von vielen Marktteilnehmern unbemerkten „Rallye“ gekommen ist und – noch wichtiger – ob Zucker auf dem momentanen Niveau noch weiteres Aufwärtspotenzial besitzt.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.rohstoff-trader.de)
Zuckersüße Versuchung mit unangenehmer Nebenwirkung
finanztreff.de (01.07.09) - Welcher Rohstoff hat auf Sicht von zwölf Monaten die beste Performance erzielt? Eine Frage, die wohl nur echte Commodity-Experten beantworten können. Insgesamt gibt es nur zwei Rohstoffe, deren Preis in diesem Zeitraum überhaupt gestiegen ist. Das ist zum einen Gold mit einem allerdings nur minimalen Plus. Und zum anderen Zucker mit einem Anstieg von rund 30 Prozent. Welch süße Überraschung!
Kein Wunder, dass auch die Emittenten das Thema Zucker als spannende Story entdeckt haben. Die Raiffeisen Centrobank etwa widmet sich in ihrem aktuellen „Trader’s Corner“ ganz ausführlich dem Zuckerpreis und seinen Aussichten für die Zukunft. Ob sich der Aufwärtstrend nach Erreichen eines Dreijahreshochs fortsetzen wird oder nun eine Korrektur folgt, lassen die Österreicher als neutraler Produktanbieter allerdings offen. Sie weisen lediglich darauf hin, dass vor allem Indien für den Preisanstieg verantwortlich sei, weil der größte Zucker-Verbraucher wegen der Missernte auf dem eigenen Subkontinent große Mengen Zucker vom Weltmarkt kaufen müsse. Zudem rechne der Internationale Zuckerverband ISO bis Ende September 2010 mit einem Angebotsdefizit am Zuckermarkt von 4,5 Millionen Tonnen. Spricht eigentlich für weiter steigende Kurse.
Etwas konkreter werden Analysten der DZ Bank, die die Zucker-Story in ihrer aktuellen Rohstoff-Studie als „intakt“ bezeichnen, gleichzeitig aber davor warnen, dass die Luft nach oben dünner wird. „Wellenreiter Invest“ hingegen weist darauf hin, dass Zucker vor allem aus charttechnischer Sicht interessant ist. Der Zucker-Future sei gerade dabei, sich aus seinem langfristigen Dreieck nach oben herauszubewegen. Zwar sehen die Redakteure im Bereich von 19 bis 20 Dollar einen ersten Widerstand. In den kommenden maximal zwölf Monaten wird jedoch mit einer „finalen Kaufpanik“ gerechnet, die sich „zunächst langsam, zum Schluss aber in großen Schritten“ vollziehen soll. Das klingt zumindest mal sehr spannend.
Ein großes Problem bei Engagements am Zuckermarkt ist allerdings die im kurzen Bereich zurzeit sehr steile Terminkurve. Zucker notiert also in Contango. Ein Begriff, den viele Anleger bislang vor allem in Verbindung mit Öl-Investments gehört haben. Was das bedeutet? Anders als Aktien oder Indizes können die Emittenten bei der Auflegung von Zucker-Zertifikaten den Basiswert nicht einfach so kaufen. Schließlich wird sich keine Bank tonnenweise Zucker in die Tresore legen. Deshalb wird Zucker über die am Terminmarkt gehandelten Futures gekauft, die immer eine feste Laufzeit haben. Der Emittent verpflichtet sich dann zum Beispiel, eine gewisse Menge Zucker zu einem festen Termin zu kaufen. Weil er das aber nicht will, wird der Future kurz vor Ablauf verkauft und in den nächsten Future getauscht. Nur so ist es für Anleger überhaupt möglich, in Produkte ohne feste Laufzeit zu investieren. Das Problem bei Zucker ist nun, dass der im Juli fällig werdende Future bei rund 17 Dollar notiert, der darauf folgende Oktober-Future aber fast 18 Dollar kostet. Und für den Januar-Future müssen schon über 18 Euro bezahlt werden. Will heißen: Der Emittent muss beim Tausch der Futures (wird auch als „Rollen“ bezeichnet) immer mehr bezahlen als er bekommt. Und wenn das alle drei Monate der Fall ist, kann es hier regelmäßig zu den so genannte Rollverlusten kommen.
Für Anleger hat das zur Folge, dass sie nur unterdurchschnittlich stark oder vielleicht auch gar nicht von steigenden Zuckerpreisen profitieren. Ein währungsgesichertes Zucker-Zertifikat der RBS zum Beispiel hat auf Jahressicht lediglich eine Nullrendite eingefahren, obwohl der Zuckerpreis in diesem Zeitraum um 30 Prozent gestiegen ist. Als Langfristinvestition bieten sich solche Trackerzertifikate deshalb im aktuellen Umfeld nicht an. Bei Optionsscheinen und Knock-out-Produkten besteht zwar grundsätzlich das gleiche Problem. Durch den Hebeleffekt verliert der Einfluss der Rollperformance aber etwas an Bedeutung. So sind bei einem steigenden Zuckerpreis trotzdem deutliche Gewinne möglich, auch wenn der Hebel etwas verwässert wird. Angeboten werden gehebelte Endlosprodukte auf einen steigenden Zucker-Future zum Beispiel von der RBS (WKN: AA1NCR, Hebel von 3,3) oder ganz neu auch der RCB (WKN: RCB2RP, Hebel von 2,8).
Thomas Koch
(Quelle: http://nachrichten.finanztreff.de/news_news,awert,investmentecke,dt,rdf,id,29009459,sektion,uebersicht.html)
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Süßer Hebel - Zucker im Aufwärtstrend
von Walter Kozubek
hebelprodukte.de (02.07.09) - Der Zuckerpreis legte seit Jahresbeginn von 11 auf bis zu 17,70 US-Dollar Cent je amerikanisches Pfund zu. Besonders im vergangenen Monat beschleunigte sich die Aufwärtsbewegung zusehends.
Laut einer Analyse der RCB rechnet der Internationale Zuckerverband mit einer weiteren Verknappung der Zuckerreserven, die dann natürliche einen weiteren Anstieg der Zuckerpreise zur Folge haben wird.
Wer auf einen weiteren Anstieg des Zuckerpreises spekulieren möchte, findet eine Vielzahl von Open-End Produkten auf den Zuckerpreis vor.
Für Anleger, mit hoher Risikobereitschaft könnte beispielsweise der RCB Oprn End Turbo-Call auf Zucker mit Strike bei 14,50 USD-Cent und KO-Marke bei 15 USD-Cent, ISIN: AT0000A0DZB9, interessant sein. Beim Zuckerpreis von 17,75 USD-Cent wird der Turbo-Call mit 0,25 - 0,28 Euro gehandelt.
Wenn der Zuckerpreis seinen raschen Anstieg in absehbarer Zeit auf bis zu 20 USD-Cent fortsetzt, dann wird sich der Preis des Turbo-Calls auf 0,40 Euro (+43 Prozent) steigern.
Für Anleger, die eine größere Differenz zwischen dem aktuellen Marktpreis und der KO-Marke vorziehen, könnte der RBS-Open End-Turbo mit Basis 12,44 USc und SL-Level bei 13,42 USc mit ISIN: NL0009021351 geeignet sein, der aktuell mit 3,77 - 3,79 Euro zum Handel angeboten wird.
Wenn der Zuckerpreis innerhalb der nächsten 30 Tage auf 20 USDc ansteigt, dann wird sich der Wert des Turbos etwa im Bereich von 5,34 Euro (+40 Prozent) befinden.
Dieser Beitrag stellt keinerlei Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Zucker oder von Hebelprodukten auf Zucker dar. Für die Richtigkeit der Daten wird keine Haftung übernommen.
(Quelle: http://www.hebelprodukte.de/news_1186.html)