WSJ: Kalifornische Behörden nehmen AT&T-T-Mobile-Deal ins Visier
WSJ: Kalifornische Behörden nehmen AT&T-T-Mobile-Deal ins Visier
NEW YORK (Dow Jones)--Die geplante Übernahme des US-Mobilfunkgeschäfts der Deutschen Telekom durch den Wettbewerber AT&T steht weiter auf dem Prüfstand. Die kalifornischen Behörden haben sich am Donnerstag dazu entschieden, die Transaktion genauer unter die Lupe zu nehmen. Sie fürchten, dass durch die Übernahme des viertgrößten Mobilfunkanbieters durch die Nummer zwei auf dem US-Markt der Wettbewerb deutlich eingeschränkt würde. Der Marktanteil von AT&T in Kalifornien würde auf 47% wachsen.
Zwar können die kalifornischen Behörden das Geschäft, das ein Volumen von 39 Mrd USD aufweist, nicht verhindern, sie können jedoch eine Empfehlung an die Aufsichtsbehörde Federal Communications Commission (FCC) aussprechen. Eine Empfehlung aus dem bevölkerungsreichsten Bundesstaat wird einiges Gewicht beigemessen. Kalifornien will bis zum 6. Oktober eine Entscheidung bekanntgeben.
AT&T hat die Transaktion stets verteidigt. Die Übernahme von T-Mobile wäre für Kunden beider Firmen ein Servicegewinn, argumentiert der Konzern. Unterstützung für AT&T war in dieser Woche von Schwergewichten aus dem Silicon Valley gekommen. Unternehmen wie Facebook, Yahoo und Microsoft verwiesen in einer Mitteilung an die FCC auf die Herausforderungen, mit der Verbrauchernachfrage Schritt zu halten und weiterhin eine global führende Rolle bei drahtlosen Breitbanddiensten und Produkten inne zu haben.
AT&T und T-Mobile brauchen die Zustimmung sowohl der FCC als auch des US-Justizministeriums. Der Zustimmungsprozess befindet sich in einem frühen Stadium und dürfte noch Monate andauern. Kartellrechtsexperten halten eine Freigabe des ursprünglichen Deals für unwahrscheinlich, da der Wettbewerb im Mobilfunksektor stark eingeschränkt würde. -Von Anton Troianovski, THE WALL STREET JOURNAL; +49 (0)69 29725 104, unternehmen.de@dowjones.com DJG/DJN/mgo/jhe (END) Dow Jones Newswires
June 10, 2011 00:38 ET (04:38 GMT)
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