XETRA-START/Etwas leichter - Gewinnmitnahmen vor Pfingsten

DJ XETRA-START/Etwas leichter - Gewinnmitnahmen vor Pfingsten
FRANKFURT (Dow Jones)--Die wieder in den Fokus gerückte Staatsschuldenkrise im Euroraum hat den deutschen Aktienmarkt etwas leichter in den Freitag starten lassen. Bis 10.01 Uhr geht es für den DAX um 0,3% oder 19 auf 7.142 Punkte nach unten. Aus charttechnischer Sicht ist der Leitindex im Bereich von 7.070 Punkten unterstützt, auf Widerstand trifft er auf dem Niveau von 7.184 Punkten. In der zweiten Reihe verliert der MDAX 0,2% bzw 19 auf 10.655 Punkte. Für den TecDAX geht es um 0,3% oder 2 auf 887 Punkte nach unten.
Im Fokus des Anlegerinteresses steht die Abstimmung des Deutschen Bundestages über weitere Milliarden-Hilfen für Griechenland. Der Entschließungsantrag von Union und FDP sieht neben dem Beitrag privater Gläubiger auch eine Beteiligung des Internationalen Währungsfonds vor. Vor dem Votum wird Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble eine Regierungserklärung abgeben.
Auf der Agenda der Konjunkturdaten stehen aus den USA die Importpreise für Mai. Volkswirte rechnen mit einem Minus von 0,7% gegenüber dem Vormonat. Aus Großbritannien wird die Industrieproduktion für April erwartet. Hier lautet der Ökonomenkonsens auf ein Minus von 0,1% binnen Monatsfrist. Aus dem Vereinigten Königreich werden darüber hinaus die Erzeugerpreise für Mai veröffentlicht. Volkswirte sagen ein Plus von 0,3% verglichen mit April vorher.
Die Kursverluste im frühen Geschäft vollziehen sich dabei auf breiter Front - unter überdurchschnittlichem Abgabedruck stehen Finanzwerte und Zykliker. "Vor dem langen Pfingstwochenende wird wegen der weiter schwelenden Staatsschuldenkrise das Risiko reduziert und Geld vom Tisch genommen", sagt ein Händler. HeidelbergCement verbilligen sich um 0,8% auf 46,06 EUR und haben damit bislang die "rote Laterne" im DAX inne. Für BMW geht es um 0,8% auf 62,44 EUR nach unten, Allianz fallen um 0,5% auf 92,94 EUR zurück.
Besser als der Gesamtmarkt halten sich als defensiv geltende Werte: Bayer legen um 0,5% auf 56,30 EUR zu, Deutsche Telekom notieren zum Vortagsschluss von 10,15 EUR. In der zweiten Reihe steigen IVG Immobilien um 5,4% auf 5,54 EUR. Händlern zufolge sind die Aktien des Unternehmens wieder in den EPRA-Index der 70 größten europäischen börsennotierten Immobiliengesellschaften aufgenommen worden.
Schwach ist unterdessen das Börsendebüt von United Power ausgefallen. Die Aktien des chinesischen Herstellers von Stromgeneratoren kosten 8,90 EUR und notieren damit 1,1% unter dem Ausgabepreis von 9 EUR. Schon im Vorfeld hatte sich eine eher geringe Akzeptanz abgezeichnet, der Platzierungspreis wurde am unteren Ende der Spanne von 9,00 bis 11,50 EUR festgelegt. DJG/jej/flf (END) Dow Jones Newswires
June 10, 2011 04:03 ET (08:03 GMT)
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