Agravis: Getreidepreise verhageln das Geschäft
Agravis sucht Investoren
Von Guido Hartmann
Die Welt (16.12.07) - Der Handelskonzern aus Münster setzt im Jahr mit landwirtschaftlichen Produkten und Landtechnik knapp vier Milliarden Euro um. Doch die Gewinne sind bislang mager. Gleichzeitig steigen die Risiken im Agrarhandel.
Von Münster aus leitet Clemens Große Frie einen der 30 größten deutschen Handelskonzerne.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.welt.de/wams_print/article1466267/Agravis_sucht_Investoren.html)
Getreidepreise verhageln Agravis das Geschäft
Von Ralf Heimann
Halterner Zeitung, Münster (09.03.10) - Deutschlands zweitgrößter Agarhändler Agravis hat im Krisenjahr 2009 unter dem Preisverfall bei landwirtschaftlichen Produkten gelitten. Der Umsatz brach ein. Dabei hat das Unternehmen deutlich mehr verkauft als ein Jahr zuvor.
Wie der Agravis-Vorstandsvorsitzende Dr. Clemens Große Frie am Dienstag in Münster mitteilte, sackte der Umsatz des Unternehmens um 15 Prozent auf fünf Milliarden ab, der Vorsteuergewinn sank um acht Prozent auf 23,3 Millionen Euro.
Überraschend kommt die Entwicklung nicht. Das Jahr sei nicht schlechter gelaufen als erwartet, sagte Große Frie. Das Unternehmen habe keine Marktanteile verloren und sich in der Krise gut behauptet. Die umgesetzte Menge wuchs um vier Prozent. Der Grund für die Talfahrt seien allein die schlechten Preise, sagte Große Frie.
Preise stürzen ab
Der Preis für eine Tonne Getreide lag 2008 bei 220 Euro, danach stürzte er auf 120 Euro ab. Eine Tonne des Düngemittels DAP kostete noch vor zwei Jahren 913 Euro, im vergangenen Jahr 325 Euro.
Eine Ende der Durststrecke sieht Clemens Große Frie noch nicht. Er rechnet damit, dass die Preise weiter auf einem niedrigen Niveau bleiben und „2010 schwieriger wird als 2009“. Die Krise komme zeitversetzt im Agrarbusiness an, sagte er. Sie werde auch länger zu spüren sein.
(Quelle und weiter lesen: -> http://www.halternerzeitung.de/lokales/muenster/Muenster-Getreidepreise-verhageln-Agravis-das-Geschaeft;art993,842527)
Preise mitgeteilt von der Landwirtschaftskammer Hannover
Zur Zeit stelle viele Milchviehbetriebe und Ackerbauern in meiner Region auf Mais/ Biogasmais um!
Ein Landwirt in meinem Dorf baut erstmals dieses Jahr 100 ha Mais für eine Biogasanlage zum Festpreis 1200.- Eur je ha und bekommt die anteilige Gülle der Biogasanlage frei Feld ausgebracht.
Und somit ist seine Grungdüngung erledigt und etwas N und S wird zugekauft.
Da freuen sich die Wildschweine!
MfG
@ Saubauer2 [#3]
Zu Lasten welcher Fruchtart geht das ?
@ Graintrader [#4]
Bei uns im Nord-Westen geht da zu lasten von Körnermais und CCM.
Gruß
Lukas
@ Graintrader [#4]
Sommergerste und Raps werden stark zurück gefahren!!
Auserden steigen Neuansaate von GRünland rapide an ( 750.- Eur Förderung je ha!)
Schönen Tag
@ Graintrader [#4]
Getreide wird als erstes verdrängt, danach Raps.
Danke an alle für die prompten Antworten.
Wie man sieht, ist es durchaus unterschiedlich.
Es fragt sich nur, in welchem Umfang was verdrängt wird. Bei Weizen spielt eine Menegenreduzierung sicherlich keine Rolle, da wir einen Zuwachs von 3 % haben. Ebenso wenig spielt Gerste eine Rolle; davon gibt es auch genug.
Wahrscheinlich muß man bei Roggen aufpassen, hier kann sich manches verschieben. Und Raps sollte aufgefangen werden durch Importe aus dem Osten.
Hat jemand mal eine Zahl gehört, wie viel Hektar Verschiebung von dieser Ernte zu nächster Ernte es gibt ?
Nana; Graintrader; da sei dir mal nicht so sicher.
Fakt ist z.B.; dass im vergangenen Herbst hier in unserer Gegend schon weit über 30000 to. Körnermais gefehlt haben; die allesamt in den Betonkühen verschwunden sind; deshalb gibt es keinen Mais mehr in den Schweinemastfuttern; dieser muss allesamt durch Weizen ersetzt werden; beim Geflügelfutter sieht das anders aus; hier muss Mais enthalten sein; sodass es schon zu verschiebungen gekommen ist; die noch deutlicher waren als im Jahr zuvor; wo schon aufgrund seines Preisunterscheides zwischen Weizen und Mais dieser von den hiesigen Mischfutterfirmen an Geflügelfutterfirmen verkauft wurde und durch Weizen ersetzt wurde.
Noch sind die Verwerfungen im % Bereich; aber der Umstand dass immer mehr Biogasanlagen gebaut werden; gleichzeitig auch wieder mehr Mischfutter benötigt wird; kann schon zu katastophalen Umständen führen wenn es einmal im neuen gelobten Land (Osteuropa/ Russland/ Ukraine) zu irgendwelchen Störungen kommen wird.
Denn die Überhänge wie in den achzigern haben wir noch lange nicht.
Und wenn mehrere Länder in die Biogasproduktion einsteigen werden ( die ersten Anlagen hiesiger Hersteller sind schon nach Polen/ Ungarn/ Rumänien verkauft worden; dienen dort in erster Linie der Verwertung nicht verkaufsfähiger; oder andersrum gesagt der sonst billigst angebotenen Mengen); dann ist der "Ausserlandwirtschaftliche" Verbrauch schnell jährlich höher wie der Zuwachs in den genannten Staaten.
In dem Sinne
MFG
Mühlenbach