Bauer Bernie
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12 Jahre 6 Monate

Biogas: Keine Änderung der Vergütung bis 2012

Von Insidern der Branche wird dies behauptet.
Anders als bei der PV werden die Einspeisevergütungen so belassen zumindest bis 2012.
Somit wird die Diskrepanz zwischen Nahrungsmittelerzeugung und Biogas erhalten bleiben.
Um die ehrgeizigen Klimaziele der Bundesregierung zu erreichen wären bis 2020 bundesweit mindestens 100 1MW-Anlagen nötig.
Zum Vergleich in Baden-Württemberg z.B. gibt es derzeit insgesamt nur 19 solche Anlagen.
Neben Bayern ist dieses Bundesland führend in dieser Branche.

Der Geschäftsführer einer größeren Schweinevermarktungsgenossenschaft meinte kürzlich:

Bei anstehenden Betriebserweiterungen ziehe er mit seinem Vorschlag Schweinestall gegenüber Biogas nur noch den kürzeren.

Mfg
BB

Geschrieben von Bauer Bernie am
Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Das dort nichts geändert wird ist auch gut so.
Und wenn ihr es noch nicht gemerkt habt; obwohl ich auch gegen Biogas war; es ist Politisch korrekter Biogas zu produzieren wie Tiere zu halten.
Es werden uns in den nächsten Jahren soviele Steine in den Weg geknallt; da muss es schon an ein Wunder grenzen; dass noch Geld verdient werden kann in der Schweinemast; zumal der Verbraucher vollkommen nicht an hohen Preisen interessiert ist.
Selbst im bislang recht Bauernfreundlichen Süd-Oldenburg werden Baustopps mittlerweile offen ausgesprochen; die Gemeinden erlassen Gesetze zu Tierhaltungsauflagen; die noch nicht Rechtswiedrig sind; nur Klagen will auch kein Landwirt; da die Publicity nicht die beste ist; falls dieser Gewinnt.
Wenn er verliert; dann ist der Schaden noch viel grösser.

Was die Abluftwäschertechnik angeht; da war der Landkreis CLP Vorreiter; mit noch schärferen Auflagen bezüglich der Ablagen als auch der Dokumentationspflichten.
Mittlerweile ist der sog. "Cloppenburger Leitfaden" im KTBL verankert; und andere Genehmigungsbehörden nehmen diese auch als Grundlage ( obwohl dieser Leitfaden in dem Ursprung nur ein Bärendienst für einen Hersteller war; bis alle anderen diese Ansprüche einhalten konnten; so ist Deutschland).
Und wenn die irgendwann sagen "BISchG-Anlagen" haben stand der Technik zu erfüllen; und ebend diese Anlagen Stand der Technik sind; dann rollt eine Investitionswelle auf die Landwirte zu; an deren Kosten ich gerne durch die Gründung einer Anlagenfirma verdienen möchte; denn in jeder Baugenehmigung nach BISchG steht " Stand der Technik ist einzuhalten"; egal wie alt die Ställe sind; es gibt keinen Bestandsschutz.
Seht mal nach.

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

hfx0
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Aber der Stand der Technik zu Zeitpunkt der Genehmigung?

Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

hfx0; der ist unrelevant.
Hat nichts mit dem Zeitpunkt der Genehmigung zu tun.
Es kann Übergangsfristen geben; muss es aber nicht.

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

Ackerspezi
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Bauer Bernie [#1]

Ist nicht von Insidern, sondern ganz offiziell von Ministeriumsseite verkündet worden. Zum 01.01.2012 wird der Biogasteil im EEG geändert - eher nicht!!

Bauer Bernie
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Ackerspezi [#5]

Die Änderung der Einspeisevergütung für PV war auch vom Ministerium immer auf 9 % zum Anfang des nächsten Jahres festgelegt. Aufgrund von Verwerfungen des Marktes wurde dann doch zum 1.Juli nochmals gekürzt.

In der Biogas/Landwirtschaftskiste rumort es gewaltig und Forderungen an die Politik die Situation zu ändern gibt es zuhauf.
Deshalb ist es nicht unrelevant wenn jemand der einen ganz guten Draht nach oben hat so eine Aussage macht.

Mfg
BB

Ackerspezi
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Bauer Bernie [#6]

Genau darauf beziehe ich mich:

Dem Ministerium ist die Situation sehr genau bekannt. Der zuständige Abteilungsleiter Dr. Gießübel hat die Situation kurz und prägnant skizziert.

Auch Ministerin Aigner ist sehr genau informiert - trotz alledem ihre Aussage, dass vor dem 1.1.2012 nichts geändert wird; ich kann das nur dahingehend verstehen, dass erst einmal ein Konzept her muss, wie es überhaupt nach 2011 weitergehen soll. Gasdirekteinspeisung etc. das soll alles in einem Atemzug erledigt werden.

hfx0
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Das Problem ist nicht der Strompreis im EEG und die damit derzeit verbundene Konkurrenz durch Biogas.
Was kann der Biogaser dafür, wenn das andere Zeug nichts kostet.

Milch zu billig,
Fleisch zu billig,
Getreide zu billig.

Das Problem sind die zu niedrigen Nahrungsmittelpreise. Dadurch tut sich ein Betrieb ohne Biogasanlage jetzt schwer Flächen zu bekommen.
Als der Weizen 25 € kostete hat sich keiner für Biogas interessiert.

Wenn hier gekürzt wird, dann nicht um den anderen Bauern zu helfen, sondern um die Nahrungsmittel billig zu halten.
Genauso wird es bei PV gemacht.

Sollen die doch das ganze Gäu mit Modulen zupflastern, wenn im Ackerbau nichts verdient ist.
Aber nein: Flächenkonkurrenz, Nahrungsmittelknappheit bei 12 € für den Weizen

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