Butter: Große Nachfrage kann kaum erfüllt werden
Nachfrage nach Butter kann kaum erfüllt werden
Agrarheute.com, Kempten/Hannover (21.10.09) - Bei Magermilchpulver herrscht derzeit Bedarf. Die Preise ziehen folglich an, was sich auch an den aktuellen Notierungen zeigt. Bei Käse tendieren die Preise für Schnittkäse nach oben und bei Butter herrscht nach wie vor großes Interesse.
Während in den Produktbereichen Butter und Milchpulver klare Preisverbesserungen erzielt werden konnten und andere Erzeugnisse im Sog profitieren, wird Käse in der Discounterschiene dem Endverbraucher um bis zu ein Euro pro Kilo reduziert angeboten.
Die Preise für Industrierahm sind Ende der vergangenen Woche nochmals stark angestiegen. Sie haben sich aber zunächst auf ihrem Höchststand nicht ganz behaupten können. Die Preise für Magermilchkonzentrat sind auf hohem Niveau stabil.
Käse und Butter
Dem aktuellen Marktbericht der Süddeutschen Butter und Käse-Börse zu Folge hält das große Interesse an Butter weiter an. Daran hat sich durch die erhähten Preise im LEH nichts geändert. Lose Butter ist am Markt kurzfristig nicht verfügbar, vorwiegend alte Verträge werden abgewickelt. Die Rahmpreise sind weiter gestiegen. Die Statistik für abgepackte Butter in Kempten weist mittlerweile ein höheres Preisniveau aus, als die verhandelte Discountbasis von Ende September für Oktober. Die relativ kurze Vertragsdauer für den letzten Butterabschluss könnte den Molkerein in die Karten spielen.
Der Markt für Käse ist uneinheitlich. Das Emmentalergeschäft ist relativ ruhig und der Absatz von Weichkäse verläuft normal. Am Schnittkäsemarkt werden normale Mengen von Gouda und Edamer bei knappem Angebot gehandelt, die Preisentwicklung ist dabei positiv.
Milchdauerwaren
Das Geschäft mit Milchpulver hat sich wieder beruhigt, nachdem vorübergehend mehr Abschlüsse zu Stande gekommen waren. Die Preise für Milchpulver sind sowohl was Magermilchpulver als auch was Vollmilchpulver betrifft, deutlich gestiegen. Die Produktion ist saisonal rückläufig und die Verfügbarkeit an freien Mengen gering. Mit der Freigabe von Mengen aus der Intervention rechnet man nach den Aussagen der EU-Kommission nicht. Die weiterverarbeitende Industrie hat noch kurz- und auch längerfristigen Deckungsbedarf. Zusätzlich gehen auch Anfragen für den Export ein. Der Abschluss von Exportaufträgen gestaltet sich allerdings schwierig. Diie Weltmarktpreise sind zwar gestiegen, allerdings mit gleichzeitigem Anstieg der Preise am internen Markt und nachgebendem Dollarkurs. Mei Milchpulver ist die EU aber eher konkurrenzfähig am Weltmarkt als bei Butter.
(Quelle: http://www.agrarheute.com/?redid=321300)