Richard Ebert
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Butter: Juli Kontrakt notiert 2 % unter dem Eurex Butter Index

EU-Bauern lieferten weniger Milch - Vierteljährlicher Milchbericht

Agrarheute.com / DLZ Agrarmagazin, Brüssel (05.07.10) - Der jüngste Abverkauf von Interventionsbutter hat sich bislang nicht negativ auf das EU-Milchpreisniveau ausgewirkt. Diese Einschätzung vertritt die Europäische Kommission in ihrem vierteljährlichen Milchbericht.

Nach Angaben der Brüsseler Behörde sind die Preise für Butter und Vollmilchpulver am EU-Binnenmarkt seit dem vorangegangenen Bericht vom März um 23 Prozent auf 3,36 Euro/kg beziehungsweise 2,95 Euro/kg gestiegen. Käse legte im Schnitt um ein Fünftel zu.

EU-Milchpreise liegen weit auseinander

Die jeweiligen Interventionspreise wurden zuletzt deutlich übertroffen. Für April wurde ein durchschnittlicher Erzeugermilchpreis von 27,7 Cent/kg ermittelt. Deutschland lag einen Cent darunter. Insgesamt schwankten die Notierungen zwischen 50,6 Cent/kg auf Zypern und 23,3 Cent/kg in Rumänien. Der saisonale Anstieg der Anlieferungsmenge im Frühling hat nach Angaben der Kommission dank der festen Notierungen für Grundprodukte ebenfalls nicht zu einer Verringerung des Milchpreises geführt. Im Gegenteil, mehrere Großmolkereien hätten für die nächsten Monate höhere Preise angekündigt, hieß es. Das Papier wurde im Ministerrat nicht ausführlich diskutiert.

Aufruf: Interventionsverkauf mit Gefühl

Frankreich und Ungarn riefen die Kommission auf, beim Interventionsverkauf weiter Vorsicht walten zu lassen, um den Markt nicht erneut durcheinander zu bringen. Das war prinzipiell auch die Haltung der deutschen Delegation. Die (damals noch) spanische Ratspräsidentschaft verwies auf das nächste Treffen am 12. Juli, bei dem der Abschlussbericht der hochrangigen Expertengruppe zum Milchsektor erstmals auf den Tisch kommen soll.

Ausfuhren gestiegen

Auch an der Exportfront hat die Kommission Gutes zu vermelden: Die Magermilchpulverausfuhren in Drittländer haben sich während der ersten vier Monate 2010 gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum trotz des Wegfalls der Erstattungen auf gut 119.000 Tonnen mehr als verdoppelt, während die Käseausfuhren um rund 20 Prozent auf annähernd 202.000 Tonnen stiegen. Die Butterlieferungen kletterten um elf Prozent auf fast 42.000 Tonnen, die Molkenpulverexporte um sieben Prozent auf 114.200 Tonnen. Zurück gingen unter anderem die Vollmilchpulverausfuhren, nämlich um zehn Prozent auf 143.000 Tonnen.

Niedrigere EU-Milchanlieferungen

In der Saison 2009/10 war die EU-Gesamtmilcherzeugung gegenüber dem Vorjahr um schätzungsweise 0,5 Prozent auf 133 Millionen Tonnen gesunken. Die EU-weit verfügbare Gesamtquote könnte um rund sieben Prozent unterschritten worden sein. Voraussichtlich haben nur die Niederlande und Dänemark ihre Garantiemenge überliefert. Deutschland dürfte neben Österreich, Luxemburg und Zypern knapp unterhalb der Obergrenze bleiben. Im ersten Quartal 2010 blieb die Produktion hierzulande um gut 82.000 Tonnen oder 1,2 Prozent hinter den Anlieferungen im vergleichbaren Vorjahreszeitraum zurück.

(Quelle: http://www.agrarheute.com/eu-bauern-lieferten-weniger-milch)

Terminmarkt: Juli Butter fast 2 Prozent unterhalb des Eurex Butter Index

An der Frankfurter Eurex gaben die Kurse der Milch Futures nach. Milchpulver Juli schloss minus 20 auf 2.230 Euro (2.200 zu 2.260 Euro), Butter minus 25 auf 3.635 Euro.

Damit notiert Butter am Terminmarkt um 68 Euro unterhalb des Eurex Butter Index. Am Ende der Laufzeit des Kontrakts werden die offenen Kontrakte gegen den Butter Index auf gleicher Höhe abgerechnet, was voraussichtlich steigende Kurse für Butter Kontrakte oder einen nachgebenden Eurex Kassaindex bedeutet. Denkbar ist auch eine Kombination aus beiden Alternativen oder sogar erheblich steigende Kurse/Preise am Butter Termin- und Kassamarkt.

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Schwarze Linie: Tägliche Schlusskurse für Juli Butter an der Eurex / Rote Linie: Eurex Butter Index, wird jeden Mittwoch veröffentlicht / Blaue Linie unten: Aufschlag (über Null) oder Abschlag (unter Null) des Terminkontrakts gegenüber dem Milchpulver Index der Eurex.

Geschrieben von Richard Ebert am
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