Richard Ebert
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Butter: Lagerbestände in der EU deutlich über Vorjahr

ZMP (14.08.08) - Die EU-Bestände an Butter in der privaten Lagerhaltung waren Ende Juli deutlich höher als im Vorjahr. Nach Angaben der EU-Kommission waren bis zum 20. Juli 2008 nahezu 132.000 Tonnen Butter angemeldet, fast 31.000 Tonnen mehr als vor Jahresfrist. Die größten Mengen kamen aus den Niederlanden, Frankreich und Deutschland.

Von Januar bis Mai wurden EU-weit gut 846.000 Tonnen Butter erzeugt. Durch die geringere Maiproduktion verringerte sich der Vorsprung gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 2,1 Prozent. Deutlich ausgeweitet wurde das Angebot in Frankreich und den Niederlanden, beide Länder erhöhten die Butterherstellung um über zehn Prozent. Im Vereinigten Königreich sowie in Irland und Italien blieben die Mengen unter dem Vorjahresniveau.

Geringere Erzeugung im Mai

Im Mai sank die Buttererzeugung wieder deutlich unter das Vorjahresniveau, nachdem in den ersten vier Monaten die Tendenz expansiv gewesen war. In der EU-27 wurden im Mai 5,5 Prozent weniger Butter hergestellt als im Vorjahresmonat. In Deutschland ging die Produktion um rund zehn Prozent zurück. Vor allem in der letzten Maiwoche stand wegen des Milchlieferboykotts weniger Rohstoff zur Verfügung. Auch in Irland, Italien und dem Vereinigten Königreich wurde im Mai weniger Butter erzeugt.

Export läuft auf Sparflamme

Der Export der EU-Länder von Butter und Butteröl bewegt sich weiter auf niedrigem Niveau. Nach wie vor ist die Konkurrenzfähigkeit der Anbieter aus der Europäischen Union durch den schwachen Dollarkurs stark beeinträchtigt. Von Januar bis Mai wurden rund 54.000 Tonnen Butter und Butteröl exportiert, 55 Prozent weniger als vor Jahresfrist. Im Vergleich zu den ersten vier Monaten haben die Exportmengen im Mai wieder leicht zugenommen, so dass sich der Rückstand von zuvor fast 60 Prozent wieder leicht verringert hat. Nach wie vor fehlen jedoch Impulse. Am Weltmarkt ist die Nachfrage nach wie vor ruhig.

Preis überwiegend stabil bis fest

Die Preise für Butter haben sich im Juli überwiegend stabil bis fest entwickelt. Ende Juli waren bei ausreichendem Angebot jedoch etwas nachgebende Tendenzen zu verzeichnen. In Frankreich, Italien und den Niederlanden haben sich die Preise im Monatsschnitt erhöht. In Deutschland entwickelten sich die Butterpreise unterschiedlich. Während die Preise für abgepackte Butter deutlich stiegen, blieben die Blockbutterpreise überwiegend auf dem Niveau des Vormonats. Bei ruhigem Handel haben im Monatsverlauf jedoch wieder schwächere Tendenzen eingesetzt.

(Quelle: http://www.zmp.de/agrarmarkt/milch/2008_08_14_z_EU_Butter.asp)

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Geschrieben von Richard Ebert am
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