Richard Ebert
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Butter: Rasant steigende Preise

Agrarheute.com / bm, Kempten/Hannover (28.10.09) - Der saisonale Rückgang der Milchanlieferung an die deutschen Molkerein setzt sich fort. Butter geht weiterhin mit stark steigenden Preisen in den Markt und Emmentaler wird normal zu uneinheitlichen Preisen vermarktet.

Laut Schnellberichterstattung der ZMB sank die Milchmenge im Vergleich zur Vorwoche um ein Prozent. Die Vorjahresline wurde mit -0,9 Prozent unterschritten.

Meist erreicht die Milchmenge in Deutschland in der dritten Novemberwoche den jahreszeitlichen Tiefstand. Danach steigt die Milchmenge von Woche zu Woche wieder leicht an. In Frankreich ist das Saisontief bereits durchschritten. In der 42. Woche stieg die Anlieferung gegenüber der Vorwoche etwas langsamer um 0,3 Prozent. Der Rückstand zum Vorjahresniveau lag bei 3,5 Prozent. Die Preise für Industrierahm konnten sich in den letzten Tagen nicht ganz behaupten, während die Preise für Magermilchkonzentrat weiter sehr fest tendierten.

Käse und Butter

Laut dem aktuellem Börsenbericht der Süddeutschen Butter- und Käsebörse Kempten geht die Butter mit stark steigenden Preisen flott in den Markt. Die Notierungen tendieren bei einer sehr guten Nachfrage zwischen 3,35 und 3,65 Euro pro Kilo. Im Vergleich zur Amtlichen Notierungskommission für Butter und Käse in Hannover - 3,05 und 3,20 Euro pro - Kilosind die Preise höher.

Emmentaler wird normal zu uneinheitlichen Preisen vermarktet. Das Weichkäsegeschäft verläuft stabil. Auch Schnittkäse kann gut abgesetzt werden und die Preise ziehen weiter an, so die Börse Kempen. Aber auch die Preisfeststellung von Hannover bestätigt ein sehr knappes Angebot sowie eine rege Nachfrage und Steigende Preise bei Käse.

Milchdauerwaren

Die Lage am Markt für Magermilchpulver ist von einem geringen Angebot in Verbindung mit Deckungsbedarf bei den Käufern bestimmt. Für die letzten Tage ist allerdings von einem eher ruhigen Geschäftsverlauf die Rede. Die Entscheidung in Brüssel, die Exporterstattungen im Tenderverfahren zurückzuweisen und die allgemeine Erstattung auf Null zu reduzieren, hat die Stimmung im Markt etwas gedämpft. Die Exporterstattungen, die in den letzten Monaten erteilt worden sind, geben aber die Möglichkeit, nicht unerhebliche Mengen auch über den Jahreswechsel hinaus zu exportieren.

Das Angebot am Weltmarkt aus Herkünften außerhalb der EU ist gering. Die Preise für Lebensmittelware haben sich auf höherem Niveau gefestigt. Mit Futtermittelware werden in geringem Umfang Abschlüsse zu festeren Preisen getätigt. An Vollmilchpulver ist nur ein geringes Angebot vorhanden. Es besteht weiter Nachfrage, auch für den Export. Die Werke fordern in Anbetracht der gestiegenen Fettverwertung sehr feste Preise. Exportgeschäfte abzuschließen, ist bei schwachem Dollar, reduzierten Exporterstattungen und hohen Forderungen nicht einfach. Bei Molkenpulver ist der starke Preisanstieg der vergangenen Wochen zum Stillstand gekommen. Die Verkaufsbereitschaft scheint etwas gestiegen zu sein, wenngleich die Verfügbarkeit weiter begrenzt ist.

(Quelle: http://www.agrarheute.com//index.php?redid=321852)

Geschrieben von Richard Ebert am
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