Eier: Preisexplosion am Eiermarkt
Eiermarkt: Preisexplosion kaum spürbar für Verbraucher - Seit Ende Januar steigen am deutschen Eiermarkt die Preise.
lwk-niedersachsen.de, Oldenburg (15.03.12) - Als Hauptursache wird in einer Pressemitteilung der Landwirtschaftskammer Niedersachsen das geringere Angebot von Eiern aufgrund des Käfighaltungsverbots von Legehennen genannt. Dieses besteht EU-weit seit Beginn dieses Jahres, nachdem Deutschland bereits 2010 das Verbot der konventionellen Käfighaltung umgesetzt hat. Hinzu kommt eine seit Wochen gestiegene Nachfrage aufgrund der kommenden Osterzeit.
Der Preis für Rohware (in Euro pro Kilogramm) ist seit Ende Januar innerhalb von sieben Wochen um fast einen Euro pro Kilo gestiegen und liegt sehr deutlich über dem Vorjahresniveau. Aufgrund des knappen Angebots und der regen Nachfrage sind laut Landwirtschaftskammer weitere Preissteigerungen zu erwarten. Konsumenten bekommen derzeit den Preisanstieg jedoch kaum zu spüren, da im deutschen Lebensmitteleinzelhandel weiterhin Eier auf sehr niedriger Kontraktbasis angeboten werden.
Nach Analysen europäischer Marktbeobachter haben sich die Legehennenbestände in der EU-27 im Februar auf etwa 314 Millionen Legehennen reduziert. Dies sind 8,1 Prozent Hennen weniger als im Vorjahr. Die Umstellung der Haltungsform ist jedoch noch nicht in jedem EU-Land vollständig vollzogen. Wie viele Hennen derzeit außerhalb Deutschlands noch in konventionellen Käfigen eingestallt sind, ist kaum einschätzbar, so die Landwirtschaftskammer.
Die EU-Kommission geht davon aus, dass sich die Situation nach Ostern wieder beruhigen werde. Dann seien die veränderten Haltungsbedingungen EU-weit umgesetzt und es würden neue Hennen eingestallt. Nach der Haltungsumstellung 2010 in Deutschland habe sich der inländische Markt nach vier Monaten wieder beruhigt. Diese Erfahrung könne auf die europäische Angebots- und Nachfragesituation übertragen werden.
(Quelle: http://www.lwk-niedersachsen.de )
@ Richard Ebert [#1]
Wir gehen jedes Jahr mit unseren Jungschützen zum "Ostereierschießen" !
Das ist ein Wettbewerb mit dem Luftgewehr oder Luftpistole auf Schießscheiben in 10 mtr Entfernung.
Die Preise sind gefärbte Eier diese sind dieses Jahr um 50 % teuerer als in früheren Jahren so daß auch die Startgelder steigen müssen!!
Schuld ist die EU Verordnung steht auf der Einladung.
Ei EI
schönen Tag
wünscht Saubauer
Große Turbulenzen gibt es ausgerechnet kurz vor dem Osterfest am Eiermarkt
Landvolk.net (23.03.12) - Für die Verbraucher wirken sich diese nach Umfragen des Landvolk-Pressedienstes fast überhaupt nicht aus, im Lebensmitteleinzelhandel werden zehn Eier aus Bodenhaltung der Gewichtsklasse M zum festen Preis von 1,09 Euro verkauft.
Deutlich höhere Preise dagegen melden zurzeit die großen Packstellen und damit die Großhandelsstufe. Rechnet man die Nebenkosten wie Sortieren, Verpacken, Mehrwertsteuer und manche andere Leistungen auf den dort zurzeit notierten Preis von 1,65 Euro für zehn Eier hinzu, werden die Eier an den Packstellen fast doppelt so teuer verkauft wie im Laden.
Die Deutsche Eierunion in Dinklage sieht die Diskrepanzen am deutschen Eiermarkt politisch begründet. Die Entscheidung zum Ausstieg aus der Käfighaltung hatte in Deutschland in den vergangenen Jahren einen starken Rückgang der Hühnerhaltung ausgelöst.
Mit 14,2 Mio. Hennenplätzen in 1.414 Betrieben hat Niedersachsen inzwischen wieder das Niveau von 2008 erreicht, als die Käfighaltung hierzulande verboten wurde. Knapp versorgt sind nun aber die EU-Nachbarländer, in denen erst jetzt das Verbot der Käfighaltung umgesetzt wurde. Dort haben sich bislang auch Verarbeitungsunternehmen noch preiswert eindecken können, während nun Verbraucher in östlichen Nachbarstaaten zum Eiereinkauf im billigen Deutschland ermuntert werden. In Grenzregionen kaufen sie die Eierregale leer.
Parallel dazu hat überdies der Lebensmitteleinzelhandel seine Einkaufspraktik umgestellt und ist auf feste Kontrakte und Bedarfsmeldungen umgestiegen. Die aktuellen Preise wurden im Sommer 2011 unter dem Einfluss der Dioxinkrise beschlossen und müssen aus Erzeugersicht als deutlich zu niedrig bewertet werden.
Die Packstellen legen bei Nachlieferungen an den Handel viel Geld drauf und subventionieren die billigen Eier der dortigen Handelskette. Die Hennenhalter können von den Preissprüngen nicht profitieren, weil sie an die Kontraktpreise gebunden sind.
Das Ostergeschäft im Einzelhandel wird von den Kapriolen des Eiermarktes auf Großhandelsstufen nicht tangiert, dieses Segment beschreibt auch nur einen kleinen Teil aller Eierverkäufe. Es gibt also keinen Grund für Hamsterkäufe, wie sie durch einzelne Medienberichte ausgelöst wurden.
Marktkenner weisen zudem darauf hin, dass Eier in der Weihnachtszeit als Zutat für die weihnachtliche Plätzchenbäckerei wesentlich stärker gefragt sind als in der Osterzeit. Lediglich bunt gefärbte Eier verkaufen sich vor Ostern deutlich häufiger als in der zweiten Jahreshälfte. Unabhängig von den Eiernotierungen verkaufen übrigens auch Direktvermarkter ihre Eier zu relativ festen Preisen, allerdings nicht zum Preis von 1,09 Euro für die Zehnerpackung, der aus Branchensicht als deutlich zu niedrig einzustufen ist und europaweit eine unrühmliche Rekordmarke für Billigpreise setzt.
(Quelle: Landvolk.net)