Richard Ebert
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Ferkel: Aktionsprogramm soll Ferkelerzeugern helfen

Bayern.de, Pocking, Lkr. Passau (10.02.12) – Landwirtschaftsminister Helmut Brunner hat ein Aktionsprogramm aufgelegt, um die bayerischen Ferkelerzeuger in der nach wie vor schwierigen wirtschaftlichen Situation zu unterstützen. „Wir haben ein Bündel von Maßnahmen in die Wege geleitet, damit die Betriebe die finanziellen und betrieblichen Herausforderungen bewältigen können“, sagte der Minister bei der Vorstellung des Programms im niederbayerischen Pocking. Laut Brunner hatten die Ferkelerzeuger lange Zeit mit niedrigen Ferkelpreisen zu kämpfen. Belastungen bringen zudem die hohen Futterkosten und die bis Jahresende umzusetzende Umstellung auf Gruppenhaltung, die bei vielen Betrieben zusätzliche Investitionen erforderlich macht. „Wir wollen den Ferkelerzeugern in dieser schwierigen Phase zur Seite stehen“, so der Minister. Ziel sei, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass auch künftig ein Großteil der für die Mast benötigten Ferkel in Bayern selbst erzeugt wird.

Um die Betriebe bei der Umstellung auf Gruppenhaltung und der erfolgreichen Weiterentwicklung zu unterstützen, wurde im Rahmen des Aktionsprogramms zusätzlich zur bestehenden Fachberatung eine „Schwerpunktberatung Sauenhaltung“ eingeführt. Zudem bietet die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft spezielle Fachtagungen und Lehrgänge an und führt praxisorientierte Versuche durch. Die Einzelbetriebliche Investitionsförderung stockt Brunner um zwei Millionen Euro auf, um die Ferkelerzeuger „bevorzugt, sicher und schnell fördern zu können.“. Und zur Absatzsicherung setzt der Minister auf die Nutzung des neuen Programms „Geprüfte Qualität – Bayern“ bei Schweinefleisch. Das GQ-Siegel garantiert dem Verbraucher, dass die Tiere in Bayern geboren und gemästet wurden.

Die Schweinehaltung hat große Bedeutung für die bayerische Landwirtschaft: In rund 7 100 Betrieben werden knapp 3,5 Millionen Schweine gehalten, davon rund 310 000 Zuchtsauen. 560 000 Tonnen Schweinefleisch werden jährlich im Freistaat erzeugt.

(Quelle: http://www.bayern.de/Pressemitteilungen-.1255.10367816/index.htm )

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Neue Höchstpreise für Bayerische Ferkel

Zwei Millionen Euro mehr Subventionen für die Ferkelerzeuger in Bayern: Was hat diese Maßnahme für einen Einfluss auf die Ferkelpreise des kommenden Jahres ?

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März Ferkel mit neuen Höchstkursen

Geschrieben von Richard Ebert am
Lukas
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@ Richard Ebert [#1]

Diese Maßnahme wird näschstes Jahr keine Auswirkung entfalten weil die Vorlaufzeit länger ist.

Saubauer
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@ Richard Ebert [#1]

2 Mio auf 310 000 ZS verteilt sind laut Adam Riese rund 7 Eur je Tier !
Es wird nur bei jemandem eine Rolle spielen der " schlechtes Betriebsergebniss mit gleichzeitig gutem Raiting" vorweisen kann.
Die Auswirkungen sind kleine Betriebe und Betriebe mit Generationswechsel steigen häufig aus.
Es bleibt nur die Frage ob die "größeren Betriebe" es sich leisten könne aufzustocken da ja bei den Umbaumaßnahmen für die neue Verordnung Stallplätze wegfallen!

Schönen Tag
der Frost lässt nach nur noch -10 Grad

papuawenzel
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@ Saubauer [#3]

Seh ich auch so. Das ist pure Verschwendung von Steuergeldern und macht nur Stimmung bei wenigen Landwirten aber nicht in der Bevölkerung. Weg damit.

Landjus
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@ papuawenzel [#4]

Nein, nein, da hat lediglich das System erkannt, daß das Fresschen für die lieben Wählerchen teurer werden könnte, wenn sich das Angebot weiter verknappen sollte.
Deswegen ein kleiner Anreiz für die dummen Bauern, doch schön weiter durchzuhalten.
Zu dumm nur, daß das Auspressen der Bauern zu lange gedauert hat, als daß die Maßnahme eine nennenswerte Wirkung entfalten könnte.

Richard Ebert
Mitglied seit
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@ [#4]

Das ist pure Verschwendung von Steuergeldern

Man kann auch sagen, dass in großen Teilen der deutschen Bevölkerung die Wut über die ständigen Subventionen in der Landwirtschaft wächst - vor allem bei einer schnell steigenden Staatsverschuldung.

Die Folge ist das, was wir derzeit in Griechenland sehen: Wütender Protest der Bevölkerung als Folge der Kürzung von Löhnen und Renten, Massenentlassungen im öffentlichen Dienst usw., zweistellige Erhöhung der Steuern.

Können Sie sich die 70 brennenden Gebäude in Athen aus der letzten Nacht in Berlin vorstellen ?

Schöne Grüsse, Richard Ebert

Muehlenbach
Mitglied seit
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@ Richard Ebert [#6]

Mir währen 200 brennende Gebäude noch lieber; denn ohne solche vollkommenen; realitätsfernen Möchte-gern-Gruppen sieht der Rest der Bevölkerung doch garnicht; was los ist.

Und die Medien zeigen doch immer nur die spektakulären Bilder; aber selten die Bilder; die die wachsende Erkenntnis zeigen; dass es so mit der (Vettern-)Wirtschaft und Politik nicht weitergehen kann.

Sollen die doch endlich die Subventionen abschaffen; das wünschen sich die Landwirte noch mehr wie der "Wutbürger".

Denn nur wir wissen; was wir dann machen brauchen und auch machen werden; genau das weiss die Politik auch; deswegen die "Gängelung".

Übrigens; in Deutschland sind die Lebensmittel im Jahre 2011 in den führenden Discountern um 2,7% gestiegen; in den Supermärkten dagegen nur um 1,8%.

Was sagt uns das: Geiz macht dumm.

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

papuawenzel
Mitglied seit
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@ Richard Ebert [#6]

Wenn wir über Subventionen bzw. Streichung aller Subventionen sprechen, kann nicht nur die Landwirtschaft damit gemeint sein. Es gibt unendlich viele Branchen/Unternehmen die aus irgendwelchen Töpfen Subventionen beziehen, direkt und versteckt.
Ist genau wie mit der Mehrwertsteuer. Warum wird das eine Produkt mit 7% und das andere mit 19% besteuert, obwohl beides z.B. Lebensmittel sind. Warum sind viele Dienstleistungen (u.a. Anwälte, Ärzte, Freiberufler wie Künstler ) davon befreit ? Hier hat die Politik genügend Ansätze, endlich einmal im Sinne aller Bürger tätig zu werden. Ich muss Mühlenbach
#7 zustimmen, unsere Poltik ist am Ende. Wenn hier bei uns so weiter gewuselt wird, gibt es hier ganz schnell eine große Anzahl "Wutbürger", und das zu Recht.
Schönen Tag allen.

Benno Baumann
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@ papuawenzel [#8]

ich kann euch nur zustimmen, Subventionen sind auch immer eine Wettbewerbsverzerrung, wie z.B. Biogas.
Nicht zu vergessen ist die PLH als Subvention für die Schlachtbetriebe, die aber meist als Subvention für die Schweinehalter verkauft wird.
Von mir aus alle Subventionen EU-weit streichen, aber auch EU-weit die gleichen gesetzl. Rahmenbedingungen und die gleiche Umsetzung.

Benno

D
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Subventionen sind ein Mittel der Politik, da die Politik über die Steuermittel verfügen kann (soweit sie nicht für den Schuldendienst und Personal und für sich selbst draufgehen).

Deshalb wird es immer Subventionen oder Zuschüsse geben. Ob für Film, Ldw. Industrie, Schlachthöfe usw. Zum Teil sind sie sinnvoll, um Anreize zu setzen, meistens verfestigen sie sich oder erzeugen Mitnahmeeffekte und sind aus meiner sicht gesamtwirtschaftlich schädlich. Ob die Subventionen sinnvoll sind, ist jedoch für die Poltik erstmal zweitrangig. Subventionen werden dort verteilt, wo sie als wichtig erscheinen, oder wo gute Kontakte zu den Entscheidern über die Mittel bestehen.

"Agrar"subventionen dienen nicht den Landwirten, sondern sorgen dafür, das die Produktion angekurbelt wird (Ackerprämien bzw. Beihilfen zum Stallbau). Damit immer genug zu essen da ist und damit es billig bleibt. Bauern sind zwar zum Teil die Geldempfänger (neben vor- u. nachgelagerter Industrie), Nutznießer sind aber die Verbraucher, die günstig einkaufen können, sofern sie nicht den "veredelten" Teil der Lebensmittel kaufen, sondern, Fleisch, Kartoffeln, Eier, Mehl usw.

Nebenbei: auch Wegebau, Deichbau, Tourismusförderung sind "Agrarsubventionen".

Also: es wird immer Subventionen geben, nur die Zwecke und Empfänger können sich ändern.

Landjus
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ papuawenzel [#8]

Anwälte sind von der MwSt befreit ?

Da irren Sie. Nr 7008 VV RVG, in voller Höhe zu erheben und folglich auch abzuführen.

papuawenzel
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Landjus [#11]

O.k., nehme ich zur Kenntnis.

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