Richard Ebert
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Ferkel: Erst ab rund 60 Euro werden Gewinne erzielt

Ferkelerzeuger nicht hängen lassen

Schweine.net (27.01.11) - Die Ferkelerzeuger leiden mindestens so deutlich unter dem Preisverfall wie die Schweinemäster. Auch bei den deutschen Ferkelerzeugern ist dringend ein deutlicher Preisanstieg nötig. Denn, wie die folgende Berechnung zeigt, machen die Ferkelerzeuger je Ferkel zwischen 16 und 23 Euro Verlust, je nachdem wie viele abgesetzte Ferkel pro Sau und Jahr angesetzt werden.

Würde man als Beispielbetrieb Ferkelerzeuger A einen Familienbetrieb mit 450 Sauen und 12 abgesetzten Ferkeln pro Sau und Durchgang nehmen, so ergibt sich ein Verlust innerhalb von drei Wochen von knapp 13.000 Euro. Bei Ferkelerzeuger B mit ebenfalls 450 Sauen setzt weniger Ferkel ab, so dass sich hier der Verlust schnell auf 18.000 Euro innerhalb von drei Wochen erhöht.

Der Ferkelerzeuger B mit einer geringeren Anzahl abgesetzter Ferkel muss pro Ferkel mehr erzielen, um am Ende dasselbe Ergebnis zu bekommen, wie der Ferkelerzeuger A, der mehr Ferkel absetzt und so die Kosten auf mehr Tiere verteilt.

Bei dem aktuell hohen Futterpreisniveau und den geringen Verkaufserlösen von 30,50 Euro/Ferkel sind Ferkelpreise von 55 Euro bzw. 61 Euro nötig, damit die gesamten Kosten (fixe und variable Kosten) gedeckt werden können.

Die fixen Kosten betragen je nach Anzahl der abgesetzten Ferkel pro Sau und Jahr zwischen 8 und 10 Euro/Ferkel. Somit wäre um wenigstens Schadensbegrenzung zu erzielen ein Preis von 47 bis 51 Euro/Ferkel wünschenswert, damit die variablen Kosten gedeckt werden können.

Aber auch ein Ferkelpreis von 47 bzw. 51 Euro wird bei dem aktuellen Preisniveau (30,50 Euro/Ferkel) auch mit Aufschlägen noch lange nicht erzielt.

Der Appell der ISN lautet: Lasst die Ferkelerzeuger nicht hängen, denn auch sie brauchen ein ausreichendes Einkommen, um auch in Zukunft noch produzieren zu können.

Daher fordert die ISN einen deutlichen Preisanstieg für die Ferkelerzeuger.

Und damit die Mäster diesen Preisanstieg bezahlen können, ist ein kräftiges Plus beim Schweinepreis dringend erforderlich.

Für eine aktuelle Wirtschaftlichkeitsberechnung für Ferkelerzeuger klicken Sie bitte auf den folgenden Link.

(Quelle: http://www.schweine.net/ferkelerzeuger_nicht_haengen_lassen.html)

Bild entfernt.

Zwei Ferkelpreis Prognosen: Die rote Linie zeigt den Verlauf der Kassapreise in den kommenden 12 Monaten, wird jedoch in den kommenden zwei Wochen deutlich nach oben angehoben. Die blauen horizontalen Pfeile zeigen die Settlementpreise der Eurex, d.h. den aktuellen Stand der Terminkurse. Die geforderten rund 60 Euro sind weit und breit nicht erkennbar.

Geschrieben von Richard Ebert am
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