Ferkel: Geringer saisonaler Einfluss auf die Preise
Geringer saisonaler Einfluss auf Ferkelpreise erwartet
LEL, Schwäbisch Gmünd (30.11.12) - Nach dem Preistief von 41,40 € in KW 31 konnte sich die Ferkelnotierung im Gefolge der steigenden Schweinepreise bis Ende August erholen.
Bis Mitte Oktober wurden in kleinen Schritten 52,40 € erreicht. Dieses Niveau reichte allerdings nicht aus, um bei den hohen Futterpreisen für die Ferkelerzeuger eine Vollkostendeckung zu erzielen.
Nachdem die Schweinepreise unter Druck kamen, zeigte auch der Ferkelmarkt zeitweise Schwächen. Bei einer ruhigen bis mittleren Nachfrage und einem eher durchschnittlichen Angebot gab es Ende Oktober Phasen mit Überständen und Preiszugeständnissen. Erst mit dem Anfang November saisonal abnehmenden Angebot und der kühleren Witterung hat sich der Markt entspannt und die Notierung konnte sich auf zuletzt 53,90 € befestigen. Mit dem massiven Druck am Schlachtschweinemarkt sind bei Ferkeln derzeit weiteren saisonüblichen Preiserwartungen enge Grenzen gesetzt.
Aus Dänemark wurden im aktuellen Jahr bis September rund 3,8 Mio. Ferkel importiert. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Rückgang von 11,2 %. Mehr Ferkel wurden dagegen aus den Niederlanden nach Deutschland eingeführt, bis KW 46 belief sich die Menge auf 3,6 Mio. Ferkel (+7,5 %).
(Quelle: LEL Schwäbisch Gmünd)
Die Ferkelpreise im Ländle lagen in den letzten 12 Monaten um jeweils 20 bis 80 % über denen des Vorjahres - dennoch wurde ein Vollkostendeckung nicht erreicht