breader
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Ferkel: Wann ziehen die Ferkelpreise nach oben ?

Wenn die Preise für Schlachtschweine weiter anziehen (vermutlich + 7 Cent) und die Ferkel nur um 0,50 Cent ist das schlichtweg ein schlechter Witz für die Ferkelerzeuger, zumal die Nachfrage durchaus als rege zu bezeichnen ist.

Geschrieben von breader am
paul
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Hallo Breader,
Einfach auf der Realkursseite hier die Prognosegrafik anklicken. Nachschauen wie die Ferkel und Mastschweine derzeit bewertet werden, anschauen wie die Prognosen sind, jahreszeitlich einordnen und schon relativiert sich deine Wunschvorstellung. Mir werden derzeit reichlich Ferkel angeboten.

Gruß Paul

Bagira
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Paul
Na Na, was sind das denn für böse Wunschvorstellungsworte gegenüber den Kollegen? Seit doch mal so fair und gebt den Kollegen was ab vom Kuchen...

Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Würden wir ja gerne; Bagira; aber nachdem ihr schon die Sahne und den Belag abnehmt; bleibt für uns eh nur der trockene Boden; für den "Rest" dann nur noch die Krümel...

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

BestPiglets
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Es werden Zeiten kommen, da sucht sich der Ferkelerzeuger aus, wer Ferkel bekommt!
vielleicht nur (zu)kurz, aber es wird so kommen.
Und dann erinnert man sich, wer gerne mal den Stall leer stehen lässt um den Preis zu drücken.

.... muss noch raus- Stall abschließen!!!

Bagira
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@Meuhlenbach

Oh sorry, hatte ja ganz vergessen das wir die abzocker sind...
Bin nur mal gespannt wie das wird wenn dann wirklich mal die ganzen Subventionen für alle weg fallen! Wie siehst Du das, würde mich echt interessieren!!!

Lukas
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Bagira [#6]

Das wäre eine Erlösung wenn die Subventionen wegfallen!!!!!!!

Gruß
Lukas

Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Bagira; welche Subventionen?
Wenn dann alle wegfallen; sei es in irgendeiner Art; dann sofort und ohne Unterlass.
Euch schadet das genauso.
Die "Subventionen" die ein kürzlich übernommener Schlachtbetrieb für sein Kühlhaus bekommen hat; die waren höher wie die Flächensubventionen für den halben Landkreis und damit von 1000 Landwirten...
Aber eure Kollegen sind ja fleissig dabei; eine neue "Subventionierung" wieder einzuführen; indem wir mit unserem Geld eure Aufgaben des "neue Märkte erschliessens und Verkaufens" finanzieren...
Nur es werden in der Landwirtschaft die Subventionen niemals wegfallen; Europaweit sind an der Ausarbeitung; Kontrolle; Kontrolle der Kontrollen; Kontrolle der Kontrollen der Kontrollen schon über 40000! Arbeitsplätze gebunden; ein Wahnsinn.
Und 2013 geht das ganze weiter; neue Verordnungen; neue Massnahmen; neue Antragsverfahren.
Dann werden nochmals 10000 Leute gebraucht; um den Landwirten die neuen Verfahrensmuster zu erläutern; während schon im Hintergrund die Überarbeitungen für die Halbzeitsbewertung 2018 laufen...

Das ist ein "Wirtschaftszweig " für sich...
Jedes Jahr dasselbe "Theater"; Flächenabweichungen; Streit um Katastermessungen; Satellitenabschattungen; feilschen um 1% der Fläche; wahrscheinlich wird die ganze EU schon dieses Jahr wieder neu vermessen; weil ja Japan nach dem Beben um 2 meter geschrumpft ist; vielleicht sind durch die kontinentale Plattenverschiebung die EU ja auch um einen halben Meter geschrumpft; das würde ja 500000 Euro zuviel gezahlte Prämie bedeuten; da "lohnt" sich der Auftrag der neuen Vermessung für 20000000 Euro ja schon....
So ist das im Tollhaus.

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

breader
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ paul [#2]

wenn sich die Prognosegrafik von den paar gehandelten Kontrakten ableitet, ist sie doch sehr unsicher.
Meine Vorstellungen bezüglich einer ansteigenden Ferkelnotierung ist eher von Realismus als von Wunschgedanken getragen. Der Knick am Jahresanfang wäre ohne Dioxin ins Gegenteil gelaufen. Ok, das Problem hatten und haben wir ja alle. Dennoch sollte der Ferkelpreis dem Schlachtschweinepreis zügig angepasst werden. Der Bummerang ist nämlich schon am losfliegen.

Ottonrw
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Hallo

Ich weis garnicht was die Ferkelerzeuger haben. Sie haben natürlich auch höhere Futterkosten steht aber nicht so im Verhältnis wie bei den Mästern. Der Preis von 1,58 E ist ja nicht schlecht, in normalen Jahren, aber in diesem Jahr, und bei den Aussichten wegen des Futterpreisen die sich mittlerweile bei etwa 30,00 Euro je /dt incl MWST. befinden bezweifel ich das man wenn der Preis nicht rasant weiter steigt überhaupt Geld verdient.

Zurzeit werden die Billigferkel wegen der Dioxinkrise verkauft und es bleibt natürlich was über, aber die jetzt einzustallenden Ferkel die bei 30 kg um die 75 - 80 Euro kosten bei dem Futterpreis wie soll man da noch Gewinn machen ? Ich finde das die Ferkel im Moment schon wieder so teuer sind das die Ferkelerzeuger sich nicht beschweren können. Ich hoffe für die Ferkelerzeuger das es immer noch genug Mäster gibt die in der Lage sind die Ferkel zu bezahlen !

Lukas
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Ottonrw [#10]

Hallo,

wenn Du 75 - 80 € zahlst dann hat der Händler ja eine Spanne von mindestens 10 €. Da würde ich mal den Händler wechseln. Denn der zieht Dich über den Tisch.

Gruß
Lukas

breader
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Ottonrw [#10]

viele Mäster geben gerne bei der Darstellung ihrer leidvollen Situation den Ferkeleinkauf mit MwSt und den Schweinepreis ohne MwSt an. Zudem liegt der Ferkelpreis (25 kg) lt. deinen Angaben (75-80 € /30 kg) bei ca. 65,- bis 70,- €. Bei einer offiziellen Nord-West Notierung von 49,- € ist diese Rechnung doch sehr wunderlich.

Das du findest das Ferkel wieder so teuer sind, dass sich die Ferkelerzeuger nicht beschweren können ist ja dennoch aus deiner Sicht nachvollziehbar. Aus Sicht der Ferkelerzeuger sieht es natürlich anders aus. Neben den hohen Futterkosten fehlen die Einnahmen des ansonsten hohen Ferkelpreis im Frühjahr. Das läst sich im Jahresverlauf auch nicht mehr aufholen

Ottonrw
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Hallo

Sorry aber ich habe mich leider vertan. Der Abrechnungspreis bei mir liegt bei der REG für 30 kg diese Woche bei 57,00 Euro ohne Mwst. Mit Qualitätszuschlag Myko + Circo + Rechnungstellung und Mwst. ist man aber doch bei 69 Euro je Ferkel plus Transport.

Die 49 ist ja nur Basis und ich möchte mal gerne wissen was für Spitzenferkel bezahlt wird.

Gruss Otto

picprofi
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Otto
gute Dänen ab 10 € über Notierung

mfg

Richard Ebert
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Hier der Vergleich der kommenden Terminkurse für Ferkel (blau) mit den statistischen Kassapreisen des Eurex Ferkel Index, dem durchschnittlichen Preisverlauf der letzten 10 Jahre entsprechend:

Bild entfernt.

paul
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ breader [#9]

Hallo breader, ich zitiere Dich jetzt aus #9 :" Dennoch sollte der Ferkelpreis dem Schlachtschweinepreis zügig angepasst werden."

Du siehst wir Erzeuger sitzen alle in einem Boot, es verlangt heute kein Mäster eine Anpassung des Ferkelpreises von -7 €.

Das ist der Unterschied zu unseren Marktschreiern auf der Abnehmerseite. Sie holen sich einfach eine Preisanpassung .

Sie nutzen eiskalt ihre Druckmittel und interessieren sich nicht dafür ob Mäster oder Ferkelerzeuger vor die Hunde gehen.

Gruß Paul

BIGPIG
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Paul

und doch werden die Ferkelpreise angepasst!!!!!.

mfg

Bigpig

paul
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ BIGPIG [#17]

Typisch, und Bagira und co. lachen sich kaputt.

Gruß Paul

papuawenzel
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ BIGPIG [#17]

Bist auch nicht besser als die "Roten". Die Ferkelerzeuger sind Deine Lieferanten; aber es noch schlechter als die Mäster oder ?
Das die Preise etwas angepasst werden wird so sein, aber danch schreien solltest Du nicht. Die Ferkelerzeuger sind die ersten die aufhören und Du bekommst keine Ferkel.

Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Ferkel wird es immer geben; für welchen Preis ist eine andere Frage.
Ich hab in meiner ganzen Laufbahn nur einmal keine Ferkel bekommen; auch für alles Geld der Welt nicht: 1993 zu Pestzeiten in Süd-Oldenburg.

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

Pigeldy
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Muehlenbach [#20]

Du findest das also ok, wenn jetzt die Mäster den Preisdruck voll an das letzte Glied der Kette durchreichen? Weil Ferkel gibt es ja immer...
Dann bist du auch nicht besser als die roten, denen du ja nach eigenen Worten keinen Meter über den Weg traust. Denn Schweine gibt es ja immer, fragt sich nur zu welchem Preis...
Wenn schon die Landwirte nicht mal mehr in einem Boot sitzen, haben unsere Abnehmer genau das erreicht, was sie wollen. Als Einzelkämpfer steht glaube ich jeder von uns zumindest mittelfristig auf verlorenem Posten. Vielleicht dauert es ja noch 10 oder 15 Jahre, aber dann wirst auch du von irgendwem geschluckt, wenn wir tatsächlich so eine Politik verfolgen wollen.

Nur gemeinsam sind wir stark, denn allein kann keiner von uns den roten oder gar dem LEH auf Augenhöhe begegnen. Diesen Kampf können wir nur verlieren, wenn wir uns auch noch gegenseitig in die Pfanne hauen. Dann sind nämlich irgendwann alle Bauern nur noch Knechte auf dem eigenen Hof.
Mag sein, dass mich hier einige für naiv halten mögen, weil sie glauben, dass es ohnehin so kommt oder schon so ist. Dann gehe ich jedenfalls morgens um 8 ins Büro, mach um halb 4 Feierabend und fahr jedes Jahr drei Wochen in Urlaub, anstatt 60 Stunden die Woche für andere Leute zu malochen. Das ist nicht mein Bild von Landwirtschaft. Und wo das ganze endet, sieht man z.B. in Dänemark. Nein, danke.

Gruß Pigeldy

fritz44
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@Pigeldy
Schon mal darüber nachgedacht,wir sitzen alle in einen Boot und es geht unter.Weil wir uns zu tote gemalocht haben.Die rote Seite will weniger und billigere Schweine,also brauchen wir doch auch weniger und billigere Ferkel.Warum also die Aufregung.
Wenn jeder die Hälfte machen würde,wäre unsere Ware kostbar ,aber da steht uns die Gier im Wege.Aber nur schuften bis zum umfallen.

Schau dir die Frucht heuer an,es wird sehr viel weniger geben.
Wintergerste wird jeden Tag kostbarer.
Mach weniger Ferkel dann werden sie auch kostbarer.

Gruß Fritz

Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Auch wenn ich irgendwann vor die Hunde gehe; dann währe mir das auch egal.
Bis dahin mach ich aber das; was ich für richtig halte.
In dem ganzen Fleischgeschäft gibt es null; ich wiederhole; null zusammenarbeit.
Jeder denkt an sich und versucht den anderen übers Ohr zu hauen.
Nur wenn es ans eigene Geld geht; und man einen gemeinsamen Feind hat; dann kann man sich zusammenraffen ( wie gestern).
Zudem werden wir "verarscht" bis zum Abwinken.Ich habe in den vergangenen Tagen massiv gegen diese elende "Branchenkommunikation Fleisch" protestiert; weil ich das wiederum für eine gewaltige Abzocke der kleinen Lieferanten halte.
Warum sollen wir für die "Unfähigkeit " unserer Abnehmer noch bezahlen?
Als die CMA für verfassungswiedrig erklärt wurde; habe ich das für sehr gut gehalte; und wurde von allen Seiten angegriffen.
Heute stellt sich raus; dass die Vermarktung brummt; und wir jedes Jahr Zuwächse ohne Ende haben auch in neue Märkte; die heute von unseren Regierungsvertretern erschlossen werden.
Glaubt ihr wirklich; dass wir mit einer CMA auch nur einen ct mehr bekommen hätten?
Und genauso wird es mit der "neuen Abgabe" werden; die definitiv wohl über das QS System laufen wird; denn dafür haben wir zuviel Bäuerliche Vertreter in den Aufsichtsgremien sitzen; die auch wiederum nur an ihre eigene Tasche denken.
Wenn ich dann so ein Statement von einem Geschäftsführer einer EZG aus dem Süd-Oldenburger Münsterland sehe; der ein "glühender Verfechter" dieser Abgabe ist;aber gleichzeitig grosszügig eingeladen wird von unserer Abnehmerseite; dann wird mir schlecht.
Nochmals zu den Ferkeln; warum wird es denn nicht eine Zwangsabgabe zur Förderung der Deutschen Zuchtsau geben; jetzt wo doch die Verbände alle fusionieren weil die nachfrage so gering ist?
Schonmal drüber nachgedacht; dass jeder Schlachtbetrieb je verkauftem Schwein 50ct an den Verein zur "Stützung der Deutschen Sauenhalter" zahlen darf?

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

Pigeldy
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ fritz44 [#22]

@ Muehlenbach [#23]

Also erst mal "mache" ich keine Ferkel, das übernimmt der Eber ;-)
Zweitens habe ich keine Sauen, sondern nur Mastschweine.

Mühlenbach, ich weiß, dass ich mich damit mal wieder unbeliebt mache, aber nun sag mir doch mal, was du denn am Preisniveau auszusetzen hast. Nach deine Worten hast du doch im Januar in der Dioxinkrise Ferkel für 30€ frei Stall bezogen. 75 € Futter obendrauf, großzügig 10€ für Tierarzt, Energie und sonstige Direktkosten obendrauf macht 115 € variable Kosten. Macht bei einem Erlös von 1,62€ bis Freitag und 1,54€ aktuell bei 95 kg SG und 0,98 IXP/kg 151€ netto/ 166€ brutto bzw. 143€ netto/ 158€ brutto immerhin noch einen Deckungsbeitrag von 51 bzw. 43€ pro Schwein (ganz zu schweigen von deinen Aufschlägen bei der Vermarktung)

Also ich habe meine Ferkel im Januar nicht für 30€ bekommen, und trotzdem war bei diesem Durchgang Geld übrig.

Fritz, warst du nicht einer von denen, die im Januar alle für verrückt erklärt haben, die damals sofort wieder eingestallt haben? Also ich habe den Stall nicht leer stehen lassen und habe das nicht bereut. So habe ich den Verlust des Durchgangs vorher immerhin fast wieder ausgeglichen.

Ich kann nur immer wieder wiederholen, ich gebe auch nicht so ganz viel drauf, was die roten uns so erzählen. Die argumentieren aber genauso von ihrem Standpunkt aus wie du und ich.

Wenn die Schlachter es so machen würden wie einige Mäster, nämlich den Stall wochenlang leerstehen lassen, dann würden wir mal eben wochenlang keine Schweine mehr los, weil die Schlachthöfe einfach die Tür zuschließen. Wie groß wäre dann der Schaden und wer bezahlt ihn?? Das geht dann eben nur über Preisanpassungen.

Was wir also brauchen in Kontinuität, also Abnehmer und Lieferanten, die uns unsere Ware auch dann abnehmen bzw. liefern, wenn der Markt mal nicht so läuft. Zu welchem Preis ist eine andere Frage.

Ich habe wirklich das Gefühl, bei ihren betriebswirtschaftlichen und Markt- Betrachtungen denken manche nur von 12 bis Mittag. Dass die Produktion eines Schlachtschweines mindestens ein Dreivierteljahr in Anspruch nimmt, vergessen anscheinend mittlerweile sogar manche Landwirte, die es eigentlich besser wissen sollten.

Das hat übrigens nichts damit zu tun, dass dieser ganze Branchenkommunikations-Sch.... wohl wirklich ein Fall für die Mülltonne ist.

Ich dachte immer Landwirte denken aufgrund ihrer Produktionsfakoren und -strukturen in wesentlich längeren Zeiträumen als die übrige Wirtschaft. Wer nur nach dem schnellen Euro schielt sollte sich einen anderen Beruf suchen.
Was zählt ist der Schnitt der Jahre. Wenn mal ein, zwei Jahre kein Geld verdient wird, ist das zwar ärgerlich und unter Umständen auch gefährlich, aber soll ich sofort aus der Mast aussteigen, wenn ich im Sommer feststelle, dass ich in diesem Jahr Geld platt gemacht habe? Komischerweise kommen dann Leute wie ihr um die Ecke, um meine Ställe zu pachten. Wie erklärt ihr euch das?

Der Erzeugerring Westfalen rechnet im Übrigen mit einem DB über alle angeschlossenen Betriebe (Durchschnitt) von etwa 20€ für das laufende Wirtschaftsjahr. Das sind 5€ unter dem mehrjährigen Schnitt bzw. 13€ je Platz.

Sicher sind die Zeiten nicht rosig im Augenblick, aber diese Schwarzmalerei und Panikmache hier kann ich auch nicht leiden.

Gruß Pigeldy

schweineexperte
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Hallo, Hallo,
die Schule wohl mit aiebzehn in der dritten Klasse verlassen. Bauern können nicht rechnen! Was soll überhaupt die Berechnung von DKFL? Vollkosten sind auf der roten Seite gefragt! Der Einzelhandel beschäftig suber ausbebildete BWLer. ALDI gehört zu den reichsten Familen der Welt!!! Die können rechnen!!! Das bäuerliche Rechnen ist beschämend! Mit UST - ohne UST, sonstige Kosten - dicker Daumen, kommt nicht so genau darauf an!! Oma, Tante, Onkel, Kinder und sonstige kosten als Arbeitskräfte eine gute Mahlzeit, Trecker haben wir selbst, Gerste kommt vom Feld, alles wird gut!!! Schwarzgeld für den Polen brauchen wir ja auch nicht zu kalkulieren, der schreibt ja keine Rechnung!!!

fritz44
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@Pigeldy

Schwarzmalerei zu betreiben liegt mir fern.
Na Januar/Februar Ferkel waren bis Jetzt noch nicht der erhoffte Gewinnbringer.(Sonderangebot Ferkel ausgenommen)
Habe im Januar Schweine Terminkontakte gekauft,Fälligkeit Februar bis
April für 1,28 bis 1,44€.Man muss ja nicht nur schuften.
Zur Zeit verkaufe ich meine Ferkel und stalle fast keine auf.
Unter 20€ wird man kein Futtergetreide mehr bekommen.
Es wird zwar immer wieder Rechenkünstler geben,die riesige Gewinne
errechnen,aber die wollen auch ihre Daseinsberechtigung haben.Zur Freude
der Schlachter.
Ich richte mich immer nach den aktuellen Rahmenbedingungen, und richte
mein handeln danach aus.
Futterkosten steigend
Ferkel gleichbleibend
Terminkontrakt Schweine im Sommer 1,30€ werden geboten.Da kommt Freude auf.

Gruß Fritz

Pigeldy
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ fritz44 [#26]

ich bin kein Rechenkünstler, und vielleicht mache ich das ja auch wirklich falsch. Habe letztes Jahr in der Ernte reichlich Getreide auf Kontrakt gekauft, von dem ich immer noch zehre. Und zusätzlich viel CCM in den Haufen gefahren. Mir bleibt also auch nicht viel anderes übrig als wieder einzustallen. Ich weiß auch, was Fertigfutter kostet, und das zum Tagespreis, das tut wirklich weh.
Fairerweise würde ich aber auch sagen, dass viele gerade größere Betriebe doch recht viel auf Kontrakt vorgekauft haben, als das Getreide noch günstig(er) war als die letzten Monate. Zumindest höre ich das hier so.
Ich habe aber auch das Glück, im Vergleich zu einigen Berufskollegen relativ flächenstark zu sein, muss im Moment nur Eiweißfutter kaufen. Im Südoldenburger Raum sieht das womöglich etwas anders aus.

Trotzdem halte ich nichts davon, die Ställe lange leer stehen zu lassen. Wir haben uns auf eine Ferkelherkunft eingeschossen, und die möchte ich gerne auch mittelfristig in gleichbleibender Qualität und Menge weiter zur Verfügung haben. Das erreiche ich nicht, indem ich den Sauenhalter künstlich unter Druck setze.

Gruß Pigeldy
(wartet noch auf Brontos Kommentar á la "Gratulation, endlich sagt mal einer den dummen, gierigen und undankbaren Bauern die Wahrheit" ;-))

mog
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Na Klasse Pigeldy,

mit den billigen Januarferkeln einen DB von 50 € erzielt.
Achso - wie war den dein DB der im Januar bei 1,12 Basispreis ausgestallten Mastschweine? - aber bei Gerste für 7,- €,
Sojakontrakt für 22,-€, dem Stallneubau für 250,-€ und dem Opa im Stall bestimmt im dunkelgrünen Bereich.
Ach übrigens, die Schweinepreissenkung war viel zu gering, weiß garnicht wie ich die Steuerlast der auflaufenden Gewinne des WJ bezahlen soll.

Gruß Mog

Glücksritter
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@pigeldy

Und von welchem Geld soll Mühlenbach heute das Ferkel mit einem Einstandspreis von ca. 65,-€ bezahlen? Deine DB Rechnung gaukelt doch nur theoretisch einen Gewinn vor, der sich zumindest auf Mühlenbachs Konto nicht wiederfinden läßt.

Gruß Glücksritter

Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Naja; das Konto mehr sich schon; zwar in die verkehrte Richtung; aber es mehrt sich...
Stall leer stehen lassen ist eine noch schlechtere Lösung für die Sauenhalter; die Ferkel werden immer schwerer; die Kosten immer höher; die Flatdecks reichen nicht; und zu guter letzt kommen da noch so kluge Mäster und reklamieren wegen angebissene Ohren;viel zu schwere Ferkel; und zahlen über 35 kg nichts mehr; obwohl die über 40 kg liegen.
Dann doch lieber sofort "Haue bekommen"( Preislich gesehen; v.a. die Aufgelder bezogen) und weg damit.

Was mir tierisch auf die Nerven geht ist die Scheinheiligkeit unserer Abnehmer.
Die Gründe denke ich hat jeder verstanden.
Über die Preissituation in der vergngenen Woche kann man aus zweierlei Augen sehen; "Positiv" war der Ansatz; das tatsächlich weniger Tiere geschlachtet wurden; und auch zu heute und morgen die Mengen nicht angefordert werden; die angefordert werden könnten.
Allerdings baut sich auch nichts auf; was für die Situation auf dem Lebendmarkt spricht.

Aber wie ich sagte; das Jahr wird spannend; und ich hab am Anfang des Jahres gesagt; egal wie der Preis wird; das Jahr ist gelaufen; und dazu stehe ich heute auch noch.Das der Getreidepreis hoch bleibt; wird für uns Schweineleute mittelfristig das beste sein; was uns passieren kann.
Wiso; das müsst ihr schon ein klein wenig selber rausfinden ( zumindest "gut" für die; die übrigbleiben).

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

Pigeldy
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ mog [#28]

du schlaumeier willst mich mit Gewalt mißverstehen. Zu deiner Info: Ich habe vor Weihnachten einen Großteil Schweine verkauft, zwischen den Feiertagen eingestallt und dann erst wieder ab KW 6 angefangen zu verkaufen. Die Dioxinkrise ist mehr oder weniger schadlos an mir vorübergegangen, bis auf ein paar Reste, die ich im Januar noch weggetan habe.

Ich will hier nichts schönreden, sondern mich ein wenig von denen abgrenzen, die ALLES schlechtreden, die auch in einigermaßen erträglichen Zeiten alles schlechtmachen. Was erwartet ihr, etwa Wunderdinge?? Dass die Schlachter aus purem Mitleid 15€ mehr bezahlen fürs Schwein? Wir Mäster sind doch für die Strukturen auf der Abnehmerseite mitverantwortlich, indem wir Ställe gebaut haben wie die Bekloppten.

@ schweineexperte [#25]

Du kennst deine Vollkosten, ich kenne meine. Und in dem Beispiel war alles brutto. Mühlenbach hat damals von 30€ frei Stall gesprochen.

Futter: durchscnittlich 26€/dt * FVV 1/2,7 = 70,20€ * 1,07 = 75,11€/ Schwein. Liegt das komplett daneben? Dann eben 5€ mehr. Hast du 90€ Futterkosten? Dann solltest du dich mal im Stall umsehen, anstatt hier rumzumotzen.

1,80€ sind mit Sicherheit besser als 1,54€, aber was passiert denn, wenn wieder richtig Geld verdient würde? Wird mal eben der nächste 2000er Stall beantragt. Und in 2 Jahren haben wir die gleiche Situation wieder, nur dann nochmal in verschärfter Form. Hat es nicht immer schon Marktbereinigungen gegeben? Jetzt isses mal wieder so weit.
Nur dass es diesmal besonders den Betrieben wehtut, die fast nur mit Fremdkapital gewerbliche Riesenställe mit Fertigfutterzukauf und Gülleentsorgung über die Güllebörse auf die grüne Wiese geknallt haben, weil sie meinten, der Boom geht immer so weiter. Das meine ich mit von 12 bis Mittag denken.

Beispiele gibts genug, dass der 800er Stall landwirtschaftlich betrieben genauso viel Geld abwirft wie der 2000er gewerblich. Aber einige kriegen den Hals halt nicht voll und wundern sich, dass es den Bach runtergeht wenn es mal nicht so läuft. Damit habe ich kein Mitleid.

Gruß Pigeldy

Rückrufservice
Beschreiben Sie bitte Ihr Anliegen, damit wir uns auf den Rückruf vorbereiten können.
Ja, ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen und willige ein, dass die von mir angegebenen Daten inklusive der Kontaktdaten zwecks Bearbeitung der Anfrage und für den Fall von Anschlussfragen elektronisch erhoben und gespeichert werden. Meine Daten werden dabei nur streng zweckgebunden zur Bearbeitung meiner Anfrage genutzt und nicht ohne Einwilligung weitergegeben. Diese Einwilligung kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden.

Register now

Jetzt registrieren und ZMP Live+ 14 Tage kostenlos testen!
  • Dauerhaft kostenfrei
  • Keine Zahlungsinformationen erforderlich
Hilfe?

Sie haben Fragen zu ZMP Live? Unser Team steht gerne hilfsbereit zu Ihrer Verfügung. Senden Sie uns gerne eine Nachricht:

Es gilt unsere Datenschutzerklärung