Saubauer
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Ferkel: Wie ist das mit den teuren Ferkeln und den Zuschlägen ?

Es geht wacker auf den Grillstart zu !

Wir haben in den Monaten Mai und Juni einige größere Feste.

Hoffentlich stabilisieren sich endlich die Schlachtschweinepreise in Richtung 1,55 Eur!

Bei den immer noch "teuren" Ferkeln ist doch nichts zu verdienen.

Wann geht es endlich aufwärts oder müssen noch mehr Leute Biogas bauen?

MfG
Saubauer

Geschrieben von Saubauer am
Kaack-Terminhandel
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Schweine: Angebot ausreichend

Das Schweineangebot reicht auch zur Monatsmitte voll aus, um den Bedarf zu decken.

Zusätzliche Impulse sind auf der Nachfragseite noch nicht zu erkennen, weil sich der Beginn der Grillsaison verzögert.

Deshalb ist aus heutiger Sicht wiederum nur eine unveränderte Notierung für das kommende Wochenende absehbar.

Die Tendenz am Ferkelmarkt ist weiter behauptet.

PorkyPig
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Was ist denn mit der Ware, die schon seit Wochen im Froster lagert? Wurde die schon auf den Markt geschmissen, wohl kaum zu 1,32€ !

Wie lange geht das mit dem MHD noch gut? Geplant wäre sicher eine Auslagerung um die 1,45€.

MfG

Saubauer
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

C.T. Worauf du dich verlassen kannst!!
Die Erzeuger können noch in den nächsten Monaten mit 1,40-1,45 Eur in diesem Jahr rechnen! ( laut Bericht in Top Agrar)
Der Mann hat hellseherische Fähigkeiten da er ja schon 2010 noch zusätzlich 1,8 Mio Schweine mehr schlachten will!?
Schlachten dann die anderen 1,8 Mio Tiere weniger ?
Klassifiziert er bessser ? Bezahlt er schneller oder mehr?

Für den Erzeuger ist 1,40 Eur zum leben zu wenig und zum sterben zuviel!

MfG
Saubauer

Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Wo ist das Problem; Saubauer2 ?

Noch vor einigen Wochen mussten besonders meine wenigkeit sowie Kollege Paul sich belehren lassen; dass wir mit 1,35 Euro zur WM gut leben würden können; von der eigenen Berufsseite.

Auf solche Äusserungen wird man von Abnehmerseite auch angesprochen. Es lesen wohl mehr mit als uns lieb ist.

Also reichen uns 1,35 Euro.

Wenn sie dir nicht reichen; musst du halt auch ausscheiden.

Es wird gegen Ende diesen Jahres massive Verwerfungen geben; vor allen Dingen werden aller Voraussicht nach Ferkel mit Gold aufgewogen; weil v.a. in DK ein Drittel der Sauenhalter schon Illiquide sind.

Deshalb sind die Ferkeleinstallkosten auch z.Zt. nicht gesunken.

Was die Biogasgeschichte angeht; dann mach mal schnell hin. Hier im Kreis gibt es Bestrebungen; das ganze klar zu begrenzen. Mittlerweile ist auch wohl einigen Abgeordneten das vermeintlich sichere Pachtland entzogen worden.

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

Richard Ebert
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Saubauer2 [#1]

Bei den immer noch "teuren" Ferkeln ist doch nichts zu verdienen.

So teuer sind die Ferkelpreise. Das Verhältnis der in den kommenden 12 Monaten erwarteten Schweinepreise (1,39 Euro) zu denen der erwarteten Ferkelpreise (42 Euro) liegt mit einem Verhältnis von 3,25 verhältnismäßig hoch.

Dieser Wert wurde in den letzten 7 Jahren nur in 2004 und 2007 erreicht. Statistisch gesehen ist der Ferkelpreis somit eher als "preisgünstig" anzusehen, zumindest was die Erwartung der kommenden 12 Monate betrifft.

Hier die entsprechende Grafik, die ich heute erstmalig zeige:

Bild entfernt.

Schöne Grüsse, Richard Ebert

paul
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Herr Ebert,

kein Schlachtunternehmen kümmert sich darum ob beim Einkauf/Verkauf das "Ratio-verhältnis" stimmt. Dieser Messwert interessiert nut beim Vergleich innerhalb der Landwirtschaft.

Entscheidend ist die Spanne zwischen Einkauf und Verkauf, die Summe die für alle übrigen Kosten übrig bleibt, und die ist nun mal nicht gerade günstig.

Von dieser Spanne kann man sofort 10-16 € abziehen . Ferkelnotierung - echter Ferkelpreis im Stall; Schweinenotierung - echter Ertrag in € .

Ratio-verhältnisse sind Neidspielereien.

Mommentan gehen knapp 50% des Ertrages allein für Ferkelkosten raus.

Gruß Paul
Bild entfernt.

Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Herr Ebert; Sie gehen in ein Autohaus und wollen sich einen sagen wir mal vernünftigen Deutschen Wagen neu zulegen. Der Händler hat Ihnen gesagt; dass Sie für ihren alten gut erhaltenen Wagen sagen wir mal 20000 Euro bekommen können. Der neue steht auch auf dem Hof; es steht dort "Ab 30000 Euro" dran. Schön sagen Sie; dass sind ja nur 10000 Euro Zuzahlung.

Aber Alufelgen; Metalliclack; Klimaautomatik; Automatikgetriebe; Parktronic und ein bisschen mehr wie Ihr alter Wagen sollte der neue schon haben.

Gut sagt der Händler; dann müssen die 22000 Euro zuzahlen. Jetzt bin ich mal gespannt; ob Sie diesen Wagen auch für 10000 Euro Zuzahlung bekommen werden?

Genau das ist der Ferkelmarkt.

Wir können ja mal einen Chart einstellen zum Verhältnis Schweinehack und Schweinepreis; oder Regenwasser vs. Weizenertrag.

Wäre auch mal lustig.

In dem Sinne
MFG
Mühlenabch

Richard Ebert
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Muehlenbach [#8]

Genau das ist der Ferkelmarkt.

Mangels der dafür notwendigen Intelligenz habe ich nicht verstanden was Sie mir sagen wollen.

Preise, Kurse oder sonst welche Daten zu vergleichen ist in der Wirtschaft das normale Tagesgeschäft.

Wir können ja mal einen Chart einstellen zum Verhältnis Schweinehack und Schweinepreis; oder Regenwasser vs. Weizenertrag.

Sehr gerne, wenn Sie mir die notwendigen wöchentlichen oder monatlichen Daten für Schweinehack, Regenwasser und Weizenertag rückwirkend und regelmässig zur Verfügung stellen. Oder Sie stellen die Charts gleich selbst ein.

Schöne Grüsse, Richard Ebert

Gast

Hallo Herr Ebert,

Was Mühlenbach sagen will ist: Die Ferkelnotierungen haben nicht viel mit dem zu tun was Ferkel tatsächlich im Maststall kosten.

Gruß,

MrSchnittlauch

Bauer Bernie
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Richard Ebert [#6]

Wenn Saubauer 72 € für Ferkel zahlen muss und 50 € für Futter, 10 € für Tierarzt Desinfektion Wasser Strom usw., und wenn er den Stall nicht geschenkt bekam hat er 12-15 € Kapitalkosten drauf. Wenn er dann wie Herr Tönnies prognostiziert 1,45 € p. kg SG bekommt im August dann hat er grad mal das Geld von der einen in die andere Hosentasche gewechselt ohne auch nur 1 € für seine Arbeit zu haben, und das in der Grillsaison.

Da kommt Freude auf.

Übrigens: 72.-€ für weibl. Ferkel incl. allen Zuschlägen frei Hof ist der gängige Preis momentan. die 48 € Notierung sind meilenweit vom tatsächlichen Mastferkelpreis entfernt.

Ich dachte das hat sich mittlerweile rum gesprochen.

Mfg
BB

Richard Ebert
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ MrSchnittlauch [#10]

Danke für die freundliche Übersetzung.

@ Bauer Bernie [#11]

Übrigens: 72.-€ für weibl. Ferkel incl. allen Zuschlägen frei Hof ist der gängige Preis momentan. die 48 € Notierung sind meilenweit vom tatsächlichen Mastferkelpreis entfernt.

Warum werden dann völlig abweichende Ferkelpreise veröffentlicht ?

Niedersachsen 47 Euro, Baden-Württemberg 48 Euro, NRW 49 Euro, Bayern 51 Euro, jeweils für 25 Kilo Ferkel.

Die veröffentlichten Preise sollen doch den tatsächlichen Markt widerspiegeln. Wird hier auch manipuliert. Wenn ja, von wem und warum ? Wer wird geschädigt ?

Ja ich weiss, die Aufschläge für alles mögliche. Wie bei Mühlenbachs Autohandel. Aber warum werden denn die regionalen Ferkelpreise, die überhaupt nicht stimmen, jede Woche kund gegeben ?

Wenigstens verdienen sich die Ferkelerzeuger an den 72 Euro dumm und dämlich.

Schöne Grüsse, Richard Ebert

Bild entfernt.

Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Herr Ebert; die Ferkelnotierung ist genauso verwaschen wie die Schlachtschweinenotierung.
Während die Ferkelnotierung der Minimumpreis ist; ist der V-Preis der Maximumpreis.
Denn es gibt hier allerhand Zuschläge; Abschläge; Sonderboni usw.usv.
Ein Auszug aus der amtlichen Datenerhebung in Deutschland frei Schlachtstätte in der KW 15:
Handelsklasse E : 1,33 Euro
Handelsklasse U : 1,23 Euro
Durchschnitt ausgezahlt 1,30 Euro.

Somit ist der V-Preis ebend nicht der Preis; den die Landwirte letztendlich bekommen; genauso wie die Ferkelnotierung; die letztendlich niemals vom Landwirt zu zahlen ist.

Ich hoffe nun; dass man nicht alles mit allem vergleichen kann.

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

Saubauer
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Teuere Ferkel -- schwere Schlachtschweine!!?
Um mit teueren Felkeln noch Geld zu verdiene mästen wir die Schlachtschweine bis 110 kg SG.
Der Absatz ist bis 115 kg ohne Abzüge möglich! Einige EG s haben auch schon eine " Piggy Maske" bis 110 kg SG.
Der Ferkelanteil am Verkaufserlös liegt im Durchschnitt zur Zeit bei 48 % - 50%.
Bei meinem System bei 43 % und weniger.

Müssen wir in Zukunft die Schweine schwerer machen um noch ein paar Eur zu verdienen !? Laut LKV Erhebung schliesen im Jahr 2012 mit der Kastenstandverordnung in einigen Regionen 30% der Ferkelerzeuger zu!

Schwere Schweine haben doch auch günstigere Schlachtkosten je Kg !! Was sagen denn die SH Betreiber???

MfG
Saubauer

Bauer Bernie
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Richard Ebert [#12]

Hier ein Beispiel für eine Ferkelrechnung:

Notierungspreis: 48,00 € f. 25 kg Ferkel bei 31 kg 1 € p kg Zuschlag 6,00 € Mykoplasmenimpfung 1,70 € Qualitätszuschlag 4,00 € ------------------------------------------------------ Grundpreis: 59,70 € + Handelsspanne u Vertriebskosten 3,00 € + Circo Schutzimpfung 1,65 € + Zuschlag weiblich 4,00 € Zwischensumme: 68,35 € +7 % Mwst. 4,78 € Endsumme: 73,13 €

für männl. Tiere gibt´s dann entsprechend 4.- € Abschlag folglich würde die Männlichen 64,57 € pro Kopf kosten.

Ich hoffe diese Aufstellung dient ein bisschen zur Klärung der Differenzen zwischen Notierung und tatsächlichem Ferkelpreis.

Mfg
BB

Richard Ebert
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Bauer Bernie [#15]

Vielen Dank für Ihre Aufstellung. Dazu gibt es auch dazu wieder Fragen von mir:

bei 31 kg 1 € p kg Zuschlag 6,00 €

Was hat der Ferkelzuschlag mit dem Preis zu tun ? Der Ferkelindex der Börse Frankfurt und die regionalen Notierungen, von denen sich der Index ableitet, bezieht sich auf ein 25 Kilo Ferkel. Insofern darf für einen Vergleich nur das gleiche Gewicht verwendet werden.

+ Zuschlag weiblich 4,00 €

Auch hier wieder: Nach meiner Kenntnis bezieht sich der Index NICHT auf weibliche Ferkel. Also darf er nicht wie von Ihnen verglichen werden. Ich lasse mich aber gerne eines anderen belehren.

Handelsspanne u Vertriebskosten 3,00 €

Wer zwingt Sie Handelsspanne und Vertriebskosten zu zahlen ? An wen werden diese bezahlt und vor allem für was ?

Mykoplasmenimpfung 1,70 € / + Circo Schutzimpfung 1,65 €

Was haben Impfungen mit dem Einkaufspreis zu tun ?

Qualitätszuschlag 4,00 €

Bezieht sich der Ferkel Index und die regionalen Notierungen auf Ferkel ohne Qualität ? Wie hoch ist nach Ihrer Meinung der Anteil von Ferkel mit Qualität und solcher ohne Qualität ?

+7 % Mwst. 4,78 €

Kommt die gezahlte Mehrwertsteuer nicht beim Schweineverkauf wieder rein ? Irgendwas habe ich von Sonderregelungen in der Landwirtschaft gelesen.

Ich bitte um Verständnis, dass ich jede Rechnung die ich sehe erst einmal kritisch hinterfrage und nicht bedingungslos akzeptiere.

Schöne Grüsse, Richard Ebert

Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Nun; Bauer Bernie hat seine Ferkelkosten sehr detaliert dargestellt.
Natürlich haben die Gewichtsaufschläge für die Grundpreisnotierung nichts zu suchen; genauso wie die MwSt.
Das sind zwar kosten; allerdings nicht verwendbar für eine nachvollziehbare Notierung.
Zu den Impfkosten; ein gewisser Impfschutz ist natürlich wichtig; auch dieser ist Individuell und seperat zu bezahlen; ebendso die Kategorie weiblich ( dafür bekommt man am Ende ja auch mehr Geld).
Kommen wir zu der Handelspanne und Qualitätszuschlag:
Diese Posten werden idR. unter dem Gesamtpunkt "Aufschläge" verbucht; darunter fallen
Transportkosten ( kein Ferkel läuft alleine zum Mäster)
"Garantiekosten"; es gibt Mäster; die monieren jedes Ferkel;
Handelsverdienstspanne; je mehr Händler; desto mehr Aufschläge; schliesslich will jeder was verdienen
Gruppengrössenzuschlag ab 100er Partien ( also quasi für alle Ferkel
Genetikzuschlag
Sortierungszuschlag
Gewichtsverlustzuschlag ( durch den Transport)
allgem. Kosten wie Veterinärauflagen; Reinigung usw.

Somit kommen wir; um es mal allgemein zu halten; auf einen Aufschlagspreis zum Notierungspreis von 10-14 Euro je Tier ohne MwSt oder Gewichtszuschläge; Impfungen; Geschlechter.
Die Notierung ist nun bei 48 Euro; man kann Dänen (kleinere Gruppen) heute ab 10,5 bis nach oben offen kaufen( also ab 58,5 bis 62 Euro); Deutsche Notierung plus 9 Euro( also ab 57; nur weil z.Zt etwas Druck auf dem Markt); Niederländer (Topigs x Pi) für 12 Euro ( also 60 Euro).

Deshalb gibt es einfach keine Ferkel für die Notierung zu kaufen; genausowenig wie es Schlachtschweine für nun 1,36 euro gibt.
Denn dort gibt es wie gesagt Zuschläge/Abschläge; Boni; Schlachthoferfassungskosten; Transport usw.usv.

Aus dem Grunde kann man nicht einfach rechnen "Schlachtschweinenotierung mal Schlachtgewicht minus Ferkelnotierung = Gewinn oder Verlust"

Das ist im Grunde genommen aber mit jedem Rohstoff; wenn ich Weizen für 11,5 Euro/dt an der Börse kaufen kann ist das noch lange nicht der Preis frei Mischung...

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

Richard Ebert
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Muehlenbach [#17]

Vielen Dank für Ihre ausführliche Darstellung.

Sie haben ja auch bestätigt, dass einige der aufgeführten Positionen zwar gezahlt werden müssen, aber nichts mit einem Vergleich des Ferkel Index und der regionalen Notierungen zu tun haben.

Eine Frage bleibt:

Qualitätszuschlag 4,00 €. Bezieht sich der Ferkel Index und die regionalen Notierungen auf Ferkel ohne Qualität ? Wie hoch ist nach Ihrer Meinung der Anteil von Ferkel mit Qualität und solcher ohne Qualität ?

Nun ist mir im Gedächtnis hängen geblieben, dass sich die Notierungen auf 'gute Qualität' beziehen.

Gibt es einen preislichen Unterschied zwischen 'schlechter Qualität', 'guter Qualität' (das sind die der Notierungen) und dann vermutlich 'sehr guter Qualität', die von Bauer Bernie mit nochmals plus 4 Euro bezahlt wird ?

Wie hoch ist die Preisdifferenz zwischen 'schlechter' und 'guter' Qualität ? Und: Wer kauft Ferkel 'schlechter Qualität' und warum ? Schliesslich sind diese mit Abschlägen preisgünstig zu kaufen.

Schöne Grüsse, Richard Ebert

Hier noch der Ferkelpreis der Niederlande, der bereits seinen Weg nach unten angetreten hat:

Bild entfernt.

Saubauer
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Richard Ebert [#18]

Oft bezieht sich dieser "Quallitätszuschlag" auf die Größe der Partie aus einem Betrieb!

Das heißt gleicher Gesundheitsstatus und evtl. weniger Gesundheitliche Probleme.
Einheitliche Genetik ist auch wieder von Vorteil wenn man in einem engen Gewichtsbereich ausstallen will da sich die Tiere in Länge und Form gleicher nach kg sind !

MfG
Saubauer

3 mm Regen war so gut wie nichts es ist immer noch Staubtrocken!

Richard Ebert
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Saubauer2 [#19]

Vielen Dank. Schade, dass sich niemand konkret zu den von mir gestellten Fragen [#18] äußert, besonders zu den Ferkel mit schlechter Qualität. Wenn Zuschläge für gute Qualität gezahlt werden, wird es auch Abschläge für schlechte Qualität geben.

Schöne Grüsse, Richard Ebert

Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Tja; die Frage " Was ist Qualität" ist vollkommen gerechtfertigt.
Für den Sauenhalter sind die Ferkel von guter Qualität; für den Händler von bester Qualität und für den Mäster reiner Schrott.
Wenn man Ferkel in DK oder NL kauft; dann ist es egal; ob 200; 500 oder 1500 Tiere zumal kommen.
Denn die Sauenhalter geben zumeist ab 500 Tiere ab; sodass man für eine 200er Partie genauso den Aufschlag bezahlen muss.
Dann ist für andere ein Ferkel ein Qualitätsferkel; wenn es einen nachvollziehbaren Gesundheitsstatus gibt; der allerdings ehrlich gesagt manchmal nicht das Papier; auf dem es steht wert ist.
Im Endeffekt ist das alles nur Verarsche; die "Aufschlageritis" hat sich im Viehhandel genauso eingebürgert wie der Schweineverkauf nach Schlachtmasken.
Wo in der restlichen Welt muss man eigentlich für zu kaufende Waren einen Aufschlag zahlen; wenn man mehr nimmt????
Meistens ist es umgekehrt.
Aber in der Landwirtschaft ist vieles verkehrt.
Auch wenn einige Kollegen mir jetzt an die Gurgel gehen; seit einem guten Jahr mäste ich nur noch den billigsten Schrott; und die laufen um Welten besser als die Top-gesunden; grossen Partien.
Warum?
Weiss ich auch nicht.
Das gute Gefühl; 5 Euro im Einkauf gespart zu haben mit mir weiteren Auftrieb.
Und eines ist wichtig:
Niemals; ich wiederhole; niemals immer dieselben Ferkel vom Erzeuger kaufen durch den selben Händler ( gillt nicht für direktbezug!); denn dann meint er das ist Qualität und kommt entweder mit hohen Aufschlagspreisen oder die Tiere währen momentan nicht lieferbar oder sonstwas; wenn man die Kosten nicht zahlen will.
Besonders in DK sitzen die Händler momentan auf verdammt hohe Rösser; nur weil sich eine handvoll den Export aufgeteilt hat.
Dort ist man der Meinung; ohne Dänische Ferkel geht es nicht mehr; zur Not werden die Ferkel nach Ungarn; Rumänien oder Italien exportiert; auch wenn die nicht oder einen niedrigeren Preis zahlen; egal; die Differenz wird vom Deutschen wiedergeholt...

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

paul
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Richard Ebert [#20]

"Wenn Zuschläge für gute Qualität gezahlt werden, wird es auch Abschläge für schlechte Qualität geben."

Um Ihre Frage klar zu beantworten: Es gibt in normalen Zeiten keine Abschläge für schlechte Qualitäten. Der Grundpreis wird als Mindestpreis gefordert, auch für "Schrott" wie Mühlenbach formuliert.
Lediglich in Zeiten mit erheblichem Überhang, wo sich der "Schrott" überhaupt nicht mehr handeln lässt, wird mit "Abschlägen auch solche Ware an den Mäster gebracht.( Hat aber nichts mit Dänen, Holländern oder Deutschen Herkünften zu tun.)

Gruß Paul

Landjus
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Ich frage mich, wie jemand, der von anderen für geistig gesund gehalten werden will, sein eigenes Produkt als " Schrott" bezeichnen kann.
Vor dem Abfassen eines Beitrags sollte man - natürllich nur, soweit vorhanden - seinen Verstand in Tätigkeit versetzen.

Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Landjus; Schrott ist doch eigentlich das; was keinen hohen Aufschlagspreis hat; und wo die Händler sagen" die kannst du nicht nehmen; die haben alle Krankheiten dieser Welt; und kommen nicht aus einem Betrieb; du musst die für Notierung plus x Euro nehmen; die laufen gut"...
Was ich damit meine; die Qualität geht nicht vom Ferkel aus; sondern wie man die an den Mann bringt.

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

Landjus
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Mühlenbach

Verstehen Sie denn nicht, daß Sie mit dieser "Argumentation" das Geschäft der Schlachtindustrie besorgen ?
Sie wissen doch, daß die Einführung von "Handelsklassen" und das " Klassifizieren" nach FOM, AutoFOM oder anderen schönen Erfindungen nur dem Zweck gedient hat, die Preisfindung undurchschaubar zu machen und den Auszahlungspeis mit Hilfe von Scheinargumenten zu drücken.
Wer da von " Schrott" spricht, befeuert den Eifer der Schlachtindustrie, sich neue tolle Ideen einfallen zu lassen.

Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Landjus; der Spruch ist echt gut.

Ich werde gleich mal meine Abnehmer anrufen; ob die mir einen höheren Auszahlungspreis geben; wenn ich denen Qualitätsschlachtschweine; erzeugt aus Qualitätsferkeln bringe. Lieber werde ich das nicht machen; denn die lachen sich tot.

Es geht um die Ausgangsfrage: Was ist an den teuren Ferkeln anders als an den Notierungspreisferkeln?

Und die Antwort ist; um es kurz zu sagen: Nichts. Rein garnichts; nothing. Es ist nur die Tatsache; wie man dieser Verkauft.

Und damit ist das genau die Masche; wie uns die Abnehmer das ganze nur in Umgekehrter Reihenfolge wieder aus der Tasche holen.

Die denken sich nichts neues aus; die sind dort schon um Lichtjahre weiter.
Und das Wort Schrott ist ein Umgänglicher Begriff; mehr nicht.

Es gibt schliesslich keinen "Schrott" mehr; sondern heute nennt man das auch "Rohstoff"; heisst was für den einen Müll ist; ist für den anderen wertvolles Material.

Auf der Wurst sieht man auch nicht; ob die aus "Qualitätsferkeln" gemacht ist oder aus nicht-Qualitätsferkeln.

Allein die Aufschrift "Qualität" macht die Wurst zu dem was sie ist. Und damit schliesst sich der Kreis.

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

Richard Ebert
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Muehlenbach [#26]

Es geht um die Ausgangsfrage: Was ist an den teuren Ferkeln anders als an den Notierungspreisferkeln?

Und die Antwort ist; um es kurz zu sagen: Nichts. Rein garnichts; nothing. Es ist nur die Tatsache; wie man diese Verkauft.

Vielen Dank für diese Einschätzung. Warum lassen sich manche Mäster für dumm verkaufen ?

Es könnten doch locken beim Ferkel Einkauf einige Euro gespart werden, die dann im Ergebnis einen niedrigeren Kapitaleinsatz und höhere Gewinne nach dem Verkauf der Schweine ergeben würden.

Schöne Grüsse, Richard Ebert

PorkyPig
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

So einfach ist das Ganze nicht.

Wie schon öfter hier beschrieben richten sich die Qualitätszuschläge auf Ferkelnotierung nach der Größe der Ferkelpartie sowie auf den Gesundheitsstatus.

Eine 150er Partie ohne Impfungen aus mehreren Ferkelerzeugerbetrieben, vielleicht sogar aus Betrieben (Problembetrieben mit geringeren Hygienestandart) die schon mal auffällig geworden sind (Cirko, Dysenterie, APP, Pia, Mycoplasmen, PRRS, Salmonellen ...) sind ohne Qualitätsaufschlage zu bekommen.

500er bis 1000er Partien aus einem Erzeugerbetrieb mit modernem Management, hohem Hygiene- sowie Gesundheitsstatus und evtl. Impfungen und Nachweisen auf Myco und PRRS positiv oder negativ (Nachweis einmal jährlich durch Blutproben durch Veterinäre) stehen dann mit Qualitätsaufschlägen bis zu 13€ auf die Ferkelnotierung all incl. zur Lieferung bereit.

Vielleicht können sich zu der Thematik auch mal Ferkelerzeuger hier aus dem Forum zu melden.

MfG

PS: Gleich gehts auf Mai Tour! ;-)

fritz44
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ PorkyPig

So einfach ist das Ganze nicht ... stimmt genau

Das Ferkel ist eigentlich kein Handelsgut. Durch die Vermischung verschiedener Herkünfte werden Krankheiten gefördert. Wird zu Schrot gemacht. Durch Impfungen und Hygienestandarts bekommt das Ganze einen Qualitätsanstrich. Kostet circa 5-8 € je Ferkel. Dazu kommen noch Fracht Handelsspanne und sonstige Versprechungen. Für manchen Mäster bis zu 15,00 € und mehr. Alles für die Bequemlichkeit der Mäster.

Ferkelkauf ist Chefsache. Für 1000er Partien sicher nicht ganz einfach.

Ich betreibe Ferkelaufzucht und Mast, in einer Arbeitsgemeinschaft mit einem Ferkelerzeuger.

MfG
Fritz

pigtrader
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Die Qualitätsaufschläge bestehen doch hauptsächlich aus zwei Bestandteilen, den Impfszuschlägen und den Mengenzuschlägen.
Impfzuschläge für Myco und Circo etc. sind Versicherungen für den Mäster, ich als Ferkelerzeuger benötige sie nicht und habe daraus keinen Nutzen. Mag bei anderen anders sein. Jedoch müssen sie im Ferkelerzeugerbetrieb gesetzt werden, um ihre Wirkung voll auszuschöpfen. Somit wird wie eigentlich immer in einer Mäster/Ferkelerzeuger Beziehung, die Arbeit vom Erzeuger übernommen, und der Impfstoff vom Mäster bezahlt.

Die Aussage: bei größeren Partien weniger bezahlen zu müssen, da die Abnahmemenge höher ist, hingt wohl auch ein wenig. Denn je größer die Partien einer Herkunft, desto geringer werden die Anbieter. Somit muß ein Mengenaufschlag bezahlt werden oder man genügt sich mit vielen kleinen Partien. Abschläge unter 100 Stück sind nicht gering.
Ferkel sind eben aufgrund ihres Gesundheitsstatusses nicht einfach zu mischen. Jede Herkunft ist in Ihrem Gesundheitsstatus meist stabil, solang sich der Weg nicht mit einem anderen kreuzt.

Gruß pigtrader

Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Das ist ja alles richtig; was ihr sagt.
Nur die Ausgangsfrage war: Was ist an einem Notierungsferkel anders als an einem Aufschlagsferkel:
Das Ferkel ist dasselbe; vier Beine; Rüssel vorne und Schwanz hinten.
Die Qualität bekommt es erst dann; wie man es verkauft.

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

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