lotta
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Ferkel: Wie sind die Aussichten für die Erzeuger ?

Hallo,

Wie beurteilt ihr die Zukunft der Ferkelerzeugung(besonders Nordwestdeutschland).Ab wann kann man mit Ferkelpreisen rechnen die sich an den Vollkosten orientieren.Was passiert in Holland und Dänemark?

Lotta

Geschrieben von lotta am
Gast

Hallo

Zu deiner Frage ist ein Kommentar in der Startseite der ISN gestern veröffentlicht worden. Meiner Meinung treiben es unsere Mäster aber auch unsere Ferkel EGs auf die Sptize.
Wir die eigentlich die Arbeit machen müssen uns nur vertrösten lassen. Die Schweinemäster sind in der Tat nicht besser als die Schlachtbetiebe die nur Preisdruck machen. Bei einer Notierung von 1.77 ist der Ferkelpreis ein Hohn.
Man Müsste einige Mäster mal 4 Wochen im einen Familienbetrieb mit 300 Sauen arbeiten lassen. Dann müßten Sie den Anzug mit einem Overall wechseln.

Meiner Meinung werden die Ferkel ab NOvember 08 deutlich teuerer werden.

MFG

ROTHE

Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Keine bange; es wird die Zeit kommen; wo der Mäster die Ferkel 8 Wochen vorher bestellen muss.
Bis dahin fallen aber noch 30 % unter den Tisch; Februar 09 werden wir 90 Euro auf den Tisch legen müssen.Wetten?

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

Mona Lisa
Mitglied seit
12 Jahre 5 Monate

@ Muehlenbach [#3]

...alles klar, dann steht der Kurs aber auch bei 2 €! Man darf gespannt sein, ob es so kommt, vieles spricht dafür!

Würde jemand von der roten Seite Schweine für März 2009 für 1,90 € auf Kontrakt kaufen? Nein? Ok, dann trifft er eine andere Einschätzung als viele Erzeuger, die wissen, wie stark der Bestandsabbau sein wird.

paul
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Rothe [#2]

Der ISN Kommentar trifft größtenteils treffend zu.

Nur den Vorwurf der Unsolidarität der Mäster sollte man differenzierter sehen.
Als im letzten November viele Ferkel zu Schleuderpreisen auf der Straße angeboten wurden, haben viele Mäster trotzdem auf Basis des Grundpreises ihrem Ferkelerzeuger die Treue gehalten. Sie haben trotz Massenangebot und eigener schwieriger finanzieller Situation ihren Ferkelerzeuger nicht allein gelassen. Selbst Wartezeiten auf Nachschub aus dem festem Bezugsbetrieb wurden ohne "Fremdgehen" in Kauf genommen. Das war schon echte Solidarität.

Auch die heutige Preissituation muss man realistisch sehen.

Als Maß gilt für mich die Einschätzung der Preise der nächsten Monate an der Börse im Vergleich zum langjährigem Mittel.

Da stellt man fest, daß der Schweinepreis für die einzelnen Monate etwa 25 Cent über dem langjährigen Mittel eingeschätzt wird.

Aber auch die Ferkelpreise sind im Vergleich zum Mittel alles andere als desolat.

8 € bis 14 € über langjährigem Mittel werden dort gehandelt.

Klar, daß das besser werden muss. Und das wird besser. Aber erst, wenn tatsächlich Ferkelerzeuger die Produktion aufgegeben haben. Der Markt regelt das schon.

Wir befinden uns derzeit in einem Jahresbereich in dem normalerweise die Ferkelpreise fallen. Sollte der bessere Schweinepreis anhalten wird dieser Jahreszeiteneffekt in diesem Jahr ausbleiben. Danach gehts in großen Schritten aufwärts. Die Erfahrung aus früheren Zyklen belegen das eindeutig.

Gruß Paul

Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Die nächste Hiobsbotschaft kontra deutsche Ferkel steht doch heute in der neuen topagrar.

Bin mal gespannt auf die Reaktionen der gesamten Verbände.

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

wollewatz
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Rothe [#2]

Diesen Kommentar auf der ISN - Seite habe ich gelesen. Was will der uns eigentlich sagen? Es ist eine Aneinanderreihung verschiedenster Aussagen, die insgesamt keinen roten Faden erkennen lassen.

Als Sauenhalter macht der Kommentator seine Kunden - die Mäster - schlecht, weil sie sich nicht partnerschaftlich verhalten und sich teilweise andere, ausländische Lieferanten gesucht haben. Das ist anscheinend etwas Böses. Andererseits steht er zu den Kräften des freien Marktes: die Mäster werden sich bald umgucken wie teuer Ferkel werden können und die dänischen und niederländischen Ferkelerzeuger werden bestimmt bald pleite sein. Na und? Dann ist doch alles gut. Wozu dann dieser Kommentar?

Gruß,
wollewatz.

Richard Ebert
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Muehlenbach [#6]

Da ich Topagrar nicht lese, verraten Sie mir und den anderen Lesern bitte, welche Hiobsbotschaft dort steht ?

Bild entfernt.

Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

In ebend jener Zeitschrift sind die Ergebnisse des letzten Warentest ( Leistungstest) der Lehr und Versuchsanstalt Haus Düsse veröffentlicht worden.
Ergebnis: Mit Dan-Zucht-Sauen ( Dänische Rasse) hat man den höchsten Ertrag; weil die Vorurteile Fleischbeschaffenheit genauso gut sind wie hiesige Rassen; und damit auch der letzte "Vorteil" Pro-deutsches Ferkel zunichte gemacht wird.
Es ergeben sich für den Mäster rechnerische Vorteile von über 4 Euro je Schwein; bei einbezug der Sauenleistungen im Gesamtkonzept gute 8 Euro.

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

Gast

Es handelt sich bei den Prüftieren nicht um ein vergleichbares Tier wie es in Dänemark Standart ist. Der Vater der Tiere war im Test ein Pi-Eber.
Solche Herkünfte sind in Punkto Handidling für den Mäster deutlich aufwendiger zu Mästen wie Ferkel aus Dänemark wo der Vater ein Duroc Eber ist. Pi Ferkel sind in Punkto Vitalität den Duroc Tieren unterlegen. Dies spielte im Test keine Rolle weil die Tiere in Einzelbuchten gehalten wurden.
Um es auf den Punkt zu bringen. Ein Mäster mit 600 Liegeplätzen wird mit Pi- Tieren bestimmt gut fahren. Im Gegenzug wird ein Betrieb mit 2000 Plätzen ein Duroc Ferkel langfristig den Vorzug geben.

poldi
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Rothe

Wo liegt der Unterschied zwischen 600 oder 2000 Plätzen? Ich komme jedenfalls mit der Kombination Dan Zucht und PI bestens zurecht.

MfG Poldi

Gast

Der Unterschied liegt meiner Meinung darin, das Pi- Nachkommen in punkto Vitalität und Gesundheit eindeutig schlechter sind als Duroc Tiere.Der Pi-Eber ist nach wie vor ein Streßträger trotz aller Versuche dies zu verbessern. Auch haben die Ferkelerzeuger beim Pi Eber weit aus höher Verluste da Pi Ferkel bei weiten nicht so vital sind. Auch gibt es bei Duroc Nachkommen keine Grätscher Wir haben vor 4 Jahren den Pi Eber durch HA-DU Eber ersetzt. Unser Mäster und auch unsere EG waren im Vorfeld mit der Umstellung einverstanden. Unser Mäster 1300 Plätze im Nebenerwerb will seit der Umstellung kein Pi -Ferkel mehr haben.
Die HA-DU Eerkel sind einfach robuster. Die Gesamtwirtschaftlichkeit ist trotz weniger MFA besser geworden

MFG

ROTHE

PorkyPig
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Rothe

Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass Duroc Genetic in der Mast ein erhebliches Problem mit Mastdarmausfällen hat. Dieses Problem erfasst ca. 1% Ausfälle und mehr. Piertrain Genetik hat damit überhaupt keine Probleme.
Außerdem hat die Duroc Genetik ein erhebliches Problem mit Pia und anderen Durchfällen. Die Darmstabilität ist wegen der hohen Futteraufnahme nicht gewährleistet.

Nur mal so am Rande. Aber klar ist, dass Durocs auch viele Vorteile haben!

MfG

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