Richard Ebert
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Getreide: Anbauflächen ausgeweitet / Ausfälle durch Trockenheit

Bauern dürfen mehr Getreide anbauen

Financial Times Deutschland, FTD (26.09.07) - Angesichts der steigenden Brot- und Futtermittelpreise will die EU die Getreideproduktion in Europa um mindestens zehn Millionen Tonnen steigern. Die EU-Agrarminister hoben dazu eine Beschränkung aus den späten 80er-Jahren auf.

"Damit dürften rund zehn Millionen Tonnen Getreide zusätzlich auf den Markt kommen", sagte EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel am Mittwoch. Die Bundesregierung wandte sich unterdessen gegen Forderungen Polens, auch die Milchquote zu erhöhen.

(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.ftd.de/politik/europa/:Bauern%20Getreide/257957.html)

Bitte klicken Sie für weitere Informationen zum Thema auf den Link !

Geschrieben von Richard Ebert am
Deere
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das die Flächen brach liegen stimmt ja auch nicht. In den letzten Jahren hatte man die Möglichkeit, Energiepflanzen anzubauen, was überwiegend auch praktiziert wurde. Es wurden hauptsächlich Mais für Biogasanlagen und Getreide zur Ethanolverarbeitung angebaut. Dass mit der Aufhebung nun so wesentlich mehr Getreide kommt, halte ich für übertrieben. Die Ethanolverarbeitung wird es schwer haben, weil dass Energiegetreide günstig zu erwerben war.Das wird jetzt nicht mehr der Fall sein.

Deere

Habuck
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Die nächstjährige Getreideproduktion hängt zum allergrößten Teil von der Witterung ab, und die kann niemand vorhersagen. Auf den (guten) Brachflächen wurde die letzten Jahre ohnehin produziert, entweder Energiegetreide oder NaWaRo-Raps. Auf den (schechteren) Brachflächen wird größtenteils auch weiterhin kein oder nicht viel Getreide produziert werden, weil es sich nicht lohnt, auf einem 20 er Boden überhaupt etwas zu produzieren.

hanky

Graintrader
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@ Richard Ebert [#1]

Dies ist doch das letzte Aufgebot der EU Kommission. Nachdem sie nun schon im letzten Jahr in einer verheerenden Aktion sämtliche Interventionsbestände, unter Schädigung des normalen Marktes, in den Markt hineingedrückt hatte, bleiben keine Instrumente mehr.

Wie naiv muß man sein (oder ist das publikumswirksame Berechnung) um der Öffentlichkeit zu suggerieren, mit solch einer Massnahme würde man tatsächlich die genannten Mengen zusätzlich ernten.

Wie schon die Vorredner es auf den Punkt brachten, wird sich nur unwesentlich an den Mengen etwas ändern. Sollte es in der nächsten Ernte wieder zu ähnlich kritischen Witterungsverhältnissen kommen, dann sind ohnehin die Mengen auf den schlechten Böden als erstes ein Opfer.

Man sollte von den Verantwortlichen wirklich mehr Ehrlichkeit erwarten.

Sebastian
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Ich bin da ganz Eurer Meinung. Nur weil mehr Fläche zur Verfügung steht heißt das nicht, dass auch mehr geerntet wird.

In den U.S.A. läuft gerade die gleiche Diskussion. Hier sollen mehr Flächen aus dem Conservation Reserve Program (CRP) in den Anbau kommen. Man spricht von etwa zwei Millionen Acres bis zur nächsten Saison und langfristig etwa zehn Millionen. Die Flächen die allerdings auch wirklich was taugen sind verglichen mit der Gesamtfläche extrem gering und bringen deswegen kaum zusätzlichen Ertrag. Es muss schon sehr gute Bedingungen geben, damit dort auch ordentlich geerntet werden kann.

Gruss Sebastian

Kobban
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Auf den Flächenstilllegungflächen kann also nun Getreide angebaut werden.

Allerdings ist nun NUR der Anbau von Nahrungsmitteln zugelassen, hab ich gelesen.

Viele Bauern bauten bisher auf den eigentlich stillgelegten Flächen aber mit Erlaubnis der EU Pflanzen zur Energiegewinnung an. Das ist nach den neuen Regularien nicht mehr möglich.

Dies ist eine Einschränkung, die die Landwirte bestimmt nicht wollen und marktwirtschaftlich wohl auch nicht sinnvoll ist. Zudem ist zusätzlicher bürokratischer Aufwand zu befürchten, um die Einhaltung der neuen Anbauregeln auch zu überwachen.

Wird eigentlich die Flächennutzung nur stichprobenweise überwacht (wie beim Gammelfleisch) - oder schon eher flächendeckend?

Gruß Kobban

Graintrader
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@ Kobban [#6]

Darf ich wissen, wo das so stand ?

Kobban
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@ Graintrader [#7]

Das hat Karlheinz Großkopf (aus dem Potsdamer Agrarministerium) gegenüber der Märkischen Allgemeinen aus Brandenburg behauptet.

http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11029117/485072/

bbw
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@ Kobban [#6]

Wird eigentlich die Flächennutzung nur stichprobenweise überwacht (wie beim Gammelfleisch) - oder schon eher flächendeckend?

Bei den Kontrollen der Flächennutzung geht es folgendermaßen:

Die Landwirte müssen alle ihre Flächen mit der entsprechenden Nutzung an ihr zuständiges Amt für Landwirtschaft melden.

Jedes Jahre werden dann ca. 5 % der Betriebe nach dem Zufallsprinzip ausgewählt und aufs genaueste kontrolliert. Sollten Abweichungen festgestellt werden, drohen sehr empfindliche Sanktionen die von 100 € bis hin zum kompletten Verlust der Ausgleichszahlungen führen können.

Ferner werden noch Überwachungen mit Satelliten vorgenommen.

Thomas

Richard Ebert
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Bauernverband: Getreidepreise bleiben hoch

Neue Osnabrücker Zeitung, Osnabrück / AP (27.09.07) - Der Deutsche Bauernverband (DBV) geht davon aus, dass die Getreidepreise trotz der von der EU geplanten Abschaffung der Flächenstilllegung nicht sinken werden. DBV-Generalsekretär Helmut Born sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", er erwarte, "dass die Getreidepreise auch 2008 und 2009 stabil hoch bleiben".

Zwar könne Deutschland im kommenden Jahr "mit 1 Mio bis 1,5 Mio Tonnen mehr Getreide und die EU mit 10 Mio bis 20 Mio Tonnen Zuwachs rechnen, wenn bisher brach liegende Flächen wieder landwirtschaftlich genutzt werden dürfen". Born zeigte sich aber skeptisch, dass dies Einfluss auf die Getreide- und somit die allgemeinen Lebensmittelpreise habe.

Mit Unverständnis reagierte der Bauernverband auf Preisankündigungsaktionen des Lebensmitteleinzelhandels im Sommer. Nicht jede Steigerung habe sich am Markt durchsetzen lassen. "Obwohl etwa Braugerste nur 50 Cent auf einen Kasten Bier ausmacht, hatte die Brauwirtschaft angekündigt, ihn gleich um 40% zu verteuern", sagte Born. "Wenn bei steigenden Getreidepreisen die Lebensmittelkosten erhöht werden, müssten umgekehrt bei sinkenden Getreidekosten auch die Preise für Lebensmittel sinken. Dies war in der Vergangenheit aber nicht der Fall", kritisierte der DBV.

Die EU-Agrarminister hatten sich am Mittwoch auf ein vorläufiges Ende der bislang verpflichtenden Flächenstilllegung von Ackerflächen geeinigt, um so den Getreideanbau wieder anzukurbeln und gegen hohe Getreide- und Lebensmittelkosten anzugehen.

(Quelle: http://www.neue-oz.de)

Kobban
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@ bbw [#9]

Danke für die Informationen!

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UND AUCH DAS NOCH:

Unterm Pflug - Ende der Flächenstilllegung bedroht Feldvögel

Brüssel (29.09.07) - ... wird die seit 15 Jahren bestehende Verpflichtung für die Bauern ausgesetzt, im Durchschnitt der Union zehn Prozent ihrer Felder nicht für Nahrungsmittel zu nutzen. Seit 1992 erhalten Landwirte nur dann Fördermittel aus der EU-Kasse, wenn sie nachweisen, dass sie einen bestimmten Teil ihrer Felder - in Deutschland acht Prozent - unbeackert liegen lassen. Damals sanken die Preise für Weizen, Gerste und Roggen an den Märkten, weil das Angebot zu groß war.

Mit ihrem Schritt hofft die Brüsseler Agrarkommissarin Marian Fischer-Boel, die Getreideerzeugung zwischen Portugal und Finnland um rund zehn Millionen Tonnen steigern zu können.

Allzu groß aber dürfte in Deutschland der Effekt durch die nun mögliche reguläre Einsaat nicht werden: Denn von den 11,9 Millionen Hektar deutscher Ackerfläche fällt zwar eine Million unter die Stilllegung. Doch auf 40 Prozent dieser Flächen wachsen längst Energiepflanzen. Weitere 40 Prozent gelten etwa wegen schlechter Böden als nicht verwendbar, bleiben 200 000 Hektar übrig - das sind gerade 1,7 Prozent der Ackerfläche. EU-weit hingegen kommt mehr zusammen: Von 3,8 Millionen aus der Nutzung genommener Hektar könnten 1,6 bis 2,9 Millionen Hektar zurück in die Erzeugung kommen.

Während Agrarstaatssekretär Gert Lindemann keinen negativen Effekt durch die Aussetzung der Flächenstilllegung sieht, warnen die Naturschützer von Birdlife International:

Das könnte "ein schwerer Schlag" gegen die ohnehin ums Überleben kämpfenden Feldvögel werden. Die, sagt Ariel Brunner, Agrarexperte bei Birdlife, hatten auf den stillgelegten Feldern ein Refugium gefunden. Das kommt nun unter den Pflug.

http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/?em_cnt=1217720

Richard Ebert
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Wiese wird wieder Acker - Landwirte sehen das Ende der Stilllegung von Flächen positiv und negativ

HNA Online, sff, Werra-Meissner-Kreis (13.10.07) - Runter vom Acker, rauf auf den Acker; die Stilllegung landwirtschaftlicher Nutzflächen ist von der Europäischen Union aufgehoben worden.

Ob damit aber das Ziel, das es demnächst wieder mehr Getreide, Kartoffeln und Obst gibt, erreicht wird, ist fraglich. Die Bauern hätten in erster Linie zu kleine, ertragsschwache Flächen stillgelegt, sagt Uwe Roth, Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes. "So eine Schwemme an Getreide kommt also gar nicht."

Roth, Landwirt in Wanfried mit 130 Hektar Bewirtschaftungsfläche, will auch weiterhin zwölf seiner derzeit nicht genutzten 17 Hektar brach liegen lassen und fünf wieder in die Produktion nehmen.

Andere Bauern, weiß der Verbandsgeschäftsführer, hielten dies ebenso, da manche ihrer Flächen zu klein, zu weit vom Hof entfernt, zu hängig oder von schlechter Bodenqualität seien. Auch wenn der Preis gut sei, lohne es sich nicht, zu den Äckern zu fahren. Als Überraschung kam die Kehrtwende aus Brüssel weg von der Stilllegung für die hiesigen Landwirte nicht. "Wir wussten, dass die Verordnung fällt," sagt Roth. Das sei nach den Aussagen aus den EU-Kommissionen schon im Juli klar gewesen, nur das Gesetz habe noch gefehlt.

Sowieso sei die Zwangsstilllegung schon 2003 erstmals durch eine zeitweilige Aufhebung aufgeweicht worden. Nach der Trockenheit in diesem Frühjahr war das erstmals der Anbau auch von Mais zum Füttern der Kühe auf den Brachflächen erlaubt worden.

Und so groß sei der Effekt der Flächenstilllegung auch nicht gewesen. Dann von den knapp 3000 Hektar stillgelegtes Ackerland wurden, da zulässig, über 870 Hektar mit Energiepflanzen wie Raps bebaut. Wieviel Land nun wieder zusätzlich unter den Pflug kommt, kann Roth nicht sagen. Denn die neue Order aus Brüssel erlaubt den Bauern die Bestellung zwar, verpflichtet aber nicht dazu. Und Roth geht auch nicht von einer viel höheren Ernte ab 2008 aus. Denn die guten Böden seien nie still gelegt worden.

Alles, was knapp ist, ist teuer.

Der Anreiz, wieder mehr Getreide anzubauen, ist aber mächtig gewachsen. Denn die im Vergleich zu 2006 um 15 Prozent schlechtere Ernte und der Produktionsrückgang haben das Angebot verknappt und die Preise in den Himmel schießen lassen. So gebe es für den Doppelzentner Weizen 24 Euro. Vor zwei Jahren waren dafür weniger als zehn Euro gezahlt worden.

Deshalb begrüßen die Landwirte nach Roths Ansicht das Fallen der Zwangsstilllegung auch nicht uneingeschränkt: ."Alles, was knapp ist, ist teuer," prophezeit er schon den nächsten Preisverfall. Der Bauer hat dann nur wieder mehr Arbeit.

(Quelle: http://www.hna.de/witzenhausensolobig/00_20071012174540_Wiese_wird_wieder_Acker.html)

Gast

Erste Meldungen aus dem französischen Landwirtschaftsministerium gehen von einer Ausdehnung der Winterweizenanbaufläche von 5 - 10 % aus. Eingeschränkt wird dagegen der Rapsanbau.

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17 Okt 2007 17:05:12 UPDATE 1-French wheat sowings rise at expense of rapeseed

(Adds background)
PARIS, Oct 17 (Reuters) - French farmers are expected to sow more soft wheat and less rapeseed this winter, encouraged by the surge in grain prices, French arable crop office ONIGC said on Wednesday.
Official estimates would only be available next month but it said reports from the field pointed to a 5-to-10 percent rise in the winter wheat area, mostly to the detriment of winter rapeseed.
"In view of (the surge) in prices we will see a rise in winter wheat sowings that could reach 5 to 10 percent, depending on regions," ONIGC\'s director general Bruno Hot told reporters after the body\'s monthly meeting.
French sowings in 2006/2007 were at 4.86 million hectares for winter and spring wheat, knowing that spring wheat only accounts for a thin fraction of the wheat area in France. That already represented a rise of 1.5 percent on the previous year.
French wheat prices have surged over the summer, reaching 300 euros a tonne early September against 130 euros only five months before, buoyed by disappointing harvest in many parts of the world, historically low stocks and a rise in global demand. Rapeseed prices also rose but at a lower extend.
Hot also said the European Union\'s decision to scrap obligatory set-aside this season would probably only lead to a small rise in the area sown in France -- the bloc\'s biggest grain producer.
"The (European) Commission\'s estimates are very optimistic. In France most of the set-aside land is already used for industrial purposes and some of it would be difficult to use because of the soil\'s quality," he said, pegging the additional area at 300,000 hectares.
The Commission last month estimated that the zero set-aside measure could trigger a land return of between 1.6 and 2.9 million hectares.

(Quelle: Reuters)

Richard Ebert
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Das wirtschaftliche Comeback der Agrar-Rohstoffe

von Miriam Kraus

Rohstoff-Daily (17.10.07) - Immer stärker drängen die Agrarrohstoffe in das Bewusstsein der Anleger vor. Angebotsverknappung, steigende Nachfrage, klimatisch bedingte sinkende Ernteerträge und steigende Verbraucherpreise sind Zeichen und Indikatoren zugleich für steigende Agrarrohstoffpreise.

Und dennoch erleben wir gerade erst den Beginn einer Hausse.

Weltweit steigende Nachfrage nach Agrar-Rohstoffen – beflügelt durch das Wachstum der Emerging Markets

Die weltweite Bevölkerung wächst.

(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.investor-verlag.de)

Gast

Das französische Analystenbüro Tallage/ Strategie Grains hat heute seine erste Schätzung für die Getreideernte 2008 in der EU 27 bekannt gegeben. Danach werden, nach jetzigem Stand (aufgrund Saatgutverkäufen, etc.) ca.

+ 16 Mio to Weizen (Basis 5,55 to/ha)
+ 3 Mio to Gerste
+ 11 Mio to Mais mehr erwartet.

Dies würde in der Summe alleine für die EU 27 ein plus von 30 Mio Getreide im vgl. zum Erntejahr 2007 bedeuten !!! Wenn man noch bedenkt, daß die Umwidmung von Ackerland zugunsten Getreide nicht nur in Europa stattfindet, werden die Getreidepreise(kurzfristig) nicht in den Himmel wachsen.

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18 Okt 2007 09:00:29 RPT-Analyst sees EU grain area win 5 pct next season

Some 1.7 million hectares of European soil could return to agricultural use next season after the EU decided to halt farmers\' obligation to leave some of their land fallow, analyst Strategie Grain said on Thursday.

In its latest monthly report the French analyst said the total set-aside area in the 27-member bloc would reach 4.7 million hectares in 2008/2009, against 6.4 million in 2007/2008.

These figures include land grown for industrial purposes -- such as rapeseed to make biofuels.

"Even though prices are very attractive at the moment, farmers will continue to leave some of the land currently in obligatory set-aside fallow for reasons of conditionality (strips bordering rivers for example), accessibility, low productivity and for lack of materials and man power," it said.

In its first area and output estimates for the 2008 harvest, the analyst said it expected the total EU area sown with cereals to gain 5 percent or 2.7 million hectares next season at 59 million hectares.

Grounding its forecast on farmers\' sowing intentions, seed sales and comparisons of gross profit margins between the various crops, Strategie Grain predicted a 5 percent jump in the soft wheat area to 23.3 million hectares.

Based on a trend yield of 5.55 tonnes per hectare (against 5.11 tonnes/ha in 2007/2008), EU soft wheat output would total 129 million tonnes next season, up 16 million on year, it said.

Barley sowings were expected to gain 0.5 million hectares, or 3.6 percent, at 14.2 million hectares, which could lead to a rise of three million tonnes in output at 61 million tonnes.

The European area sown with maize is forecast to expand by 10 percent compared to 2007/2008 at 8.7 million hectares, leading to a harvest of 57 million tonnes, up 11 million tonnes.

On the opposite total oilseed sowings are forecast to lose 2 percent to 10.5 million hectares, including the so-called industrial crops grown on set-aside land. It did not elaborate. (Quelle: Reuters / Strategie Grains)

Kobban
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Getreide-Hausse: Bauern wollen mehr anbauen

Saatgutkonzerne verzeichnen das beste Geschäft seit Jahren.

WASHINGTON/GENF (18.10.07) - Weltweit reagieren die Bauern nun auf die Höchstpreise von Getreide: Aus immer mehr Regionen wird eine starke Ausweitung des Anbaus für die nächste Saison berichtet. Das US-Landwirtschaftsministerium schätzt, dass die Getreideernte 2008 um 26 Prozent größer als die heurige, zum Teil Dürre-geschädigte Ernte liegen werde.

Australien, wo zuletzt eine Missernte verzeichnet wurde, erwartet nun eine um 39 Prozent höhere Ernte. Auch Europas Bauern werden mehr Getreide einfahren, nachdem die EU die verpflichtende Stilllegung von zehn Prozent der Agrarfläche aufgehoben hat.

Der Saatgutkonzern Syngenta berichtete Donnerstag, dass die südamerikanischen Bauern derzeit um rund 40 Prozent mehr Saatgut aussäen als im Jahr zuvor. Das – und zudem deutlich höhere Umsätze mit Pflanzenschutzmitteln – ließ den Umsatz im dritten Quartal um 21 Prozent ansteigen. Experten erwarten ähnliche Daten auch von anderen Saatgutfirmen.

Preise sinken weiter

Auf der anderen Seite steigt aber die weltweite Nachfrage, vor allem in China und anderen Entwicklungsländern, ungebremst. Doch die schlimmsten Befürchtungen eines dramatischen Mangels werden wohl nicht eintreten. Die UN-Ernährungsorganisation FAO hatte noch vor einigen Wochen ein weiteres Sinken der weltweiten Lagerbestände prognostiziert. Das würde den Preisauftrieb weiter verstärken.

Auf den Agrarmärkten gehen die Preise indes weiter bergab. Getreide notierte am Donnerstag bei weniger als 240 Euro je Tonne. Höchstwert war bei mehr als 280 Euro Anfang September. Das aktuelle Preisniveau liegt um die Hälfte über dem Vorjahr. / ag./ku

http://www.diepresse.com/text/home/wirtschaft/economist/337888

Landjus
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12 Jahre 9 Monate

Selten so gelacht.
Wer zum gegenwärtigen Zeitpunkt die Prognose abgibt, die Getreideernte werde im nächsten Jahr um 26 Prozent steigen, bei dem muß das Lügen nicht nur zum Geschäft dazu gehören, sondern schon pathologische Dimensionen erreicht haben.
Ganz offensichtlich sind die Progonsen des USDA politisch motiviert.
Es sollte klar sein, daß für einen derartigen Anstieg schon die dazu nötigen zusätzlichen Flächen gar nicht zur Verfügung stehen.
Auf zuvor nicht ackerbaulich genutztem, wilden Boden lassen sich nicht einfach so Rekordernten erzielen. Auch nicht mit erhöhtem Düngemittelaufwand.
Es wird rund um den Globus ständig irgendwo geerntet oder ausgesät.
Wie die Ernte ausfällt, wird erheblich vom regionalen Wettergeschehen beeinflußt.
Und wer glaubt, das Wetter auch nur in Europa im nächsten Jahr schon jetzt vorhersagen und damit eine Ernteprognose abgeben zu können, der sollte dringend zum Arzt gehen.

Natürlich heißt das nicht, daß der Getreidepreis nicht veränderlich wäre. Die Erntemenge ist aber nur einer der preisbildenden Faktoren.

@ Kobban

Damit kein Mißverständnis aufkommt, ich weiß natürlich, daß Sie nur eine Meldung weitergeben, nicht Ihre Meinung.

Graintrader
Mitglied seit
12 Jahre 5 Monate

@ Landjus [#17]

Bravo ! Dem kann ich wirklich nur zustimmen. Die Leute, die solche Zahlen veröffentlichen, basieren ihre Aussagen auf eine ganz normalen Fortschreibung der bisherigen Statistiken. Da sie ja auch den Hintern nicht aus den bequemen Sesselrauskriegen, werden sie niemals erfahren, wie die Wirklichkeit draussen aussieht. Es würde aber schon reichen, die Erwartungen von Kreisbauernverbänden und Landwirtschaftsämtern abzufragen und schon wird man feststellen, dass 1 + 1 doch nicht 3 ist, sondern teilweise eben nur 0 !
Aber es ist für manche viel zu schwer, etwas anderes zu tun, als Zahlen zu bewegen. Schade nur, dass solchen Leuten / Organisationen immer ein grosses Forum eingeräumt wird und kritische Nachfrager schon längst ausgestorben sind.

Gast

Ui, da sind aber einige schwer beleidigt nur weil man Meldungen hier veröffentlicht oder Meinungen vertritt , die der ein oder andere ("Trekererfahrene") nicht so gerne hört ? Es sind doch nur erste Tendenzen die sich aufgrund Aussaat(absichten) im Moment abzeichnen und die jeder werten kann wie er will.

Vielleicht sind die Prognosen des USDA politisch motiviert, aber die Erwartungen der Kreisbauernverbände mit Sicherheit auch. So what? Man kann sich ja anders Verhalten wenn man die "Wirklichkeit draussen" kennt.

Klar ist denke ich jedem (auch denen, die die Wirklichkeit draussen nicht kennen - so schön, daß ich es nochmal wiederholen muss), daß das richtige Wetter das Zünglein an der Waage sein wird. Aber jetzt unterschwellig wieder auf eine weltweite Schlechtwetterlage zu hoffen (oder anders gesagt: kritisch Nachfragen, s.o.), ist genauso unsachlich als mit opt. Wetterbedingungen zu rechnen.

Generell, wird eine "normale" Ernte die Versorgungssituation wesentlich mehr beeinflussen als 1,7 Mio ha die evtl. aus der Stilllegungsfläche wieder in die Produktion gehen. Also hoffen wir auf das "richtige" Wetter.

Graintrader
Mitglied seit
12 Jahre 5 Monate

@ Fantomas [#19]

Wieder willkommen Fantomas.

Ganz so einfach kann man es sich nicht machen, die Wetterverhältnisse und die Veränderungen zu ignorieren. Am 29.7. hat die Kommission ein - Greenpaper - herausgegeben, dass sehr genau auf diese Veränderungen im Detail eingeht. Die Zusammenfassung lautet:

4. Conclusion
In general Europe will face a shift up north in terms of climate conditions: The north will become warmer and the south even hotter and drier, while the impacts through climate on southern European agriculture will be heavier. Furthermore, extreme weather events will appear more often across whole Europe. Altogether the impacts of climate change on the European agricultural production tend to be more negative than positive.

Also so unsachlich ist diese Diskussion nicht.

holz
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Die Weltbevölkerung wächst durch höhere Geburtenraten und längere Lebenserwartung. Der Wohlstand insbesondere in Asien nimmt zu, Fleischkonsum ist nicht mehr unerschwinglich. Dennoch, kann m. E. die Steigerung der Food-Nachfrage durch eine höhere Intensität im Anbau gedeckt werden, so dass damit der Markt ins Gleichgewicht gebracht werden kann.

Meines Erachtens nicht so leicht beeinfluß- und vorhersehbar ist die Witterung (vor allem Extreme) und die (günstige) Verfügbarkeit der fossilen Energien.

Von daher wird in Zukunft vor allem derjenige verstärkt profitieren, der im Besitz von landwirtschaftlichen Rohstoffen ist. Wer der Meinung ist, dass dieses zunächst die Produzenten sein werden, der irrt. Der Vielzahl der Produzenten steht eine weitaus geringere Zahl von "Händlern" gegenüber die sich strategisch noch besser "Aufstellen" werden.

Das viel diskutierte Preisniveau wird sich daher m. E. künftig verstärkt am Vermarktungsgeschick der Beteiligten orientieren. Das Energiepreisniveau wird jedoch die untere Grenze des Agrarpreisniveaus bestimmen.

Richard Ebert
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Flächenstilllegung passé - Landwirte können vorgesehene Flächen mit herkömmlichen Produkten bestellen

Von OTZ-Redakteur Axel Ukena

Osthüringer Zeitung, Stadtroda (17.01.08) - Die Arbeit auf den Feldern der Region ruht. Scheinbar. Die Saat ist gelegt, zarte Pflänzchen sprießen allerorten, um später als Getreide oder Ölsaat aufzuwachsen.

Die landwirtschaftlichen Kulturen brauchen eine Ruhepause. Sie wurden im Herbst durch die viele Nässe arg gestresst, sagt Thomas Schmidt, designierter Leiter der Stadtrodaer Außenstelle des Landwirtschaftsamtes in Rudolstadt.

Deshalb sei das derzeitige milde Klima gar nicht so verkehrt, starke Fröste könnten bei den vollgesogenen Flächen Schäden verursachen. "Das ist die freie Natur, damit muss der Landwirt auskommen."

Doch ohne natürlichen Zyklus, d.h. auch Fröste, gehe es nicht, weiß der Fachmann. Für die Struktur des Bodens sei Kälte im Winter unablässig.

Eine wichtige Neuerung trifft die Landwirte 2008. Seit diesem Jahr müssen sie Anbauflächen nicht mehr stilllegen bzw. können still gelegte Flächen bewirtschaften. Das heißt, sie können darauf normale Produkte wie Getreide anbauen. "Das hat vor allem mit der Weltmarktlage zu tun, Getreide fehlt. Mit der Lockerung soll der Markt reguliert werden. Da spielen mehrere Faktoren hinein, wie auch die Nutzung als energetische Ressource", sagt Thomas Schmidt.

Bislang konnten die Landwirte Stilllegungsflächen für den Anbau von nachwachsenden Rohstoffen bewirtschaften. Sie mussten dafür - wie jetzt auch noch - die Fläche beantragen.

Was für Außenstehende kompliziert klingt, ist für die Landwirte Alltag. Sie haben bestimmte Zahlungsansprüche für die Bewirtschaftung. Sie sind Grundlage für ihr Geld. Und so wird unter Grasfläche, Acker und stillgelegter Fläche unterschieden. Letztere ist so definiert: Sie muss, wenn sie 2008 als stillgelegte Fläche genutzt werden soll, 2003 als Ackerfläche gedient haben. Die Landwirte blicken nicht ganz sorgenfrei ins neue Jahr, insbesondere auf die Agrarpolitik nach Brüssel. "Degression" und "Gesundheitspolitik" verheißen von dort nicht unbedingt Gutes. "Die Bauern erhalten bestimmte Summen für beantragte Flächen. Ist dabei eine bestimmte Zählgröße erreicht, sollen die Zahlungen nun gekürzt werden", erklärt Thomas Schmidt dazu. Gerade für die großen ostdeutschen Landwirtschaftsbetriebe in Genossenschaftsform wäre das von Nachteil. Und dann gibt es noch die "Modulation", wo ein Sockelbetrag von den Betriebsprämien abgezogen werde, welcher umgelagert wird, zum Beispiel in das Förderprogramm FILET.

"Das stellt zwar die Stärkung des ländlichen Raums in den Fokus, doch die Mittel werden den Betrieben entzogen", verweist Schmidt auf die nun diskutierte Höhe, den Anteil von fünf Prozent auf 13 Prozent zu erhöhen.

So gesehen sei es derzeit eine spannende Zeit, weil der Umbau der Förderstrukturen vor allem den ländlichen Raum angehe. Vieles werde da neu formuliert, und es ist nicht nur der Wegebau, der auf solche Förderungen zugreife, sondern möglicherweise auch die Umgestaltung eines früheren landwirtschaftlichen Betriebes auf neue Ausrichtung.Die Bauern müssen ihre Flächen nicht mehr stilllegen, sie können auf diese Flächen herkömmliche Produkte anbauen.

(Quelle: http://www.otz.de/otz/otz.stadtroda.volltext.php?kennung=on1otzLOKStaStadtroda39463&zulieferer=otz&kategorie=LOK&rubrik=Stadt&region=Stadtroda&auftritt=OTZ&dbserver=1)

Richard Ebert
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Aus für Flächenstilllegung zeichnet sich ab

Der Standard / APA (01.07.08) - In der Europäischen Union zeichnet sich angesichts der weltweit starken Nachfrage nach Getreide ein Ende der zwangsweisen Stilllegung von Ackerland ab. Wie die EU-Kommission am Dienstag in Brüssel mitteilte, sprach sich eine große Mehrheit der EU-Staaten bei Beratungen im zuständigen Agrarausschuss dafür aus, die sogenannte Flächenstilllegung abzuschaffen.

Wegen der Weltmarktlage können die Landwirte schon seit Herbst 2007 ihre gesamte Anbaufläche nutzen. Zuvor mussten sie zehn Prozent brachliegen lassen.

(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://derstandard.at/?url=/?id=3398532)

Richard Ebert
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Rekordernte bei Weizen möglich

ZMP (11.07.08) - In der Saison 2008/09 könnte weltweit eine Rekordweizenernte eingefahren werden. So geht das US-Landwirtschaftsministerium derzeit von einer Erzeugung von 663 Millionen Tonnen aus, das wären 52 Millionen Tonnen mehr als im Vorjahr.

Erstmals seit der Saison 2004/05 dürfte die globale Produktion damit wieder über dem Bedarf liegen, womit die Voraussetzungen für einen Aufbau der zuletzt stark geschrumpften Weizenbestände gegeben wären. Die positiven Angebotsprognosen haben in den vergangenen Monaten zu einem deutlichen Rückgang der Weizenpreise geführt. Die Weizenernte dürfte in der Saison 2008/09 in allen wichtigen Exportstaaten größer ausfallen. Eine Ausnahme bildet Argentinien. Hier dürfte deutlich weniger Weizen als 2007/08 angebaut werden. Dagegen gehen die Prognosen von einem höheren Aufkommen in den USA, Australien und Europa aus. In der EU dürfte die Ernte vor allem bei den größten Weizenerzeugern Frankreich und Deutschland, aber auch in Ungarn, Rumänien und Bulgarien deutlich umfangreicher als im Vorjahr ausfallen. Mit kräftigen Steigerungen wird darüber hinaus in Russland und der Ukraine gerechnet.

(Quelle: http://www.zmp.de/presse/agrarwoche/marktgrafik/2008_07_11_zmpmarktgrafik_328b_Weltmarkt_Brotweizen.asp)

Richard Ebert
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Bauern erwarten höhere Getreideernte

Von Carola Böse-Fischer

Schaumburger Nachrichten, Hannover/Kreis Schaumburg (11.07.08) - Die Landwirte in Niedersachsen werden in diesem Jahr eine höhere Getreideernte einfahren. Für konkrete Zahlen sei es kurz nach dem Erntestart noch zu früh, sagte Landvolkpräsident Werne Hilse am Donnerstag in Hannover. Aber die Menge dürfte allein wegen der um etwa 6 Prozent ausgeweiteten Anbaufläche größer ausfallen.

Im vergangenen Jahr hatten Niedersachsens Bauern wegen des schlechten Wetters nur 5,3 Millionen Tonnen Getreide von den Feldern geholt und damit das schlechteste Ergebnis seit 13 Jahren erzielt.

Die Erträge fallen laut Hilse allerdings regional sehr unterschiedlich aus. Von „katastrophal bis recht gut“ reichten die Urteile der Landwirte. Vor allem im Norden und Osten des Landes wird danach mit deutlich niedrigeren Erträgen gerechnet. Aber auch auf besseren Standorten im Süden und in der Braunschweiger Börde hätten die Erträge aufgrund der langen Trockenheit im Frühjahr gelitten.

Trotz der erwarteten größeren Erntemengen lägen die Preise teilweise höher als zur Ernte 2007, wie der Landvolkpräsident sagte. Für Wintergerste, die jetzt geerntet wird, würden 165 bis 185 Euro je Tonne gezahlt, rund 10 bis 15 Euro mehr als vor einem Jahr. Weizen wird mit rund 200 Euro pro Tonne gehandelt, das entspricht dem Niveau vor Jahresfrist. Vom Spätsommer bis Anfang 2008 waren die Weizenpreise dann bis auf das Rekordniveau von 300 Euro je Tonne geklettert.

Die hohen Preise verbunden mit der Aufhebung der Flächenstilllegung waren der Grund dafür, dass die Landwirte in Europa ihre Anbauflächen in diesem Jahr kräftig ausgeweitet haben. Für die gesamte EU wird nach jüngsten Schätzungen eine Getreideernte von knapp 289 Millionen Tonnen erwartet. Das wären rund 35 Millionen Tonnen mehr als im vorigen Jahr. Die EU werde damit 2008 wieder zum Exporteur, sagte Konrad Weiterer vom Algermissener Landhandelsunternehmen Weiterer auf Anfrage. Exporte von etwa 30 Millionen Tonnen seien auch aus der Ukraine, Rumänien, Russland und Kasachstan zu erwarten. Diese Mengen würden die Preise drücken, erklärte der Landhändler.

Der Landvolkpräsident rät den Landwirten deshalb, ihre Getreideernte erst einmal einzulagern. Wegen der „immens gestiegenen Kosten etwa für Düngemittel“ sei es nicht sinnvoll, zum gegenwärtigen Preisniveau zu verkaufen. Nach Einschätzung von Hilse gibt es im Jahresverlauf noch einen „Preisspielraum nach oben“. Denn weltweit seien die Lagerbestände nahezu aufgezehrt. Zudem sei mit einer Nachfragebelebung in der Bioenergie zu rechnen.

Das könnte laut Hilse manchen Landwirt auf die Idee bringen, eine andere Vermarktung in Erwägung zu ziehen. Weizen etwa habe einen hohen energetischen Wert. Damit spielte der Landvolkpräsident auf die Mühlen an, die das Getreide zu Mehl verarbeiten. Mit der versteckten Drohung hofft er offensichtlich, die Position der Erzeuger in den Preisverhandlungen zu verbessern.

(Quelle: http://www.sn-online.de/newsroom/wirtschaft/dezentral/wirtschaft/art5090,636620)

Graintrader
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12 Jahre 5 Monate

@ Richard Ebert [#1]

Interessant sind die Ausführungen des Herrn Hilse schon.
Ob er wirklich die Interessenfunktion für seine Klientel angemessen ausführen kann, muß man wirklich bezweifeln. Einfach die erhöhten Erntemengen im Getreide rund um den Globus zu ignorieren, ist schon eine Kunst. Fragwürdig wird es insbesondere, wenn er eine Einlagerung empfiehlt, mit dem sicheren Hinweis auf steigende Preise. Hoffentlich hält er sich selber an seine eigenen Empfehlungen !
Dass die EU mittlerweile ca. € 30 / to von einem Exportniveau entfernt ist, dürfte ihm ebenso entgangen sein, wie die Tatsache, dass im gesamten östlichen Raum (Russland etc.) zu Dumpingpreisen exportiert wird. Während Herr Hilse noch einlagert, läuft das Geschäft schon lange an ihm (und allen anderen) vorbei. Auch die Tatsache, dass die Preise im Inland innerhalb von vier Wochen um ca. € 20 - 30 /to gefallen ist, wird von ihm kräftig ignoriert. Statt sich auf Empfängen / Veranstaltungen und sonstigem herumzutreiben, hätte er seine Hausaufgaben machen müssen und rechtzeitig als Interessenvertreter auf die Gefahren in der Vermarktung aufmerksam machen müssen.
Dass er keine Hausaufgaben gemacht hat, zeigt sich an der wenig intelligenten "Drohung" mit der Bioethanolverarbeitung. Weder weiss er, dass wir lediglich eine Gesamtverarbeitung in Deutschland von 750.000 to haben, noch dass ein Teil der Menge nicht als Getreide verarbeitet wird, ein anderer Teil bereits aus Tschechien kommt und ohnehin gebietsmässig (ausschliesslich im Osten) einschränkt ist. Ausserdem wird kaum Qualitätsgetreide verarbeitet, sondern Getreide mit Futterwerten.
Vielleicht sollte man erstmal nachdenken, bevor man etwas sagt, Herr Hilse !

peterg
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Graintrader [#26]

Grüß Gott,
gestern bin ich auf einen fortlaufenden Langfristchart der nahen Futures von Chicago Weichweizen gestoßen. Hier könnte sich eine sehr schöne Schulter-Kopf-Schulter-Formation bilden, was zu Ihren Bemerkungen sehr gut passt.
Soweit ich weiß, sind die europäischen Weizenanbauer hinsichtlich Export (z.B. in Nicht-EU-Länder in Afrika oder im mittleren Osten) v.a. im Wettbewerb mit der Anbauregion in den GUS-Staaten (Schwarzmeerregion) die ebenfalls die Anbauflächen ausgeweitet haben.

Meine Frage an Sie ist, wie würden sich mitteleuropäische Bauern in den nächsten Jahren verhalten, sollte wirklich der Weizenpreis dauerhafter, deutlich fallen ?
Gibt es klimatische oder agrartechnische Gründe, die z.B. für Mais sprechen oder würde man rein nach marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten, das Getreide, welches den größten Profit verspricht anbauen ?

Gruß
Peter

Graintrader
Mitglied seit
12 Jahre 5 Monate

@ peterg [#27]

Guten Morgen,

die Frage ist wirklich interessant und verlangt mittlerweile hellseherische Fähigkeiten. Nochmal ein kurzer aktueller Auszug -

Australiens Weizenfläche
erreicht Rekordwert
FRANKFURT (Dow Jones)--

Das
US-Agrarministerium (USDA) erwartet
bei Australiens Anbaufl äche für Weizen
im Erntejahr 2008/09 einen neuen
Rekordwert. Dies werde vor allem
getrieben durch die hohen Preise für
Weizen sowie einen Niedrigststand
bei der Schafhaltung.
Das Australian Bureau of Agricultural
and Resource Economics (ABARE)
sieht 2008/09 bei Weizen eine Anbaufl
äche von 14 Mio ha. Diese würde
den bisherigen Rekordwert von 13,4
Mio ha in der Saison 2004/05 übertreffen.
Die erwartete Weizenproduktion
soll rund 22,4 Mio t betragen.
Unterdurchschnittliche Niederschläge
in einigen Anbauregionen hätten
höheren Erwartungen gebremst. Der
erwartete Durchschnittsertrag soll bei
1,6 t/ha liegen.
Beim Anbau von Gerste sieht ABARE
eine Anbaufl äche von 4,5 Mio ha. Der
bisher größte Flächenanbau wurde in
der Saison 2004/2005 mit 4,65 Mio
ha verzeichnet. Die Produktionsmenge
wird auf 7,85 Mio t geschätzt. Den
Durchschnittsertrag sieht ABARE bei
1,75 t/ha.
DJG/DJN/mil/15.7.2008

Nimmt man nun die erhöhten Anbaumengen, wird schnell klar,
dass die EU - Landwirte nur noch über den Preis mithalten könnten. Leider ist
das normale Verhalten des Landwirtes per heute so, dass immer das gerade angebaut wird, was in der vergangenen Saison preislich gut lief, womit aber automatisch der Markt wie´der runtergezogen wird. Und dies meinte ich auch mit einer Funktion der Verbandsoberen; nämlich ihrer Klientel ehrlich zu sagen, was nicht geht und Alternativempfehlungen zu geben. Dies wäre aber mit Arbeit verbunden.
Ich selber bin auch überfordert als Händler hier Empfehlungen zu geben. Zu bedenken ist aber, dass Mais als Monokultur auf Dauer sicherlich nicht dem Boden zuträglich ist; zudem würde damit das Angebot an Futtergetreide zu groß werden, was sich wiederum preislich nachteilig auswirkt.
Gut geeignet wären hochwertige Weizenqualitäten, denn es kommen lediglich Massenqualitäten aus Russland und Co zum Zuge, so dass hier vermutlich die beste Marktchance liegt.

Richard Ebert
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Höhere Getreideernte als 2006 und 2007 erwartet - Anbau ausgeweitet – Erträge im Schnitt auf Niveau des Vorjahres – Bis zu 30 Prozent Ausfälle durch Trockenheit

Bauernverband / Epochtimes / AP, Berlin (16.07.08) – Der Deutsche Bauernverband erwartet in diesem Jahr eine höhere Getreideernte als in den beiden Vorjahren. Dafür sei aber nicht die Witterung verantwortlich, erklärte Verbandspräsident Gerd Sonnleitner am Mittwoch in Berlin. Aufgrund der hohen Getreidepreise im vergangenen Herbst und der ausgesetzten Flächenstillegung hätten die Bauern den Anbau um mehr als 360.000 Hektar ausgedehnt. Ein Hektar ist eine Fläche von 100 mal 100 Meter.

Sonnleitner betonte, auf den neuen Flächen seien nahezu uneingeschränkt Lebens- und Futtermittel angebaut worden. Nur 30.000 Hektar mehr als im Vorjahr wurden offiziellen Schätzungen zufolge für nachwachsende Rohstoffe genutzt. „Tank und Teller sind also nicht als Alternative zu bezeichnen“, sagte der Bauernpräsident.

Er nannte es unverständlich, dass Verbände und Unternehmen des Back- und Braugewerbes erneut eine Preiserhöhung für ihre Produkte angekündigt hätten – weil der Anbau von Bioenergie angeblich ihre Getreiderohstoffe verknappe. An einer Bierkiste mit 20 Halbliterflaschen betrage der wertmäßige Anteil der Braugerste heute 48 Cent. Vor zwei Jahren seien es es 24 Cent gewesen. „Eine Preiserhöhung von fast 20 Prozent – von elf auf 13 Euro je Kasten Bier – ist auch mit einer Verdoppelung der Erzeugerpreise bei Braugerste binnen zwei Jahren nicht zu begründen“, erklärte Sonnleitner.

Erster Erntebericht mit starken Streuungen

In seinem ersten Erntebericht in diesem Jahr wies der Bauernverbandspräsident darauf hin, dass vor allem in Ost- und Norddeutschland die Getreidebestände im Mai und Juni längere Zeit unter Trockenheit gelitten haben. Bei der zuerst zu erntenden Gerste sei wegen des Wassermangels eine sogenannte Notreife mit kleinen Körnern festgestellt worden. In Brandenburg werde schon von einer bis zu 30 Prozent geringeren Getreideernte gesprochen.

Im Bundesdurchschnitt werden aber Erträge auf Vorjahresniveau erwartet, weil im Westen und Südwesten mit besseren Ergebnissen als 2007 gerechnet wird.

Aufgrund der unsicheren Erntesituation sei die Preisfindung schwierig, sagte Sonnleitner. Die Preisspanne bei Wintergerste liege bei 170 bis 190 Euro je Tonne (1.000 Kilogramm), bei Brotweizen bei 190 bis 210 Euro und bei Roggen 180 bis 200 Euro.

Weltweit wird eine Getreideernte (ohne Reis) von 1.733 Millionen Tonnen erwartet, also fast 48 Millionen Tonnen mehr als im Vorjahr. Damit werde erstmals seit vier Jahren auf dem Getreidemarkt ein Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage erreicht, erklärte Sonnleitner. „Auch aus diesem Grund kann die Diskussion über Teller und Tank wieder etwas gelassener geführt werden“, sagte der Bauernpräsident.

Schlechte Stimmung bei den Bauern

Die Stimmung in der deutschen Landwirtschaft hat sich laut jüngstem Konjunkturbarometer Agrar gegenüber dem ersten Quartal dieses Jahres deutlich verschlechtert. Der Index sank von 33,9 auf 19,0 Punkte. Sonnleitner erklärte, Grund seien die deutlich schlechter eingeschätzten Erzeugerpreise sowie die gestiegenen Kosten für Futtermittel, Energie und Düngemittel.

(Quelle: http://www.epochtimes.de/articles/2008/07/16/312750.html)

---

November Weizen wieder unter 200 Euro gehandelt:

Bild entfernt.

Richard Ebert
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Österreich: Warten auf die ersten Weizenpreise

Von Christian Posekany, AIZ

Bauernzeitung.at (21.07.08) - International setzten die Getreidenotierungen vorige Woche ihren Sinkflug fort. An der Euronext.Liffe (ehemals Matif) in Paris hat sich der "November-Futures" von Weizen wieder deutlich unter der Zweihundert-Euro-Marke positioniert.

(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.bauernzeitung.at/?id=2500%2C34840%2C%2C)

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