Getreide: Anhaltende Trockenheit in vielen Anbaugebieten
Mahlweizen auf Erzeugerebene etwas teurer, Gerste meist unverändert.
LWK Niedersachsen, Hannover (01.06.12) - Die Niederschläge zum Ende dieser Woche führten am Getreidemarkt zu einer leichten Entspannung. Anhaltende Trockenheit in vielen wichtigen Anbaugebieten hatte zuletzt die Nervosität der Getreidekäufer erhöht. Die Notierungen reagieren auf jede veränderte Einschätzung sofort. Dabei muss jetzt mit häufigeren Korrekturen in beide Richtungen gerechnet werden. Im Wochenvergleich haben die Mahlweizenpreise auf Erzeugerebene wieder angezogen, während Gerste meist unverändert blieb. Auch auf Grund der gedrückten Ernteaussichten in der Schwarzmeerregion ist westeuropäischer Brotweizen, im Gegensatz zu Gerste, im Exportgeschäft wieder konkurrenzfähig geworden. Niederschläge im Osten der Ukraine und in Südrussland sollen seit einer Woche wieder eine gewisse Entspannung bringen. Andererseits wirkt sich der grundsätzliche Wassermangel in weiten Teilen Deutschlands zunehmend negativ aus und drückt die Ertragserwartungen neben den Auswinterungsschäden hier zusätzlich.
Futterweizen hat sich im Mittel nicht weiter verteuert. Hier bremst die Aussicht auf eine große Körnermaisernte momentan deutlich. Auch wenn natürlich noch nicht klar ist, ob es tatsächlich dazu kommt, kann derzeit jedenfalls nicht von explodierenden Getreidepreisen gesprochen werden.
Sojabohnenaussaat in den USA gut angelaufen
Die Ölsaatenmärkte und damit auch der Mischfuttersektor sind auf eine große Sojaernte im Herbst angewiesen. Die Sojabohnenaussaat in den USA hat zeitig begonnen und ist bislang auch zügig verlaufen. Ausreichende Niederschläge weisen auf zunächst günstige Wachstumsbedingungen hin.
(Quelle: http://www.lwk-niedersachsen.de/index.cfm/portal/6/nav/206/article/7177.html )