Getreide: Brotweizen und Roggen gesucht / Preisverfall im Frühjahr ?
Brotweizen und –roggen weiterhin gesucht
LWK Niedersachsen, Hannover (24.09.10) - Von den Ergebnissen der Untersuchungen des Detmolder Max-Rubner-Instituts, ehemals Bundesanstalt für Getreideforschung, zur Qualität der deutschen Brotgetreideernte können nur sehr bedingt Informationen über das Gesamtbild und die Verteilung der verfügbaren Mengen erwartet werden. Da sich die Untersuchungen auf die von den Mühlen eingesandten Probenmuster beziehen, ist keine für die gesamte Ernte repräsentative Auswahl gegeben. Daher variieren die Detmolder Ergebnisse viel weniger von Jahr zu Jahr als die mittlere Qualität im gesamten Bundesdurchschnitt.
Wegen der in diesem Jahr weitgehend verregneten Ernte können die Verarbeiter nicht wie in Normaljahren aus dem Vollen schöpfen. Die Beschaffung der erforderlichen Mengen an Brotweizen und Brotroggen stellt eine gewisse Herausforderung dar. Dass etwa die Hälfte der Weizenerzeugung ohnehin für Futterzwecke verwendet wird, relativiert die gegenwärtig angespannte Situation.
Unter Berücksichtigung der voraussichtlichen Importe an Weizen in Aufmischqualität wird die Brotweizenversorgung insgesamt am Ende wahrscheinlich mit gewissen Einschränkungen doch wieder sicherzustellen sein. Ob im Frühjahr 2011 dann noch deutlich höhere Preise für guten A- und B-Weizen erzielbar sein werden, ist daher durchaus fraglich. Zu erwarten wäre das wohl allenfalls dann, wenn sich die Aussichten für die kommende Ernte in der Zwischenzeit erheblich verschlechtern sollten.
(Quelle: http://www.lwk-niedersachsen.de/index.cfm/portal/6/nav/206/article/7177.html)
Am Terminmarkt in Paris hat der Weizenpreis innerhalb einer Woche bereits rund 10 % an Wert verloren.