Getreide Cockpit, 19.09.2014 - Diskussion
ZMP-Meinung:
Die global überdurchschnittlich geschätzte Getreideversorgung 2014/15 drückt mit abnehmenden Ernterisiken und des damit verbundenen Prämienabbaues auf die internationalen Getreidekurse. Im weltweiten Weizenhandel verlieren die USA an Wettbewerbskraft aufgrund hoher Transportkosten und starken Dollarkurses zugunsten der Schwarzmeerländer und der EU. Allerdings hemmt der Mangel an Qualitätsweizen das Handelsgeschäft.
Die anlaufenden Maisernten führen in Verbindung mit einem überdurchschnittlich hohen Anteil an Futterweizen zu einer reichlichen Marktversorgung im Futtergetreidesektor in diesem Jahr. Mit fortschreitender Maisernte werden die Risikoprämien in den Kursen abgebaut. und die Kurse geben zunächst nach. Dennoch verbleiben Restrisiken, die um so beachtenswerter sind, als die Maisabreife aufgrund des kühlen Wetters in den USA sich deutlich verlangsamt. Ein späte Ernte könnte immer noch Frost- und Schneesturmgefahren ausgesetzt sein.
Eine grundlegende Veränderung der Getreideversorgung 2014/15 ist von den Anschlussernten auf der Südhalbkugel nicht zu erwarten. Schwache Ernten in Australien und Argentinien könnten durch gute Ergebnisse in Brasilien ausgeglichen werden.
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