Getreide: Dramatische Situation beim Maisanbau in den USA
Nachgebende Getreidenotierungen
LWK Niedersachsen, Hannover (03.08.12) - Weizen und Roggen zeigen aktuell sinkende Tendenz. Bei Futtergetreide entspannt sich die enge Marktsituation nur langsam. Zwar entwickeln sich die Maisbestände in Nordfrankreich ebenso wie in Deutschland momentan sehr gut, doch in Südosteuropa ist es zu trocken.
Dramatisch ist die Lage offenbar in den USA. Dort wurden zu Beginn der vergangenen Woche 45 % der Maisfläche als schlecht oder sehr schlecht beurteilt. Eine Woche zuvor waren es erst 30 % und Anfang Juni nur 5 %. Da der Mais auch dort bereits blüht und Kolben anlegen sollte wird Regen kaum noch ertragswirksam werden können.
Der Internationale Getreiderat reduzierte daher innerhalb von drei Wochen im Juli seine Schätzung für die globale Maiserzeugung 2012/13 von 917 auf 864 Mio. t. Das wären 6 Mio. t weniger als 2011/12. Die voraussichtlichen Lagerbestände zum Ende der Saison 2012/13 würden sich demnach um 14 auf 115 Mio. t Mais verringern. Anfang Juli hatte man noch mit 137 Mio. t gerechnet.
Ölsaatenmärkte mit Schwächen
Raps hat deutlich nachgegeben. Die überwiegend besser als erwartet ausgefallenen Erträge können den leichten Rückgang der Anbaufläche wohl überkompensieren. Die Versorgungslage bleibt dennoch eher angespannt. Nur bei einem überraschenden Nachfrageeinbruch wäre aus gegenwärtiger Sicht mit anhaltender Preisschwäche zu rechnen.
(Quelle: http://www.lwk-niedersachsen.de/index.cfm/portal/6/nav/206/article/8351.html )
Explodieren Maispreise in Chicago und Paris