Getreide: Erste Nässeschäden der neuen Ernte ?
Bestände im Frühjahr - Spätsaaten leiden in Niedersachsen unter der Nässe
Agrarheute, pd, Hannover (22.02.08) - Hannover - Die erheblich höheren Regenmengen in den letzten Monaten haben in Niedersachsen insbesondere bei den Spätsaaten bereits erkennbare Spuren hinterlassen.
Wie die Landwirtschaftskammer des Landes berichtet, haben die Pflanzen eine geringere Wurzelmasse gebildet und auf länger vernässten Flächen sei sogar der Keimling abgestorben. Zu den normalen Saatterminen ausgedrillter Raps und auch Gerste hätten hingegen ein optimales Entwicklungsstadium erreicht. So sollte ein normal entwickelter Raps zirka acht bis zehn Blätter ausgebildet haben, Wintergerste sollte etwa drei bis vier kräftige Triebe und Roggen vier bis fünf Triebe aufweisen, schreibt die Kammer weiter. Weizen sei am ehesten noch in der Lage, auch im Frühjahr ertragreiche Triebe anzulegen und könne folglich eine schwache Herbstentwicklung zu einem großen Anteil kompensieren.
Nach Angaben der Landwirtschaftskammer empfiehlt es sich insbesondere für Bestände, die unterdurchschnittlich entwickelt oder stärker unter der Nässe gelitten haben, eine startbetonte Stickstoffdüngung mit nitrathaltigen Düngern durchzuführen. Auch eine P und K Düngung sollte bei nicht hoch versorgten Böden in Erwägung gezogen werden. In geschwächten Beständen mit schwachem Wurzelwerk könne eine Zufuhr an wasserlöslichem Phosphat die Regeneration fördern. Die Gesamtmenge der Stickstoffdüngung ist an den bewährten Richtwerten unter Berücksichtigung des Nmin – Wertes zu orientieren. Gerade schwächere Bestände sind nicht in der Lage überhöhte Stickstoffmengen in Ertrag umzusetzen. (pd)
(Quelle: http://www.agrarheute.com/index.php?redid=205867)
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Das Aufgeld der alten Ernte (Mai, schwarz) gegen die neue Ernte (November, rot) hat sich bereits halbiert. Wenn die kommende Ernte schwächer als erwartet ausfällt, könnte sich der Spread (blau) noch weiter verringern.