Getreide: EU Exporte deutlich unter Vorjahr
Getreideexporte liegen deutlich unter dem Vorjahr
LWK Niedersachsen, Hannover (04.11.11) - Die internationalen Getreidemärkte befinden sich im Sog der Finanzkrise. Fundamentale Daten beeinflussen die Märkte derzeit nur zweitrangig. Das hin und her in der Bewältigung der Wirtschaftkrise zeigt sich auch in den Schlusskursen der Börsen. Deutliche Kursausschläge nach oben und unten sind unter diesen turbulenten Umständen nicht auszuschließen. Im Wochenverlauf konnten sich die Kurse vor allem für Weizen und Mais festigen.
Wie die Europäische Kommission berichtet, liegen die Getreideexporte deutlich unter dem Vorjahreswert. Insgesamt wurden von Beginn des Wirtschaftsjahres 7,85 Mio. t Getreide und damit 3,27 Mio. t weniger als im Vorjahreszeitraum exportiert. Dagegen konnten die Maisausfuhren mit 0,85 Mio. t auf niedrigem Niveau fast verdreifacht werden.
Indes sind Russland und die Ukraine weiter erfolgreich am Exportmarkt tätig. Die Ukraine hat erstmals seit 2008 für Ausfuhren in Richtung Ägypten den Zuschlag bekommen. 2008 wurde die Ukraine von Ägypten auf Grund von Qualitätsproblemen ausgelistet. Die russische Regierung hat die Einführung von Exportzöllen beschlossen. Sobald die exportierte Menge die Grenze von 24 bis 25 Mio. t. überschreitet, sollen Exportzölle greifen.
Aussagen des russischen Landwirtschaftsministeriums zur Folge hat Russland sein Exportpotential bereits zur Hälfte ausgeschöpft. Seit Anfang des Wirtschaftsjahres sind aus Russland in etwa 12 Mio. t Getreide exportiert worden.
(Quelle: http://www.lwk-niedersachsen.de/index.cfm/portal/6/nav/206/article/8351.html )