Getreide: Im Würgegriff der Schuldenkrise
Getreidemärkte weiterhin im Würgegriff der Schuldenkrise - IGC: 2011/12 gut versorgter Weizen-Weltmarkt - Beim Mais weiterer Bestandsabbau
aiz.info, Wien (25.11.11) - Die Kursverluste für Getreide und Ölsaaten an den internationalen Warenterminbörsen setzten sich diese Woche fort. An der Euronext in Paris fielen die Weizen- und Maisfutures für den jeweils vordersten Liefertermin bis Donnerstag auf unter EUR 180,- pro t, wobei nun der Mais wieder etwas unter dem Weizen rangiert. Am Donnerstag und Freitag fehlte der Euronext wegen der Thanksgiving-Ferien in den USA die Orientierung von der Leistbörse CBOT in Chicago, wobei die Kursbewegungen beim Weizen in Paris an beiden Tagen minimal und das Volumen dünn blieben.
Zuvor fielen am Mittwoch Weizen und Sojabohnen an der CBOT auf ihren niedrigsten Wert seit über einem Jahr, weil China die Sojaverarbeitung aus Angst vor einer Wirtschaftskrise deutlich zurücknimmt. Die Stimmung ist weiterhin gedrückt von der Schuldenkrise und der Angst vor einer Rezession. Fundamental kommen die großen Ernten im Schwarzmeerraum und die Billigangebote der dort ansässigen Exporteure sowie gute Ertragserwartungen für die auf der Südhalbkugel anlaufenden Ernten hinzu. In der abgelaufenen Woche folgten auch die Kassamarktpreise für Qualitätsweizen diesem Trend. Die Wiener Produktenbörse nahm die Notierung am Mittwoch dieser Woche um EUR 5,50 pro t im Schnitt des Preisbandes unter die Benchmark von EUR 200,- auf EUR 195,- pro t zurück.
(Quelle und sehr ausführlich weiter lesen: http://www.aiz.info/?id=2500,,,2028&cid=1095099&uid=1081955 )
Der Weizenpreis am Kassamarkt in Niedersachsen, ermittelt von der Landwirtschaftskammer Hannover, erreichte ein neues Jahrestief.