Richard Ebert
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Getreide: Interventionsbestände drücken auf die Preise

Marktüberblick Getreide

AMI / Agrarheute.com, Bonn (31.05.10) - In Zusammenarbeit mit der AMI veröffentlicht agrarheute.com in loser Folge Überblicke zu bestimmten Marktsegmenten und Agrarprodukten. Der Marktüberblick "Getreide" analysiert Bodennutzung, Börsennotierungen und den Handel.

Preisspielraum 2010 vorerst begrenzt

Das Wirtschaftsjahr 2009/10 ist durch eine komfortable Versorgung mit Getreide geprägt. Das geht aus der akuellen Marktbilanz Getreide - Ölsaaten - Futtermittel 2010 der Agrarmarkt Informations-Gesallschaft mbH (AMI) hervor. Die gute Ernte 2009 hatte zusammen mit umfangreichen Anfangsbeständen für kräftigen Angebotsdruck gesorgt und eine anhaltend schwache Preistendenz bei Brot- und Futtergetreide ausgelöst.

Hohe Bestände drückten Preise

Die Anbieter reagierten auf diese Entwicklung in dieser Saison mit einer sehr verhaltenen Vermarktung, zumal viele von ihnen lange auf eine Preiserholung hofften. Allerdings drückten die hohen Bestände, eine schwache Inlandsnachfrage und positive Angebotsaussichten für 2010 die Preise bis in dieses Frühjahr hinein nach unten.

Anfang Juni 2009 hatten die von der AMI ermittelten Erzeugerpreise für Brotweizen mit 130 Euro je Tonne frei Erfasserlager ihren Jahreshöchststand erreicht, anschließend zeigte die Preiskurve steil nach unten. Bis Ende September gaben die Kurse um fast ein Viertel nach und unterschritten damit erstmals seit 3 ½ Jahren wieder die Linie von 100 Euro je Tonne. Zwar konnten sich die Preise im Winter wieder leicht erholen, mehr als 111 Euro je Tonne wurden bei Brotweizen bis Ende März im Durchschnitt jedoch nicht erreicht.

Stärkster Preisrückgang bei Futtergetreide

Noch deutlicher fiel der Preisrückgang bei Roggen und Futtergerste aus: Für Futtergerste konnten Landwirte im Durchschnitt zeitweise weniger als 87 Euro je Tonne frei Erfasserlager erlösen, bei Brotroggen wurde die Talsohle sogar erst bei knapp 78 Euro je Tonne erreicht.

Menge an Inverventionsgetreide steigt

Die von vielen Landwirten erhoffte Erholung der Futtergetreidepreise blieb in diesem Frühjahr - abgesehen von einem kurzzeitigen Anstieg im Januar - aus. Abgeber nutzten daher zum vorläufig letzten Mal die Chance, Gerste in die staatliche Lagerhaltung zu geben. Bis Mitte März summierte sich das Gerstenangebot an die Intervention bereits auf gut 1,3 Millionen Tonnen, Tendenz weiter steigend. Damit deutet sich an, dass die bereits zu Beginn der Saison genannte Marke von 1,5 Millionen Tonnen problemlos überschritten wird.

(Quelle: http://www.agrarheute.com/marktueberblick-getreide)

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Geschrieben von Richard Ebert am
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