Getreide: Neue Marktschätzungen der Getreideernte 2008
Knappes Angebot treibt Getreidepreise
Von Dieter Claasen
Handelsblatt, London (18.03.08) - Neue Exportwerte sowie Ernte- und Vorratsschätzungen des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums, USDA, haben den Getreidepreisen zusätzlichen Auftrieb geben. Der niedrige Stand der Weltvorräte und der so genannte „China-Faktor“ haben die Märkte verunsichert – und die Sorge über eine weltweite Bedarfsdeckung neu entfacht.
In Chicago stieg der Weizenpreis binnen 48 Stunden nach Veröffentlichung der USDA-Zahlen um elf Prozent auf zuletzt fast 1 200 Cents je Bushel (rund 36,37 Liter).
Das Ministerium schreckte die Märkte mit seiner Prognose auf.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.handelsblatt.com/News/Boerse/Rohstoffe-Devisen/_pv/_p/203855/_t/ft/_b/1405698/default.aspx/knappes-angebot-treibt-getreidepreise.html)
@ Richard Ebert [#31]
Die Nachricht wirkt keinesfalls preisstützend. Allenfalls rettet uns diese Massnahme den Hals, denn die Auswirkungen auf unseren heimischen Markt werden
verheerend, wenn wieder grosse Mengen eingeführt werden, so wie es eine grosse Mühlengruppe derzeit mit US Weizen gemacht hat.
EU-Getreideexport im Vergleich zum Vorjahr etwa verdoppelt
Schweizerbauer.ch / AgE (09.11.08) - Der Getreideexport der Europäischen Union ist im neuen Wirtschaftsjahr aufgrund der deutlich höheren Ernte erheblich dynamischer verlaufen als 2007/08.
Der Handel zog in der laufenden Kampagne bis zum 28. Oktober 2008 laut Angaben der EU-Kommission Ausfuhrlizenzen über insgesamt 12,1 Mio t Getreide; das waren 5,8 Mio t oder 92 % mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.schweizerbauer.ch/htmls/artikel_17967.html)
Welt/IGC: Welthandel mit Weizen nimmt zu
ZMP (10.11.08) - Der Internationale Getreiderat (IGC) korrigierte seine Angebots- und Nachfrageschätzung für Weizen erneut nach oben. In seinem am 30. Oktober veröffentlichten Bericht veranschlagt der IGC die weltweite Weizenernte 2008/09 auf 683 (Vorjahr: 610) Millionen Tonnen, 7 Millionen Tonnen höher als im Vormonat. Positiver wurden die Aussichten insbesondere für die EU, Nordamerika sowie die Schwarzmeerregion beurteilt.
Zugleich hob der Getreiderat die globale Verbrauchsschätzung gegenüber September um 5 Millionen Tonnen auf 651 (Vorjahr: 614) Millionen Tonnen an. Vor allem im Futtergetreidesektor wird aufgrund der besseren Verfügbarkeit von günstigem Weizen eine kräftige Zunahme erwartet. Der Handel mit Weizen legt voraussichtlich um 7 Millionen Tonnen auf 117 Millionen Tonnen zu. Dies ist nach Angaben des IGC in erster Linie eine Folge der stark steigenden Nachfrage des Irans und Saudi-Arabiens.
Welt-Maisbestände schrumpfen
Bei Mais wurde die Produktionsschätzung um 2 Millionen Tonnen auf 773 Millionen Tonnen angehoben, wobei Anhebungen für die EU und die Schwarzmeerregion Abwärtskorrekturen für Argentinien gegenüber stehen. Während der Maiseinsatz im Futtersektor zulasten von Weizen zurückgehen dürfte, wird der Verbrauch im US-Bioethanolsektor weiterhin als wachsend eingeschätzt. Im laufenden Wirtschaftsjahr wird mit einem Einsatz von gut 100 Millionen Tonnen Mais in diesem Bereich gerechnet, das entspricht gut einem Drittel der US-Maisernte. Angesichts des Nachfrageüberhangs schrumpfen die weltweiten Maisbestände zum Schluss dieses Wirtschaftsjahres voraussichtlich auf 111 Millionen Tonnen, das entspricht dem niedrigsten Stand seit 5 Jahren.
Weizenfläche 2009 eingeschränkt
Mit Blick auf die Anbauentwicklung zur Ernte 2009 geht der IGC in einer ersten Einschätzung bei Weizen von einer Einschränkung um 1,8 Prozent auf 221 Millionen Hektar aus. Für die fünf bedeutendsten Exportländer (Australien, Argentinien, Kanada, EU und USA) wird sogar mit einem Rückgang um 2,6 Prozent auf 75,2 Millionen Hektar gerechnet. So sollen viele Erzeuger vor dem Hintergrund der enttäuschenden Weizenpreise auf Alternativen umgeschwenkt sein.
Die Vegetationsbedingungen für die Herbstaussaat waren in der EU indes recht günstig. Dies gilt auch für den Westen Russlands, wo Regen und milde Temperaturen für ein zügiges Auflaufen der Bestände gesorgt haben. In der Ukraine führten starke Regenfälle dagegen zu einer Verzögerung der Weizenaussaat. Warmes, trockenes Wetter und ausreichende Bodenfeuchte hat in den meisten Teilen Chinas günstige Bedingungen geschaffen. In Indien und Pakistan läuft die Aussaat derzeit, es wird eine Ausdehnung der Weizenflächen erwartet. In vielen Regionen Nordafrikas bestehen aufgrund ergiebiger Regenfälle gute Bedingungen für die bevorstehende Aussaat. Zusätzliche Niederschläge sind jedoch in Marokko und Algerien erforderlich.
(Quelle: http://www.zmp.de/agrarmarkt/ackerbau/2008_11_10_Prognosen_Weltgetreideernte.asp)
Futtergetreide: Körnermaispreise befestigen sich
ZMP (21.11.08) - Bei Futtergetreide verläuft der Handel hierzulande lustlos. Die Preise konnten sich zwar überwiegend stabilisieren, nachhaltige Unterstützung ist bislang jedoch nicht erkennbar.
Bei Gerste rückt die Intervention als Absatzkanal zunehmend in den Fokus. Die hiesigen Mischfutterhersteller sind allenfalls an kleineren Partien Futtergerste zur Lieferung in den kommenden Wochen interessiert. Lediglich die Verarbeiter in den Niederlanden nutzten die niedrigen Gerstenpreise zuletzt zu etwas umfangreicheren Einkäufen für das erste Halbjahr 2009. Die Landwirtschaft reagiert auf die Preisschwäche indes mit einem verstärkten Einsatz von Gerste in der hofeigenen Verfütterung sowie mit intensiverem zwischenbetrieblichem Handel.
Immer wieder werden kleinere Futterweizen-Bedarfskäufe der Futterwirtschaft verzeichnet. Interesse besteht vornehmlich an prompter Ware, was sich örtlich in festeren Preisen widerspiegelt. Futterroggen, Triticale und Futterhafer finden hingegen nur selten Abnehmer. Angesichts des nachlassenden Angebotsdrucks können sich die Kurse für Körnermais leicht befestigen.
(Quelle: http://www.zmp.de/agrarmarkt/ackerbau/2008_11_21_Marktlage_Futtergetreide.asp)
Getreide: Export bleibt wichtiges Ventil
ZMP (28.11.08) - Im Handel mit Getreide gehen die Markterwartungen der Anbieter und Käufer weit auseinander. Daher stagnieren die Umsätze auf niedrigem Mengenniveau. Die Forderungen für Brotgetreide wurden erneut zurückgenommen.
Bei den hiesigen Verarbeitern lassen sich am ehesten noch kleinere Weizenpartien höherer Qualität unterbringen, meist zu weitgehend stabilen Preisen. Das Kaufinteresse für Brotweizen ist dagegen weiterhin sehr schwach, die Gebote wurden erneut zurückgenommen. Die hiesigen Verarbeiter ergänzten ihre Rohstoffversorgung in den vergangenen Wochen vor allem durch Einfuhren aus osteuropäischen EU-Lieferländern.
Die offiziellen Außenhandelsdaten belegen zugleich einen flotten Export. So beliefen sich die Weichweizenausfuhren im ersten Quartal 2008/09 bereits auf 1,58 Millionen Tonnen, das waren 42 Prozent mehr als im Vorjahr. Zuletzt signalisierten die Handelsunternehmen indes wieder eine abflauende Nachfrage der Drittländer nach EU-Weizen. Als Grund wird dabei vor allem die aggressive Konkurrenz der Anbieter aus der Schwarzmeerregion angeführt.
(Quelle: http://www.zmp.de/agrarmarkt/ackerbau/2008_11_28_Marktlage_Getreide.asp)