Richard Ebert
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Getreide: Niedrigere Ernteschätzung für Getreide und Ölsaaten 2011

Getreide auf 44,1 Mio. t, Raps auf 5,2 Mio. t veranschlagt der Deutsche Raiffeisenverband e.V. (DRV)

DRV Raiffeisen, Berlin (18.04.11) - Der Deutsche Raiffeisenverband e.V. (DRV) hat seine Schätzung der Getreide- und Ölsaatenernte 2011 nach der April-Umfrage bei seinen Mitgliedsgenossenschaften witterungsbedingt weiter nach unten korrigiert. Der DRV erwartet aktuell eine Getreideernte von nur noch 44,1 Mio. t. Die Ernte von Winterraps wird vom DRV auf 5,2 Mio. t veranschlagt.

Die Getreidefläche wird vom DRV auf 6,52 Mio. ha und damit um etwa 1,8 Prozent niedriger veranschlagt als im Vorjahr. Insbesondere der Anbau von Roggen und Gerste wurde deutlich reduziert, der Anbau des ertragsstärkeren Winterweizens dagegen leicht ausgedehnt. Die im Herbst 2010 gesäten Feldbestände haben nach dem außergewöhnlich langen Winter noch einen leichten Vegetationsrückstand, die Vegetationsentwicklung ist in vielen Regionen aufgrund der zu geringen Niederschläge in den Monaten März und April alles andere als optimal.

Vor diesem Hintergrund schätzt der Verband den durchschnittlichen Getreideertrag derzeit auf 67,6 dt/ha. Gegenüber dem relativ niedrigen Vorjahreswert (66,7 dt/ha) bedeutet dies eine Steigerung um knappe 1,5 Prozent bzw. 100 kg Getreide je Hektar. Unter der Voraussetzung weitgehend normaler Witterungsverhältnisse veranschlagt der DRV die kommende Getreideernte derzeit auf 44,1 Mio. t. Dies entspricht nur knapp dem Vorjahresniveau, im Durchschnitt der vergangenen 5 Jahre betrug das Erntevolumen immerhin 46 Mio. t.

Auch die Winterrapsernte schätzt der DRV aufgrund einiger Auswin-terungsschäden und der zu geringen Niederschläge niedriger ein als im Vorjahr. Bei der Kalkulation der Winterrapsernte veranschlagt der DRV einen Durchschnittsertrag von 36 dt/ha. Gegenüber dem Vorjahr (39 dt/ha) entspricht dies einem Minderertrag von 8 Prozent. Die Anbaufläche im Herbst 2010 wurde nach Schätzungen des Statistischen Bundesamtes um rund 1,2 Prozent bzw. knapp 10.000 ha eingeschränkt. Möglicherweise muss zur nächsten Schätzung, wenn sich die Auswinterungsschäden klarer beziffern lassen, die Fläche nochmals um den gleichen Wert reduziert werden. Der DRV schätzt das Volumen der Winterrapsernte derzeit auf 5,2 Mio. t, der 5-Jahresdurchschnitt liegt bei 5,5 Mio. t. Das Ergebnis der Vorjahresernte (5,7 Mio. t) wird immerhin um 600.000 t oder 9 Prozent verfehlt.

Die Ernteschätzung des DRV ist seit Jahren von den Raiffeisen-Genossenschaften und ihren Marktpartnern als verlässliche Kalkulationsgrundlage anerkannt und wird für Markteinschätzungen sowie saisonale Planungen genutzt. Der DRV aktualisiert die Ernteprognose monatlich.

(Quelle und Kontaktdaten: http://www.verbaende.com/news.php?m=76603)

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Geschrieben von Richard Ebert am
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