Getreide: US-Agrar-Terminkurven
Die Terminkurven sind ja ein wichtiger Maßstab hinsichtlich der zukünftigen Kurs-Erwartungen.
Als grobe Faustregel innerhalb eines Erntejahres gilt:
Wenn sich die hinteren Kontrakte (Terminkontrakte mit späterer Fälligkeit) stetig verteuern, also Carry aufbauen liegt keine (zumindest keine akut erwartete) Verknappung der Ware vor. Die Lagerhaltungskosten werden eingepreist. Die Ware wird nicht sofort benötigt.
Besonders interessant in meinen Augen ist die zeitliche Entwicklung der Terminkurven.
Nachfolgend sind die drei Terminkurven für Mais, Soja und Chicago-Weichweizen dargestellt.
Je Chart sieht man 4 Kurven die in wöchentlichem Abstand (immer Dienstag-Schlusskurse) ermittelt worden sind.
Die aktuelle Terminkurve vom 2.8.2011 ist dick, schwarz dargestellt.
Auffällig ist, dass sich nicht nur bei Weizen (wo ja mit den variablen Storage Rates eine besondere Situation vorliegt),
sondern auch bei Soja ein schönes Contango aufgebaut hat.
Auch bei Mais hat sich trotz der Hitzewelle tendenziell die Contango-Situation eher verstärkt.
@ peterg [#1]
Bei CBOT Weizen bietet sich an Condor short Wz11 - long den Wk12 und als Hedge long Wn12 -short Wu12. Sollte sich die Kurve weiterhin steiler zum Frontmonat aufgrund variabler Storage cost biegen, ergibt sich ein Profit durch die stärkere Krümmung in Richtung Frontmonat. Grüsse SPOMI
Die Terminkurven der letzten 4 Wochen
Wann entsteht eine Backwardation?
Was versteht man unter einem Preisschock?
Kann mir bei dieser Frage jemand behilflich sein?
Zur Anregung die Terminkurven von Mais aus dem Jahr 2008
Anbei die Entwicklung der Terminkurven der letzten 4 Wochen für C, W, S
Nach dem Septemberkontraktverfall beträgt das Contango Dezember - Juli jetzt wieder 25 (=3,5 Cent/Monat).
Ob das unter den gegenwärtigen fundamentalen Bedingungen noch weiter ausgebaut werden kann?
Auffällig in meinen Augen ist die Entwicklung des Contango bei Soja
Anbei die beiden Terminkurven für W und C der letzten 4 Wochen
Welche Interpretation könnte man geben?
Weizen: Weiterhin schönes Contango auch in die nächste Saison hinein.
Mais: Gerade letzte Woche hat sich die Terminkurve der nächsten Saison (ab September 2012) nach unten gebogen.
D. h. die Kontrakte der nächsten Saison haben sich deutlich gegenüber der gegenwärtigen Ernte verbilligt.
Man wird sehen, ob sich diese neue Beobachtung in den kommenden Wochen bestätigt, bzw. ob dieser Spread in einem insgesamt sinkenden Umfeld gehalten wird.
Myrrdin: Ich glaube, es ist vielleicht für Dich interessant die Terminkurven anzusehen, zur Einschätzung: welcher Short-Kontrakt bei Mais?
@ peterg [#5]
Ich halte die Terminkurven für interessant - vielen Dank für die Erstellung. Aber alles kann man meines Erachtens nicht herauslesen.
Der WN-CN bietet mehr Potential, hat aber ein nicht unerhebliches Risiko: Falls sich im USDA-Report im Januar ergeben sollte, dass doch weniger Mais geerntet werden konnte als erwartet, wird der CN kräftig ansteigen. (Falls nicht, wird er kräftig fallen und der WN-CN profitieren.)
Beim WZ-CZ sehe ich ein derartiges Risiko nicht. Allerdings ist auch das Potential geringer - der Spread notiert bei 125.
Ist meines Erachtens eine Mentalitätsfrage - und ich ziehe hier den Weg des geringeren Risikos vor.
Myrrdin
Nachfolgend mal die wöchentlichen Terminkurven von Mais über ein Jahr hinweg betrachtet.
Wichtig dabei ist zu berücksichtigen, dass wir ja seit Monaten fundamental günstige Voraussetzungen für hohe Maiskurse hatten.
Man sieht, dass die Futures der diesjährigen Ernte (H12, K12, N12) ein deutliche höheres Niveau haben als die der zukünftigen Ernte ((U12), Z12)
Die dicke, weiße Terminkurve zeigt die Situation am 13.12.2011.
D. h. in den letzten Wochen und Monaten hat sich die Backwardation-Situation der diesjährigen Ernte gegenüber der zukünftigen Ernte nächstes Jahr deutlich reduziert. Der Spread CN2012-CU2012 liegt z. B. nur noch bei ca. -30 der Spread CN2012-CZ2012 bei ca. -50.
Der Markt geht also gegenwärtig nicht mehr von einer weiteren Verknappung bei Mais aus.
Aufgrund dessen aber jetzt in Bull-Spreads gehen?
Wie denkt ihr darüber?
Ich denke, es könnte zum Jahresende eine kurze Gegenreaktion in den kommenden Wochen mal geben, mit Kursanstieg bei Mais.
Längerfristig ist m. E. aber nicht davon auszugehen, dass Mais-Bullspreads erfolgreich sind.
@ peterg [#7]
Ich halte mich bei Mais derzeit zurück. In den vergangenen Jahren folgten auf die Januar-Reports der USDA regelmäßig limit-up oder -down Bewegungen. Habe lediglich eine kleine Menge spekulativer Calls und Puts (500er bzw. 700er, März-Termin) gekauft. Diese sind derzeit meiner Ansicht nach recht günstig - und das Potential für die USDA, in den vergangenen Monaten mit Ihren Einschätzungen daneben gelegen zu haben, schätze ich als durchaus hoch ein. Ist aber nur eine (sehr) kleine Beimischung zum Portfolio.
Bullspreads würde ich derzeit nicht kaufen. Wenn ich mich entscheiden müsste, dann Bearspreads. Ich muss mich aber nicht entscheiden und habe stattdessen Bearspreads in Sojabohnen und Weizen gekauft.
Mit besten Grüßen, Myrrdin
@ peterg+Myrrdin
Die Backwardation bei corn hält sich nun schon sehr lange, wenn auch in abgeschwächter Form. Ich beobachte die spreads bei corn und den anderen grains, kann aber keinen wirklichen Trend erkennen. Die Abweichungen von langjährigen Mittelwerten der spreads werden sich wohl sukzessive abbauen, bei USDA Zahlen kann es dann auch mal schlagartig gehen. Ich glaube die Relation corn/soya beginnt sich jetzt wieder in Richtung 2:1 zu verschieben ausgelöst durch die Wettersituation in Brasilien. Bei corn/wheat ist noch keine Wende sichtbar. Schönen Sonntag wünscht SPOMI
Wenn man im langfristigen Verlauf den klassischen Spread 1xS(long) - 2xC(short) vergleicht, dann hat Mais schon noch ein massives Übergewicht gegenüber Soja.

(rot=10-Jahresdurchschnitt, schwarz=2011 / wöchentliche Ermittlung der Schlusskurse der Frontmonatskontrakte immer Dienstags)
@ SPOMI [#9]
Das derzeitige Wetter ist nicht wirklich ausschlaggebend für die Soja-Ernte in Südamerika - die kritische Phase kommt erst. Bin derzeit aufgrund der recht großen Lagerbestände und der zögerlichen Exporte aus den USA short (Bearspread, out of the money calls).
Bei Mais halte ich Überraschungen in beide Richtungen für möglich.
Eine Vorhersage für den S-C-Spread traue ich mich derzeit nicht zu machen und bin auch nicht investiert.
Mit besten Grüßen, Myrrdin
Entwicklung der Terminkurven Corn und Soja seit letzten Herbst
Anbei die beiden Terminkurvenbündel für Mais und Soja seit dem 30.8.2011
Die aktuelle Terminkurve ist jeweils dick schwarz gezeichnet.
Zur besseren Vergleichbarkeit werden nur Differenzbeträge zum Frontmonat (März) betrachtet.
Auffällig bei Soja ist, dass im Moment ein sehr flacher Verlauf besteht.
D. h. Es wird von genügend Sojaanbaufläche ausgegangen -!
Die aktuelle Kurve für Mais liegt bei grober Betrachtung im Mittelfeld.
Man muss allerdings berücksichtigen, dass nur 4 Wochen im Herbst ein deutlich ausgeprägteres Contango einnahmen.
Zur Erinnerung, im September hatten wir Höchstkurse bei ca. 780 Cent (Märzkontrakt).
Wie wird sich das Ganze weitergehen?
Unter anderem aufgrund dieser Entwicklung werde ich morgen sehr genau S-2xC-Spreads beobachten.
Außerdem Soja-Bull-Spreads.
Vielleicht gelingt ein Einstieg zu passenden Kursen.
@ peterg [#12]
Zwei Kommentare von meiner Seite:
Das Wetter in Südamerika war in der kritischen Phase für Mais sehr trocken, während es in der entsprechenden (späteren) Phase für Sojabohnen gar nicht so schlimm war. Dennoch ist der Spread 2*CZ-SX seit November deutlich gefallen.
Wir befinden uns in einer Übergangsphase, in der die Vorräte aus dem Vorjahr iene immer weniger wichtige Rolle spielen und langsam das Anbauverhalten in der nördlichen Hälfte der Erde ins Auge rückt. Hier halte ich alle Voraussagen noch für verfrüht.
Ich setze daher nach wie vor auf Abwarten.
Mit besten Grüßen, Myrrdin
@ peterg [#12]
"D. h. Es wird von genügend Sojaanbaufläche ausgegangen -!"
Manchmal ist es gut, wenn man sein Geschwafel nochmals durchliest.
Den obigen Satz kann man aufgrund der Terminkurve so nicht stehen lassen.
Die gegenwärtige Terminkurve zeigt, dass der momentane Futurekurs (Märzkontrakt) billiger ist als die Futurekurse der neuen Ernte (Novemberkontrakt 2012). Es besteht also eine Contango-Situation, d. h. es besteht ein Anreiz zur Lagerung von Soja. Relativ betrachtet bedeutet das, dass im Moment die zukünftige Verfügbarkeit von Soja geringer angesehen wird als die gegenwärtige Verfügbarkeit.
Die große Frage ist natürlich, welche Konsequenz das für die US-Anbauflächen und für die Futurepreise hat.
Sojabohnen alte Ernte (Juli 2012) gegen neue Ernte (November 2012):
@ Myrrdin [#13] @ peterg [#14]
Eine schon etwas ältere Regel besagt, daß für die Flächenkonkurrenz zwischen Soja- und Maisanbau das Soja-Mais-Preisverhältnis etwa bei 2,3 bis 2,5 zu 1 liegen sollte, wenn eine weitgehende Wettbewerbsgleichheit im Anbau zwischen den beiden Produkten herrschen soll. Seit August vorigen Jahres bewegt sich das Verhältnis bei 1,9 zu 1.
In jüngerer Zeit muß man die gestiegenen Düngerkosten zusätzlich in Erwägung ziehen, die den Mais stärker belasten als die Sojabohne. Die einschlägigen Budget-Kalkulationen der US-Farmer im Mais- und Sojagürtel der USA führen zurzeit zu dem Ergebnis, daß Mais kurzfristig um 50 bis 100 $ je acre besser abschneidet. Unter mittelfristigen Gesichtspunkten einer mehrjährigen Fruchtfolge schwächt sich dieser Vorteil zwar ab, aber in der Tendenz spricht vieles dafür, daß die US-Farmer auf den kurzfristigen Erfolg setzen und mehr Mais unter Vernachlässigung der Sojabohne anbauen. Das bedeutet nicht zwangsläufig weniger Sojafläche, weil im Vergleich zum Vorjahr einige Flächen aus Überschwemmungsgründen unbestellt blieben und zusätzliche Flächen aus dem Erosionsschutzprogramm hinzukommen werden. Die ersten Anbauflächenschätzungen sprechen von einer deutlichen Steigerung der Maisanbaufläche bei etwa gleichbleibender Sojafläche. Für die Beurteilung der Sojapreise kommt es aber wesentlich auf die Erntefläche und den Flächenertrag an. Im Regelfall fällt die Erntefläche um 1,5 bis 2 % niedriger aus als die Anbaufläche. Die Flächenerträge schwanken je nach Jahr zwischen 39,7 bu/acre bis 44 bu/acre. Im letzten Jahr 2011 wurden knapp durchschnittliche 41,5 bu/acre geschätzt. Möglicherweise muss man im Jahre 2012 nach ersten Anzeichen mit einer Trockenheit in Teilen der US-Anbaugebieten rechnen, sagen Wetterforscher.
Die Ernte 2011 lag mit 3056 Mio. bushel rd 10 % unter den beiden Vorjahresergebnissen. Unterstellt man eine gleich gute/schlechte US-Ernte für 2012 wird die weltweite Gesamtversorgung in Verbindung mit den abfallenden südamerikanischen Ernten deutlich ungünstiger mit der Folge steigender Preise. Nur eine überdurchschnittliche US-Ernte 2012 könnte den südamerikanischen Ausfall zu einem guten Teil ausgleichen.
Unsicherheitsfaktor bleibt die Nachfrage. Die Chinesen haben ihren Sojabohnenimport bislang jährlich um 3 bis 5 Mio t gesteigert. Die Frage bleibt offen, ob das auch für das Jahr 2012 unterstellt werden kann. Und dann ist da noch die offene Frage nach der Weiterentwicklung des Rohöl- und Dollar-/Eurokurses
Mit freundlichen Grüßen
Bre
@ Bre [#16]
Vielen Dank für die - wie immer - sehr gute Analyse.
Wäre interessant, die mittleren Produktionskosten in den USA zu kennen, um diese Untersuchung verfeinern zu können. Diese Überlegungen werden die nächsten Wochen bis zum "Prospective Planting Report" prägen. Solche Übergänge (hier: Vorräte alte Ernte --> Planung Anbauflächen neue Ernte) bieten immer wieder gute Handelsmöglichkeiten.
Kennt jemand die Daten ?
Mit besten Grüßen, Myrrdin
@ Myrrdin [#17]
National average costs sind mir nicht bekannt, sind angesichts unterschiedlicher Produktionsverhältnisse auch wenig aussagefähig. Unter nachstehender Adresse finden Sie eine aktuelle budget-Kalkulation, die in unregelmäßigen Abständen von der IOWA University herausgegeben wird. Auf diese und weitere Kalkulationen habe ich mich unter Bre [#16] gestützt.
http://www.extension.iastate.edu/agdm/crops/pdf/a1-20.pdf
Eine Aufstellung älteren Datums in verschiedenen Anbauregionen finden Sie unter nachstehender Adresse:
http://cta.ornl.gov/bedb/feedstocks/Oilseeds/Soybean_Production_Costs_and_Returns_by_Region.xls
Endbestände der alten Ernte finden sich im jüngsten USDA WASDE herausgegeben am 9. Febr. 2012:
http://www.usda.gov/oce/commodity/wasde/latest.pdf
und: http://www.fas.usda.gov/psdonline/circulars/oilseeds.pdf
MFG
Bre
Seit langer Zeit sieht man bei Mais wieder einmal eine Backwardation innerhalb eines Erntejahres (März/Mai).
(weiß=aktuelle Terminkurve vom 6.3.2012)
Sicher hat das zum Teil etwas mit dem Auslaufen des Kontraktes zu tun.
Aber auch die nach wie vor feste Basis (Kassa - Future) deutet nicht gerade auf Schwäche bei Mais hin.
Anbei die Terminkurven der letzten 4 Wochen und (weiß) die momentane Terminkurve für Mais.
Der Kurseinbruch von 4 % in dieser Woche hatte nicht die geringste Veränderung an der Terminkurve hervorgerufen.
Das deutet darauf hin, dass keine fundamentale Änderung der Versorgungssituation eingetreten ist.
Nach wie vor Backwardation in der alten Ernte.
Mais und Weizen liegen jetzt an Unterstützungszonen an.
Für das Gesamtbild bei Mais werfe ich immer gerne auch einen Blick auf Hafer, der traditionell als Vorläufer für Mais gilt.
Hafer ist aus einer Schiebezone ausgebrochen und hat die Korrektur in dieser Woche (bislang) nicht mitgemacht.
Ich denke man könnte einen Long-Versuch wagen.
Es sind noch 6 Handelstage bis zum USDA-Bericht.
Davor sollte man das Ganze wahrscheinlich beenden, aber bis dahin kann noch ein bisschen was passieren.
@ peterg [#20]
Bei backwardation sollte man die Rücksetzer als Kaufgelegenheiten betrachten. Die Knappheit ist nach wie vor existent. Daher ein kurzes Long Engagement in Soya oder Mais. Beste Grüsse an die Agrar Händler! SPOMI
@ SPOMI [#21]
Bin schon seit einiger Zeit long Hafer - der ist meines Erachtens einfach unterbewertet. Zu dem Preis (im Vergleich zu den anderen Grains) wird niemand Hafer anbauen.
Und seit kurzem short Sojabohnen. Denke die werden bis zum USDA-Report eher zurückgehen - einfach, weil einige Käufer vor dme Report wieder rauswollen.
Mit besten Grüßen, Myrrdin
@ peterg [#20]
Darf ich mir erlauben, Dir die Frage nach der Rendite zu stellen?
Damit meine ich die Rendite, die Du mit Deinen Engagements in den Agrarmärkten erzielst.
Oder ist das tabu?
@ scorpion260 [#23]
In den letzten beiden Jahren hatte ich eine Rendite von 5% (mit Glück) und 12%
Davor Verluste!!! Die Lernkurve ist halt lang.
Das Manko der fehlenden Diversifikation bei auschließlicher Beschäftigung mit Agrarmärkten ist mir bewusst.
(Dass ich in letzter Zeit ein paar erfolgreiche Aktionen im Voraus hier angekündigt habe íst bis zum Beweis des Gegenteils Zufall(:-)).
@ peterg [#24]
Ich ziehe es vor mehr Märkte zu handeln. Es ergeben sich einfach mehr Chancen.
Um das zeitlich auf die Reihe zu bringen kaufe ich die Daten und Studien, die ich als Basis benötige. Eine Erstellung, wie Du sie in guter Qualität immer wieder machst, wäre mir einfach zu aufwändig. Aber das kostet natürlich und schmälert die Rendite.
Umgekehrt: Wenn man bei einem Account der Größenordnung von 100.000 US$ 2 - 4 % für Services dieser Art ausgibt, sollte sich das rechnen.
Mit besten Grüßen, Myrrdin
@ peterg [#20]
ist die nächste USDA Schätzung nicht am 10.4?
Grüße
Hogstrader
@ Hogstrader [#26]
Nein Ende März (30.3.) kommt (neben den monatlichen Crop-Production-Berichten) immer einer der wichtigsten USDA-Berichte des ganzen Jahres heraus.
http://www.nass.usda.gov/Publications/Reports_By_Date/2012/March_2012.asp
"Planting-Intentions" Die US Farmer mussten vorab, Auskunft über die beabsichtigten Anbauflächen geben.
"Grainstocks" Lagerendbestände. Das ist v. a. für Mais dieses Jahr sehr interessant, da die Basis (Kassakurs-Futurekurs) untypisch hoch ist. Eine Vermutung ist, dass die tatsächlichen Lagerbestände für Mais der US-Farmer deutlich niedriger sind als bislang von der USDA angegeben.
Das las ich gestern dazu:
aus:
http://farmfutures.com/story.aspx/afternoon-recap-arlan-suderman-22-30795
"...But perhaps more surprising was what the more than 1,500 producers told us about the corn they had left in storage. On-farm inventories are down some 10% from year-ago levels, which suggests much greater feed usage than USDA is predicting – or a smaller 2011 crop, or both. ..."
Und ähnliches wird auch in China vermutet, wo das Bushel Mais im Moment um die 10 $ kostet !
Aber vielleicht kommt´s doch ganz anders, wer weiß!
Ein weiteres Puzzle-Teil heute.
Aus:
http://www.maxyieldcooperative.com/maxyield/news.aspx?MaxYield=WebPointID%3d14%26NewsStoryID%3d790%26__TimeStamp__%3d12%2f31%2f9999+11%3a59%3a59+PM
"...What may be more interesting to trade in the quarterly stocks report than actual grain inventory is where the grain is located. A survey of grain terminals indicates they only have two-thirds of the amount of corn hedged that they did a year ago. When combined with projected stocks, this indicates 67% of the corn in the United States is currently being held in on-farm storage. Given adequate cash flow and little interest in moving corn at this time, this means end users may be forced to push for coverage. ..."
Wir werden sehen, ob und wie diese Aussagen evtl. noch vor Freitag eingepreist werden.
Hat jemand Pläne/Strategien für heute nachmittag ?
@ peterg [#29]
Nun ja, zwar nicht für Nachmittag
sondern für die nächsten 2-4 Wochen
Ich bin July Sojabohnen short auf der 1368
Nach meinen Indikator ist der gesamte Sojakomplex reif für eine
Korrektur nach unten mit Ziel 1200.
Gibt es eine Internetseite, wo die Zahlen zeitnah veröffentlicht werden?