Bauer Bernie
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Getreideerträge und Preise in der Praxis
Trotz des sehr trockenen Frühjahrs hat die Wintergerste mit ihren Erträgen positiv überrascht.
Wir liegen mit ca 90 dt/ha über dem langjährigen Schnitt.
Der Landhandel bietet derzeit um die 13,50 €/dt. Wie sieht es woanders aus?
Bitte um weitere Statements aus der Praxis.
Mfg
BB
Geschrieben von Bauer Bernie
am
Ertrag im Schnitt bei 96 dt/ha.
Preis frei Landhandel/ Erfasser 16,50 €
MfG
13,50 EUR/dt für Gerste werden derzeit fast überall im Handel frei Hof offeriert. Das Problem ist, dass die geplanten Lager-Kapazitäten erschöpft sind und keinerlei Gerste in die Seehäfen abfliessen kann, so dass vorübergehend keine besseren Preise angeboten werden können. Die Erträge überraschten im Nordosten und lagen bei leichten Böden zwischen 7,5-9 to und auf schwereren zwischen 9-10,5 to, jedoch fehlte wohl doch etwas Regen zu Pfingsten, so dass wir stark schwankende Gewichte von 56-63 kg/hl haben.
Der erste Weizen hatte übrigens leichte RP Probleme, aber hat auch top Ertragswerte und überzeugte beim Gewicht mit 77/78 kg/hl. Weizenpreise liegen heute bei 160 B-W, 163 A-W und 168 E-W , B-R bei 138 , F-R 130 und Raps 300 frei Handelslager.
Im Rheinland wurde überdurchschnittlich gute Erträge zwischen 90 bis über 100 dt/ha erzielt, die Hl-Gewichte lagen über 65, aber in den Erfassungläger ist schon noch Platz. Der Unterschied zum Weizenpreis liegt bei 20 Euro/t, das ist viel. Von daher würde ich, wenn ich noch etwas verkaufen wollte vorrangig Weizen anbieten.
In Brandenburg und MV bröckeln die Preise weiter....................Gerste 130, B-W 155, A-W 160, E-W 165, B-R 135, F-R 127.
Neben Raps rollen die Drescher jetzt im Weizen, beim Cubus gab es RP Probleme (11,5), der Brilliant kam jedoch mit 13,5 RP, so dass man nicht generell, trotz hoher Erträge von RP Problemen ausgehen kann.
wurde denn nun schon überproportional viel Gerste eingelagert aufgrund der guten Erträge oder bestehen noch ausreichend Lagerkapazitäten für Weizen??
Hier in Deutschland wird mangels Lagermöglichkeiten kein Weizen im Dreck liegen bleiben. Natürlich werden die Preise schwächer wenn zuviel Druck da ist.
Bei mir war die Gerste sehr gut! knapp 10t/ha! Habe alles zur eigenen Verfütterung eingelagert.
Raps war nicht ganz so gut, wie erhofft. Aber 4,3t/ha sind für lS auch nicht schlecht.
Roggen steht morgen an...
Für Weizen ist immer Platz bzw. wurde gesondert Lagerkapazität sowohl im Erfassungshandel wie in den Exporthäfen freigehalten. Erster Weizen wird bereits in die Seehäfen gefahren. Beim Weizen werden ab dieser Woche für Qualitäten leicht höhere Prämien (+3,00) geboten, Futterweizen ist unter Druck. Erträge sind hoch, jedoch haben wir vereinzelt weiter Probleme im RP oder Partien mit starken Durchwuchs von Gerste. Der Drusch hat jedoch erst begonnen, so dass wir noch schauen.
(für Schubi, ja denke schon, dass weit aus mehr Gerste eingelagert werden musste, jedoch wurden zum Teil grosse Freilagermieten gebaut, um Lagerraum für Raps und Weizen zuerst zu nutzen und dann wird sich zeigen, was bis September auf den Märkten passiert und wo die Gerste hingehen kann.)
Roggen geht bei uns eher erst in paar Tagen los, Abreife ist noch nicht gegeben. Spekulatius Maximus gib mal bitte ein Zeichen, wie Deiner von Ertrag und Fallzahl her ist.
Ich hätte eine ganz naive Frage (eines Beobachters, der keine Ahnung von der Praxis im Handel mit physischer Ware hat):
Wenn Sie verschiedene Getreide haben, wie entscheiden Sie konkret, was eingelagert und was jetzt verkauft wird? Vorausgesetzt, dass keine sofortigen Zahlungen (Pacht, Zinsen, Dünger, etc.) geleistet werden müssen. Richten Sie sich dann danach, was gerade eben den besten Preis liefert? Oder berücksichtigen Sie andere Aspekte (Lagerungskosten, Basisentwicklung, globale Ernteerwartungen)? Und v. a. wann im weiteren Verlauf verkaufen Sie Ihre Lagerbestände?
@peterg
1. Grundsätzlich richtet sich ein landw. Betrieb danach, ob er Überschuß an Getreide hat oder einen Zuschußbedarf. Es gibt auch die Mischsituation eines verkaufenden Betriebes mit der Verpflichtung zum Rückkauf von Fertigfutter oder Ergänzungsfutter zu meistens überdurchschnittlich günstigen Konditionen, wegen der Kundenbindung und garantierten Auslastung auf seiten der Futtermittelhersteller in Verbindung mit Streckengeschäften.
2. Für den Überschußbetrieb gilt in 1. Linie das Vorhandensein eigener Lagerkapazitäten, weil diese für die Frage der Lagerung/Nichtlagerung nur zu Grenzkosten zu Buche schlagen. Fremdlagerkosten sind um ein Vielfaches höher. Ein Neubau von Lager ist nur unter langfristigen Perspektiven zu Vollkosten zu kalkulieren.
3. Der aktuelle Liquiditätsbedarf steht meistens höher an als die (unsichere) Rentabilitätskalkulation.
4. Rentabilitätsüberlegungen: Erwartete/Vermutete Preissteigerungen werden mit überschlägigen Lagerkosten gegengerechnet, wobei je nach Ergebnis die individuelle Risikobereitschaft die ausschlaggebende Entscheidung liefert. Neben regionalen Preisberichten gewinnt langsam zunehmend die Börsenkursentwicklung an Beachtung.
5. Der Verkauf in der Ernte wird meistens gemieden, es sei denn, die Lagerung erscheint wenig rentabel zu werden.
6. Verkäufe werden üblicherweise in einem ersten Anlauf im Okt./Nov. gestartet, nachdem der Erntedruck vorbei ist. Ein 2. üblicher Verkaufstermin ist der Febr./März für die Anschlußversorgung der Mühlen.
7. Qualitätsware wird eher gelagert als Getreide mit Qualitätsmängeln. Preisrelationen zwischen den Getreidearten und ihre Entwicklung werden von der Futterwertrelation mit weniger häufigen vorübergehenden Abweichungen bestimmt. Unter den Perspektiven dieses Jahres würde man im gegebenen Fall Qualitätsweizen lagern und Futterweizen rechtzeitig abstoßen. Auch Gerste mit hohem hl-Gewicht wird lagerwürdig sein.
8. Größere Bedeutung haben die deutlichen Preisunterschiede zwischen den Über- und Zuschußregionen, die in der Erntezeit besonders ausgeprägt sind, im Jahresverlauf aber auf Transportkostenunterschiede zusammenschrumpfen.
9. Regionale Unterschiede: Im den neuen Bundesländern wird je nach Jahr und Produkt 30 bis 70 % in Vorverkäufen 5 bis 8 Monate vor der Ernte abgewickelt. In den alten Bundesländern ist das nur bei ausgeprägten Marktfruchtbaubetrieben entsprechender Größenordnung zu beobachten.
10. Zentral organisierte Pool-Verkäufe mit zeitlicher Streckung zwecks kontinuierlicher Belieferung werden in Marktfruchtgebieten praktiziert.
Der genossenschaftliche und Private Zwischenhandel hat eine andere Kalkualtion: neben Grundauslastung, alternative Nutzung der Lagerräume, Kundenbindung nach beiden Seiten, Absicherungsgeschäften, Finanzierung etc. entwickelt jeder Betrieb seine standortangepaßte eigene Strategie.
Die Volatilität der Preise in den letzten Jahren haben die Verkaufsaktivitäten in Bewegung gebracht, so dass ein klassisches Verhalten immer weniger ausgeprägt erkennbar ist.
MfG BRE
Antwort auf Ich hätte eine ganz naive von peterg
Das Getreide mit den höchsten Zu-Gewinnchancen wird eingelagert bzw. noch nicht verkauft. M. A. nach ist das im Moment die Gerste.
@ holz
Zitat:
Das Getreide mit den höchsten Zu-Gewinnchancen wird eingelagert bzw. noch nicht verkauft. M. A. nach ist das im Moment die Gerste.
Angesichts von beachtlichen Anteilen an Gerstenqualitäten mit 58/59 kg hl-Gewicht, witterungsbedingt hohen Futterweizenaufkommen in Frankreich und Deutschland, schacher uS-Weizenernte, erwarteter Rekordernte beim US-Mais und hoher russischer Ernteerwartungen (> 100 Mio. t Gesamternte) mit aktuellen Angebotspreisen von mittlerweile 15 € je dt Weizen (fob black sea) würde ich in 1. Linie auf gute bzw. überdurchschnittliche Gersten- und Weizenqualitäten setzen.
Erste Hinweise : Ägypten's GASC (weltgrößter Weizeneinkäufer) zieht sich aus Rumänien und Frankreich wegen ungünstiger Weizenqualitäten zurück und kauft in Russland.
MfG BRE
Antwort auf @ holz von Bre
Ich denke BRE hat Recht, doch auch Brotroggen sehe ich stabil bis steigend.
Landwirte ohne ausreichenden Lagerraum zeigen momentan tendenziell folgendes Einlagerungsverhalten im Erfassungslager: Gerste 5%, Weizen 20% und auch Raps mit ca 15%.
In eigenen Landwirts-Läger wird in erster Linie z.Z. Q-Weizen eingelagert (Raps eher weniger) und in Regionen mit leichten Böden auch Roggen.
Nachdem die Erzeugerpreise zwischen Brot- und Futterweizen immer mehr auseinanderdriften ist zu empfehlen den Brotweizen vorrangig zu verkaufen und mit dem Futterweizen zu warten bis die Kurse sich wieder angenähert haben. Denken Sie an 2010!
@Holz
Zitat: Nachdem die Erzeugerpreise zwischen Brot- und Futterweizen immer mehr auseinanderdriften ist zu empfehlen den Brotweizen vorrangig zu verkaufen und mit dem Futterweizen zu warten bis die Kurse sich wieder angenähert haben. Denken Sie an 2010!
Wenn man Preisvergleiche zur Vergangenheit herstellen will, mit dem Ziel die Erfahrungen für die Zukunft anzuwenden, muss man strikt darauf achten, ob und inwieweit die Bedingungen in etwa vergleichbar sind.
Ein paar Beispiele zur Charakterisierung des Jahres 2010:
1. Die Getreideernte 2010 war im Schwarzmeergebiet von einer massiven Trockenheit geprägt. Die Ernteminderungen gegenüber dem Durchschnittsjahren bezifferten sich auf 25 und 30 %. Die Exporte wurden rigoros halbiert.
2. Die US-Getreideernte 2010 war schwach. Die US-Vorratsbestände sackten vor einem zum anderen Jahr um 30 %. Damals boomte noch die Mais-Nachfrage aus dem Bioethanolsektor in den USA.
3. Die EU-Getreideernte fiel von 310 Mio auf 275 Mio t. Der EU-Maisimport stieg an.
4. Die weltweite Versorgungslage 2010 erreichte bei Mais einen ihrer Tiefstpunkte. Im Falle von Weizen wurde guter Durchschnitt erreicht. (Von 85 Tagen Reserve auf 75 Tage Vorräte)
. . .
1. Zwischenfazit: Das Erntejahr 2010 war geprägt durch eine schlagartige Verknappung an Futtergetreide. Im Vergleich dazu war die globale Versorgung bei Weizen eher im Durchschnitt. Die Folge war ein weltweit starker Preisanstieg, der vom Maissektor ausging
Einige typische Merkmale für das Jahr 2014/15:
1. Es wird die zweithöchste Weltgetreideernte erwartet. In fast allen bedeutenden Erzeugungsgebieten werden Höchstmarken erwartet.
2. Die Weizenernte 2014/15 liegt unter dem Ergebnis des Rekord-Vorjahres. Die Versorgungslage beträgt mit 26, 8 % stock to use ratio, knapp über dem Durchschnitt. In den Ländern USA (- 8 Mio. t) Kanada (- 5 Mio. t) Indien (- 4 Mio. t) Ukraine (- 3 Mio t), Australien (-2,5 Mio. t) fehlen wichtige Mengen für den Export.
3. Die globale Maisernte erreicht Spitzenwerte. Vor allem aus den USA werden trotz geringerer Anbaufläche hohe Mengen aufgrund hoher Flächenerträge erwartet. Die Versorgungslage auf dem Maissektor erreicht mit 19,5 % "stock to use ratio" weit überdurchschnittliche Werte (Durchschnitt 16,5%). Für den Export stehen ausreichende Mengen zur Verfügung.
4. Die EU hat einen Importbedarf an Mais zwischen 8 bis 11 Mio. t. Zurzeit wird Mais in Chicago für umgerechnet 10,50 €/dt mit noch fallender Tendenz gehandelt. Transportkosten und der jüngst wieder eingeführte Importzoll können den EU-Einfuhrmais um 5 bis 6 €/dt verteuern.
. . .
2. Zwischenfazit: weltweit nur durchschnittliche Weizenversorgung, aber reichliches Angebot an Futtergetreide spricht für eine anhaltende Spreizung zwischen Brotweizen und Futterweizen. Die Spanne wird sich im Laufe des Getreidewirtschaftsjahres zwar etwas verändern. Der preisdruck geht vom Mais aus. Aus heutiger Sicht spricht eigentlich immer noch alles für die mittelfristige Lagerhaltung von Qualitätsweizen. Für Futterweizen mag eine Lagerung aus dem Erntedruck heraus empfehlungswert sein. Auch wenn noch einige Ernten nicht unter Dach und Fach sind, soll man Qualitätsweizen unter diesen Perspektiven gegen den Futterweizen aufs Spiel setzen?
Noch eins gibt zu denken: Aufgrund eigener knapper Qualitätsware soll sich Frankreich in einem umfangreichen Maße in Deutschland hohe Qualitäten gesichert haben, die demnächst nicht zur Verfügung stehen. Auch wenn wir hierzulande über viel guten Weizen verfügen sollten, die greifbare Menge dürfte kleiner werden. In Süddeutschland könnte der Export in Richtung Italien zu Engpässen führen, wird vorerst noch gemutmaßt. Die Bedingungen der verbleibenden Ernteperiode wird entscheidend dazu beitragen!
MfG BRE
Richtig, auf dem Weltmarkt ist die Situation etwas anderes als 2010, dennoch, die Auswirkungen auf die Weizenpreise werden ähnlich sein. Dabei gilt es zu unterscheiden zwischen Futter-, B-Weizen (Standard Brotqualität) und Qualitätsweizen (z. B. A-Sorten). Meine Ausführungen bezogen sich auf Futter und B-Weizen, bei Qualitätsweizen stimme ich Ihnen zu, denn sollte man halten, die Aufschläge werden interessant bleiben.
Bis Mitte Juli war der Unterschied zwischen Futter- und Brotweizen „normal“, d. h. 3-4 Euro/t, dabei war die von Ihnen geschilderte Situation, dass das Überangebot auf dem Getreide-Weltmarkt eher vom Mais als vom Weizen kommt schon Monate vorher bekannt. Warum driften die Preise zwischen Brot- und Futterweizen erst danach auseinander als vermutet wurde, dass es in Frankreich und Deutschland umfangreiche Qualitätsprobleme geben wird? Ich denke eine Verschiebung der Qualitäten in den beiden vorgenannten Ländern (zugegeben, vom Export her nicht unbedeutenden Länder) wird den Weltmarkt nicht durcheinander bringen.
Also nach wie vor meine Meinung: Die Unterschiede zwischen B-Weizen und Futterqualitäten werden nicht dauerhaft über 20 Euro/t bleiben, so dass ich bei meiner Auffassung vorrangig Brot-(B-Weizen) statt Futterqualitäten zu verkaufen bleibe.
Zwischenzeitlich sind seit der letzten Meinungsäußerung fast 2 Monate vergangen, die lange Weizenernte in Deutschland ist mit mäßigem Erfolg was die Qualitäten betrifft beendet. Obwohl noch eine üppige Körnermaisernte ansteht sind die Unterschiede zwischen Brotweizen und Futterweizen bzw. Futtergerste auf unter 10 Euro/t zusammengeschrumpft. Von daher lieber BRE, sollten Sie Ihre Argumentation noch einmal überdenken.
@holz
Vielen Dank für die Anregung, die eigene Argumentation zu überdenken und - wichtiger noch - anhand von konkreten Zahlen zu überprüfen. Dazu finden Sie eine kleine Übersicht unter Dateianhang.
Die Ergebnisse:
Preiszugewinne waren bisher nicht festzustellen, sondern es geht in diesem Jahr vorerst um das Ausmaß von unterschiedlichen Preisverlusten während der verlängerten Erntephase mit überdurchschnittlich hohen Erträgen.und unterschiedlichen Qualitäten.
Eine Zeitspanne von weniger als zwei Monaten ist bei einer langgezogenen Ernte für eine Beurteilung des Lagergeschäftes zu kurz. Der Markt war überwiegend beschäftigt mit dem restlichen Ernteangebot. Welche Mengen werden um diese Zeit schon aus dem Lager heraus verkauft? Wie repräsentativ bzw. substanziell über Warengeschäfte abgesichert sind die Preisangaben um diese Zeit?
Für eine erste Beurteilung des diesjährigen Lagergeschäfts sollte man die Monate Okt./ Nov. 2014 abwarten. Noch spannender werden die Frühjahrsmonate, wenn sich zunehmend die verfügbaren Mengen in den Qualitätssparten herauskristallisieren.
Die Preisentwicklungen sind in den einzelnen Regionen recht unterschiedlich verlaufen. Futterweizenpreise haben auf breiter Front am stärksten nachgegeben. Im östlichen Niedersachsen sind die Brotweizenpreise am wenigsten gefallen. Das gilt auch für weitere norddeutsche Länder wie u.a. SH und MV sowie bundesdeutschen Durchschnitt. Die Regionen profitieren von der Hafennähe; deutsche Qualitätsware ist international gefragt.
Im Veredlungsgebiet Westfalen-Lippe notierte die AMI im August Futterweizenpreise über Brotweizenpreise. Die Preise haben sich zwischenzeitlich wieder auf übliche Werte eingependelt. Westfalen-Lippe ist im Gegensatz zu Ost-Niedersachsen traditionell kein Gebiet für ein Brotweizengeschäft.
Fazit des Überdenkens: Markteinschätzungen sollte man möglichst differenziert anlegen, abschließende Beurteilungen erst abgeben, wenn die Zeit dafür reif ist.
MfG Bre
@ Bre Ihr Fazit:
Fazit des Überdenkens: Markteinschätzungen sollte man möglichst differenziert anlegen, abschließende Beurteilungen erst abgeben, wenn die Zeit dafür reif ist
Meine Meinung vom 31.07.2014 (#17): Die Unterschiede zwischen B-Weizen und Futterqualitäten werden nicht dauerhaft über 20 Euro/t bleiben, so dass ich bei meiner Auffassung vorrangig Brot-(B-Weizen) statt Futterqualitäten zu verkaufen bleibe.
Auch Ende Sept. 2014 sehe ich meine Meinung bestätigt (siehe Anlage Getreidepreise NRW). Im Nov. 14 und Frühjahr 15 werde ich wieder auf das Thema zurück kommen.
@ holz
Ursprüngliche Fragestellung: Vorrangig Brotweizen oder Futterweizen verkaufen
Vorläufiger Betrachtungszeitraum: Anfang August bis Ende Sept 2014
Datengrundlage: Erzeugerpreise nach Feststellung der AMI
Beispielregion Westf.Lippe Verkauf von 1.000 dt Weizen,
1.000 dt zum Durchschnittspreis zu 16,84 €/dt => 16.840 €
Alternativer Verkauf in der Zeit 23. bis 30 Sept 2014
1.000 dt zum Durchschnittspreis von 13,82 €/dt => 13.820 €
Verlust: - 3.020 €
2. Fall: Verkauf von Futterweizen in der Zeit 05. bis 13. Aug. 2014
1.000 dt zum Durchschnittspreis zu 17,16 €/dt => 17.160 €
Alternativer Verkauf in der Zeit 23. bis 30 Sept 2014
1.000 dt zum Durchschnittspreis von 13,80 €/dt => 13.800 €
Verlust: - 3.360 €
Beispielregion Östl. Niedersachsen Verkauf von 1.000 dt Weizen,
1. Fall: Verkauf von Brotweizen in der Zeit 05. bis 13. Aug. 2014
1.000 dt zum Durchschnittspreis zu 17,70 €/dt => 17.700 €
Alternativer Verkauf in der Zeit 23. bis 30. Sept 2014
1.000 dt zum Durchschnittspreis von 16,08 €/dt => 16.080 €
Verlust: - 1.620 €
2. Fall: Verkauf von Futterweizen in der Zeit 05. bis 13. Aug. 2014
1.000 dt zum Durchschnittspreis zu 17,28 €/dt => 17.280 €
Alternativer Verkauf in der Zeit 23. bis 30 Sept 2014
1.000 dt zum Durchschnittspreis von 14,55 €/dt => 14.550 €
Verlust - 2.730 €
Man kann weitere Bundesländer durchrechnen und kommt zu unterschiedlichen hohen/niedrigen Ergebnissen, die in der Tendenz gleich bleiben.
MfG Bre
Anfang Nov. 2014 liegen die Unterschiede zwischen Brot- und Futterweizen im Rheinland bei 3 Euro/t. Wie sieht es in den anderen Regionen aus?