Topschwein
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12 Jahre 9 Monate
HAUSPREIS -- Ade
Hallo zusammen,
Rheda Deutschland soll "umgekippt" sein und auch die 1,57 € bezahlen !?!
Gruß
Geschrieben von Topschwein
am
Hallo zusammen,
Rheda Deutschland soll "umgekippt" sein und auch die 1,57 € bezahlen !?!
Gruß
Bei den gestiegenen Teilstückpreisen war es ein gutes Geschäft für ihn. Ein kleiner Schlachthof wenn das gemacht hätte, der hätte nun ein Problem.
Tönnies hingegen ist Systemrelevant. Ich bin geneigt zu sagen Er ist der Systemelefant. Schönes trauriges Wortspiel.
Mfg
BB
Dann kann es ja nächste woche weiter rauf gehen
Ich glaube eher , dass Tönnies mit seinem Hauspreis letzter Woche, den weiteren Anstieg von dieser Woche bewusst verhindert hat
Tönnies wird es auf Grund seiner Marktmacht schaffen, einen marktgerechten Angebot- und Nachfragepreis zu torpedieren. Jede Woche bei knappen Schweineangebot ohne Preisanstieg ist für ihn ein Millionengewinn. Mitläufer findet er immer. Solange viele Mäster blind zu seinem Konzern abliefern wird sein dreistes Verhalten belohnt. Warum betreibt die ISN nicht mal richtig Aufklärung bei ihren Mitgliedern. Abwarten bis das Angebot mal wieder etwas über dem Bedarf liegt ist fatal. In Erwartung eines knappen Angebotes für Frühjahr/Sommer wird der Moloch bei Überangebot den Preis sofort gnadenlos runterknüppeln.
Zur Ausgewogenheit in diesem Forum darf es erlaubt sein, eine weniger einseitige Einschätzung zum Schlachtunternehmen Tönnies zu haben, ohne sich gleich kritiklos mit allem einverstanden erklären zu wollen..
Gegen die seit Jahrzehnten etablierte Konkurrenz von genossenschaftlichen und privaten Schlachtunternehmen hat Tönnies es geschafft, eine Schlachtkapazität von 16 Mio. bzw. 25 % des deutschen Marktes aufzubauen. Ein solches Unternehmen befindet sich fast unmittelbar vor der Haustürder Schlachtschweinelieferanten. Ein Glücksfall oder ein Unglück?
Die Tönnies-Produktion wandert zu 50 % ins Ausland und entlastet den deutschen bzw. europäischen Markt. Letzteres funktioniert erst ab bestimmten Größenordnungen.
Welches konkurrierende Unternehmen in und um Deutschland herum war und ist in der Lage, ein auch nur annähernd großes Absatzpotenzial für Schweine zu schaffen. Wie viele Ställe würden heute nicht stehen bzw. vorhandene nicht mehr benutzt werden, wenn ein solcher Absatzkanal fehlen würde. Es geht nicht nur um Preise, es geht auch um Mengen in marktrobusten Dimensionen.
Was es bedeutet, wenn dieser Absatzweg aufgrund von aktuellen Schwierigkeiten mit China nicht reibungslos funktioniert, hat die letzte Woche mit fast alleinigen Tönnies-Hauspreisen gezeigt. Was macht man mit zig-tausend Pfötchen, Schwänzchen, Ohren, Schweinsköpfe usw. nach 5 Wochen im Kühlhaus?Daran sind nicht mal mehr die Chinesen interessiert, weil der Transport nochmal 3 Wochen dauert. Frische sieht anders aus.
Letztlich ist Tönnies aber nicht groß genug, dauerhaft seine Interessenlagen gegen die Angebots-Nachfrage-Verhältnisse durchzusetzen, wie das jüngste Notierungsergebnis zeigt. Bei weitgehend unveränderter Angebotslage aus Schlachtzahlen 973.208 und Voranmeldungen (218.500) muss auch ein Tönnies an die Auslastung der Schlachthaken denken.
Wie groß ist Tönnies? In Deutschland werden rd. 60 Mio. Schweine je Jahr geschlachtet. In Spanien sind es noch etwas mehr, aber mit geringerem Schlachtgewicht. In der EU sind es rd. 260. Mio. Schweine, in den USA 125 Mio. Tiere. In China werden jährlich 635 Mio. Schweine geschlachtet. Tönnies ist ein Rad im Getriebe, das aufgrund seiner vielseitigen Verzahnung schnell spürt, wenn es knirscht.
Ein Unternehmen dieser Größenordnung kann nicht ausschließlich eigennützig wirtschaften, sondern übernimmt automatisch auch gemeinnützige Verantwortung. Eine kritische Beobachtung ist daher unabdingbar, aber nicht ausschließlich eigennützig geprägt.
meint der Läufer
Antwort auf Zur Ausgewogenheit in diesem von Läufer
Läufer, alles richtig und auch anerkannt. Tönnies hat seinen Stellenwert und ist wichtig für die deutschen und europäischen Schweinemäster. Trotzdem merken wir Mäster am aktuellen knappen Markt die Bremsfunktion seiner Marktmacht . Er reagiert bei knappen Angebot erst dann, wenn der Markt ihn zwingt. Ihm hilft dabei die Liefertreue seiner Lieferanten.
Gruß Paul