PorkyPig
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Investitionen außerhalb des Schweinesektors; Welche Renditen ?

Eigentlich habe ich immer davon "geträumt" mir einen 2000er Maststall zu bauen. Von dieser wahnsinnigen Vorstellung habe ich mich aber verabschiedet. Vielleicht denke ich nochmal drüber nach, wenn wir einen Selbstversorgungsgrad von deutlich unter 100% haben, aber eher wird wohl in Deutschland die Monarchie wieder eingeführt.

In welche Bereiche kann ich als Landwirt gewinnbringend die höchste Rendite erzielen? Ackerflächen kaufen, Hähnchenmast, Biogas oder Immobilien?
Wie sieht es z.Z. mit den WKA´s in Südoldenburg aus? Eine 30KW PV Anlage ist bei mir dieses Jahr ans Netz gegangen.

Wo soll die Betriebsentwicklung hingehen, wenn der Schweinemarkt in den nächsten 10 Jahren hoffnungslos überflutet ist?

Wie sehen andere Kollegen ihre betriebliche Weiterentwicklung?

MfG

Geschrieben von PorkyPig am
Spekulatius_Maximus
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Der Sektor Legehennen/Eierproduktion hat einen Selbstversorgungsgrad von ca. 50% bundesweit...
FüR Boden und freilandhaltung, sogar Ökoproduktion sind die aussichten sehr gut.

Spekulatius_Maximus
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

und Biogas ist doch auch sehr interessant: Wenns nicht läuft wird das EEG wieder angepasst.... [/Sarkasmus aus][/Ironie aus]

Bauer Bernie
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ PorkyPig [#1]

Weihnachtsbäume sind seit 3 - 4 Jahren fast so knapp wie Gold, seit die Dänen aufgrund einer Niedrigpreisphase kaum mehr aufgeforstet haben. Die können momentan alles teuer verkaufen was einen Stamm und mehr als 2 Zweige hat. Ein Anbauzyklus dauert ca 9 Jahre.

Mfg
BB

Bauer Bernie
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ PorkyPig [#1]

PV auf Freiflächen, obwohl ich persönlich kein Fan von zugeglasten Ackerflächen bin.
Ich werde wohl nächstes Jahr eine Pachtfläche deswegen verlieren. Leider nur Pachtfläche.

wollewatz
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Ich beschäftige mich seit etwa 12 Jahren mit der Planung und dem Betrieb von Windkraftanlagen. Da die Projekte mittlerweile sehr umfangreich geworden sind, kommt der Landwirt in erster Linie als Verpächter des Standortes oder auch als Miteigentümer ins Spiel. Wenn eine Genehmigung möglich ist und der Standort genug Ertrag verspricht ist das eine recht lohnenswerte Sache für den Landeigentümer. Voraussetzung ist jedoch eine solide Planung.

Gruß,
wollewatz.

Saubauer
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ wollewatz [#6]

Wir sind auch mit Windkraft in Verhandlung! Gestern war Gemeindeversammlung mit Aussprache leider werden in dem Gebiet nur 1-2 Anlagen zu Versuchszwecken genemigt ( Prototype mit Generator am Boden) dementsprechend niedrig sind die Pachtzahlungen.

Weche Pacht scheint dir als angemessen?
Bei großen Windkraftanlagen 2 - 2,5 MW gibt es in unserem Landkreis angeblich bis 10 000.- Eur je Jahr.
In meinem Fall 600 KW - 800 max 3000.- Eur je Jahr

MfG
Saubauer

wollewatz
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Saubauer2 [#7]

Wenn Du Landeigentümer bist kannst Du doch selber entscheiden, wer die Flächen pachtet und damit welche Anlage dort eingesetzt wird. Mit der Prototypversion würde ich mich nur zufrieden geben, wenn die Pachteinnahmen mit der derzeitigen Standardtechnik vergleichbar wären. Ansonsten verschenkst Du nur Geld.

Du kannst mir auch gerne einmal eine Email schicken.

Gruß,
wollewatz.

Saubauer
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ wollewatz [#8]

Das Windrad wird in den nächsten Tagen genehmigt,aber mit max 99,5 mtr Höhe und ist so für den Betreiber bei 560mt Meereshöhe nur bedingt Wirtschaftlich!
Er will versuchen den Strom möglichst selbst zu verwenden.

MfG
Saubauer

wollewatz
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Saubauer2 [#9]

Ehrlich gesagt hört sich das ein bisschen abenteuerlich an. Warum soll man bei 560m über NN keine Wirtschaftlichkeit hinbekommen? Es gibt auch Maschinen, die mit einer maximalen Höhe von 100m gut zurecht kommen.

Bauer Bernie
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Saubauer2 [#9]

Ich als Investor würde die Wirtschaftlichkeit auch erst mal klein reden, bis ich die Verträge unter Dach und Fach habe.
Lass Dich nicht ins Bockshorn jagen.

Mfg
BB

Saubauer
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ wollewatz [#10]

Hallo

Leider habe ich wenig Erfahrungen mit Windkraft! In meinem Landkreis stehen nur 22 Windkraftanlagen.Es gingen auch schon einige Betreiber pleite und die Windräder wurden abgebaut.
Die Aussage von 560 mtr ist ausgehend von einem anderem Investor der sagte in unserer Region muß man auf 660-680 mtr NN+Nabenhöhe des Rades kommen um Wirtschaftlich ein WR zu betreiben!

MfG Saubauer

D
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12 Jahre 6 Monate

Ein Windgutachten für den konkreten Standort(kostet aber u.U. einige Tausender!) ist unverzichtbar, um eine konkrete Wirtschaftlichkeitsberechnung zu machen. Andere Aussagen sind Spekulation.

wollewatz
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Saubauer2 [#12]

Windkraftprojekte sind natürlich immer extrem individuell zu beurteilen, weil die verschiedenen Standorte teilweise erhebliche Ertragsunterschiede aufweisen. Selbst innerhalb eines Windparks sind ertragsunterschiede von +-10% zwischen den Anlagen im Mittelgebirgsraum normal. Man muss schon wie Futtermeister ganz richtig gesagt hat ein konkretes Windgutachten erstellen lassen um genauere Informationen zu erhalten. Da diese Gutachten auch nicht immer korrekt sind fordern die finanzierenden Banken mindestens zwei, meistens aber drei davon und zwar ausschließlich von akkreditierten Gutachtern. In früheren Jahren ist da doch hier und da einiges schief gegangen...
Warum ein Hersteller einen Prototyp auf einen sagen wir mal Grenzstandort stellen will kann ich nun wirklich nicht verstehen. Dafür sucht man normalerweise gute bis sehr gute Standorte einmal um wirklich gute Erfahrungen zu sammeln und um wenigstens einigermaßen die Wirtschaftlichkeit sicherzustellen. Aber gut das ist ja seine Entscheidung. Als Landeigentümer kann ich Dir jedenfalls nur dazu raten, sachkundlichen Rat einzuholen so wie Du das für jedes Vertragswerk, das Du über 20 Jahre +x abschließt tun würdest.

Gruß,
wollewatz.

Geno-Bauer
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Saubauer2 [#7]

Die 10.000 € sind realistisch, aber bitte sehr netto. Und wenn möglich auch noch die Preissteigerung berücksichtigen.

Geno-Bauer

Saubauer
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ wollewatz [#14]

Der Windradbetreiber hat eine Metallbaufirma mit 30 Arbeiter in 700 mtr Entfernung braucht viel Strom und versucht Teile für dieses Windrad in Serie zu fertigen( daher Prototype)

Mein Problem ist zur Zeit ,wahrscheinlich geht er auf das Nachbargrundstück weil der weniger verlangt!! Ich soll dann Abstandsfäche ausweisen ca 1 ha!!!

Danke für die Antworten
MfG
Saubauer

Geno-Bauer
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Saubauer2 [#16]
Ich bin mir nicht sicher, ob der deine Zustimmung erzwingen kann. Wenn du erstmal nein sagst, kannst du das Projekt zunächst mal verzögern. Eine andere Möglichkeit wäre, dich mit deinem Nachbarn zusammenzutun. Kannst im ja sagen, dass du das Gefühl hast das der Betreiber euch gegeneinander ausspielen will. Wenn gar nicht´s hilft, und du schon nahezu auf verlorenem Posten bist, kannst du deinem Nachbarn ja völlig die Augen öffnen. Vorausgesetzt du hast einen einigermaßen guten Draht zu deinem Nachbarn. Wenn nicht, hilft es vielleicht das Verhältnis aufzubessern.

Gruß
Geno-Bauer

Saubauer
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Geno-Bauer [#17]

So ist es auch ,er kann ohne mich nicht an diesem Standort bauen!
Ich möchte es nicht unbedingt verhindern ,einige Freunde arbeiten in der Firma.
Wenn es mit der Wirtschaftlichkeit knapp ist will ich auch eine möglichst hohe Sicherheit,daß es keine Investitionsruine wird!
Schau mer mal!
MfG
Saubauer

Geno-Bauer
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Saubauer2 [#18]

Bei uns wurde daß so gelöst, daß von seiten der Genehmigungsbehörde gefordert wurde, eine Bankbürgschaft in Höhe der Wegrisskosten zu hinterlegen. So kann die Anlage auch dann weggerissen werden, wenn der Betreiber Pleite ist.

Gruß
Geno-Bauer

wollewatz
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Saubauer2 [#18]

Freundschaft hin oder her: niemand kann es Dir verübeln, wenn Du versuchst das Beste aus Deinem Standort zu machen. Wenn die Fläche ok ist, dann kann ich Dir nur raten einen Investor zu suchen, der eine moderne und zuverlässige Anlage aufstellt, von der Du als Landeigentümer auch einen vernünftigen und langfristigen Pachterlös hast.

Gruß,
wollewatz.

Saubauer
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Geno-Bauer [#19]

Danke für die Hinweise!

@ wollewatz [#20]

Auch vielen Dank! Natürlich werde ich versuchen gut zu verhandeln!

Mit anderen Windfirmen 2 St war ich schon im Gespräch die suchen aber bessere Standorte!

MfG
Saubauer

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