Joachim Goldberg: Erfolgreiche Investoren sind einsam
Interview: Joachim Goldberg Erfolgreiche Investoren sind einsam
Von Martin Reim
Boerse-Online.de (11.08.09) - JOACHIM GOLDBERG gilt als der bekannteste Börsenpsychologe Deutschlands. Dabei hat er nie Psychologie studiert. Vielmehr begann er seine Karriere mit einer mehrstufi gen Bankausbildung.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.boerse-online.de)
"Nein. Ich gehe sehr selten mal ins Spielkasino, und dann nur, um zu sehen, welche Serien es gibt. In Baden-Baden habe ich mal den Croupier gefragt, was seine längste Serie auf Rot oder Schwarz war. Antwort: 40-mal rot. Bei so etwas permanent dagegenzuhalten, hält keiner nervlich durch – geschweige denn monetär."
Ja geil.
"schräg gegnüber es ist eine Kneipe incl. Straßencafe.
Kneipe der etwas besseren Art.
Ich bin mit meinen schäbigen alten Klamotten -das Hemd war XXL obwohl ich M habe- bin da drin gewesen.
Die Hose viel zu weit aber dafür gut zusammenhaltender Gürtel.
Angesichts des besseren Publikums kam ich mir unwohl vor.
Also in der Kneipe war das das.
System Die geile Anstecknaddel: 14.6.07-1.2.08 Teilweise Trades genommen.
Rotserie: 10
System Babypips 3.9.07-19.2.08 Teilweise Trades genommen.
Rotserie: 12
System PTP-Wechsel 2.6.08-15.9.08 Teilweise Trades genommen.
Rotserie: 11
Zumindest Babppips u. geile Anstecknaddel scheinen fast systemgleich im Leisungsverhalten zu sein. Ein System ist sozusagen für die Katz generiert worden.
ALle 3 sind billiegr Code. Mehr biete ich nicht.
Zu besseren Systemen müsst ihr woanders hingehen.
Das gilt voir allem für Leute denen man alles auf dem Präsentierteller bieten soll.
Duch die Selektion bin ich -müsste ich mal in meiner Steuererklärung schauen- auch auf Rotserien in dieser Größenordnung gekommen.
Wenn man Goldberg so liest ist er ein erfolgloser Trader wie ich.
Wir 2 passen zusammen.
40 mal falsch. Da sag ich bloß Dre...börse.
So jetzt Hosen runtergelassen. Nackerter gets nicht
@ Richard Ebert [#1]
Joachim Goldberg sagt:
"Wenn Sie mich heute fragen würden, wie viel Geld ich brauche, um glücklich zu sein …
… wir fragen Sie hiermit …
… dann sage ich: eine Million Euro ... "
@ eztof [#3]
Ja, das hatte ich auch gelesen.
Was genau wolltest Du ausdrücken?
Ich wäre erst mit 10 Mio zufrieden, weil ich dann selbst mit 2% Zinsen bequem leben könnte.
Gruß
@ gautama2 [#4]
Du brauchst 100k nach Steuern, um bequem leben zu können? Fast 10.000 netto pro Monat? Wow, netter Lebensstil.
Was würde ich machen wenn ich 1 Mio. hätte...
mich einschränken und kürzer treten!!!
:-)
@ Mr_Aegon [#2]
"Wenn man Goldberg so liest ist er ein erfolgloser Trader wie ich.
Wir 2 passen zusammen"
Nett!
Kannst ja dein xxl-shirt mit ihm teilen.
@ gautama2 [#4]
Der "Chart-Doktor" Hans-Dieter Schluz gab mal mal vor Jahren bei n-tv auf eine Frage die Antwort: "wenn ich das wüsste, wäre ich Milliardär". Die Betonung lag hier auf "Mill". Fand ich cool die Aussage. Goldberg scheint mit 51 und vielen Jahren im Geschäft immer noch von der Millionen zu träumen. Ja Hallo, besser kann er sich nicht als "Guru" selbst demontieren.
40 mal die selbe Farbe hintereinander ist schon arg unwahrscheinlich. So 1 zu 500Mrd. Wenn jede Sekunde ein Wurf ist (was ja nicht passiert), dann würde es im Schnitt 10000 Jahre dauern. Also entweder bezieht sich das auf alle Casinos weltweit, oder ich würde mir den Tisch mal näher anschauen.
Ne Million in der heutigen Zeit ist echt nicht viel (es sei den, man lebt in der ostdeutschen Provinz). Und gesichert leben bis zum Ableben geht auch nur, wenn man schon sehr krank ist. Sichere Nierigprozente (wobei Inflationsbereinigt die Zinsen wohl gar nicht so schlecht sind) lohnen sich erst ab ner richtig grossen Menge Geld und alles andere ist auch wieder Spekulation und kann nach hinten losgehen. Und die angesprochene Gewöhnung tritt in der Tat sehr schnell ein.
Erstaunlicher ist da schon die implizite Interpretation, dass er die Million noch nicht zusammen hat. Das würde ich von einem erfolgreichen Geschäftman eigentlich erwarten. (Ist natürlich immer die Frage, ob man nur Cash oder auch Firmenanteile bewertet)
@ sbendel [#9]
Ich denke, er hat vom "verfügbaren" freien Cashflow, oder wenigstens von Bargeld auf dem Girokonto gesprochen.
Alles andere würde mich verwundern. Wenn man Immobilien hat (Plural), "Geld am Geldmarkt" anlegt, und das macht man nicht mit nur 10.000 oder so, wenn man von Absicherung spricht, gerade bei fünf Kindern, Interviews im TV gibt, Analysen "verkauft", hat man sicher nicht nur 100.000 auf der Seite.
Das Gesamtvermögen wird sicher über 1 Million liegen, nur eben der Barbestand nicht. Normal, keiner läßt ne Million ohne Rendite rumliegen.
@ Asamat [#5]
Vorsorge, wenn meine Bank Pleite geht inklusive und 2 Buben im Studium, dann noch Inflationsausgleich...
Da bleibt doch am Ende kaum noch was :)
P.S. Jedenfalls wäre das ein Einkommen, bei dem ich mich trotz irgendwelcher Unwägbarkeiten in den Weltgefügen noch einigermaßen sicher fühlen würde.
Und wenn es nach Franjo geht, dann sind diese 10.000 netto vielleicht bald gar nicht mehr so viel Wert.
Goldberg hat auch nciht gesagt, in welchem Zeitraum er diese Million meint. Vielleicht pro Jahr.
Einmalig eine Million ist definitiv nix, denn wenn man diese mit den durchschnittlich 2% verzinst, die ich auch deshalb rechne, weil das eine Größenordnung ist, die sich bisher ohne groß nachzudenken erreichen ließ, dann sind das bloß 20.000 im Jahr und damit wär ich definitiv nicht glücklich, schon gar nicht wenn das bis zum Rest meines Lebens der Betrag sein sollte, den ich sinnlos verschleudern darf. Am besten für Salzstangen und Cola, das macht satt und ist billig.
Diese "Einsamkeit" ist sowas von gemütlich, das kann man nur schwer beschreiben :o)
Übrigens, es gibt ja das Terminmarktwelt-Forum, wo es nur zwischen 01 h nachts und 06 h früh etwas einsamer werden kann.
Gautama hat Recht. Ich würde jedem den wohlgemeinten Ratschlag geben, Geld in dieser Höhe zu gesunden Teilen in Immobilien (Häuser und Grundstücke in Deutschland), Gold, gute Aktien und Bargeld in der Höhe, das man immer etwas Handgeld hat anzulegen.
So hat man auch zukünftig immer etwas Substanz, passiere was wolle.
Bargeld in Form von Spareinlagen oder auch Staatsanleihen kann im Falle extremster äusserer Einflüsse -ich spreche aus eigener Erfahrung 1989 - 1993 Anlage in jugoslawischen Dinaren - Zusammenbruch der SFRJ - totales Wirtschaftsembargo der UN gegenüber der BRJ- innerhalb eines Zeitraumes von 4 Jahren "nichts" mehr wert sein. Daher ist eine reine Cash-Anlage in fragilen Zeiten eigentlich eine riskante Angelegenheit.
Man muss immer vom Extremfall ausgehen. Was braucht man, das man notfalls immer gegen Nahrungsmittel eintauschen kann ?
Für eine Mio. als Ziehl, sollte keiner mit dem spekulieren anfangen. Dann doch lieber konservativ sparen. Fünf oder acht Mio. sind das Minimum. Erreichen werden es eh nur sehr wenige. Wer einmal soweit ist, das die Strategie duplizierbar ist, braucht ja nur ein ungefähres Jahresziehl, und arbeitet sich so vor. Von Jahr zu Jahr.
@ tantan [#13]
"Für eine Mio. als Ziel, sollte keiner mit dem spekulieren anfangen."
Doch, natürlich. Wenn er die Mio schafft, hat er
a) genug Kapital, um danach vom Traden zu leben, denn er hat auch
b) nachgewiesen, daß er eine funktionierende Methode hat.
Beides zusammen sollte dann genug sein.
Habt Ihr eigentlich keine anderen Sorgen? Wieder eine der berühmten TMW-Debatten: Thema mit xx Variationen.
@ Archie [#15]
Nun ja, es ist ja auch schwer, nur über das Eingangsposting zu diskutieren, so toll ist das auch wieder nicht.
Die vielen Meinungen sind doch interessant. Zb schreibt tantan "für eine Mio. als Ziel sollte keiner mit dem Spekulieren anfangen." Sehe ich nicht so. Mit einer Mio. bräuchte ich bis zu meiner Pensionierung nicht mehr zu arbeiten. Außerdem, im Angestelltenverhältnis wird man es kaum jemals schaffen, 1 Mio. zu sparen. Bleibt eigentlich nur Trading. Oder das Risiko, ein Unternehmen zu gründen. Aber das ist nicht jedermanns Sache.