Kartoffeln: Anbau bedarfsgerecht planen
@ Richard Ebert
Mit der bedarfsgerechten Produktion von Agrargütern ist das so eine Sache. Da wegen verschiedenster Gründe die Erträge stark schwanken ist es nur logisch, daß auch die Preise entsprechende Ausschläge haben. Nach einem knappen Erntejahr versuchen die Abnehmer sich die Rohstoffe durch höhere Preisofferten für die kommende Ernte zu sichern. Ist genügend Ware da will davon keiner was wissen.
Ein gutes Beispiel war 2007 die Braugerste. Man kam aus einer kommoden Versorgungslage in die Ernte, doch es gab dann sehr wenig Ware. Da wurde Gerste vermalzt die nimmt man in normalen Jahren nicht einmal als Schweinefutter. Da spielte der Eiweißgehalt keine Rolle mehr und die Siebe wurde so eingestellt, daß auch das kleinste Schmachtkorn noch durchkam. Zu guter Letzt war auf einmal Wintergerste braufähig.
Die Preise die der Erzeuger für diesen "Schrott" bekam (bis zu 30.-€/dt) waren exorbitant. Dafür muß ein E-Weizenerzeuger dieses Jahr mehr als 2 dt verkaufen.
Für Erzeuger gibt es deshalb nur den Rat sich antizyklisch zu verhalten. Bei Getreide ist dies wegen der nicht speziellen Technik einfacher als bei Kartoffeln.
Mfg
BB