Kartoffeln: Auspflanzungen von Frühkartoffeln verzögern sich
Frühkartoffeln: Auspflanzungen verzögern sich
Gabot.de / bbv (13.04.10) - Die Auspflanzungen der Kartoffeln in den Frühgebieten verzögern sich heuer witterungsbedingt, da es vielfach zu nass war und immer noch ist. Dies trifft in erster Linie für die flächenmäßig bedeutendsten Anbauregionen Niedersachsen und das Rheinland zu. Lediglich im Südwesten konnte Folienware frühzeitig ausgepflanzt werden. Angesichts der kühlen Witterung ist zudem das Wachstum verlangsamt. In Bayern wurden bisher nur vereinzelt Frühkartoffeln ausgepflanzt.
Auch im europäischen Ausland verzögern sich die Ausplanzungen. In Belgien rechnet man mit etwa zehntägiger Verspätung. In Portugal und Spanien brauchten die Erzeuger dieses Jahr wegen der reichlichen Niederschläge seit Mitte Dezember sehr lange mit den zeitlich von Dezember bis Januar gestaffelten Auspflanzungen. Einige Flächen waren bis Ende März bestellt und werden noch nachgepflanzt. In Italien wurde vor einiger Zeit von einem Anbaurückgang und zudem Verspätungen im Frühkartoffelanbau berichtet. Auch in Zypern rechnet man in diesem Jahr mit geringeren Frühkartoffelexporten.
Diese Entwicklungen im Frühkartoffelsektor EU-weit deuten darauf hin, dass Lagerkartoffeln in den nächsten Wochen noch dringend am Markt benötigt werden. Das zeigt sich auch bereits am heimischen Kartoffelmarkt. Frühware dürfte nach den Osterfeiertagen wieder weitgehend aus den Regalen des Lebensmitteleinzelhandels (LEH) verdrängt werden.
Angesichts der knappen Verfügbarkeit haben die Preise für Frühimporte sowie Ware aus Frankreich zuletzt deutlich angezogen, was den LEH dazu veranlassen dürfte, auf preisgünstigere, heimische Ware zu setzen. Für gute Qualitäten aus der heimischen Produktion, in der Regel Ware aus Kistenlagern, sollte sich in den nächsten Wochen also ebenfalls noch preislicher Spielraum nach oben eröffnen.
(Quelle: http://www.gabot.de/index.php/News-Details/52/0/?&tx_ttnews[tt_news]=211253&tx_ttnews[backPid]=1&cHash=625950bc48)
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