Kartoffeln: Bombenfeste Kurse / Sorge um Qualität u Langfristlagerung
Sorge um Kartoffelqualitäten
LWK Niedersachsen, Hannover (24.09.10) - Der Speisekartoffelmarkt befindet sich weiter in einer für die Jahreszeit bemerkenswert stabilen Verfassung. Das Angebot ist aus der laufenden Ernte heraus momentan natürlich bedarfsdeckend, die Perspektiven für die Zeit danach bleiben aber angespannt. Wegen der Wetterbesserung kommt die Ernte jetzt zügiger voran, doch es besteht noch ein erheblicher Rückstand. Auch die Sorgen hinsichtlich der Qualität und der Eignung für die Langfristlagerung haben sich nur zum Teil verringert.
Gewachsen sind dagegen offenbar die Zweifel, ob die sehr rege Exportnachfrage überhaupt bedient werden kann. Bei einem raschen und störungsfreien Erntefortgang werden noch überwiegend gute Chancen auf ein relativ umfang- und erfolgreiches Ausfuhrgeschäft gesehen. Im Falle eines ebenfalls verregneten Herbstanfangs wird daraus aber nicht viel werden.
Einige Marktteilnehmer erinnern in diesem Zusammenhang an den sehr nassen Herbst 1998, als viele Kartoffelschläge auf schwierigen Standorten gar nicht mehr geerntet werden konnten. Für den wahrscheinlicheren Fall eines mittleren Szenarios rechnet man mit einer nach oben gerichteten Preistendenz.
(Quelle: http://www.lwk-niedersachsen.de/index.cfm/portal/6/nav/206/article/7177.html)
Terminmarkt: Dauerregen treibt die Preise
Das nasse Wetter im Norden Deutschlands mit Niederschlägen bis zu 60 pro Quadratmeter sorgt für erhöhte Fäulnisbildung mit bis zu 20 % nassfaulen Kartoffeln.
Einerseits drängt das Angebot, so dass die Kassapreise unter Druck bleiben, andererseits werden die Fantasien am Terminmarkt durch die hohen Abnahmemengen der Verarbeiter und möglicherweise kleinere Mengen, die im Frühjahr 2011 zur Verfügung stehen, weiter beflügelt.
Zu Wochenbeginn zogen April Kartoffeln um zeitweise 2,20 Euro oder 9 % auf 26,70 Euro an und schlossen bei sehr lebhaftem Geschäft bei 26,50 Euro