Kartoffeln-Cockpit, 25.07.2014 - Diskussion
ZMP-Meinung:
Aus Sicht der Anbauer von Frittenkartoffeln mehren sich die Hiobsbotschaften: Hohe Erträge, wohin man schaut, Flächenzuwachs und keine Aussichten auf alternative Verwertungsmög-lichkeiten. Nur Stärkeindustrie, Futtertrog und Biogasanlagen könnten zur Angebotsräumung nennenswert beitragen, ohne dass über diese Verwertung aber auch nur annähernd zufrieden-stellende Erlöse zu erzielen sind. Ob Verarbeitungsrohstoff im kommenden Frühjahr reichlich sein wird, hängt nicht nur von der Erntemenge ab. Das Jahr 2013 hat gelehrt, dass kleine Ern-ten am Ende reichlich sein können, wenn alles verwertet und alternative Quellen genutzt wer-den. Umgekehrt könnten große Ernten knapp werden, wenn im Herbst über die genannten Verwertungsmöglichkeiten viel Rohstoff entsorgt wird. Das könnte durchaus passieren. Ein-lagern kostet schließlich Geld und „warum dem schlechten Geld noch gutes hinterherwerfen“ mag sich mancher Landwirt denken. Ein wichtiger Baustein des Marktes in 2015 wird also bald gelegt.
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http://www.zmp.de/cockpit/kartoffeln-cockpit-25072014
Was meinen Sie?
nach dem wir (in Holland, Belgien, Rheinland) von Westen her immer noch von starken Unwettern heimgesucht werden, bin ich mir nicht mehr so sicher ob wir die erwartet gute Ernte ( Erträge und Qualitäten) bei den Kartoffeln einfahren werden.
Im Gegenteil, vielleicht sind im Frühjahr gute Qualitäten verstärkt gesucht. Daher sollte m. E. der Kartoffelanbauer alle möglichen ertrags- und qualitätssichernden Maßnahmen ergreifen damit er im Frühjahr gute Ware zur Verfügung hat die dann auch wieder einen vernünftigen Preis finden kann.
In solchen extrem nassen oder in anderen trockenen Jahren trennt sich im wahrsten Sinn des Wortes der Spreu vom Weizen.
Die Kampagne bei den Kartoffeln ist noch nicht vorbei und es ist auch nicht sicher das Derjenige der in diesem Jahr viel Ware unter Vertrag hat nachher der „Winner“ ist.
Beste Qualitäten sind in der gesamten Saison obligatorisch. Deinen Optimismus teile ich allerdings (noch) nicht. Zurzeit sind die Festpreisverträge schon deshalb besser, weil man was los wird. Mit der großen Menge in den Büchern können die Verkäufer später jeden Anflug auf bessere Preise unterbinden.
Damit es besser wird, müssen die Mengen erst einmal weg sein, die wir zurzeit vor uns herschieben.