Kartoffeln-Cockpit, 30.05.2014 - Diskussion
ZMP-Meinung:
Die Erwartungen in Bezug auf die Erlösmöglichkeiten mit Frittenrohstoff der nächsten Saison sind unter der Bürde größerer, nicht vertraglich gebundener Vorräte und den wahrscheinlich frühen Ernteterminen in Mitteleuropa weiterhin eher pessimistisch. Die Nachricht, dass in den Kerngebieten der Rohstoffproduktion auch noch die Anbauflächen ausgedehnt wurden, gießt zusätzlich Öl ins Feuer. Wenn keine Wetterkapriolen negativ auf die Entwicklung der Feldbestände wirken, ist wohl nicht damit zu rechnen, dass der Markt aus seinem Stimmungstief kommt. Im Gegenteil: Wenn Anfang Juli gute Qualitäten von Lagerkartoffeln zu niedrigen Preisen angeboten werden, dürfte frühe Vertragsware von den Fabriken geschoben werden. Die Erträge steigen und die Erlöse mit späteren Preisstaffeln sinken. Soweit so schlecht wird derzeit die Rohstoffseite bewertet. Die positive Entwicklung des Frittenabsatzes am Weltmarkt könnte auch ein Stimmungsimpuls sein. Der ist aber viel zu schwach oder wird gar nicht erst registriert. Der einzige Trost, der momentan bleibt, ist, dass sich der Kartoffelmarkt noch selten ansagegemäß entwickelt hat.
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