Kartoffeln: Drängendes Angebot
Drängendes Kartoffelangebot
LWK Niedersachsen, Hannover (16.03.12) - Speisekartoffeln sind nur schleppend absetzbar. Das Angebot übersteigt die weiterhin ruhige Nachfrage. Momentan werden nicht nur kritische Partien eher drängend offeriert. Die Preise lassen sich nicht immer und nur mit Mühe stabil halten. Für Premiumware gibt es aber weiter Aufschläge in unveränderter Höhe.
Erste Frühkartoffeln aus Zypern kommen jetzt zwar auf den Markt, mengenmäßig sind sie aber noch völlig unbedeutend. Auch von ihrem hohen Preisniveau von etwa 100 €/dt geht noch längst keine Konkurrenz aus. Auf Lagerkartoffeln französischer Herkunft greift der regionale Handel nach wie vor nicht zurück. Das hiesige Marktaufkommen reicht sowohl mengenmäßig als auch in qualitativer Hinsicht problemlos zur Bedarfsdeckung.
In der Stärkeindustrie zieht man bereits die Aufnahme nicht marktfähiger Speiseware in Erwägung. Der Markt für freie Verarbeitungskartoffeln tendiert weiter schwach. Die Betriebe decken ihren Bedarf noch vorwiegend aus bestehenden Kontrakten.
(Quelle: http://www.lwk-niedersachsen.de/index.cfm/portal/6/nav/206/article/8351.html )
Die Grafik zeigt die völlig unterschiedlichen Kursverläufe für April 2012 Veredelungskartoffeln (rot) und die kommende Ernte der April 2013 Kartoffeln (schwarz). Die blaue Linie im unteren Teil der Grafik zeigt die Differenz zwischen beiden Kontrakten.