Kartoffeln: Erfolgreiche Ernte, gute Erträge, schwache Preise in Bay.
Erfolgreiche Kartoffelernte - Gute Erträge – schwache Preise
BBV, München (08.12.11) – Die Kartoffelernte konnte in diesem Jahr erfolgreich beendet werden und mittlerweile liegt ein guter Überblick über das vergangene Anbaujahr vor. Nach Niedersachsen ist Bayern das zweitgrößte Kartoffelland in Deutschland. Rund 17 Prozent der in Deutschland gewachsenen Knollen kommen aus Bayern.
Wie schon das Jahr 2010 war auch die Saison 2011 wieder sehr außergewöhnlich, teilt BBV-Fachreferent Johann Graf mit. Gute Auspflanzbedingungen gefolgt von langer Trockenheit brachten meist nur wenige Knollen je Pflanze hervor. Die zu den Sommermonaten günstige Witterung ließ diese paar Knollen explosionsartig wachsen.
Die bayerische Statistik weist mit 2,09 Millionen Tonnen rund zehn Prozent mehr als das fünfjährige Mittel aus, im Gegensatz zum ertragsschwachen letzten Jahr sogar 27 Prozent mehr. Dieses Ergebnis kommt weniger durch die leichte Flächenausdehnung (+1 %) sondern vielmehr durch die um ein Viertel höheren Erträge von 476,7 Dezitonnen je Hektar zustande. Im Vergleich zum fünfjährigen Mittel liegen die Erträge um 17 Prozent höher.
Allerdings werden diese hohen Erträge durch schlechtere Qualitäten wie zu große und grüne Knollen gemindert. Weiteres Problem für die Landwirte sind die derzeit niedrigen Erzeugerpreise.
Unabhängig von Ertrag und Preis sinkt der Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland weiter. Nach der erfreulichen Erholung auf 62,7 kg im Jahr 2010 folgt im aktuellen Jahr der Sinkflug dem langjährigen Trend auf 57 kg pro Kopf, wie die Agrarmarktinformationsgesellschaft AMI berichtet. Es überrasche nicht, dass verarbeitete Produkte immer beliebter werden und umgerechnet in Frischware bereits 31,7 kg ausmachen, im Gegensatz zu 25,3 kg Frischware.
(Quelle: http://www.bayerischerbauernverband.de/erfolgreiche-kartoffelernte )